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Forum: "Gesamtschulbefürworter"

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@bernstein.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.04.2008 23:02:14

Da hast du dich wieder am Thema und an meinen Argumenten vorbeilaviert zugunsten der - diesmal "das gehört sich nicht" - Arie? Wenn du der Auffassung bist, meine Äußerung gegenüber meinem - angehenden - Ingenieurkollegen (er wird in Kürze sein Examen ablegen und dann wie ich Ingenieur sein) bleibt das Faktum, daß er zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der DDR wegen seines Alters keinen authentischen Vergleich anstellen konnte.
Somit sind seine Vergleiche theoretisch und allenfalls durch seine bisherige Nachhilfetätigkeit ein wenig praxisbezogen.

Dein:
"Übrigens: in wessen Namen ich spreche, ob in eigener Sache, oder als Vertreter des Gym oder einfach als Lehrer, das musst du mir schon selbst überlassen." halte ich für ein wenig überdimensioniert angesichts meiner Äußerung.
Ich habe lediglich von "2 Vertreterinnen der Realschule bzw. des Gymnasiums" gesprochen.

Argumentativ kam von dir zum Thema leider nichts.




@rhauda:neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.04.2008 23:10:40 geändert: 10.04.2008 23:14:46

Statt Argumenten dagegen jetzt die emotionale Keule herausholen? Es ist zwar schon etwas später, aber lange kein Grund, in der Konzentration nachzulassen.
Leider sehe ich auch bei dir, daß die Geschichte mit dem Balken im eigenen Auge zu stimmen scheint.

Wer, bitte, profitiert von der Beibehaltung des Status quo? Genau! Die Realschule und das Gymnasium


@lupenreinneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ing_08 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 00:07:21 geändert: 11.04.2008 00:11:37

Den Vergleich konnte ich dafür schrittweise
ab 1991 miterleben.

Auf Grund meiner Tätigkeit als Honorarkraft,
Hausaufgabenbetreuung an einer Grundschule,
kann ich nun auch praktisch eins zu eins
meine DDR-Kindheit mit dem westlichen Gegenstück
in Verbindung bringen.


Darüber hinaus:
Natürlich ist das meiste theoretischer Natur -
ich bin schließlich zu jung (Jahrgang 1983),
um einen vollen Bildungsgang in der Einheitsschule
absolviert haben zu können.

Doch besitze umfangreiche Fachliteratur sowie
Unmengen staatlicher Dokumente der DDR.
Stundentafeln, didaktische Unterrichtshilfen,
Gesetzestexte, Fachbücher, Statistikbücher,
Handreichungen für Lehrer, Erziehungspläne,
Aufsätze über geplante Weiterentwicklungen
des Bildungssystems, Dokumente über Schulversuche,
Dokumente zur Hochbegabtenförderung, Elitekonzepte,
Abhandlungen zur Talentförderung, Informationen zu
den Spezialklassen, Spezialschulen usw. usf..
Darüber hinaus hüte ich meine alten Schulhefte
aus der polytechnischen Oberschule.

Nur bei den authentischen Schulbüchern und bei
einigen Details des Hochschulstudiums habe ich in
punkto DDR-Bildungssystem noch Außenstände.
So konnte ich bspw. noch nicht die Stundentafeln
aller Studiengänge archivieren.
Doch auch hier versuche ich, nachzusteuern.


Und: Verwandte, vor allem meine Mutter und meine
älteren Geschwister, sind vortreffliche Zeitzeugen.
Die können mir auch in weitere Bereiche des
DDR-Systems tiefe Einblicke gewähren:
Gesundheitswesen, Sozialpolitik, Familienpolitik,
Rentenpolitik, Reaktionsweise des politischen Systems bei Kritik.

Ich bin somit umfassend im Bilde, auch wenn ich
die DDR selber nur bis einige Monate nach meinem
7. Geburtstag bewußt erlebt habe.
Meine gebrochene Biographie hat in der Hinsicht
sogar einen unschätzbaren Vorteil, denn ich
habe einerseits den Systemwechsel sukzessive hautnah
miterlebt, andererseits vom Auslaufen des
"real existierenden Sozialismus" nicht wenige
Vorteile gehabt. Auf allen meinen Realschulzeugnissen
bis 1999 ist noch auf der Rückseite vermerkt
"Bildungsgang polytechnische Oberschule", da jede
Reform, die Sachsen nach 1994 durchgeführt hat,
für meinen Jahrgang nicht mehr gegolten hat.
Ich wurde also, mit Ausnahme der ideologischen
Verzerrungen in Fächern wie Staatsbürgerkunde
oder Geschichte, auf dem Niveau der DDR ausgebildet
- Stundentafeln, didaktisch-pädagogisches Vorgehen
der Lehrer, Bildungsinhalte, Anforderungen,
Benotung, Kopfzensuren, Prüfung nach Klasse 10.
Nur die Sportprüfung mußte keiner von mehr ablegen.

