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Forum: "Systematische Grundlagen überflüssig?"

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ich merke an mir selber,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: pulverfass Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.01.2007 15:36:28

dass ich einfach auch meinen derzeit massiven Frust hier mit habe reinfließen lassen.
Ich schreibe bei einer Klassenarbeit in zwei Zeilen, wie die Aufgabe II zu erledigen ist. Drunter schreibe ich einen Mustersatz, vor dem das Wort "Muster" steht.
Dann sage ich auch noch mündlich, wie die Aufgabe II zu erledigen ist.
Ergebnis: ein Drittel der Klasse macht sie IRGENDWIE und hat schlichtweg die Anweisungen überlesen, überhört, ignoriert, nicht kapiert oder sonstwas.
Noch dazu werden im Schnitt in einer Klassenarbeit (Englisch) pro Kind vier Sachen falsch vom Aufgabenblatt abgeschrieben.
So ist die Konzentration, so ist die Aufmerksamkeit, so ist die Behaltensfähigkeit. Und das ist Gymnasium.


Das Phänomen, dass ganze Schulklassen abschmieren würden, wenn man ihnen Klassenarbeiten vorsetzen würde, die man vor 10 oder 15 Jahren in derselben Klassenstufe geschrieben hätte, oder sie mit theoretischen Diskussionen belasten würde, die man zu Beginn der 90-er mit jedem Overstufenkurs führen konnte, ist jedem Lehrer bekannt.

Ich bin schon fast zwei Jahrzehnten im Schuldienst, und ich stricke meine Erklärungen, Arbeitsanweisungen, Beispielsätze immer primitiver, platkativer, gröber, kleinschrittiger, immer mehr wie "für Doofe", wiederhole immer öfter, berücksichtige immer mehr Eingangskanäle, erweitere permanent meine Erfahrung und mein Methoden-Repertoire, habe leider auch das Gefühl, ich gehe zwangsläufg im Niveau immer weiter runter, und dennoch kommt immer weniger rüber.Es bleibt einfach immer weniger hängen.

Da hör ich einfach nicht so besonders gern, dass Lehrer, die bei ihren Schülern so schwachen Lernstand erzeugen, wohl nur Dienst nach Vorschrift machen. Das ist wirklich ein Reizwort, daran kann man nicht rütteln.



Klarstellungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: meike Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.01.2007 19:05:33 geändert: 11.01.2007 19:10:46

Ähm, ich möchte eins klarstellen:

Ich stimme thornberrycake absolut zu, wenn es um die fehlenden Grundlagen der heutigen Schüler geht! So viele Ausrufezeichen zum visuellen Ausdruck meiner Zustimmung kann ich gar nicht machen.

Aber: Ich stimme nicht zu, wenn die Ursachen nur in der Schule, also bei uns Lehrern gesucht werden.
Da werde ich innerlich richtig böse, denn ich sammle permanent schriftliche Arbeiten/Hausaufgaben/freiwillige Arbeiten ein, um den Schülern überhaupt eine Korrektur und damit eine Möglichkeit zur Verbesserung des Deutschen angedeihen zu lassen. Müsste ich nicht machen, denn das ist alles Zusatzarbeit, die von meiner Freizeit abgeht.

Ergebnis: Schüler Max schreibt eine Deutscharbeit. Ich schreibe bei Max zum 3456. Mal den Kommentar "Bitte formuliere in ganzen Sätzen" an den Rand. Bereits in der Korrektur der Arbeit schreibe ich zum 3457. Mal: "Bitte schreibe in ganzen Sätzen - siehe Randkommentar."
Nach entsprechenden Grammatikübungen und stundenlangen intensiven Einzelgesprächen sehe in in der 3458. Arbeit bei eben diesem Max: "Die Sonne scheint. Weil ich hab Langeweile."

So, liegt das nur an mir?

Ich hätte mit diesem Schrift- und auch Sprachdeutsch vor 10 Jahren keinen Realschulabschluss bekommen, vom Abi mal ganz zu schweigen!

Ansonsten: Es ist schon arg, wenn man ständig liest, dass Lehrer an allem schuld sind....


hmmm....neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.01.2007 19:30:09 geändert: 11.01.2007 19:32:32

..ein wenig müssen wir uns schon an die eigene Nase fassen.
In den Sachfächern wird mehr und mehr mit vorgefertigten Kopien gearbeitet, die nur selten die korrekte Formulierung von Gedanken verlangen. Kurzantworten und Lückentexte sind die Normalität.

Meist ist es doch so, dass wir eine Antwort in Biologie oder Politik akzeptieren, wenn die FRAGE prinzipiell inhaltlich richtig beantwortet wurde.

Schüler kommen doch damit durch, ebenso, wie sie damit durchkommen, dass die Arbeiten aussehen, als sei eine Henne mit dreckigen Füßen darüber gelaufen.
(Motto: Hauptsache, sie haben das Prinzip verstanden).

