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Forum: "ich möchte euch mal schildern ..."

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ich möchte euch mal schildern ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: steffi-lu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.07.2010 13:08:15

Ich möchte euch erzählen, was mir letzten Dezember passiert ist ...
Ich habe für ein paar Tage in einer Realschule ausgeholfen. Mir wurde unter anderem eine 8. Klasse zugeteilt. Dort sollte ich Religion unterrichten. Ich kannte die Klasse nicht, habe mir aber viel Gedanken über ein Thema gemacht, welches sie interessieren könnte und habe mich in meiner Vorbereitung um Methodenwechsel und Vielfalt bemüht.
Nun ist folgendes passiert: Ich betrete die Klasse. Folgende Klassen- und Raumsituation:
Ein langer, dunkler Schlauch, in dem 30 Schülerinnen und Schüler in engen Reihen hintereinander hockten. Ich konnte mich nicht zwischen den Reihen hin- und her bewegen und die Schüler/innen ab der zweiten Reihe nicht mehr erreichen.
Die Schüler/innen waren von Anfang an laut und unruhig. Nicht einmal ein Kennenlernen oder Vorstellen haben sie mir richtig ermöglicht. Sie hatten ihre Plätze durchgetauscht und ebenso ihre Namen, sodass ich mit dem Sitzplan nichts anfangen konnte.
In der ersten Reihe saßen zwei Schüler, die mich konsequent ignoriert haben und sich so laut unterhielten, dass ich keinen anderen Schüler verstehen konnte. Ein dritter Schüler teilte mir mit verschränkten Armen mit, dass die gesamte Klasse keine Lust auf Religion und Unterricht hätte und eben deshalb auch nicht teilnehmen würde.
Tja, was habe ich dann versucht: Freundliches miteinander darüber reden; Ermahnungen; Namen an die Tafel schreiben zwecks Zusatzaufgabe etc scheiterte dann, weil ich feststellte, dass die Namen nicht zuzuordnen waren; Zeit nachholen in der Pause ...
nichts hat geholfen.
Ich war nur einige Tage zum Aushelfen an der Schule und konnte mich dann nicht längerfristig mit dem Problem auseinandersetzen, sonst hätte ich mir ernsthaft Hilfe vom Rektor holen müssen, oder den anderen Kollegen ... aber ehrlich gesagt war dort niemand sehr kommunikativ.

Nun steht mein Referendariat vor der Tür und ich muss zugeben, dass ich große Angst habe, wieder in eine solche Situation zu geraten. Ich bin sehr selbstkritisch und mache mir große Sorgen, dass es an meiner Lehrerpersönlichkeit lag (die sich ja sicher auch erst entwickeln muss). Kurz und gut, ich habe Angst zu versagen.
Dabei haben mir frühere Unterrichtssituationen in meinen Praktika etc. immer sehr viel Spaß gemacht und in der Vergangenheit hatte ich immer das Gefühl, die Jugendlichen zu erreichen und gut zurecht zu kommen ... diese paar Stunden im Dezember haben mich aber nun vollkommen verunsichert. Es ist ein Albtraum, der mir jetzt im Nacken sitzt.

Was kann ich in einem solchen Fall tun? Konkret im Unttericht und auch davor und danach. Wen bitte ich wie um Hilfe ...? Was würdet ihr tun?


Hallo steffi-luneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rotzloeffel1980 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.07.2010 13:45:44

Du schreibst, dass du schon Praktika gemacht hast und dass diese sehr gut liefen. Wie waren denn die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen, die dich in deinen Praktika begleiteten? Und hast du vielleicht auch direktes Feedback von den Klassen, die du in den Praktika unterrichtet hast, bekommen?
Manchmal gibt es Klassen, da ist einfach der Wurm drin und man hat von Anfang an keine Chance bzw. muss sich diese erst hart erarbeiten.
Als ich letztes Jahr meine erste Klasse als Klassenlehrerin bekam, war das ein harter Kampf. Aber als ich mich nun gestern von ihnen verabschieden musste, war mir klar, dass sie mir fehlen werden.
Vor allem in der Mittelstufe kann es nach meiner Erfahrung schwer sein, Schüler zu motivieren und vielleicht hat diese konkrete Klasse in der Vergangenheit außerdem noch irgendwelche Probleme mit dem vorherigen Relilehrer gehabt. Da du nur sehr kurz in der Klasse warst, wirst du diese Frage nicht beantworten können. Also lass dich davon nicht entmutigen.
Liebe Grüße
rotzloeffel1980


Lass Dich nicht verrückt machenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.07.2010 14:11:21

Anfangsprobleme als Lehrer dieser Art kennen die meisten LuL, wenn sie selbstkritisch über sich nachdenken. Du hast noch nicht mal ein Referendariat gemacht. Also was solls. Haken ran und nach vorn schauen.

