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Der 4teachers Schulplaner 2016/17
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Forum: "Gesamtschulbefürworter"

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von: feul Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 09.04.2008 19:51:32 geändert: 09.04.2008 19:52:43

@rfalio:
Wird das besser, wenn man noch 6 Jahre dranhängt (wohlgemerkt bei unveränderten Rahmenbedingungen)?

Nein, die Rahmenbedingungen müssten dann geändert werden.

Hat ein Schüler eine bessere Chance, wenn in seinem Zeugnis nach der 10. Klasse zwar lauter gute Noten stehen, vor den Noten aber immer C-Kurs
(oder ähnlich für das untere Niveau) steht?


Der vorteil, den ich kenne, ist , dass manche schüler zB in Deutsch durchaus gym-niveau haben, in mathe nicht und umgekehrt (lässt sich auf alle fächer übertragen).schüler, die aber in EINEM fach keine chance haben, haben keine möglichkeit,aufs gym zu gehen. die gemeinsame schule gibt ihnen aber die möglichkeit, in jedem fach auf ihrem niveau unterrichtet zu werden.


Noch mehr Fragen...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: piramia Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 09.04.2008 20:12:15

Wer legt fest, in welchen Kurs ein Schüler kommt? Haben die Eltern da Mitspracherecht? Wie werden die Abschlusszeugnisse von den Arbeitgebern gelesen? Ist das dann nicht ein Kampf um die besseren Kurse durch die ganzen Schuljahre?


als eindeutigerneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 09.04.2008 21:04:04

vertreter des "eine schule für alle" bin ich pessimist. solange es nicht gelingt, den eliten deutlich zu machen, dass ihre position nicht geschwächt und sie einen im ökonomischen sinne mehrwert durch eine radikale schullandschaftsreform erlangen - solange wird sich im bildungssystem nichts ändern.
bei den lehrerInnen steht eh die verteidigung von pfründen im vordergrund. mensch schaue nur einmal auf die verteilung der resourcen - wenn ich mir die möglichkeiten der gymnasien anschaue und dann mit haupt- oder gar förderschulen vergleiche...
die diskussionsebenen müssen m.m.n beachtet werden. es handelt sich um eine gesellschaftspolitische diskussion, nicht um eine pädagogische. wir haben eine klassengesellschaft, dies drückt sich natürlich auch im bildungswesen aus.

mfg
sopaed



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von: feul Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 09.04.2008 21:28:21

@piramia:
Wer legt fest, in welchen Kurs ein Schüler kommt?

die leistungen des schülers legen das fest. lassen die leistungen nach, wird er "abgestuft"(auch während des jahres). werden die leistungen gut bis sehr gut, wird er "aufgestuft". bei sehr gut MUSS aufgestuft werden, bei gut KANN aufgestuft werden.


keine pädagogische frage... @sopaedneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: miro07 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 09.04.2008 22:13:14

wir haben eine klassengesellschaft, dies drückt sich natürlich auch im bildungswesen aus.

alternative wäre dann die klassenlose gesellschaft... versuche hatten wir ja genug! GESCHEITERTE!

miro07


Aus den Hospitationenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: annimotte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 09.04.2008 23:37:27

in Montessori-Schulen habe ich einen anderen Blick mitgenommen. Zwar haben wir dort bisher nur die Freiarbeit gesehen, aber gerade diese regelmäßigen selbstverantworteten zwei Stunden zu Beginn eines jeden Schultages sehen für mich aus wie ein sehr stabiles Standbein für eine Schule für alle. Mich wundert es wirklich sehr, dass sich nicht viel mehr KollegInnen für solche Freiarbeit interessieren.
Die Kinder lernen wirklich ihre Arbeit selber zu machen und sich dann Hilfe von Mitschülern oder dem Lehrer/der Lehrerin zu holen, wenn sie sie brauchen. Gute Montessori-Pädagogen sehen aber auch bei jedem Kind dessen Bedarf auch an Aufforderung und Vorschlag, was zu tun sein könnte. Für die Pädagogen eine nicht gerade kleine Herausforderung.


kleines Traktatneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ing_08 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.04.2008 05:42:56 geändert: 10.04.2008 05:52:02

Nochmals ein Hinweis, weil schon wieder das unerträgliche
Wort Differenzierung fiel.

