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Forum: "Größenwahnsinniger Drittklässler"

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Größenwahnsinniger Drittklässlerneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sebastienne Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 14:54:25

Ich brauche mal wieder Rat.
In meinem 3. Schuljahr befindet sich ein Junge, der sich für den Nabel der Welt und überhaupt das Größte hält. Er ist hübsch, sportlich, intelligent. Die anderen Kinder der Klasse hegen eine Art Hassliebe für ihn. Einerseits bewundern sie ihn, ja, beten ihn förmlich an, andererseits leiden sie unter seinen Angebereien und seinen Machtspielchen. Dieser Junge neigt auch zu Lügen und teilweise sogar Diebstählen, um eigenes Fehlverhalten zu vertuschen (z. Bsp. wird ein vergessenes Hausaufgabenblatt einfach von einem anderen Kind geklaut und der eigene Name draufgeschrieben).

Gestern habe ich - um Regeln für das soziale Miteinander zu entwickeln - die Kinder aufschreiben lassen, was sie in ihrer Klasse nicht so gut finden. Irgendwann meinte ein Kind, es wolle nicht sagen, was es aufgeschrieben habe. Nach Ermunterung meinerseits kamen dann diese Angebereien und Machtspiele zur Sprache. Es war wie eine Lawine. Plötzlich brach es so richtig aus den anderen Kindern raus. Ich traute meinen Ohren nicht. Mitschüler werden geringschätzig mit "Ach Kindchen" angeredet, wer nicht spurt, wird geschlagen, wer widerspricht, ausgeschlossen.

Der Junge selbst konnte es kaum ertragen. Ich musste mehrmals klarstellen, dass es nicht um Recht oder Unrecht geht, sondern dass einfach nur jeder mal sagen darf, was ihm missfällt. Der Junge heulte, versuchte die anderen Kinder anzuschreien, teilweise sogar zu bedrohen.

Es ist mir, soweit ich sehe, gelungen, das Ganze auf eine sachliche Ebene zu bringen ("Ihr mögt es nicht, wenn jemand angibt"). Am Schluss der Stunde hatte sich auch der Junge wieder beruhigt.

Ich möchte gerne mit der Mutter sprechen, weiß aber nicht so recht, wie ich es anfangen soll. Die Mutter ist (im positiven Sinn) sehr aktiv an der Schule und ich möchte sie nicht "vergraulen". Andererseits bin ich es den anderen Kindern schuldig und darf so ein Verhalten nicht tolerieren.

Kurz:
Wie sagt man einer Mutter, dass ihr Kind sich benimmt wie ein Kotzbrocken? Und was mache ich mit dem "Kotzbrocken" selber?

Viele Grüße
sebastienne


Den kenn ich!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: unverzagte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 15:55:56

Kann es sein, dass du einen ehemaligen Schüler von mir hast?
Mir hat seinerzeit unsere Beratungslehrerin sehr geholfen, insbesondere bei dem ersten Elterngespräch.
Wir haben u.a. zusammen Smileylisten geführt, d.h. mit dem Jungen Verhaltensziele vereinbart und jede Stunde Rückmeldung an ihn gegeben, ob er es erreicht hat und dies mit einem Smiley quittiert. Am Ende der Woche hat er sich dann bei einer bestimmten Anzal von Smileys eine Art Belohnung verdient, welche ebenfalls vorher mit ihm vereinbart wurde. Wichtig ist, dass das Elternhaus mitzieht und ihr regelmäßigen Austausch habt.

Viel Kraft und Erfolg wünsch ich dir,
Unverzagte


immer gut: jemanden mitnehmen zum Gesprächneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bambam Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 16:25:46

HAb gute Erfahrungen gemacht, wenn das nicht als eins zueins Gespräch läuft, sondern vielleicht der Beratungslehrer, ein anderer Fachlehrer, o.ä dazukommt ... entspannt ein bisschen



Ich kann dir keinen Tipp geben...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: stumpelrilzchen Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 16:37:47

aber ich wollte dir nur sagen, dass ich es Klasse finde, wie du reagiert hast. Das zeugt von pädagogischem Feingefühl.