Bei unserer letzten Klassenfahrt hat meine damalige 7.Klasse auch ein Schulmuseum besucht, komplett mit Schulstunde wie vor hundert Jahren. Der "Schulmeister" akzeptierte keine Antworten, die nicht in vollständigen Sätzen formuliert wurden. Da wurde erst klar, wie schwer es den Schüler fällt. Er hat fast jede Antwort korrigieren müssen. Sie sind es halt gewohnt, in Steno zu sprechen. Seit diesem Erlebnis versuche ich mich auch zu disziplinieren, was das Akzeptieren von Antworten angeht. Es gelingt aber nur teilweise, weil es so ermüdend ist, immer wieder zu ermahnen.

So ähnlich ist es doch auch mit den schriftlichen Arbeiten, unter anderem auch den Hausaufgaben. Mal ehrlich: wie häufig sind die formelhaft, verlangen nur Kurzantworten, das Einsetzen von Einzelworten oder Halbsätzen, wie oft sind es Rätsel, Suchsel, etc.?
Das konsequente Ausformulieren der Gedanken gerät doch häufig ins Hintertreffen. Ich habe diese Erfahrung erst wieder mit meinen letzten Politiktest machen müssen, bei dem die Schüler weniger an den Inhalten gescheitert sind, als an der Unfähigkeit, ihre richtigen Gedanken in sinnvolle Sätze zu packen.
Ich war davon ausgegangen, dass nicht jeder Gedankenpups, der in einer Stunde gelassen wird, ausformuliert in der Mappe stehen muss. Ich habe mich geirrt.


ein anderer aspektneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.01.2007 20:17:31

dies ist ein schönes beispiel für das "mehr desselben prinzip".
max denkt sich: "mann, was will die alte? die nervt mit ihrem ewigen genörgel! die soll mich mit ihrem scheiss in ruhe lassen!"

aus vielen reaktionen spricht hier resignation...

mfg
sopaed


Schlagt mich ruhig, wenn´s nicht anders geht.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: thornberrycake Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.01.2007 12:21:40

Ich entschuldige mich bei allen, die sich persönlich beleidigt fühlen. Das war nicht meine Absicht. Kritik an (aus meiner Sicht) bestehenden Missständen muss aber wohl erlaubt sein.

Ich erlebe nicht den Schulalltag, und ich weiß trotzdem, dass er frustig sein kein. Huch. Und ich weiß auch, dass Schüler mit großen Kulleraugen behaupten, dieses oder jenes Thema wäre nie behandelt worden, obwohl man es selbst (anscheinend erfolgreich) gelehrt hat.
Es gibt viele, viele Probeleme. Darin stimmen wir alle überein.

Schlagt mich ruhig, aber ich bin weiterhin der Meinung dass es ja gerade Aufgabe der Lehrkräfte ist, wichtige Dinge so tief zu verankern, dass sie nicht gleich wieder in der Versenkung verschwinden. Und zu wichtigen Dingen gehören für mich (zumindest für Gymn. und Realschule) die vier Fälle etc.
(Grammatik ist nicht trocken. Kein Stoff ist per se trocken.)

Meine Meinung: Gewissen Grundlagen sollten Priorität haben und immer wieder herangezogen werden, bis sie dauerhaft hängenbleiben. Und wenn man diese Grundlagen ständig zugunsten vermeintlich interessanterer Themen unter den Teppich kehrt, erweist man den Kindern damit einen Bärendienst: Ich sehe, was alles so zu uns zur Uni reingeweht kommt. Menschlich reizend, aber fachlich zum großen Teil unterirdisch. Leider heißt es spätestens dann "Friss oder stirb".


Die Geister scheiden sich anscheinend an folgenden Punkten:
1: Ist Grammatik sowieso überflüssig?
2: Ist Kritik unverschämt, weil man es ja gar nicht besser machen kann?


Ach so, und dass ich auch Didaktikseminare besucht habe, sollte eigentlich nur deutlich machen, dass ich mit grundsätzlichen Theorien vertraut bin, was einer fachlichen Diskussion ja vielleicht zuträglich sein könnte.

In der Hoffnung auf viele weitere Antworten

Thornberrycake (weiblich)


...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: meike Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.01.2007 13:39:35 geändert: 12.01.2007 13:46:37

Liebe Thornberrycake,

Deinem letzten Beitrag kann ich nur zustimmen!

Grammatik ist wichtig, keine Frage. Ich denke, dass ist auch nicht der Punkt, an dem sich die Geister scheiden.
Nachhilfeunterricht kann genauso frustrierend wie manches Schulerlebnis sein, auch das ist klar.