Allein vor einer pubertierenden Klasse zu stehen, die erst mal einen Machtkampf führen will, ist schon etwas Anderes als in einer vorbereitenden Situation eine Praktikumsstunde zu geben, wo ganz andere Verhältnisse herrschen.

Du wirst als erstes in Deinem Referendariat lernen, Unterricht zu geben. Dein Mentor sollte sozusagen für Disziplin mit seiner Anwesenheit sorgen. Nach und nach gewinnst Du Sicherheit im Unterrichten, der Mentor zieht sich zurück und du lernst nach und nach Dich mit anderen Problemen (z.B. Disziplin) auseinanderzusetzen. Das ist ein Prozess und den muss man lernen. Das wird Dir schon gelingen. Schau optimistisch in die Zukunft.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg.


Neuanfangneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: christeli Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.07.2010 14:17:55

Lasse Vergangenes hinter dir. So wie du deine Erfahrungen schilderst, waren die Bedingungen alles andere als gedeihlich. Ein langer Raum, in dem man nicht an die Schüler herankommt, geschweige denn, in Gruppen arbeiten kann, muss zu solchen Folgen führen. Im Referendariat hast du einen Mentor zur Seite, der dir in solchen Klassen Hilfen geben kann. Ich wünsche dir, dass du deinen Klassen dein Fach nahe bringen kannst.
Viel Erfolg! Christeli


Hallo Steffi-Luneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: tandil Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.07.2010 15:34:02

Das sind Erfahrungen, die man auch mal machen muss. Vor allem
dieses Namen-Tauschen ist immer wieder beliebt, das versuchen
viele Klassen bei neuen Lehrern. Mir ist das in meinem Einsatzjahr
im Ref in einer 8. Klasse passiert. Die Schüler (fast nur Jungs) haben
sich mir total verweigert und einfach keine Ruhe gegeben.
Was ich erst später erfahren habe: Sie hatten vorher einen super-
lieben und kompetenten Lehrer in "meinem" Fach, den sie
unfreiwillig "abgeben" mussten - und als Ersatz mich. Es ging also
nicht gegen mich, sondern um die Situation und das wird auf deine
Situation damals auch zutreffen. Also: Haken dran und unter
Erfahrungen verbuchen.
Es wird auch immer mal wieder ne Klasse geben, die dir nicht liegt,
auch das ist normal...
Aber man lernt tatsächlich mit sowas umzugehen.
Lass dich nicht unterkriegen und viel Spaß an deinem tollen Beruf!
tandil


Das verbuch mal einfach unter "Erfahrung" und gut iss!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.07.2010 20:05:13

Du solltest bitte auch nie vergessen, in welcher Situation du in eine solche Klasse kommst:
Sollst du für einen sehr begrenzten Zeitraum - möglicherweise in Religion - den "Lückenbüßer" spielen, damit der Schulpflicht Genüge getan wird oder
sollst du in einem gewissen Zeitraum bis zum Halbjahres - Schuljahres-Ende unterrichten und die Note in einem Hauptfach - beispielsweise in Deutsch, Mathe oder Englisch festsetzen.
Das ist natürlich ein himmelweiter Unterschied!
Da kommunizierst du klar die Bedingungen, kannst die "Machtfrage" stellen und positiv für dich beantworten.
Aushilfe - auch wenn sie von dir noch so gut vorbereitet ist, wird von den Rabauken in fast jeder 8. Klassse genau als das gesehen, was es auch ist: Lückenfüllen und nicht schädlich für die Versetzung/ die Halbjahresnote


Was fehlt den Kräften und wie kann man sie lenken?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: franzjosefneffe Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.08.2010 09:26:08

