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Forum: "Süddeutsches Abitur"

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danke, feulneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 14.03.2008 12:56:28

vielleicht kommen ja noch einige Länderbeispiele nach gesicherten Erkenntnissen hinzu, aber meines Wissens müssten alle skandinavischen Länder, England, Holland, Belgien. Luxemburg, Spanien, Griechenland, die Schweiz etc. auch dabei sein. Es sollte uns bildungschaosgewohnten und -geprüften Deutschen mal klar sein, und zwar möglichst ALLEN, welche historische Last wir mit uns rumschleppen. Bloß weil wir uns nicht (mehr) vorstellen können, wie ein zentral gesteuertes Bildungssystem positiv aussehen kann, ist es noch lange nicht abzulehnen.

oh yes, I have a dream, too.......


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von: ing_08 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 14.03.2008 21:29:36 geändert: 14.03.2008 21:32:28

Guten Abend.

nur bitte keine Gleichmacherei ala DDR

Nach der jüngsten Sendung "hartaberfair", wo erneut diese halbe Totschlagparole kam, möchte ich doch einmal nachhaken, warum denn aus Gegenden mit dem gegliederten Schulsystem gerade dieses ideologische Schreckgespenst der "Gleichmacherei" aufkommt?

Und warum wird aus genau diesen Gegenden der Blick dann immer nach Finnland gerichtet?

Die DDR exportierte einst ihr fertiges Bildungssystem 1:1 nach Finnland [Mitte der 60er bis Anfang der 70er] - die Finnen brauchten dann ungefähr 20 Jahre um es an die dortige Geographie und die dortige Bevölkerung anzupassen, Stichwort dünnbesiedeltes Flächenland.
Erst nach dieser Anpassung begann der "finnische Weg", bei welchem die deutsche Einheitsschule sukzessive nach finnischer Mentalität verformt worden ist.

Frage: Weshalb ist Bildung à la DDR "Gleichmacherei", und Bildung à la Finnland "modern"?
Die Finnen benutzen heute noch die gleichen zentralistischen Instrumente aus der alten DDR. Dort werden bspw. - wie einst vom Ministerium für Volksbildung - ALLE Lehrpläne, ALLE Richtlinien und ALLE bildungspolitschen Entscheidungen national einheitlich für den gesamten Staat von der Regierung getroffen.

Was wäre denn so schlimm an einem bundesdeutschen, national einheitlichen Schulsystem, mit "Gemeinschaftsschule", mit gleichen verbindlichen Lehrplänen von Usedom bis ins Breisgau?

Bevor hier irgendjemand zu Stuhle kommt und "einheitliche Bildungskompetenzen" für 16 Bundesländer erdacht, niedergeschrieben und eingeführt hat, ist die BRD längst von der Landkarte verschwunden. Und dann ist es unter Garantie immer noch nicht einheitlich, weil jeder sein Süppchen anders kocht.


Last but not least: Die DDR hatte mit Leistungsdifferenzierung und dem Elitebegriff bedeutend weniger Berührungsangst. Abgesehen von den Interventionen des Systems durften nur die besten/ geeignetsten Abitur ablegen (Quote 10%), im Anschluß studieren. Es gab - trotz einheitlichen Schulsystems - wesentlich mehr Institutionen zur professionellen Förderung von Leistungsstarken, von Talenten, von echten Begabten.
Auch auf der pragmatischen Ebene war man einen Schritt weiter: Für die DDR war es klar wie Kloßbrühe, daß Begabtenförderung/ Elitebildung absolut unverzichtbar für eine Nation ist, doch man wußte, daß das keine breite Angelegenheit war; Hochbegabte, Talentierte gibt es vergleichsweise selten - also darf solchen Fördermaßnahmen KEIN bildungspolitisches Hauptgewicht an allen Ecken und Enden zukommen. Man wußte, daß gute Begabtenförderung auf den Schultern einer guten Breitenbildung steht.

