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Forum: "Parlez-vous comme moi?"

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Parlez-vous comme moi?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: wains Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.10.2006 11:20:13 geändert: 23.10.2006 11:21:20

Französischlehrer mit Leib und Seele - setzt sich stark dafür ein, das sinkende Interesse am Französischunterricht wieder zu steigern. Wer kann mir gute Tipps geben?


difficileneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: montargis Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.10.2006 13:25:27

An unserer Schule kann man jetzt neben Französisch auch Italienisch als dritte Fremdsprache wählen (ja, Französisch gibt es bei uns leider nur als dritte Fremdsprache). Es gibt jetzt, soweit ich weiß, einen Italienisch- und zwei Französischkurse. Es "laufen" also nicht alle Schüler zur (vermeindlich) leichteren Sprache Italienisch "über" .

Ich glaube, dass das Französische eben den Ruf hat, "schwer" zu sein (was immer das auch heißen mag...). Italienisch und Spanisch gelten als leichter (obwohl sie das meiner Meinung nach nicht sind; die Grammatik ist ja das gleiche in grün, die Aussprache ist eventuell etwas leichter). Außerdem habe ich das Gefühl, dass Spanisch für die Schüler "cooler" ist, weil viele Sommerhits auf Spanisch gesungen werden. Ich finde es ja auch gut, dass man als Schüler die Möglichkeit hat, zwischen verschiedenen Sprachen zu wählen. Ich frage mich nur, aus welchen Gründen das geschieht...

Dennoch denke ich, dass es immer noch genug Schüler gibt, die Französisch wählen, weil sie es schön finden oder weil sie oft nach Frankreich in Urlaub fahren oder weil sie sich einfach dafür interessieren. Durch die verschiedenen Wahlmöglichkeiten ist es vielleicht sogar so, dass die Schüler, die sich in einen Französischkkurs einwählen, wirklich daran interessiert sind, die Sprache zu lernen und dass der Anteil an weniger motivierten Schülern geringer ist.

Ich habe Deine Frage aber eher so verstanden, dass Du Tipps suchst, wie Du die Schüler, die schon in Deinem Kurs sitzen, motivieren kannst, oder? Das finde ich nämlich auch immer sehr schwierig. Französisch ist für die Schüler nun mal etwas schwerer als Englisch, weil sie das Englische überall hören und es ihnen dadurch viel vertrauter ist (und man muss beim Verb nur ein "s" an die he, she, it Form hängen... Die Noten sind aber in Französisch nicht unbedingt schlechter...). Dadurch sind sie natürlich zum Teil im Französischunterricht gefrustet. Bei uns kommt hinzu, dass wir in zwei Jahren fast nur Grammatik machen müssen, um die Schüler für die 11 fit zu machen. Da bleibt natürlich wenig Zeit für "schöne" Dinge. Prinzipiell ist es zunächst wichtig, dass man als Lehrer selbst die Begeisterung für das Land und die Sprache rüberbringt. Man sollte die Schüler außerdem durch möglichst viele Sprechanlässe selbst zum Reden bringen (in möglichst authentischen oder zumindest realitätsnahen Situationen). Wenn man nah an Frankreich wohnt, bietet sich natürlich ein Ausflug an.

Konkretere Tipps kann ich Dir leider auch nicht geben. Ich warte aber gespannt auf Beiträge und Inspirationen von anderen Mitgliedern. Oder zumindest auf einen Austausch über diese Problematik.

Liebe Grüße, montargis


Kommt auf die Schulform an...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.10.2006 13:40:31 geändert: 23.10.2006 13:55:54

... in der Realschule in Niedersachsen müssen die Schüler wählen zwischen 4-stündigem Frz oder 2 zweistündigen Kursen anderer Fächer.

Frz-Schüler können deshalb an kleinen Schulen mit sehr begrenztem Kursangebot dann in all den Jahren nie einen Informatikkurs belegen, kein Hauswirtschaft machen und keinen Kunstkurs. Das ist ein Grund für die sinkenden Zahlen.

