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Forum: "Klassen überspringen"

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Klassen überspringenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 14:47:43 geändert: 25.05.2006 14:52:18

bei einer "Zwangs-"Fortbildung in unserer Schule zum Thema "Hochbegabung" legte eine der Referentinnen (eine Frau Dr. Heinbokel) begründend dar, dass die effektivste (sie zeigte es an Untersuchungsergebnissen auf) Methode der Hochbegabtenförderung das Klassenüberspringenlassen sei.

Bei uns in Niedersachsen wird seit 11 Jahren regulär die Möglichkeit des Springens geprüft, wenn der Notendurchschnitt 2 und besser ist.
Diese Referentin meinte nun aber, dass man auch Kinder springen lassen solle, die nicht unbedingt den Zweierdurchnitt haben, da die Minderleistungen eben solche sein könnten auf Grund einer bestehenden Hochbegabung. (Das neudeutsche Wort heißt "Underachiever")

Nun habe ich in meiner Klasse einen solchen Knaben (übrigens einer der Hauptmobber - siehe meine Foren dazu), der in der Grundschulzeit mal als hochbegabt getestet wurde. Er ist klasse in Deutsch (mein Fach) , geradezu overlearned in den Sprachen, hängt aber im Mittelfeld in Mathe und Naturwissenschaften (er ist Klasse 6).

Nach Darlegung dieser Frau Dr. Heinbokel wäre er DER Kandidat fürs Springen.

Wer kann und möchte etwas dazu sagen, das aus eigener Erfahrung oder eigenem Wissen kommt und das mich in meinem Denken hierin voranbringen könnte?


hochbegabungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rolf_robischon Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 15:30:22

in diesem forum http://www.logios.de/
findest du allerhand zu dem thema.


Differenzierenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: veneziaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 16:22:18

Warum lässt du den Knaben nicht (z.B. in Deutsch) am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen?

Oder ihr richtet einen Kurs ein "Deutsch plus", in dem "Kinder mit besonderen Begabungen" gefördert werden (Schreibwerkstatt, Theater usw).

Das Problem der "underachiever" ist heikel, d.h. Intelligenztest bracht einen hohen IQ zutage, die gezeigten Leistungen in der Schule sind jedoch eher schwach...oder kombiniert mit Verhaltensauffälligkeiten (übrigens angeblich eher bei Jungen).
Dazu habe ich keine Erfahrung und es scheint mir unmöglich, mit meiner Halbbildung in diesem Bereich analytisch tätig zu werden.

Mit dem Überspringenlassen von Klassen haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht bei tatsächlich hochbegabten Kindern, übrigens bisher nur Jungen..



@veneziaa:neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: fuxl Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 16:36:57

Das mit dem Deutschunterricht in einer höheren Jahrgangsstufe ist wahrscheinlich organisatorisch etwas schwierig, da müsste ja dann in einer höheren Klasse genau zu den gleichen Stunden Deutschunterricht sein...
Pluskurse wären sicher schön, aber die werden wahrscheinlich nicht bezahlt werden...


An meiner alten Grundschuleneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 17:33:03

haben wir hochbegabte Kinder (auch bei uns bis auf eine Ausnahme nur Jungen)eine Klasse überspringen lassen, ebenfalls mit guten Erfahrungen. Wir haben die Kinder probeweise in höhere Klassen gesetzt, sie bekamen individualisierten Förderunterricht, nahmen in ihren "Problemfächern" zusätzlich am Fachunterricht der ehemaligen Klasse teil oder nahmen spezielles "Nachholmaterial" mit nach Hause und in jedem Fall hat der offizielle Wechsel dann geklappt, auch mit dem Erfolg, dass sich Motivation gesteigert und Verhalten verändert hat. Ich kann mich nur an einen Jungen erinnern, der die ganze Sache psychisch nicht so ganz verpackt hat, weil er bei seiner körperlichen Entwicklung den anderen Schülern hinterherhinkte. (Dieser Schüler war allerdings schon vorzeitig eingeschult worden und somit schon 2 Jahre jünger als die restlichen Schüler der Klasse!)


