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Forum: "Grundschullehrer in Realschulen und Gymnasien"

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Grundschullehrer in Realschulen und Gymnasienneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: pee1213 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.07.2008 15:20:52

Hallo,

in Bayern gibt es ab kommendem Jahr ein Pilotprojekt - Grundschullehrkräfte sollen mit 6-9 Stunden in die Unterstufe der Realschulen und Gymnasien zur Kooperation und als Beratunglehrer eingesetzt werden. Das heißt als Grundschullehrer bekomme ich eine Lehrkraft aus der Sekundarstufe zugewiesen und soll dann im Unterricht zusätzlich mit anwesend sein (zur Differenzierung und so).

Jetzt hab ich etwas zu laut Interesse bekundet, da ich es grundsätzlich gut finde, dass wir in der Grundschule auch wissen, was unsere "Kleinen" in den weiterführenden Schulen erwartet und bin sofort dafür eingeteilt worden.

Das heißt für mich nächstes Schuljahr, ich muss mit 6 Stunden aus meiner eigenen Klasse raus und tingle zur Realschule (dafür bin ich eingeteilt worden).

Meine Befürchtung ist, dass ich dort als "billige" Vertretung missbraucht werde - weil es immer wieder heißt, die Lehrkräfte sind zu knapp und es falle so viel Unterricht aus...

vielleicht gibt es ja den einen oder anderen unter euch, der genau wie ich "Betroffener" ist - sei es als GS-Lehrer oder auch aus der Sekundarstufe, die einen aus der GS zugeteilt bekommen haben.

Wie ist eure Meinung dazu - ist das eher eine Chance mal was Neues zu erfahren oder lästig, wenn man sich noch zusätzlich um einen kümmern muss, der mit im Unterricht drinsitzt...


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von: teacher-redo Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.07.2008 18:09:45 geändert: 04.07.2008 18:10:18

Auch wir haben das KM-Schreiben bekommen und uns unsre Gedanken gemacht: Ich glaube wie du, dass diese Sache ein zweischneidiges Schwert ist.
Ja, es ist gut, dass sich Grundschullehrer informieren, welche Erwartungen Gymnasien und Realschulen an unsere "Kleinen" haben.
Ja, eine Differenzierung für eine Übergangsphase von einem Jahr mag für manchen Schüler sinnvoll sein und ein Verbleiben an der höheren Schule sichern.
ABER:
Nein, ich bin nicht bereit, der Aushilfsfuzzi zu sein, der zu jeder Zeit einspringen kann (auch wenn das dann als Förderstunde o.ä. bezeichnet wird.
Nein, ich sehe auch weiterhin nicht ein, dass ich für zeit- und vorbereitungsintensives Differenzieren mit genau einer Abminderungsstunde belohnt werde (also dann nur noch 28 Stunden zu halten habe) und sonst aber natürlich auch weiter mit A12 heim gehe, während meine Dann-Kollegen in dieser Beziehung deutlich besser gestellt sind.

Frage an die Gymnasiallehrer: Würden sie zu diesen Bedingungen an Grundschulen gehen, um vielleicht ihren Unterricht den Voraussetzungen der Schüler noch besser anzupassen?
Bitte: Ich will keine Gymnasiallehrerschelte oder so betreiben. Mich regt einfach auf, dass man auf diese Weise glaubhaft machen will, nur Gutes - nämlich unsere Schüler - im Sinn zu haben. Für mich ist diese Maßnahme einfache Schönfärberei nach dem Motto: Wir fördern doch! Und übers Hintertürchen verringern wir den Stundenausfall und senken die Kosten!

Aber vielleicht sehe ich auch nur zu schwarz!?
Immerhin soll ja bald leistungsdifferenziert bezahlt werden und für diese Art des Einsatzes könnte es ja auch BONUS-Punkte geben!?