Einheitsschule heißt: kein Differenzierung.
Zumindest keine formale.

Differenzierung findet nur in der Klasse statt;
der Lehrer balanciert das Leistungsgefälle.
Das hat deswegen in der DDR gut geklappt,
da dort die Lehrerausbildung anders ausgesehen hat.
Das achtsemestrige Studium zum Diplomlehrer (!)
war im Vgl. zu heute weitaus schwerer.
Die Durchschleppquote Ungeeigneter war wegen der
hohen Anforderungen minimal.
Eine Idee, die Finnland übrigens immer noch benutzt:
Nur die Besten haben die Chance, Lehrer werden
zu dürfen.

In den ersten 4 Semestern waren 30 SWS + üblich.
Inhaltlich gab es drei gleichberechtigte Felder:
allgemeine Lehre, Hauptfach, Nebenfach.
Die Stundenzahl verteilte sich in etwa gleich
zu jeweils 1/3.
Didaktik, Methodik und praktische Pädagogik nahmen
also großen Raum ein.

Unterstufenlehrerinnen, also Lehrerinnen für
die 1. bis 4. Klasse, absolvierten ein gesondertes
Fachstudium, was sogar noch größeren Wert auf
angewandtes Lehren legte.


Auf der anderen Seite wurde sich vom System her
um die Kinder intellektuell wie sozial frühzeitig
umfassend gekümmert.
Die Kinder kamen also auf einem völlig anderen
Niveau in die 1. Klasse, als das heutzutage der
Fall ist.

Die Einrichtung von Kursen, wie hier schon wieder
im Gespräch, ist jedoch Unfug.
Auch das ist wieder nur ein Mechanismus der
Separation und der Selektion.
Gemeinschaftsschule heißt geschlossener Klassenverband von Klasse 1 bis 10.

Die Kinder in Kurse unterschiedlichen Lehrniveaus
zu stopfen, führt wieder in eine gegliederte Struktur,
eine Gliederung im Kleinen.
Das möchte man ja aber vermeiden.

Die Errichtung einer sogenannten Gemeinschaftsschule,
die dann den Klassenverband in Individualkurse auflöst,
wäre eine Farce sondersgleichen.
Defacto käme das der aktuellen unzureichenden
Gesamtschule gleich, die ebenso keine akzeptable Lösung
für ein ordentliches Bildungssystem darstellt.
Sowas können sich nur Menschen vorstellen,
die an sich schon mit dem Konzept einer
gleichen Schule für alle Kinder geistig überfordert sind.



Darüber hinaus weise ich nochmal auf eine Relation
hin, die ich an anderer Stelle jüngst zurechtrücken mußte:
Es sollte dringendst aufgehört werden,
in Debatten um Breitenbildung mit irrelevanten
Randerscheinungen wie den Hochbegabten anzukommen.

Ich zitiere mich einfach selber und führe hier
den Text an, den ich neulich zu dem Sachverhalt
formulierte:







[...]

Erstens.
Unser Breitenbildungssystem hat weitaus größere Probleme als explizite Hochbegabtenförderung (2% der Menschen).
Begabtenförderung funktioniert in effizienten Maßstäben nur,
wenn sie auf einer stabilen und leistungsfähigen
allgemeinen Bildung fußt.


Zweitens.
Im Gegensatz zu der gern kolportierten Assoziation,
Hochbegabte würden sich ständig langweilen und
zu Minderleistenden werden:
Viele Hochbegabte, erkannt oder nicht ist irrelevant,
liefern in der Schule gute bis sehr gute Leistungen ab.


Drittens.
Forschungen belegen: Minderleistende, die nicht
durch neuronalen Defekt zuwenig bringen, sind
defacto immer Opfer einer mangelhaften Erziehung.
In den ersten 6 Jahren nimmt die Förderung im
sozialen Umfeld (Kinderkrippe, Kindergarten,
Elternhaus) eine zentrale Rolle bei der Ausprägung
von Intelligenz ein. --- Aber. Ein großes Aber.