Hier wird in jeder Debatte so getan, als ob jede zweite Familie aus einer hordenhaften Ansammlung von halben Genies bestünde und ach es sind ja alle so UNTERfordert (LOL! LOL! LOL!) und die Talente fallen ja im Sekundentakt durch das Raster.
(Ich als Betroffener verfolge diese Beiträge besonders amüsiert. Und wie alle Nichtbegabten immer so toll wissen, was Hochbegabte denken, fühlen, brauchen, nicht brauchen. Großes Kino ist das.)

Auch hier herrschte in der alten DDR eine vielschichtigere, abgeklärtere Sichtweise auf die Dinge vor. Man schuf einfach die nötigen Schulen, man butterte einfach genug Geld in die Häuser hinein (wie in die Einheitsschule auch) und die Leute konnten überschaubar über lange Zeiträume hinweg in der Einheitsschule beobachtet, gefördert, und vor allem gefordert werden.

(Die Zulassung zur Oberstufe erforderte nicht nur die entsprechenden Leistungen, sondern eine ausführliche Beurteilung des Klassenlehrers, die den weiterführenden Bildungsweg zum Abitur wohlwollend einschätzen mußte.)

Wenn ein solch prägnantes Verständnis von Elite, eine solche Förderung von wirklich Leistungsstarken "Gleichmacherei" sein soll - ja, wer möchte dann nicht eine solche Gleichmacherei?

Alles besser als die gegenwärtige Ungleichmacherei, wo Kinder, die im falschen sozialen Kontext geboren sind, mit Jahr für Jahr größer werdender Wahrscheinlichkeit nie diese Klassengrenze überwinden werden können, nicht wahr?

Alleine schon der Begriff. Ich war einst geachtete "Arbeiterklasse" - heute bin ich "bildungsferne soziale Unterschicht".

Da muß ich glatt bekennen: Bitte! Bitte, bitte, bitte Gleichmacherei! Bitte!


Gute Nacht


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von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 00:27:15

Ich würde mir wünschen, wenn der Blick zurück viel stärker auch die mit berücksichtigen würde, die trotz hervorragender Leistungen keinen Zugang zur Förderung etc. erhielten, weil ihre Eltern das falsche Parteibuch hatten.
Und ebenso, wie manche ewig auf eine wohlwollende, weiterführende Beurteilung hätten warten können, gab es auch solche, die locker die Hürden nahmen - manche auch, gerade weil die Eltern das richtige Parteibuch hatten.
Einheit hin, Gleichmacherei her -
ich würde mir ganz andere Wege wünschen und es ist ja nicht so, dass in Finnland lediglich eine Organisationsform übernommen wurde und erfolgreich umgestellt wurde.
Gleich, auf welche Schulformen zur Zeit geguckt wird, es geht um anderes, ganz neues Denken und Unterrichten, Workshops, Baukastensysteme, Forder- und Fördersysteme ... leider viel zu oft zum Nullsummenspiel auf Kosten der Schüler.
Eine Schule, die auf die Förderung ALLER Schüler ausgerichtet wäre, würde Hochbegabte genauso fördern können wie Lernschwache. Trotzdem könnten sie gemeinsam vieles tun und würden Verständnis füreinander entwickeln.
Was wäre, wenn es zentrale Prüfungen mit gleichen Anfordernungen für alle gäbe mit möglichst gleicher Beurteilung, die dann zu gleichen Chancen für das Studium führen würden - einschließlich keinerlei Bevorzugung von Studierenden eines Bundeslandes (an einigen Unis erhalten Studierende des eigenen Landes ja einen Bonus).
Was wäre, wenn es vielleicht Fächerprüfungen gäbe und ein Schüler dann die Abiturprüfung allein für Sprachen bestünde ... und sich mit diesem Abschluss für sprachliche Berufe qualifizieren würde. Ein anderer Schüler hätte vielleicht in anderen Fächern mehr Erfolg und manche Schüler auch in vielen Fächern.
Wie wäre es, wenn Schule eben auf Kurse umstellt und Schüler selbst während ihrer Schullaufbahn entscheiden könnten, ob sie für ihren Abschluss 10 oder 14 Jahre benötigen möchten? Schüler könnten nach und nach Kurse absolvieren, wenn es mal nicht klappt, einen Kurs wiederholen oder 2 Kurse schnell hintereinander durchlaufen.
Manch einer lernt von Anfang an schnell und gut, andere benötigen gerade in den ersten Jahren oder auch mal zwischendurch mehr Zeit. Dennoch glaube ich, dass ein offeneres System mehr Schülern anschließend ein Studium ermöglichen würde. Und es geht nicht um 10 % Eliteförderung, sondern darum, möglichst viele Schüler so zu fördern, dass sie einen bestmöglichen Abschluss erreichen.