Wenn manneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ishaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 18:00:05

die Definition aus dem schönen link von rolf heranzieht, dann ist Hochbegabung ein Sammelbegriff für so vieles, dass es hier kaum möglich sein wird, konkrete Vorschläge für genau diesen Schüler zu machen.
Zu bedenken wäre vor allem der Bereich Sozialverhalten. Ist zu erwarten, dass sich dieses in anderer Klasse ändert? Und: Bekommt er die eher mittleren Noten im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich mit Arbeit oder ohne? D.h. tut er überhaupt irgendwas für die Schule, muss sich irgendwo ein wenig anstrengen? Wenn nicht, hat er überhaupt Methoden/Strategien, um sich mit Anstrengung etwas anzueignen (könnte er ja beim Überspringen in dem einen oder anderen Fach benötigen). Wie steht er selbst dazu? Möchte er überspringen?

Prinzipiell finde ich, dass Kinder sich so unterschiedlich entwickeln, auch ihre unterschiedlichen Fähigkeiten oft zeitlich versetzt entwickeln, dass die Möglichkeit des Überspringens (aber auch Wiederholens, was nicht heißt "sitzenbleiben"!) sowie des Schulformwechsels (nach oben, nach unten "durchreichen" funktioniert ja anscheinend) viel zu selten genutzt werden.

Mein Sohn hat das vierte Schuljahr übersprungen. Er ist nicht hochbegabt, brauchte halt zwei Jahre um die sehr auseinanderklaffenden motorischen und intellektuellen Fähigkeiten zusammenzubringen. Dann wurd's ihm langweilig, er beschloss, dass er nichts mehr lernen müsse. Jetzt schwimmt er in der 7 so im Mittelfeld, ist nicht besonders ehrgeizig, aber auch nicht von Schule gefrustet.
Vielleicht sollte man über den Nutzen des Überspringens für einen individuellen Schüler auch einfach nachdenken, ohne diesen ganzen diffusen Hochbegabungshintergrund

Gruß
ishaa



@fuxlneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: veneziaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 18:09:27

Klar, man kann doch die Situation bei der Stundenplangestaltung berücksichtigen (fürs nächste Schuljahr z.B.), das geht sogar an meiner sehr großen Schule (1550 Schüler).
Und die Kurse z.B. "Deutsch plus" finden als AG statt oder gehören in den allgemeinen Förderbereich. Die kosten 2 Lehrer-Stunden / Woche. Soviel individeulle Förderung müsste doch möglich sein .. Geht bei uns sogar mit "Mathe plus" und "Englisch plus".. wenn man will, ist das machbar.
Ich sehe auch nicht nur hochbegabte Kinder darin, sondern Kinder "mit besonderen Interessen und Fähigkeiten"...
(Ich stecke selbst den Std.-Plan MIT, daher weiß ich, wovon ich rede).



Ich hatte mehrmals hochbegabte Kinder,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: heidehansi Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2006 22:28:11

allerdings mehr Mädchen als Buben.

Wir haben jeweils mit den Eltern unterschiedliche Lösungen gefunden:

Ein Junge und ein Mädchen haben die zweite Klasse übersprungen und hatten nach kurzer Zeit sich auch in der neuen Klasse wieder an die Spitze gesetzt. Auch sonst hatten sie keine Probleme in den neuen Klassen. Nach der 4. Klasse sind sie dann ans Gymnasium übergetreten.

Ein Bub war vorzeitig eingeschult worden, deshalb ließen wir ihn in der Klasse. In der anderen Klasse wäre er ja weitaus der Jüngste gewesen und es war zu befürchten, dass er vom Verhalten her einfach nicht zu den viel Älteren passt.
Zwei Mädchen blieben auch im Klassenverband: Bei einem Mädchen hatten sich die Eltern dagegen ausgesprochen, das andere war ziemlich schüchtern, deshalb wollten wir der den Wechsel nicht zumuten.
Diese Kinder versuchte ich zu fördern, bzw. zu fordern, indem ich ihnen, so weit es ging, Zusatzaufgaben gab. Und zwar Aufgaben, die mehr in die Breite gingen: Nachdenken, warum etwas so war wie es war,... Alternativen suchen,... eigene Aufgabenstellungen finden,... ergänzende und weiterführende Lektüre und ganz wichtig: die Aufgabe, ihren KlassenkameradInnen zu helfen. Sie waren zwar nicht für schwache, dafür aber für "mittelbegabte" Kinder wertvolle Helfer.