Noch gewichtiger ist der Einfluß auf das kindliche
Verhalten. Kinder, die Strebsamkeit, Leistungswillen,
Spaß am Lernen, Hilfbereitschaft für das Kollektiv,
oder Tugenden wie Diziplin, Leistungsdisziplin,
Ordnung, Benehmen, Höflichkeit und Anstand im
Umgang des täglichen Lebens et cetera
nicht anerzogen bekommen, DIE werden in der Tat
verhaltensauffällig bis gestört.
(Gilt übrigens auch für normale Kinder.)


Viertens.
Der Lehrer muß wenigstens so auf Zack sein,
daß er erkennt, wenn ein cleverer Bursche vor
ihm hockt. Der Lehrer muß jedoch keinesfalls
wissen, daß ein Kind hochbegabt ist.

Ich bspw. bin wesentlich durch das DDR-Schulsystem
geprägt -- als Kind war es normal für mich,
mein geistiges Potential im Sinne des Klassenkollektivs einzusetzen.
Ich fühlte mich dabei nie gebremst, sondern
half der Gruppe, insgesamt besser zu werden.
Schließlich kannten wir es nicht anders:
Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft untereinander,
Freundlichkeit im gegenseitigen Umgang waren normal.
Und daß gerade auch in dem für heutige Verhältnisse
harschen Leistungsklima.

Denn: Zensuren, Zensurenspiegel, Lob, Tadel,
all das wurde so gut wie immer im Beisein des
Kollektivs bekanntgegeben.
Wir wußten also recht genau, wer wie steht,
wer sich wie benommen hatte.
Das sorgte für eine positive Konkurrenz -
die Unterstufenlehrerinnen packten uns Kinder bei
unseren anerzogenen zwei großen Hörnern, die da waren
Wißbegier, Leistungswille/Verbesserungsstreben.
Im Hochschulstudium wurde dies auch so vermittelt:
mittels subtiler Anreize, Motivationsmethodiken
et cetera die Kinder von selber zu einer erhöhten
Leistung antreiben.


Des weiteren fand eine erstaunliche Gleichbehandlung statt.
Mit Lob, Tadel und Strafen sparte man bei niemandem.
Man konnte noch so gut sein, die Zensuren brachten keine
Narrenfreiheit, im Ggs. zu heute.
Niemand wurde bezüglich seiner Leistungen
benachteiligt, niemand wurde bevorteilt.
Auch ein Arbeiterkind bekam entsprechende
Konsequenzen zu spüren, wenn es Mist gemacht hatte.

Anders gesagt, es wurde verhindert, daß Zensuren
zu einem ungleichen Sozialverhalten innerhalb der Klasse
führten. Als Folge gab es keine Spaltung im
Gefüge zwischen mäßigen und guten Schülern, denn
deren Zusammenhalt sollte ja gesichert werden.

Bei den pflichtmäßigen Elternabenden wurde
übrigens auch offen vor allen gesprochen,
mit Namensnennung.
Das Elternkollektiv war also ebenfalls vollständig
über Leistung und Verhalten der Klasse genau
im Bilde, auch was den einzelnen anbetraf.
Hier wurde absolute Transparenz hochgehalten.
(Regelmäßige Hausbesuche des Klassenlehrers mit
dem Klassenbuch im Gepäck gehörten ebenfalls zur
Normalität, wo dann im Gespräch unter vier Augen
über Leistung und Verhalten schulisch wie außerschulisch
gesprochen wurde.)


Die Unterstufenlehrerinnen verstanden es zudem
prächtig, die Leistungsstarken für den Unterricht
einzusetzen.
Zweimal wöchentlich mußte ein guter Schuler den
Stoff mit einem schlechten Schüler wiederholen,
üben, festigen.
Man wurde auch als Guter konstruktiv beschäftigt,
hatte niemals Leerlauf, oder wurde bei zu verteilenden
Aufgaben "vor den Karren gespannt".

Auf diese Weise konnte die Lehrerin sowohl
(relativ) kreativ den guten Schüler in erster Linie
FORDERN und andererseits ausgiebig FÖRDERN.
Im Gegenzug stand deswegen genügend Zeit zur
Verfügung, auf die Schwachen ausreichend einzugehen.