Palim


das ist eine andere Baustelle , ein anderer Traumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 08:59:27 geändert: 15.03.2008 09:00:07

den ich auch träume, Palim:

neben einheitlichen Bildungsstandards in allen Bundesländern eine einheitliche Schulform, in der keine Schüler mehr sortiert werden, sondern in der alle Schüler aller Leistungsniveaus zusammenkommen und in der jeder Schüler seine individuelle Schullaufbahn finden kann (und in der das auch möglich ist, weil diese Schulform baulich, ausstattungsmäßig und personell ganz darauf ausgerichtet ist...)


@ing_08neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: regiolacanus Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 09:13:27

Du scheinst Dich für die Krone der Schöpfung zu halten, Deine unverschämte Behandlung von Mitgliedern von 4t für den Höhepunkt intellektueller Fähigkeiten.
Nach Deinen Äußerungen hier muss ich Dich für nichts anderes halten als für einen verbalen Flegel mit einen hohen Niveau an Arroganz und einem tiefen Niveau an Sozialkompetenz.
Viele liebe Grüße Regio


Einheitliche Standardsneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: binzo4 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 09:21:26 geändert: 15.03.2008 09:30:57

Also dieser angedeutete Zentralismus wäre möglicherweise eine Teillösung für manche Probleme, birgt jedoch eher noch mehr Sprengstoff. Denn in Deutschland gibt es zum Teil von Bundesland zu Bundesland vollkommen unterschiedliche Vorstellungen, was gelehrt werden sollte.

Gruß
binzo4


@binzoneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 09:38:05

Denn in Deutschland gibt es zum Teil von Bundesland zu Bundesland vollkommen unterschiedliche Vorstellungen, was gelehrt werden sollte.


Die gibt es ja gerade WEIL die Bildungshoheit föderal geregelt ist. Man sollte nicht die Henne mit dem Ei verwechseln. Schafft man den Bildungsföderalismus ab per Grundgesetz und legt die Bildungshoheit in die Hände des Bundes, hat sich das mit den Egotrips der einzelnen Bundesländer.

Dies - wie gesagt - ist nur mein Traum


@bernsteinneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: binzo4 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 09:44:00 geändert: 15.03.2008 09:46:20

Dies - wie gesagt - ist nur mein Traum


Und genauso wird es bleiben - ein Traum.
Denn damit würde man sich ja auch einige Stellen bei den Ministerien der Länder einsparen, was angesichts der überaus wichtigen Eigenheiten der einzelnen Bundesländer zu vermeiden ist . Denn Bildung ist hier auch ein Stück weit Identität, und wer möchte davon schon etwas verlieren zugunsten einer einheitlichen Bildung.


Gruß
binzo4


Ichneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 10:53:02

möchte trotzdem mal eine Lanze für den Wettbewerb brechen, den es in einem föderalen System ja auch gibt.
Sicher gibt es hier eine Menge zu verbessern, aber ein zentralistisches Bildubngssystem wäre m.E. von diesen Mängeln genausowenig frei.

Zur Gleichmacherei in der DDR:
Man sollte nicht vergessen, was für ein menschenverachtendes System auch hier hinter der Bildung stand. Es ging ja hier nicht um den Menschen und Bürger, sopndern vielmehr sollte auch über die Bildung, also ihre Vereinheitlichung, jeder unter Kontrolle sein.

Da ist mir unser föderales Bildungssystem mit all seinen Mängeln doch wesentlich lieber, frei nach Wolf Biermann: Eine mangelhafte Demokratie ist mir immer noch tausendmal lieber als eine perfekte Diktatur.

Das sei allen DDR-Nostalgikern gesagt!

LG

Hesse


@hwsseneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: regiolacanus Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.03.2008 12:34:55



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