Nur: Ich unterrichte an einem Berufskolleg, an das SchülerInnen nach der Absolvierung der Sek.I gehen.
Momentan unterrichte u.a. im Berufsgrundschuljahr Deutsch mit dem Endziel der FOR (Realschulabschluss).

Ich habe ein Schuljahr Zeit, den SchülerInnen das Wissen zu vermitteln, das Grundlage für die FOR ist, sprich: Der Abschluss muss irgendwie vergleichbar sein. Inhaltlich bedeutet dies: Inhaltsangaben, Kommunikation, Vorgangsbeschreibungen, Kurzgeschichten.

Daneben muss ich sprachliche Defizite ausbügeln, grundlegende Dinge wie Heftordnung (wenn sie denn eins dabei haben, meist ist es die kleine Handtasche und mit Glück ein Zettel), Gesprächsregeln und Umgangsformen beibringen. Ist das wirklich noch meine Aufgabe?

Ich achte in meinem Deutschunterricht sehr auf die deutsche Grammatik, stehe aber manchmal völlig entsetzt vor den SchülerInnnen.

Genitiv? Noch nie gehört.
Andere Zeitformen außer Präsens? Noch nie gehört. Indirekte Rede? Wird als falsch empfunden. Vollständige Syntax? Unbekannt. So redet man schließlich auch nicht.
Differenzierter Wortschatz? Fehlanzeige.

Im Bereich Rechtschreibung sieht es ähnlich dunkel aus.
Groß-/Kleinschreibung? Klein, wie in emails, sms etc.
Kommasetzung? Natürlich wurden die Regeln noch nie, wirklich niemals vermittelt.
Apostrophierungen? Grauenvoll.

und und und ... ich könnte stundenlang so weiter
machen.

Ich benote entsprechend, was dazu führt, dass aktuell in einer Klasse von 23 SchülerInnen 9 im Defizitbereich sind (6x5, 3x6).
Ergebnis: Ich bin eine schlechte Lehrerin, weil die SchülerInnen nichts lernen - so zumindest werden die Noten interpretiert.


Manchmal werden durchaus gute Bemühungen auch von Kollegen zunichte gemacht, denen es egal ist, dass sie auch in anderen Fächern als Deutsch auf die Sprachrichtigkeit achten müssen (steht verpflichtend in den Richtlinien) und bis zu drei Notenpunkte abziehen können/müssen.
Da wird man dann aus den eigenen Reihen torpediert.
Und hier ist das Problem: Aus irgendeinem Grund ist das Schulsystem sehr durchlässig geworden. Man ist schon mit minimalen Ergebnissen zufrieden und SchülerInnen werden "totgekuschelt".

Wenn ich mir meine Oberstufen anschaue, dann gruselt es mich schon, was wir da manchmal an die Unis schicken.

Übrigens: An meiner Alma Mater musste man bei Mängeln im Schriftdeutsch verpflichtend zur Deutschnachhilfe...

Eine fachliche Diskussion zu diesem Thema finde ich ebenfalls sehr interessant!
Mögliche - vor allem nachhaltige - Lösungsvorschläge probiere ich gerne aus.

Was den Ton in dem diesem Forum angeht: Man darf nicht vergessen, dass wir hier über das Medium Internet kommunizieren, d.h. dass uns ja Mimik und Gestik fehlen, auch wenn man es durch smilies "ersetzen" kann. Manche Sachen klingen geschrieben auch ganz anders als gehört. Manche provokanten Aussagen (von beiden Seiten) können dann leicht als unverschämt oder beleidigend aufgefasst werden.
Ich habe mich auch über eine Äußerung "aufgeregt", bin aber nach einem Tag Pause und nochmaligen Durchlesen der Meinung, dass alles nicht so schlimm ist.

Also in diesem Sinne:


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.01.2007 17:32:14

Zum einen:
In einem anderen Forum wurde neulich verwundert festgestellt, dass Schüler der ersten Klassen den Umgang mit Geld (in Form von Scheinen und Münzen) nicht kennen und die Geldstücke nicht auseinander halten können. Die Zeiten, dass man ein Kind mit ein wenig Geld zum Kiosk schickt oder es noch etwas einkaufen lässt, seien in vielen Familien vorbei. Grundlagen, die sonst vorhanden waren, fehlen.

Bei der Sprache ist es nicht anders. Verschiedene Bundesländer geben Unterricht im Kindergarten, dies ist aber oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wortschatzarbeit, einfachste Satzstrukturen, mehr ist nicht zu leisten.
Die Kinder hören im Kindergarten von den Hilfskräften schlechtes Deutsch (Hier sind Hilfen in jeder Gruppe, die Sonderschulbildung genossen haben.)
Die Eltern sprechen häufig auch kein Standarddeutsch. Sätze aus dem Alltag:
Ich bin mit alles fertig.
Wer gehört das Stift? Antwort: Ich.
Am Wochenende bin ich nach Oma.