Gruß


In solchen Fällenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 16:56:30 geändert: 18.09.2007 16:58:40

kostet es mich auch Überwindung mit den Eltern zu sprechen, doch es ist ein Muss.
Mit einem sachlichen Gespräch mit der betroffenen Mutter, wo ich einfach erst einmal die Beobachtungen wertfrei darstelle, bin ich selten fehl gegangen. Die Mutter sagt dann etwas dazu und daraus ergeben sich gemeinsame "Lösungswege". Ich habe oft schon Dinge im Kopf, die ich mir als Maßnahme vorstellen könnte. Wichtig ist, die Mutter für dich zu gewinnen, deshalb muss so ein Gespräch unter der Prämisse vom Suchen nach konstruktiven Lösungsmöglichkeiten ablaufen.
Der Mutter muss schnell klar werden, dass es nicht um ein Beklagen der Situation geht, sondern um Darstellung und dann um die Suche, wie man das Problem angeht. Das Interesse der Mutter muss ja darin bestehen, dass ihr Kind ein angemessenes Sozialverhalten lernt, sonst eckt es ja in Gruppen und anderen Klassen immer wieder an.
LG: ysnp

Nachtrag:
@clausine: Gratulation: Wir haben einen zeitgleichen Eintrag geschafft.



Ebenso: Hut ab!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 16:56:30 geändert: 18.09.2007 17:20:33

Ich finde es mutig von deinen Schülern, sich so ehrlich zu äußern! In meiner Klasse ist auch so ein Kotzbrocken, allerdings nicht hübsch und nicht ganz so heftig. Ich habe morgen ein Gespräch mit der Mutter und werde ihr unverblümt sagen, was mir an ihrem Sohn auffällt bzw wie er sich innerhalb der Klasse benimmt. Wenn du so superspitzenmäßig sachlich mit deinen Schülern reden konntest, wirst du das mit der Mutter auch können, davon bin ich überzeugt! Der Aufhänger für das Gespräch könnte doch genau diese Situation sein. Versuch die Mutter mit "ins Boot" zu kriegen, indem du auch bei ihr Entsetzen über das Verhalten ihres Sohnes produzierst. Die Idee mit dem Belohnungssystem finde ich auch gut. Schön wäre es auch, wenn der Schüler mal von den anderen gespiegelt bekäme, was er denn POSITIVES mitbringt.

Viel Kraft wünscht dir auch Clausine


@ysnp: und gedanklich auch nicht so weit voneinander entfernt!


Könnte es sein...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: stumpelrilzchen Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 17:08:12

dass sie ihr Engagement an der Schule deshalb so hochgeschraubt hat, da ihr Sohn eben so ist, wie er ist. Vielleicht kennt sie die Situation schon aus den vorangehenden Klassen oder Kindergarten. Man sieht ja, wie schwer dir das Gespräch deshalb fällt.
Zumindest sind mir schon häufiger Mütter aufgefallen, bei denen ich mir so etwas gedacht habe.


Mir fällt grad noch was ein:neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 17:32:06

gute Erfahrungen habe ich auch mit Verträgen gemacht, besonders natürlich, wenn es um Dauerstreithähne geht. Aber vielleicht wäre es einen Versuch wert, diesem Jungen einen Vertrag mit der Mehrheit der Klasse anzubieten. Die "Rest"-Klasse ist ja jetzt, nachdem alles ausgesprochen wurde, in der "besseren" Situation und hat auch dich als Lehrerin solidarisch auf ihrer Seite. Der Junge muss ja jetzt Angst haben, ausgeschlossen zu werden (was ihm die Augen öffnen könnte....)! Gute Basis für einen Neuanfang!


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sebastienne Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 18:31:08

Ich habe mit der Mutter im letzten Schuljahr schon mal kurz gesprochen, da war mir aber noch nicht klar, wie sehr sich die Klasse von dem Jungen unter Druck gesetzt fühlt. Die Mutter sagte damals, dass sie schon mal mit ihm gesprochen hätte, er zeigte sich wohl einsichtig (hätte ich bei meiner Mutter auch so gemacht). Aber geändert hat sich nichts. Wie gesagt, das Gespräch war auch nicht sehr intensiv damals.

Ich schätze die Mutter so ein, dass ihr Kopf ihr zwar sagt, dass das Verhalten ihres Sohnes nicht in Ordnung ist, aber ihre Mutterliebe meint, dass er halt in Wirklichkeit doch der Größte ist. Versteht ihr, was ich meine? So, wie wenn sie sagen würde "Du sollst nicht angeben, das macht man nicht, obwohl du eigentlich natürlich allen Grund dafür hättest... "

Schwierig!

Aber die Idee mit der Belohnung durch den Rest der Klasse finde ich toll. Mal sehen, was die Mutter dazu sagt.

Viele Grüße
sebastienne


@stumpelrilzchenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sebastienne Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.09.2007 18:36:32

Da könntest du schon Recht haben. Sie ist eine kluge Frau und ich könnte mir schon vorstellen, dass sie ihr Engagement bewusst einsetzt. Solche Eltern hab ich auch schon erlebt.

Viele Grüße
sebastienne


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