Als Realschullehrerneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rfalio Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.07.2008 19:54:26 geändert: 04.07.2008 20:05:14

und Personalrat an unserer Schule "durfte" ich mir mit unserem Chef Gedanken machen zu einem sinnvollen Einsatz.
Unsere erste Prämisse war, diese Zusatzstunden wirklich schülerfördernd zu verwenden. Die Kollegen aus den Grundschulen werden in unseren vier 5. Klassen (zuerst einmal im Fach Deutsch) pro Woche 2 Stunden zusammen mit dem Fachlehrer eingesetzt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Stunden so liegen,dass keine unnötige Erschwernis (wie Hohlstunden, mehr als 2 Tage o.ä.) für die GS-Lehrkräfte eintritt. In diesen beiden Stunden wird klassenintern differenziert, wobei die Aufgabenverteilung wechselt ( also nicht nur der GS-Lehrer immer die Schwachen).
Das Ganze muss sich auf jeden Fall mal entwickeln; ich könnte es mir in meinem Fach (Mathematik) sehr gut vorstellen: Beispiel >Rechnen mit Größen< Eine Lehrkraft wiederholt mit einem Teil die Vorkenntnisse aus der Grundschule ( da meine Frau an der GS arbeitet, dürfte das auch für mich kein Problem sein ) der andere Teil führt etwa den Dezimeter ein. In der nächsten Stunde wechseln die Gruppen.
Es dürfte auch klar sein, dass der RS-Lehrer schwerpunktmäßig das Material bereitstellt, nicht weil er es besser könnte, sondern weil er letztendlich die Verantwortung trägt und weil es sich gehört, dass man einem Kollegen, der einem hilft, die Arbeit weitmöglichst erleichtert.
Zu den Befürchtungen, als "Aushilfe" verheizt zu werden:
Natürlich könnte diese Maßnahme von einigen Schulleitern zur Stundenabdeckung bei Unterrichtsausfall genützt werden (der GS-Lehrer übernimmt die 5., der RS-Lehrer vertritt woanders); das wäre aber nicht Sinn der Sache und ich würde mich als beteiligter Lehrer dagegen vehement wehren! Hier ist aber sicher eine Kontrolle gegeben über den Wochenarbeitsplan der GS-Lehrer (und das Klassentagebuch der RS), der ja vom Schulamt eingesehen werden kann und wenn da öfters drinsteht: "Ganze 5. Klasse statt Differenzierung", dann müsste doch das Schulamt aufmerksam werden und nachbohren.
3 Problemfelder sehe ich allerdings:
1) Die Absprache braucht am Anfang zumindestens einiges an Zeit, so dass die Anrechnungsstunde der GS-Lehrer erst einmal dafür draufgeht und der RS-Lehrer Freizeit opfert (der kriegt nämlich keine Anrechnungsstunde).
Dazu kommt, dass örtlichen Gegebenheiten nicht überall so gut wie bei uns sind, wo wir von einer Schule zur anderen nur über die Straße gehen müssen. Es bleibt also auch (Fahr-)zeit "auf der Strecke".
2)Bei einer GS-Lehrkraft in Teilzeit (wie bei vielen GS-Lehrkräften) müsste Unterricht in der eigenen Klasse abgegeben werden, was nicht optimal ist.
3) Lehrer sind Einzelkämpfer! Manche tun sich schon hart, wenn einmal ein Student im Praktikum hinten drin sitzt. Verantwortung abzugeben fällt schwer. Auch die Öffnung für neue Methoden und vertiefte Inhalte wird manchen Probleme bereiten ( ich denke für beide Seiten).
Fazit: Insgesamt ein interessanter Ansatz, der den weiterführenden Schulen Differenzierungsmöglichkeiten ohne Stundenanrechnung bietet und für die GS Einblicke in die Arbeit der weiterführenden Schulen( Da haben mein Chef und ich einen Vorteil, weil wir beide mit GS-Lehrerinnen verheiratet sind).
Allerdings noch nicht zu Ende gedacht, was die Ermäßigungsstunden betrifft: ich würde dem GS-Lehrer mindestens 2 zubilligen (Fahrzeit!) und dem RS-Lehrer 1 ( Abstimmung, Planung etc.).
Viel wird dabei von den Einzelpersonen abhängen und ihrer Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
rfalio


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von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 05.07.2008 09:32:34

Ich würde dasGanze erst einmal als Chance begreifen.
In einem anderen Thread wurde ja bereits einmal darüber diskutiert, wie schwierig es für die Schüler ist, den Übergan von GS zur SEKI hinzubekommen.

