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Forum: "1. 1 Das finstere Zeitalter"

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3.10neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2007 15:48:50 geändert: 21.04.2007 15:55:39

einen kurzen, schrillen Schrei aus, faßte sich aber schnell wieder, als sie erkannte, wer sie so unsanft aus ihren Gedanken gerissen hatte. „Was hast du hier zu suchen?“ herrschte sie ihn an und überspielte damit geschickt ihren rasenden Herzschlag.

„Das hätte ich gerne von dir gewußt“, konterte er geschickt. „In diesem Haus geschehen zur Zeit seltsame Dinge, aber, verlass dich drauf, ich komme schon noch dahinter.“ Mit diesen Worten wendete er sich abrupt ab und ließ Marie ohne ein weiteres Wort stehen.

In Marie schrillten alle Alarmglocken. Wenn Bardolf entdeckte, dass sie den schwerkranken Jakob hier versteckt hielten, konnten sie in größte Bedrängnis kommen.
Jakob mußte gesund werden und Bardolf mußte von hier verschwinden – nur das war eine akzeptable Lösung.


3.11neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ines Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.04.2007 14:52:28

Maries Gedanken rasten. Diesem Bardolf war alles zuzutrauen. Sie musste eine Lösung finden. Konnte sie sich ihrem Bruder gegenüber noch gut durchsetzten, so hätte sie nicht gedacht, dass Jakobs Aufenhalt in ihrem Haus auch für Spekulationen unter den Dienstleuten und Handwerkern führte.

Marie fasste einen Entschluss, einen raschen, der ihr wahrlich nicht leicht fiel. Sie würde....


3.12.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: keinelehrerin Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.04.2007 18:25:14

... Jakob zu ihrer Base nach Apfelhain bringen. Der Hof, den ihre Verwandte bewirtschaftete, lag außerhalb der üblichen Wege und wurde nur von denen aufgesucht, die sich der - sagen wir unorthodoxen - Heilungsmethoden der etwas schrulligen Frau versichern wollten.
Marie lief zwar ein kleiner Schauer über den Rücken, wenn sie an die dürre, ältliche und immer von einem Kampfergeruch umgebene Base dachte, aber die äußeren Umstände ließen ihr keine Wahl. Auf die Unterstützung von Kamill konnte sie nicht rechnen. Allein Hedwig konnte sie ins Vertrauen ziehen. Flugs drehte sie sich um und verschwand mit flinken Schritten in der Nacht.



3.13neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: frauschnabel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.04.2007 18:49:27 geändert: 29.04.2007 09:51:05

Zeit durfte sie nicht verlieren, sie war sich nicht sicher, was Bardolf alles wusste oder auch nur vermutete. Beides wäre nicht gut. Dann kam ihr prlötzlich ein neuer Gedanke, wie sollte sie Jakob denn vom Hof bekommen? Sie brauchte einen Wagen, ein Ochsengespann, oder Pferde und wie sollten Hedwig und sie das allein schaffen. Ihre Gedanken fingen schon wieder an zu rasen und in solchen Momenten musste sie immer an ihre Mutter denken, klug schön und in schwierigen Situationen immer noch einen Klaren Gedanken. Das war es, was der Vater zu Lebzeiten so sehr an seiner Frau liebte auch wenn er es nicht gerne zu gab. „Ach liebe Mama“ dachte Marie, „wärest du doch jetzt hier.“ Sie merkte wie sich ein Klos in ihrem Hals breit machte und ihr die Tränen in die Augen stieg, die Mutter fehlte ihr sehr. Aber im Moment war keine Zeit für Sentimentalitäten, sie musste handeln, schnell.


3.14neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: angel19 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.04.2007 20:40:45 geändert: 25.04.2007 20:42:09

Da fiel ihr der alte Bauer aus der Nachbargasse ein, dessen Frau wie so viele andere der grausamen Kankheit zum Opfer gefallen war und den daraufhin die Schwermut ergriffen hatte. Tag für Tag saß er vor seinem Haus, sah den Wolken beim Ziehen zu und vernachlässigte seinen Hof. Längst schon hatten sich Unkräuter über das sorgsam und liebevoll angelegte Gemüsebeet seiner Frau gelegt, und die Kühe auf der Weide schrien jeden Abend lange, bevor sich der Alte ans Melken machte. Vater Maurits besaß auch ein Pferd, das man kaum ein Reittier nennen konnte, so klapprig und müde war es vor lauter Hunger und mangelnder Bewegung im stinkenden Stall geworden.

Aber das war jetzt unwichtig. Es kam Marie nur darauf an, dass dieses Tier vor langer Zeit gewohnt war, Lasten zu tragen, und dass sein Besitzer es sicher gutheißen würde, einen Esser weniger satt bekommen zu müssen.
Rasch warf sie sich ihr Umschlagtuch um die Schultern, sah noch einmal kurz nach Jakob, der recht ruhig in tiefem Schlaf dalag, und machte sich auf den Weg.