Um profunde, aussagekräftige Vergleiche anzustellen,
brauche ich mir deswegen nur anzuschauen,
wie Schule heute so läuft.

Des weiteren erlaubt mir meine soziale Herkunft,
bis 1990 gehörte ich nämlich zur priviligierten
Arbeiterklasse, profunde, überlegene Einschätzungen
tätigen zu können, wie das heutige Schulsystem
mit dem sozialen Milieu und der Finanzkraft der
Eltern wechselwirkt.
Jene Ungerechtigkeit des gegliederten Schulsystems,
sowie die Loslösung vom Leistungsgedanken
(Leistung ist eben nicht ausschlaggebend),
durfte ich mehrfach am eigenen Leib spüren.
Und da kam ich noch relativ gut weg,
weil ich eben durch das Auslaufen der alten
DDR-Strukturen nicht sofort gegen die unerbittliche Wand von heute lief.

Frühkindliche Förderung, Einheit von Bildung und
Erziehung, Sozialverhalten, soziale Gerechtigkeit,
Chancengleichheit in der Schule, soziale Werte,
charakterliche Weiterbildung -
von derartigen DDR-Altlasten lebe ich noch heute.
Ebenso hatte ich Glück, daß ich später auch
ein hervorragendes Gymnasium nach dem Realschul-
abschluß erwischte, was den sozialen und didaktischen
Geist der Einheitsschule halbwegs wahren konnte.

Trotzdem war es seit 1994 hauptsächlich Kampf -
je älter ich wurde, je mehr ich mit den finanziellen
Unsitten des Westsystems und dem Nichtvorhandensein
von sozialem Ausgleich in Berührung kam, desto härter
wurde es, weiterführende Abschlüsse und Qualifikationen zu erhalten.
Schon das Stigma "bildungsferne soziale Unterschicht".
Im Gegensatz zu vielen anderen (hier) weiß ich
daher, was es heißt, wenn Bildung einerseits
sozial integrativ funktioniert, und wenn
Bildung eben separativ und selektiv funktioniert.



Das alles macht mich nicht nur zum Zeitzeugen,
sondern auch zum Experten für sämtliche Facetten
der Debatte Einheitsschule gegen gegliedertes Schulsystem.


Ahoi


Macht ja nichts!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 00:41:05 geändert: 11.04.2008 00:45:40

"Wenn dem Inschenör sein Geburtsdatum stimmen tut, war er beim Mauerfall maximal 6 Jahre alt und konnte daher selbstverständlich alles inne "Soffjettzone" (Zitat Konrad Adenauer) selbst als gut und richtig erlebt haben" - zu der Aussage stehe ich noch immer.

Bildungsferne Schicht = Nachteile?
Ich ging zur Volksschule und sollte nach Meinung meiner Lehrer zum Gymnasium (das war, glaube ich, 1959). Das Schulgeld war abgeschafft, aber mein Vater ließ mich nicht, weil er der Auffassung war, ich müßte als Gymnasiast besser gekleidet sein - und das konnte er vor meinen kleineren Geschwistern nicht verantworten -
Ein honoriger Mann mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Aber wer hatte ihm den Floh ins Ohr gesetzt? Davon abgesehen hätte er mir nicht weiterhelfen können. Er war Arbeiter auf einer Steinkohlenzeche.
Ich habe dann eine Lehre absolviert, bin 31/2 Jahre lang nach der Arbeit zur Abendschule gegangen....

Heute wird gnadenlos aussortiert und in Kasten eingeteilt. Damit wird Schicksal gespielt - ich traue mir nicht zu einzuschätzen, ob ein Viertklässler vielleicht 5 Jahre später im 9. Schuljahr abgeht wie ein Zäpfchen oder ob ein fleißiges Bienchen später zum Schulversager wird.
Unsere Tochter bekam eine Hauptschulempfehlung von ihrer Lehrerin, die sie genau 1/4 Jahr!!! gesehen hatte. Lehrer müssen mit hellseherischen Fähigkeiten gesegnet sein, um in dieser Zeit Schicksal spielen zu können.
Wir haben uns einen Dreck darum gekümmert.

Die Kleine (Jahrgang 1974)ist zum Gymnasium gegangen, hat an der Uni in Münster Betriebswirtschaft studiert und bei Prof. Meffert ihr Diplom in Marketing gemacht.
Ich habe sie mit Mühe davon abgehalten, ihrer Grundschullehrerin ihr Diplom vor die Nase zu halten.
Die hätte womöglich eher Abitur und Diplom als einen Fehler betrachtet als ihren Irrtum einzusehen.

Was, wenn ich - statt als Ingenieur - als Elektriker bei einem Handwerksunternehmen gearbeitet hätte?

Wäre unser Kind soweit gekommen? Wohl kaum!
Soviel zur Chancengleichheit, zum gegliederten Schulsystem et cetera.