Ein weiterer ist die enorme Diskrepanz zwischen den Leistungsansprüchen von Französisch einerseits und den anderen Kursen andererseits.
Für die Schüler (und auch für mich) ist es nicht einzusehen, dass im Sportkurs die einsen und zweien mit dem Füllhorn ausgeschüttet werden (dann noch einen Hauswirtschaftskurs machen, wo es ab und zu mal eine einsame vier gibt, aber sonst auch nur gute Noten für wenig Anstrengung)und in Französisch sich die Schüler für eine drei richtig quälen müssen. Wer nicht richtig gut ist, der wird rauskomplimentiert. (Hätt ich auch gern mal: Englischunterricht nur mit denen, die wollen und richtig was können...)

In meiner letzten Abschlussklasse ist es passiert, dass ein Schüler nicht seinen erweiterten Abschluss bekommen hat, weil Französisch zu den Hauptfächern zählt (weil 4-stündig) und er dort eine 4 hatte, die er nicht ausgleichen konnte. Vier Jahre nicht aufgegeben und den schweren Weg gewählt und das war die Quittung!

Die Klassenkameraden haben die guten Noten in den beiden Kursen nur ein müdes Lächeln gekostet und eine oberbillige Lernzielkontrolle in Sport.

Also: Wenn du an einer Realschule bist - Ansprüche runterschrauben und die Kollegen auffordern in ihren Kursen für ähnliche Ansprüche zu sorgen.

Die Misere des Frz-Unterrichtes hat in der Realschule übrigens noch eine bittere Komponente: Französisch MUSS angeboten werden. Die Frz-Kollegen sitzen mittlerweile mit 12 Hanseln in ihren Kursen, während die anderen Kollegen in dem parallelen Kursen locker mit 34 unterrichten müssen, denn rechnerisch sind ja per Stundentafel immer Klassenstärken angenommen.



Ich kannneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.10.2006 20:21:59 geändert: 23.10.2006 20:26:35

rhauda in allen Punkten zustimmen. Ich unterrichte auch an einer RS in Niedersachsen. Ich hatte schon einen WPK-Kurs in Klasse 10 mit 5 Leuten, während die anderen Kurse überquollen.

zu montargis:
Dennoch denke ich, dass es immer noch genug Schüler gibt, die Französisch wählen, weil sie es schön finden oder weil sie oft nach Frankreich in Urlaub fahren oder weil sie sich einfach dafür interessieren. Durch die verschiedenen Wahlmöglichkeiten ist es vielleicht sogar so, dass die Schüler, die sich in einen Französischkkurs einwählen, wirklich daran interessiert sind, die Sprache zu lernen und dass der Anteil an weniger motivierten Schülern geringer ist.

Von solch einem Interesse und Motivation kann ich an unserer Schule nur träumen. Unsere Klientel fährt nicht in Urlaub, schon gar nicht nach Frankreich, sondern heim in die Türkei oder nach Polen, oder bleibt zu Hause, weil das Geld fehlt.
Früher hatten wir noch die Motivation des Schüleraustausches mit unserer Partnerstadt in der Normandie. Aber der Austausch ist auch eingeschlafen, und zwar von beiden Seiten, weil die Zahl der Deutschlerner in Frankreich genauso zurückgegangen ist wie die Zahl der Französischlerner. Unsere Schule ist 4-zügig, und wir sind früher mit einer ganzen Busladung nach Frankreich gefahren. Bei 13 Leuten in Klasse 9 ist das nicht mehr machbar, weil davon max. 7 Leute mitfahren würden, vor allem aus Kostengründen, trotz Zuschüssen vom Förderverein und der Stadt.
Aber auch die Schülerschaft in Frankreich hat sich geändert. Unsere Partnerstadt ist eine kleine Stadt an der Stadtgrenze zu einer alten Universitätsstadt, genau wie unsere Heimatstadt. Dort gibt es - wie bei uns auch - einen sehr großen Ausländeranteil, in diesem Falle Algerier und Marokkaner. Die deutschen Eltern hatten ihre Kinder zum Austausch geschickt, damit die Kinder französisches Leben kennen lernen sollten. Statt Baguette und französischer Küche gab es Couscous und Kichererbsen, und mit der französischen Lebensart war es auch nicht weit her. Oft wurde arabisch gesprochen. Das hat sich herumgesprochen, und in den folgenden Jahren haben die Eltern nicht mehr mitgemacht.

Wenn dann noch die vergleichsweise harten Arbeitsbedingungen für die Schüler kommen, wie rhauda sie geschildert hat, kann man sich vorstellen, was für ein mühsames Brot der Französischunterricht bei uns ist.


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