3.15neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: frauschnabel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 05.05.2007 11:37:10 geändert: 05.05.2007 13:25:07

Marie lief durch die dunkle Nacht, es braute sich ein Gewitter zusammen, das erste Grollen war schon zu hören. Sie durfte von niemanden gesehen werden. Junge Frauen hatten des Nachts nichts in den Gassen der Stadt zu suchen. Es war weder gebührlich noch sicher. Jakob hatte es ihr immer und immer wieder eingebläut.
Was war das? Sie huschte rasch um die Ecke, hatte sie gerade Schritte gehört? Ihr Atem stockte, sie drückte sich fest gegen die Hausmauern. Da waren sie wieder, dumpfe, schlürfende Schritte. Sie blinzelte mit den Augen und versuchte in der Dunkelheit irgendetwas zu erkennen. Nichts! Nur die Schritte, die näher kamen. Marie hatte Angst, sie spürte, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte. Wer war so spät noch unterwegs?War dort nur ein Mensch unterwegs? Waren es die Schritte von zwei Personen? Die Schritte kamen näher, jetzt war sie sich sicher, es waren mindestens zwei Personen. Zwei Männer? Und plötzlich brach das Gewitter los, Blitze zuckten, der Regen prasselte auf die Straße. Und beim nächsten Blitz stand Bardolf direkt vor ihr und grinste ihr zahnlos ins Gesicht. Dass alleine ließ Marie vor Angst schon fast in die Knie gehen, aber viel schlimmer war Bardolfs Begleiter. Als Marie ihn erkannte stockte ihr der Atem und das Blut in ihren Adern gefror.


3.16neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 05.05.2007 16:05:17

Sie wollte schreien, bekam jedoch keinen Ton heraus. Sie spürte, wie sich ein schwerer Körper gegen sie warf, so dass sie das Gleichgewicht verlor und zu Boden fiel. Ein übleriechender Atem stieg ihr in die Nase, ihre Arme wurden gegen den regennassen Boden gedrückt und ein schriller Schrei entfuhr ihr, als es plötzlich lautstart krachte und ein stechender Schmerz durch ihren linken Arm zuckte.


3.17neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ines Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.05.2007 21:22:49

Völlig benommen vom Schmerz nahm sie nur noch Bruchteile ihrer Umwelt war. Alles war in graue Watte gepackt, einzig die blanke Angst hämmerte qualvoll in ihrem Körper. Dann wich auch diese. Es war fast als ob sie in ein verborgenes Versteck in ihrem Körper floh, sich tief in ihr Innerstes zurückzog und sich nur noch auf die lebensnotwendigen Dinge konzentrierte. Einatmen und Ausatmen. Bilder blitzten vor ihr auf, verschwanden wieder, nur diese unendliche Schwere auf ihrer Brust blieb. Hinderte sie daran frische Luft tief in ihre Lungen zu ziehen. Immer wieder drangen verschwommene Laute an ihr Ohr, es klang wie eine eindringliche Bitte und ein Fordern, das sich aber wieder entfernte. Ihre Körper wurde bewegt, ihre Schulter schlug auf dem kalten Stein unter ihr auf, dann lag sie ruhig da. Wieder eine Stimme, fast ein Apell und dann schnelle Schritte.
"Ich bin nicht hier.", dachte sie, "Es passiert nicht.", wieder drängte sich der überlriechend Hauch in ihre Nase. Auch wenn der Regen sein Bestes gab, konnte er ihn nicht abwaschen. "Der Regen", erinnerte sie sich stumm und verkroch sich wieder zurück in ihr schützendes Versteck ,"im Sommer." Kleine Wasserrinnsale flossen ihren Nacken entlang und sammelten sich im Stoff ihres Umhangs, sie spürte das kühle Nass. Gewitter im Sommer waren eine Erinnerung. Eine gute. Das wollte sie sehen. Das wollte sie spüren. Nicht das Hämmern in ihrem Arm und nicht die Vorstellung von dem was ihr wahrscheinlich gerade widerfuhr. Ihre Lungen fühlten sich plötzlich viel freier an, so leicht, dass sie die feuchte Luft tief einsog.
"Marie!", das war kein Ruf mehr, das war ein verzweifelter Schrei der sie sofort aus ihrer kleinen Seelenhöhle ins Hier und Jetzt beförderte. Erschrocken fuhr sie hoch.
Das war kein Gewicht mehr an ihrem Körper. Kein übeler Geruch in ihrer Nase, aber der Schmerz in ihrem Arm war da und sagte ihr klar und deutlich, "Das ist wirklich passiert. Das war kein Traum!"