Zudem wurde das Unterrichtsniveau von einer
weiteren Erziehungs- und Bildungseinrichtung
unterstützt: dem nachschulischen Hort.
Dort war mehr als genug Raum vorhanden,
Probleme einzelner Kinder entsprechend auszugleichen.
Im Hort herrsche Pflicht zur Hausaufgabenerfüllung
unter Aufsicht.
Erst wenn die obligatorischen täglichen Hausaufgaben
erledigt waren, durfte man spielen.
Für Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder
waren studierte Erzieherinnen verantwortlich,
die enge Verbindung zu den Lehrern hielten.
Somit bekamen die Lehrer aus dem Hort Mitteilung
über etwaige Schwierigkeiten einzelner Kinder.

Was also im zugegebenermaßen straffen
DDR-Unterricht nicht sogleich an Defiziten
kompensiert wurde, half der Hort als zentrale
Einrichtung der Nachmittagsbetreuung auszugleichen,
ggf. auch in Zusammenarbeit mit den Lehrern.



Entgegen der landläufigen Meinung ist es daher nicht
schwer, auch hochbegabte Kinder vernünftig zu beschäftigen.
Gewußt wie.

Hochbegabten tut Einheitsschule gut,
da sie sich so dem Kollektiv nicht entziehen
können, selber durch die Hilfestellung für
andere lernen und insgesamt mit ihren Fähigkeiten
dem Niveau im Kollektiv zuträglich sind.


Fünftens.
Mit Rückbezug auf die Punkte zuvor:
Intelligenz und Charakter entwickeln sich
losgelöst voneinander.
Das heißt, auch hochbegabte Kinder benötigen Zeit,
um geistig reif zu werden.
(Weswegen das gegliederte Schulsystem ja auch für
schnelle Schüler eine Katastrophe ist, da die charakterliche
Komponente eines Kindes unberücksichtigt bleibt.)

Das bedeutet allerdings, ein hochbegabtes Kind ist
schlicht und ergreifend verzogen, wenn es sich
nicht in der Lage zeigt, soviel Geist aufzubringen,
um wenigstens Zweien zu erwirtschaften.
Es gibt keinen Grund, warum das Kind auf Durchzug
chalten sollte. Wenn es mit einem angemeßnen
Aufwand 2 oder 1 stehen kann, muß besonders von
elterlicher Seite das auch eingefordert werden.

Stichpunkt Werte: In dem Moment, in dem ein hochbegabtes
Kind abschaltet, und zwar so, daß es abstürzt,
handelt es dumm und unreif.
Geistige Reife kann jedoch nicht durch einseitige
intellektuelle Förderung aufgebaut werden,
sondern nur durch Erziehung.
Kinder, denen Werte anständig vorgelebt und so früh
wie möglich beigebracht werden, zeigen so gut wie
keine Ausfallerscheinungen in der Schule.
Und zwar weder in der Unterstufe, noch beim Übergang
von Unterstufe zu Mittelstufe, noch später im Verlauf
der Mittelstufe.


Sechstens.
Nicht jede Hochbegabung geht mit überdurchschnittlichen
geistigen Leistungen einher.
IQ > 130 äußert sich nicht zwangsläufig oder
hat Auswirkungen auf schulrelevante Aspekte.
Es geht schon damit los, daß Hochbegabung kein
einheitliches Phänomen ist, wie es sich die
Normalen gerne vorstellen, sondern das Spektrum
ein breitgefächertes ist.

Logisch-analytische Hochintelligenz,
sprachliche Hochintelligenz,
soziale Hochintelligenz,
motorisch-mechanische Hochintelligenz,
autistische Inselbegabung (präziser: ASPERGER-Syndrom)
oder sogar Hochintelligenz auf mehreren
der genannten Intelligenzfelder et cetera.

Mitunter tauchen Fälle auf, wo Kinder sogar
höchstbegabt zu sein scheinen und vernichtend
schlechte Schulleistungen zeigen, da sie
intellektuell in jeder Hinsicht überfordert sind.
(Erläuterung für die Unbewanderten -
Höchstbegabung ist die Steigerungsform von
Hochbegabung, beginnend i.a. bei IQ 150+)




Deswegen eine Bitte: Nicht ständig bei jeder Debatte
zum Bildungssystem oder zur Schule die
Hochbegabung aus dem Schrank holen und ein Faß aufmachen.
Es ist ein seltenes Phänomen, doch es wird der
Eindruck vermittelt (insbesondere von Eltern),
daß jedes zweite Kind in Deutschland
- und natürlich immer das eigene -
immer totaaaaaal superunterfordert ist.