"Aber ehrlich gesagt war dort niemand sehr kommunikativ" - das bemerkst Du so nebenbei, dabei ist es die Hauptsache.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich haarsträubend, dass Schule so gemacht wird von angeblichen Profis, dass Kinder sich im 8.Schuljahr so einem Gast gegenüber verhalten und ihm damit die dort übliche Pädagogik von Verdrängung, Unterdrückung und sonstiger Problemproduktion um die Ohren hauen.
Nicht DU bist noch nicht gut genug sondern Deine "Kollegen" an dieser Schule machen alles verkehrt, was verkehrt zu machen ist. Logisch, dass das dann hervorbrechen muss, wenn jemand kommt, der nicht die Macht hat, es ebenfalls wegzudrücken.
Wenn ich Kinder 8 Jahre etwas gelehrt habe und das ist das Ergebnis, dann muss ich einpacken. Was würde die Lebensmittelpolizei bei einer vergleichbaren Kontrolle tun?
Was kann das Problem lösen? Doch ganz sicher nicht eine weitere einseitige Steigerung der üblichen Schüler"förderung". Es müssen sich ALLE verändern, wenn es ANDERS werden soll.
Wie Du praktisch erlebt hast, lassen Dich weder die Schüler noch die Lehrer so einfach an sich ran. Dabei brauchst Du gar nicht an SIE ran sondern bloß an ihre TALENTE, die sie beide verwahrlosen lassen.
Um Dich schlecht zu behandeln, müssen Schüler wie Lehrer zuerst einmal ihre eigenen TALENTE SCHLECHT behandeln. Bei den Schülern versuchst Du, mit Erklärungen und, da die das echte Problem, das gar nichts mit Dir zu tun hat, nicht lösen, mit DRUCK; das ist der übliche Fehler. Bei den Kollegen traust Du Dich das nicht.
Ich schlage Dir vor, ganz genau hinzuschauen, das eröffnet Einflussmöglichkeiten. Um Dich schlecht zu behandeln, müssen sie also zuerst ihre eigenen Kräfte schlecht behandeln. Wie behandelst nun Du ihre bereits schlecht behandelten Kräfte? Genau: Du behandelst sie ebenfalls schlecht - und exakt das ist der Grund, warum Du chancenlos bleibst. Warum sollten Dir diese Kräfte dafür helfen, dass Du sie genauso schlecht behandelst wie ihre Besitzer? Der Ich-kann-Schule-Tip lautet: "Wenn ich deine Kräfte BESSER behandle als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir."
Aber wie behandelt man die schlecht behandelten Kräfte von jemand, der einen damit schlecht behandelt, BESSER, wenn einen der nicht ranlässt?
Wenn Du genau hinschaust, erkennst Du a) dass sie nur Deine WORTE zurückweisen können und b) dass die Talente, um die es geht, Geistes- und Seelenkräfte sind: mit denen kann man ohne Worte viel effizienter kommunizieren, wenn man es weiß.
Uns ist gar nicht bewusst, dass der wichtigste Teil unserer Kommunikation NONVERBAL ist. Du kannst freundlich sprechen, wenn Du böse schaust, wirkt es anders. Uns ist nicht bewusst, dass wir ständig das, was wir DENKEN, AUSSTRAHLEN: ungehindert ganz tief IN unsere Mitmenschen hinein. Wenn Du verstanden hast, dass Du ein MÄCHTIGER SENDER bist, dann sendest Du Dir erst einmal selbst STÄRKE und stärkst Deine Wirkung, und dann sendest Du (in diesem Falle) Schülern wie Lehrern im Geiste alles, was ihnen für ihre GUTE Entwicklung fehlt. Große Teile ihres Seele und des Geistes sind - bildlich gesagt - am VERHUNGERN und Du schickst ihnen zu essen, bis sie SATT sind. Satt ist jeder Mensch ein anderer Mensch. Du erinnerst Dich an meinen Ich-kann-Schule-Tip? "Wenn ich deine Kräfte BESSER behandle als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir." Ich habe es immer wieder ausprobiert, immer mit Erfolg.
Die ganze Ich-kann-Schule hier auszubreiten, fehlt natürlich der Platz, aber ich denke, an diesem Beispiel siehst Du: Die Schulprobleme sind lösbar. Ich freue mich auf Deine Erfolge.
Franz Josef Neffe


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