3.18neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ines Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.05.2007 20:38:28 geändert: 23.05.2007 20:51:44

"Marie", sprach Chonrad mit eindringlicher Stimme, "Marie, komm endlich zu dir. Du musst aufstehen! Wir müssen hier weg!" und Marie fügte sich, noch immer leicht benommen.
Chonrad hievte sie hoch. Ihren gesunden Arm zog er über seine Schultern und schleppte sie auf die anderes Gassenseite und so schnell wie es ihm möglich war auf die nächste Seitengasse zu. Allmählich kehrten wieder Kraft in die geschockten Glieder der jungen Frau und sie blickte sich für einen Moment lang um.
Sie konnte in der FInsternis nicht viel erkennen, einen klobigen Schatten, der offenbar zu einer am Boden kauernden Gestalt gehörte, erkannte sie allerdings schon. Rasch wandte sie sich wieder ab.
"Komm hier entlang!", sagte Chonrad und schob sie zielsicher in einen engen Gang zwischen zwei Häusern.
Nicht mehr als zwei nah aneinandergedrängte Personen hätten hier hindurch können, so dicht beieinander ragten die dicken Steinmauern in die Höhe. Der Boden unter ihren Füßen war vom Regen aufgeweicht und nasser klebriger Schlamm kroch durch ihre Schuhe. Noch immer tropfte das Wasser von ihren zerzausten Haaren direkt in ihre Augen und sie ließ sich mit halbgeschlossenen Lidern von Chonrad mehr schieben als dass sie selbst ging.
Dann weitete sich der Duchgang und sie gelangten durch einen Bretterverschlag in einen kleinen finsteren Hof. Chonrad führte sie in eine schmale mit morschen Brettern überdachte Nische und Marie ließ sich widerstandslos auf einen niedrigen Holzschemel drücken.
Wortlos zog er sein Lederwams aus und legte er der erschöpften Frau über die Schultern, dann kniete er sich vor ihr auf den feuchten Boden. "Darf ich?", fragte er vorsichtig und als Marie leicht nickte tastete er behutsam ihren Oberarm ab.
Marie wusste, dass er gebrochen war, das musste er erst gar nicht sagen. Sie würde es ihrem Bruder erzählen müssen. Mit einem gebrochenen Arm konnte sie nicht so tun als wäre nichts passiert. Marie bekam wieder Angst. Was würde er sagen? Was würde er denken?
Aber es sollte noch schlimmer kommen als Chonrad plötzlich aufsah und fragte: "Was wollte der Schultheiß von dir?"


4.1.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ines Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 25.05.2007 20:18:54 geändert: 25.05.2007 20:25:54

Er spürte wie sein Haar an der Stirn klebte, unangenehm haftete es an seiner Haut. Wilde Bilder tauchten vor seinen Augen auf, auch wenn er glaubte, dass sie fest geschlossen waren. Bilder die er nicht sehen wollte, die er nicht einordnen konnte. War er wach oder träumte er nur. Realität und Hirngespinste schienen sich immer wieder zu vermischen und er konnte nicht mehr sagen, was wahr war und was nicht. Auch wusste er nicht wo er sich befand, geschweige denn wie lange er sich an diesem Ort befand.
Wieder zeigte sich eine unansehnliche Fratze und er versuchte sie zu verscheuchen, doch sein Körper tat nicht das was er von ihm wollte. Wild schlug sein Arm um sich, unkontrolliert und ziellos. Es war nur eine einzige schnelle Bewegung gewesen und doch trieb sie ihm neuen Schweiß auf die Stirn. Das feuchte Laken klebte an seinen Beinen und auch das Stroh unter seinem Körper war nicht mehr trocken.
Keuchend sank Jakob wieder in einen erschöpften aber viel zu seichten Schlaf. Noch spürte er die Wohltat eines von einer sanften Hand geführten kühlen Tuches in seinem heißen Gesicht und nahm unbewusst den feinen Duft von frischem Rosenwasser auf.
Irgendjemand war da und stand ihm bei in seinem verwirrten Zustand. Hier war jemand der ihn nicht alleine ließ.

Ein scharfer beißender Geruch holte ihn wieder aus seinen Albträumen. Er spürte einen brennenden Schmerz unter seinem rechten Arm und schlug keuchend seinen Kopf zur Seite. Doch da war sie wieder die sanfte Hand die ihn zurückhielt. "Ist schon gut, Jakob. Gleich ist es überstanden.", die Stimme kam ihm bekannt vor, erinnerte ihn an etwas aus seiner Kindheit, aber er konnte es nicht festhalten. "Du bist wirklich tapfer.", wieder diese Stimme.
Mit aller Kraft versuchte er seine Lider zu öffnen, doch mehr als ein Blinzeln schaffte er nicht. Sie hatte ihn Jakob genannt. Jakob das war sein Name. So viel wusste er. Er wusste nicht wo er war, aber er war bei Menschen die es gut mit ihm meinten. Zum ersten Mal seit unendlich langer Zeit fiel er in einen tiefen kraftgebenden Schlaf, doch vernahm er zuvor noch eine andere, dünklere Stimme.
"Wie geht es ihm?", fragte sie, die Antwort aber hörte er nicht mehr.
Hedwig wandte sich Kamill zu, "Besser, wider erwarten besser.", antwortete sie und blickte erschöpft durch die kleine Luke in der Wand. Draußen war es finsterste Nacht.
"Wo ist Marie?", dachte sie leise. Wo war sie?


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