In der Praxis ist eher das Gegenteil der Fall.


Hin und wieder über Hochbegabung reden:
in Ordnung. Doch mir als "Betroffenem" hängt es
dermaßen zum Halse raus!
Speziell, wenn eine Horde "Normaler" besser über
einen Bescheid zu wissen glaubt, als man selbst.



Unser Land hat in punkto Bildungspolitik solche
Probleme in der Breitenbildung!
Da sind die Bedürfnisse einer verschwindenden Minderheit,
der es intellektuell vergleichsweise gut geht,
schlicht und ergreifend irrelevant.

Die Logik gebietet bekanntlich:
"Das Wohl vieler wiegt schwerer als das Wohl weniger."


Eliten- & Talenteförderung kann man intensiv besprechen,
wenn die Bildung der anderen 98% optimal läuft.

Von diesem Zustand ist die BRD Lichtjahre entfernt.



Damit ist auch zu dieser Thematik bezüglich der
Einheitsschule alles gesagt.
Für die Kinder, die in der Glockenkurve den
Hochbegabten spiegelverkehrt gegenüberliegen
sind die Sonderschulen das Wort der Wahl.
Jene Sonderschulen können im Prinzip wie
die Einheitsschule aufgezogen werden, nur das
eben auf die besonderen Anforderungen
eingangen wird, die die lernbeschränkten Kinder
mitbringen. Alles keine Hürde, so man denn wöllte.



Gute Nacht


stimmt...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: miro07 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.04.2008 16:58:58 geändert: 10.04.2008 17:08:56

GUTE NACHT!

behauptest du allen ernstes, in der polytechnischen oberschule der ddr habe es eine binnendifferenzierung gegeben???

miro07 , der froh ist, zur horde der normalen zu gehören


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ing_08 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.04.2008 17:51:50 geändert: 10.04.2008 18:02:02

das behaupte ich nicht, das war auch nicht so.
(wo steht das denn in meinem kommentar?
da steht mehrfach, daß die einheitsschule den
klassenverband aufrechterhält und in keiner weise
formal differenziert wird - lern lesen!)

dennoch gab es im unterricht selber eine art von
differenzierung -
mein dilemma ist, daß es dafür keinen begriff gibt.

daher nenne ich es einfach "differenzierung innerhalb
der klasse", die jedoch nicht so funktionierte,
wie man das heute unter der hohlen phrase
"individuelle förderung" vorstellt.

im grunde handelte es sich um eine methodische
anwendung des gesunden menschenverstandes,
um den unterrichtsfortschritt "im gleichschritt"
sicherzustellen.

alle schüler wurden nach der gleichen didaktik
unterrichtet. nicht der individuelle lernfortschritt
stand im mittelpunkt, sondern daß alle schüler am
ende eines schuljahres das gleiche niveau hatten.
man hängte den brotkorb daher so auf, daß das
niveau nicht zu den mäßigen hin verschoben war,
sondern intellektuell etwas über dem durchschnitt lag.

alles andere beschrieb ich oben bereits:
motivierung der guten, den schlechten zu helfen,
statt jedem einzelnen seinen eigenen persönlichen
wissensfortschritt zu erlauben
(was zu einem auseinanderdriften des leistungs-
gefüges geführt hätte).


wie soll man das denn sonst nennen?
auch das ist im prinzip so etwas wie differenzierung,
freilich natürlich keine "binnendifferenzierung"
heutigen verständnisses.
doch das muß ich doch nicht extra erwähnen, denn
das geht eindeutig aus dem üppigen text eindeutig hervor.

wie würdest du denn den ausgleich innerhalb des
klassenkollektivs nennen, der zwar mit einheitlicher,
gleicher methodik und gleichen anforderungen erfolgte,
aber nicht uniform über die bedürfnisse der
(schwachen) schüler hinwegbügelte?

ich bin gespannt.


sei gespannt...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: miro07 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.04.2008 18:06:59

und bleib schön gespannt! ich werde mich zu deinen pamphleten nicht mehr äußern.. du scheinst ja überall dabei gewesen zu sein und die weisheit aus kübeln intravinös verabreicht bekommen zu haben!



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