Es wurde außerdem bemängelt, dass in vielen Grundschulen trotz regelmäßiger Treffen zwischen GS und SEKI die Bereitschaft, die Anregungen und die Wünsche der SEKI zu erwägen und eventuell anzunehmen, nicht immer so ist, wie es sein sollte.

Wir haben mit den Schülern bestimmter Grundschulen immer wieder gravierende Probleme. Die sind nicht fachlicher Art sondern betreffen das Sozialverhalten und die völlige Unselbsständigkeit.

GS-Lehrer in der Realschule oder einem Gymnasium würden viele Anregungen mitnehmen, die sich dann hoffentlich auch in einer gewissen Veränderungsbereitschaft niederschlagen wird, die Realschul- und Gymnasialkollegen würden durch die Zusammenarbeit ebenfalls Vieles neu reflektieren.

Was ich dabei sehe ist der Zeitfaktor. Der gemeinsame Unterricht wird zwar zusätzlich Zeit kosten, die gemeinsamen Gespräche aber würden zahlreich sein müssen, wenn man dann voneinander profitieren will.
Solche Dinge müssen wieder alle zum Nulltarif abliefern. Das ist der einzige Grund, warum ich diese Inititative voll ablehne.



@mobberneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 05.07.2008 10:14:32 geändert: 05.07.2008 13:20:02

Das, was du geschrieben hast, trifft genau meine Meinung und die Meinung unseres Kollegiums. Aus diesem Grund hat sich bei uns auch niemand bereit erklärt, unter diesen Bedingungen das zu tun.

Interessanterweise kommt diese Weisung in einer Zeit, wo in den Schulen der Sekundarstufen Bayerns sich ein eklatanter Lehrermangel abzeichnet. Am Gymnasium werden inzwischen händeringend Lehrer gesucht und das KM öffnet das Gymnasium für Quereinsteiger. In der neusten Pressemeldung war zu lesen, dass das im Augenblick für Physiker gilt.
Vor ein paar Jahren rekrutierte man zwangsweise Grundschullehrer an die Hauptschulen, die noch in sg. "alter Lehrerbildung" ausgebildet waren, aber 20 Jahre ausschließlich Grundschulerfahrung hatten.
Da Bayern wohl keinen Mangel an Grundschullehrern hat, ist dies der Pool, der immer wieder versucht wird, anzuzapfen.
Wenn das nicht so offensichtlich nach "Sparmodell" riechen würde, dann fände ich den Ansatz eine gute Idee.

Allerdings kann es nicht sein, dass ein Klassenlehrer dann 6 Stunden weniger in seiner Klasse unterrichten kann. Diese Aufgabe ist vor allem für 29 Stundenlehrer interessant, die sowieso schon in ihren übrigen Stunden als Fachlehrer eingesetzt sind. Wie oft werden Grundschullehrer, die volles Deputat haben und an einer Grund- und Hauptschule unterrichten mit den "Reststunden" in der Hauptschule als Fachlehrer eingesetzt.

Da allerdings in Bayern nicht viele Grundschullehrer volles Debutat haben - bei uns an der Schule haben selbst Lehrer ohne Kinder, die es sich finanziell leisten können, ihre Stunden reduziert, um den enormen Arbeitsaufwand bewältigen zu können - wird wohl die geforderte Anzahl von Freiwilligen nicht zusammenkommen.

Lehrer, die an einem solchem Projekt teilnehmen, müssten dann von allen anderen Aktionen, die an der Grundschule noch nebenher laufen, ausgenommen werden, denn das wird einfach zu viel.
Die Grundschullehrer Bayerns sind am Rande ihrer Kapazität angekommen - das ist keine Klage, sondern für mich eine nüchterne Feststellung. Inzwischen müssen wir Strategien erwerben, wo und wie wir "nein" sagen um uns selbst zu schützen. Für Schulleitungen und andere Sonderaufgaben wie Fachberater gibt es z.B. immer weniger und jüngere Bewerber; die angekündigte Erleichterung in den Berichtszeugnissen wird keine sein - so zeichnet es sich zumindest aus den Verlautbarungen des KMs ab. Es sieht im Augenblick nur nach einer Schönheitskorrektur aus - doch dies ist ein anderes Thema.


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