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Forum: "Viele Schüler mit Facebook-Sucht"

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Wasneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.01.2013 21:43:04

soll das denn??
Was ist das für eine Rundum-Beschimpfung?

Ich bin fast 63 und habe eine ganze Menge von 4teachers-Freunden auch als Facebookfreunde, und zwar hauptsächlich in meinem Alter oder nicht wesentlich jünger.

So, Hausaufgabe:

Schreib deinen Aufsatz noch einmal, aber nimm deine ältere-ahungslose-technikfeindliche-LehrerInnenbeschimpfung raus.

Dann kann man mit dir auch weiter diskutieren.


@jenigma und ähnlich Denkende (wohlmeinend Glaubemde)neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.01.2013 22:01:22 geändert: 21.01.2013 22:02:27

Um den in deinem Beitrag nach meinem Empfinden doch ein wenig pauschalierend durchklingenden Vorwurf:

"Über 30 sind die meisten Lehrer zu doof, um die facebooks dieser Welt zu verstehen"

ein wenig in Richtung Realität zu wenden, empfehle ich dir:

- Lies bitte das Buch von Prof. Spitzer:

"Digitale Demenz"

- lies bitte das Buch von Herrn Buschkowsky, "Ureinwohner" und Bürgermeister von Berlin-Neukölln:

"Neukölln ist überall"

- spiel mal bitte "Mäuschen" in einer ganz normalen deutschen Gesamtschule, zum Beispiel im Ballungsraum Ruhrgebiet mit erhöhtem Anteil von Kindern aus "prekären" Familien
oder frag´ganz einfach mal ganz normale Klassenlehrer an einer dieser Gesamtschulen, wie der ganz normale Wahnsinn dort täglich abläuft - einschließlich der immer mehr zu beobachtenden "Daddel-Zombies" und "facebook-Leichen", also Schülern, die mehr Zeit vor rechteckigen bildgebenden technischen Geräten verbringen als im Kreis ihrer Freunde.

Dann wandelt sich dein naschforscher Glaube an die spontane Selbstheilung dieser "Gehirn-Frühinvaliden" vermutlich sehr bald in blankes Entsetzen über das, was in 30 Jahren mit dieser Menschengruppe passieren mag.

Das, was Spitzer beschreibt, sehe ich täglich immer mehr und immer jünger vor mir.
Die Ursachen für die zunehmende Zahl junger Menschen mit schweren psychischen Störungen liegen nicht allein in der zunehmenden Scheidungsquote ihrer Erzeuger.
Das sagt dir ein "lupenreiner achtquadratiger"


Nicht falsch verstehen...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: jenigma Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.01.2013 23:04:49 geändert: 22.01.2013 18:56:47

Es geht mir nicht um eine pauschalisierende "ältere
LehrerInnen-Schimpfe". Ich habe deutlich gemacht, dass ich
von eigenen Erfahrungen berichte und mitnichten einen
Rundumschlag angestrebt habe; meine persönliche Erfahrung
gar als Allgemeingültigkeit deklariert habe.
Ich habe sogar ausdrücklich! erwähnt, dass es eben nicht um
"ältere Lehrer" geht. Ich habe geschrieben, dass Lehrer U30
Facebook teilweise aktiv für den SchülerInnenkontakt
verwenden und Nutzen daraus ziehen. Das mag daran liegen,
dass es an den Unis bereits ganze (Soziologie-)Seminare zum
Thema Social Media gibt. Facebook und Co. gibt es aber erst
seit wenigen Jahren!
Demnach gibt es keinen Kausalzusammenhang zwischen
Alter=Unfähigkeit, sondern einen zwischen "Wird heute
gelehrt" und "wurde früher nicht gelehrt, weil: Medium nicht
vorhanden!" Aber interessant, dass die älteren Kollegen
sogleich den Zusammenhang "zu alt und damit zu doof für
Facebook" ziehen. ;)

In meinem "Aufsatz" habe ich Situationen geschildert und
Lösungen angeboten. (Übrigens Lösungen, die an der
Universität bereits ernsthaft diskutiert, vermittelt und
gefördert werden, das nur nebenbei...)

Zur Empfehlung, mir die Situation einmal als "Mäuschen"
anzuschauen: Überraschung! Ich bin im Ruhrpott aufgewachsen,
zur Schule und Berufsschule gegangen, bevor ich mich nach
einer Medienausbildung ins LA-Studium im vermeintlich
gemütlicheren Thüringen stürzte. Ich kenne die SuS, die
Drogen und abgerissene Autoplaketten auf dem Schulhof
vertickt haben, weiß wer alles mit Messern und Gaspistolen
rumlief und die Mülltonnen in Brand steckte.
Das klingt zwar wie ein schlechter Film, aber wer möchte,
darf sich per PN gerne nach den entsprechenden Adressen in
Dortmund erkundigen. Es ist, um wieder zum Thema zu
gelangen, beileibe nicht so, als würde ich die Situation
durch die rosarote Kuschelbrille betrachten und die
angesprochenen Gefahren und Risiken kleinreden.