Und das eine der Mädchen löcherte mich dann auch noch in der Pause sehr oft - und ich ließ mich löchern, weil es mir (meist) auch Spaß machte, ihre interessierten Fragen und Informationswünsche zu beantworten.


Etwas konkreterneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: veneziaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 26.05.2006 08:48:11

Mir fiel ein, dass wir sicherlich aus der Sicht unterschiedlicher Schulstufen schreiben. Deshalb möchte ich meinen Beitrag noch etwas spezifizieren:
Ich rede von der Mittel- bzw. Oberstufe.
Wenn wir in der Förderstufe (Klassen 5 + 6) vermeintlich oder tatsächlich hochbegabte Kinder haben, besprechen wir das ausgiebig mit den Eltern und holen Rat bei einem (meist) involvierten Psychologen. Sollten wir ein Kind eine Klasse überspringen lassen, muss das Kind es unbedingt auch wollen - sonst wird es u.U. total unglücklich..
Tatsächlich geht ein solches Kind dann zum zweiten Halbjahr der Klasse 6, d.h. es wechselt im Februar in die Klasse 7. Da ist es im Englischen schon recht gefestigt, muss 1 Jahr aufholen - und auch 1/2 Jahr der zweiten Fremdsprache.. Wie wir das in Zukunft händeln in den künftigen G8-Klassen, wird sich zeigen.
Vor Jahren haben wir auch schon einen Schüler die Klasse 11 überspringen lassen.
Es waren tatsächlich in meinem Erfahrungsbereich bisher nur Jungen! Mädchen sind - so die Fachleute - anpassungsfähiger und fallen in der Schule als Hochbegabte oder erst recht als Underachiever nicht auf..
Und noch ein Gedanke in dieser Richtung: Eine uns "zuliefernde" Grundschule hat Eingangsklassen, die zum Halbjahr Kinder aufnehmen und ggf. auch in 1 1/2 Jahren zur Klasse drei führen.. So kriegen wir desöfteren 9-Jährige in die 5. Klasse. Bisher (auffallend)problemlos bei den Jungen, bei den Mädchen viel Stress auf emotionaler Ebene.. Hmmm, ich muss mal weiter darüber nachdenken.
Ein wichtiger Impuls, bernstein,danke!


Ich bin dir dankbar, veneziaa, ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: oblong Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 26.05.2006 09:19:54

... für die vertiefende Erweiterung: Das Überspringen am Gymnasium ist doch eine Angelegenheit, die auf breiterer Basis besprochen werden muss.
Bei unserer Schule überwiegen die positiven Erfahrungen deutlich, doch wir prüfen auch die soziale Prognose, denn nicht jede Mutter schafft es, ihr Kind auch aus der Distanz heraus zu beobachten und kritisch die Nachteile des Überspringens ins Auge zu fassen, wie ich es bei ishaa zu meiner Freude lesen konnte.
Nur selten haben wir im Nachhinein den Eindruck, dass das Überspringen keine Vorteile für den Schüler gebracht habe. Leider muss ich einen Wermutstropfen hinzufügen: Bei einem einzigen Fall ging der blinde Ehrgeiz der Eltern so weit, dass wir ein zweites Überspringen gerade noch verhindern und durch Überreden abwenden konnten, weil in Zusammenarbeit mit dem Psychologen die sozialen und entwicklungsbedingten Probleme, verbunden mit sehr durchwachsenen Leistungen als Unterforderung interpretiert wurden!
Die Mutter wollte allen Ernstes den Sohn in die 7.Klasse stecken mit seinen 10 Jahren, kindlichem Gemüt und Größe und unterdurchschnittlichen Leistungen in Deutsch und Mathe.
Dieses Beispiel widerlegt aber nicht, dass ich das Überspringen für sehr sinnvoll im Einzelfall halte.
Wa ich absolut nicht leiden kann, ist die Verschiebung der Bildungsdebatte im Bereich der Politik: Eine Häufung der "Überspringer" ist noch keine bessere Bildungspolitik!


Liebe Grüße,
oblong


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