Dagegen steht dann Unterricht, der in den Stunden und den Förderstunden massiv gekürzt wird, zugunsten von Statistiken, die 100% Unterrichtsversorgung ausweisen.
Vertretungsunterricht wird von Kräften oder Eltern gegeben, die keine pädagogische Ausbildung haben.


Zum anderen:
Auch ich finde es wesentlich, dass es um Nachhilfeschüler geht. Warum benötigen sie Nachhilfe? Vermutlich haben sie Defizite, die sich bereits in ihren Noten niederschlagen. Häufig ist es aber so, dass es die Anforderungen aus den vorherigen Schuljahren sind, die nicht gefestigt wurden.
Hier könnte man nun eine Schulformdebatte anschließen. In anderen Ländern gibt es Kurse. Vorstellbar wäre für mich, dass es in verschiedensten Fächern MOdule gibt, die die Schüler erlernen und ihre erworbenen Fähigkeiten mit einer Prüfung belegen. Tritt zu einem späteren Zeitpunkt ein Defizit auf, kann der Schüler ein Modul, dass er vielleicht vorher schon abgeschlossen hatte, noch einmal wiederholen.
Sicherlich sind auch andere Unterrichtsformen etc. denkbar, aber sie fordern Umdenken, Umstrukturieren und viel Öffnung.

Außerdem:
Das Verankern von Lernstoff hat bei uns allen mehr oder weniger gut geklappt. Da stellt sich für mich die Frage an die Sprachbegabten, wie gut ihnen die Sätze aus der Physik, der Zitronensäurezyklus, die Punischen Kriege, die Bücher der Bibel im Gedächtnis verankert wurden.

Palim


@ thornberrycakeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: pulverfass Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.01.2007 20:21:20

Protokolliert im Klassenbuch Klasse 8:
Nur ein einziger Schüler der Klasse erkennt den Unterschied zwischen einer Präposition und einer Konjunktion (while / during)
Ausführlich erklärt. Tafelaufschrieb mit Pfeilen, Kästchen, Beispielsatz

8 Wochen später protokolliert im Klassenbuch Klasse 8:
Kein Schüler erkennt den Unterschied zwischen einer Präposition und einer Konjunktion.
Gleicher Fall, gleiche Klasse, gleicher Lehrer (ich).

Ich kann nun jeden Monatsersten das Thema Präposition / Konjunktion neu aufrollen, am Monatszweiten die Sache mit den Relativpronomen, am Dritten das Konditional, am vierten das Problem der indirekten Rede. Und so weiter.
Damit bin ich bis zum Fünfzehnten gut beschäftigt, dann hab ich noch die zweite Monatshälfte für das Lehrbuch, die Landeskunde, die Vokabeln und so weiter.
Dann ist es vielleicht irgendwann mal alles in den Köpfen der Schüler verankert. Oder auch nicht. Leider habe ich dann anderen Lernstoff, der in den weiteren Klassen vorausgesetzt wird, nicht geschafft.

Ich finde eigentlich nicht, dass ICH für das Verankern des Lernstoffs in Schülerköpfen zuständig bin. Ich führe ein, erkläre, übe, verdeutliche, frage ab, wiederhole gelegentlich - somit habe ich die Grundlage gelegt, und ab dann, spätestens, übergebe ich die Sache in die Hände der Schüler.
Sie müssen nämlich lernen, die Verantwortung für ihren Lern- und Behaltensprozess selber zu übernehmen.
Hast Du schon mal vom Konzept des "lifelong learner" gehört (Prof. Betts)? Im Deutschen auch als lebenslanges Lernen eingeführt.
Nicht als lebenslanges Sachen-eingetrichtert-Bekommen sondern als ein Konzept des AUTARKEN und SELBSTSTÄNDIGEN Lernens. Die Schule kann letztlich nur die Grundlage legen und exemplarisch arbeiten ...


@thornberrycakeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: joqui Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.01.2007 21:35:50

Zum Thema "tief verankern" kann ich dir nur sagen, dass die zu vermittelnden Inhalte curricular angelegt sind, das heißt dass sie in immer wiederkehrenden Abständen (Sprich Klassenstufen) wieder auftauchen - damit sie sich eben festigen. Das, was du an Grammatik forderst, wird zum Großteil schon in der Grundschule in der 3. und 4. Klasse erarbeitet (sogar mit den lateinischen Begriffen!). Und dann auch in den folgenden Stufen aufgrund des Lehrplans wer weiß wie oft wiederholt.

Aber wenn du ein Patentrezept hättest, das ganze Lehrergenerationen vorher noch nicht hatten, wäre ich wirklich dankbar.

Nur an Missständen rummäkeln, ohne einen konkreten Vorschlag zu machen ist nicht besonders hilfreich.

Freue mich auf Tipps aus der Forschung
joqui


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