"Deutschland braucht mehr Gemeinschaftsschulen"neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 14:02:59 geändert: 11.04.2008 14:46:13

"Deutschland braucht mehr Gemeinschaftsschulen"

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3257940,00.html

und

"OECD-Empfehlungen sind schlichtweg falsch"

http://www.teachersnews.net/artikel/nachrichten/bildungspolitik/006067.php


Chancengleichheit vorgegaukeltneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 14:42:08 geändert: 11.04.2008 14:44:33

Was, wenn ich - statt als Ingenieur - als Elektriker bei einem Handwerksunternehmen gearbeitet hätte?

Wäre unser Kind soweit gekommen? Wohl kaum!
Soviel zur Chancengleichheit, zum gegliederten Schulsystem et cetera.


Ich empfehle die Lektüre der aktuellsten Studie von Fend. Der ehemals feurige Gesamtschulbefürworter,der mit seiner Studie eigentlich die Überlegenheit der Gesamtschule bezüglich der Bildungsbiografie in Verbindung mit sozialem Hintergrund beweisen wollte, musste zähneknirschend eingestehen, dass genau das, was die Gesamtschule leisten soll, eben nicht geleistet wird, nämlich:
Die Erhöhung der Chancengleicheit. Die Gesamtschule ist dort nicht besser und nicht schlechter als das dreigliedrige Schulsystem. Bei IGS-Absolventen ist der soziale Hintergrund genauso entscheidend für den weiteren Bildungs- oder Berufsweg wie in anderen Systemen. Dafür ist sie aber schweineteuer.

Dazu kommt die Tatsache, dass im Schnitt die fachlichen Leistungen schlechter sind als im Schnitt im anderen System. Ich wiederhole: das gilt AUCH für Gegenden, in denen es zur IGS keine KOnkurrenzschulen gibt.

Noch einmal: wenn Hauptschulen und Realschulen die Ressourcen hätten, die die Gesamtschulen zur Verfügung haben, dann würde sich die Leistungsschere zwischen den beiden Formen 3-gliedrig und IGS noch weiter öffnen. Wenn dann auch noch der soziale Hintergrund in beiden Systemen gleich einflussreich ist, dann gibt es für mich kein Argument mehr für ein Gesamtschulsystem in der derzeitigen Form.

Ich begreife nicht die Diskutanten, die zu einem zugegebenermaßen unzulänglichen 3-gliedrigen System als einzige Alternative ein seit fast 40 Jahren bestehendes System sehen, das nachweislich noch unzulänglicher ist.

Gibt es nicht auch noch einen dritten oder vierten Weg?


wenn das so istneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: annimotte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 14:54:22

dann sollte man eben schleunigst nicht mehr von Gesamtschulen reden, sondern von Gemeinschaftsschulen. Und wenn man sich dann von Montessori, Freinet und anderen Reform-PÄDAGOGEN inspirieren lässt und in gut funktionierenden real existierenden Schulen hospitieren kann, dann sollte doch hier oder da der ein oder die andere was ändern können.

Dieses persönliche Hin-und-Her-Hick-Hack finde ich völlig unproduktiv. das bringt keinen weiter.


Ein funktionierender Kompromissneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: veneziaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 15:18:27

besteht doch schon, naemlich in den additiven / kooperativen Gesamtschulen!
Wenn eine so strukturierte Schule tatsaechlich Durchlaessigkeit (in beide Richtungen) praktiziert, individualisierte Hilfsangebote zur Verfuegung stellt, dazu als Ganztagsschule arbeitet (Hausaufgaben IN der Schule) mit entsprechender Mensa usw., dann kommen wir dem tatsaechlich realisierbaren Idealen doch schon ziemlich nah.
Fends Aussagen sind fuer mich im Uebrigen nicht richtungsweisend, ich mache mir lieber mein eigenes Bild und urteile nach meinen eigenen Erfahrungen.


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ing_08 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 15:39:06 geändert: 11.04.2008 15:40:05


Ich begreife nicht die Diskutanten, die zu einem
zugegebenermaßen unzulänglichen 3-gliedrigen System
als einzige Alternative ein seit fast 40 Jahren
bestehendes System sehen, das nachweislich noch
unzulänglicher ist.

Gibt es nicht auch noch einen dritten [...] Weg?




Einheitsschule. ("Gemeinschaftsschule")



Fakten vs Beobachtung?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.04.2008 15:51:55

Fends Aussagen sind fuer mich im Uebrigen nicht richtungsweisend, ich mache mir lieber mein eigenes Bild und urteile nach meinen eigenen Erfahrungen.

"Hard facts don't get in the way of my opinion?"

Ich finde das etwas blauäugig, denn er hat die Bildungs-Berufsbiographie einer großen Zahl von Schülern über viele Jahre hinweg dokumentiert. (Bisher habe ich bezüglich der Studie noch keine Kritik über die Untersuchungsmethoden gelesen. Gibt es da etwas, was ich nicht weiß?)

Das ist mit Sicherheit aussagekräftiger als "gefühlte" Fakten oder Eindrücke, auch wenn sie auf Erfahrung und Beobachtung beruhen mögen.


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