Aber um es ganz deutlich zu machen: Es geht mir nicht um
Kritik an verdienten Pädagogen, sondern u.A. daran, dass
sich viele womöglich sogar untereinander vernetzen (so wie
du es beschreibst, Klexel), aber eben nicht mit den SuS!
Du schreibst ja ausdrücklich, dass du dich mit
Altersgenossen vernetzt. Ja, genau! Und weiter?
Mit der Lebenswelt der SuS kommst du - nach eigener Aussage
- digital nicht in Kontakt.

Die Lebenswelt der SuS bleibt vielen - ich sag jetzt mal
neutral - "Erwachsenen" ein Buch mit Sieben Siegeln. Und das
ist nun wirklich nichts neues.

Ferner geht es mir nicht um Technikfeindlichkeit, sondern um
einen mangelhaften Bezug zur Jugendkultur im Allgemeinen.
Daher die Auflistung mit Heavy Metal, Computerspielen usw.
Es wird eine geistige Invalidität unterstellt, wo eigentlich
keine ist. Im Gegenteil: Die SuS passen sich einer
veränderten, meinetwegen auch oberflächlicher gewordenen
Umwelt an. Das kann man bedauern, ja. Grund zur Verzweiflung
besteht hingegen nicht.

Erst neulich wartete das GEO-Magazin mit einem Titel zum
Sprachwandel auf und diagnostizierte: "Isch geh ma nach
Bahnhof, Alda!", "Schick mir ne simse auf mein phone" und
Co. sind keine Verkümmerung der Deutschen Sprache, sondern
ein sich entwickelnder neuer Dialekt, der zur Zeit
aufgeschlossene Dialektforscher geradezu frohlocken lässt!

Als ehemaliger (schlechter) Realschüler aus dem Ruhrpott -
in den späten 90ern - der nicht selten von Lehrerseite als
Nintendo-Zombie bereits abgeschrieben war (ebenso wie die
meisten anderen "Süchtigen" meines Jahrgangs) sehe ich mich
keineswegs als geistigen Invaliden. Im Gegenteil: Die
Lebensweise heutiger SuS wird von jungen KollegInnen
durchaus mit mehr Gelassenheit betrachtet, frei nach dem
Motto: Wir waren genauso (oder schlimmer) und aus uns ist ja
auch was geworden. ;)

Das war aber beim Verfassen meines Posts gar nicht meine
Motivation.
Der Thread war in meinen Augen bislang äußerst einseitig
negativ ggü. Social Media. Und wenn dann noch ausgerechnet
Prof. Pfeiffer als Bollwerk wider den Sittenverfall
herhalten muss, dann geht bei informierten Leuten (und
neuerdings auch der Kath. Kirche) die Alarmleuchte an.

Hier mal ein YouTube-Link, der eine ähnliche Thematik aus
Frontal21 beinhaltet und die gefühlte Ignoranz ggü. neuen
Medien und Jugendkultur ganz gut wiedergibt. Äußerst
interessant die Untersuchung des Beitrags durch den
Spielejournalisten Fabian Siegismund ab Min. 9:17.

http://www.youtube.com/watch?v=Ck4wvuBeuDk


PS: Die Literaturempfehlungen nehme ich dankbar an. Herrn
Buschkowskys Werk habe ich bereits mit Gewinn gelesen.


Kennst duneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.01.2013 23:51:17

dieses Forum?
http://www.4teachers.de/?action=showtopic&dir_id=668207&topic_id=29477
Lesenswert auch die Links in den ersten Beiträgen


Off-Topic:
In deinem anderen Forum habe ich erklärt, warum es dort mit dem Verlinken nicht geklappt hat.
Der hier gesetzte Link ist recht kurz, den kannst du sofort verlinken (dein Versuch vorhin hätte ja fast geklappt)

Frage: Warum schreibst auch du so "schmal" und nicht über die gesamte Seitenbreite. Schreibst du mit dem Smartphone?

Es gibt immer mehr User, die so schreiben, und ich muss ehrlich sagen, mich nervt es, diese kurzen Zeilen lesen zu müssen, zumal, wenn es längere Texte sind.


Ich sprach vonneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.01.2013 02:48:09 geändert: 22.01.2013 02:53:16

Herrn Prof. Spitzer - wer sprach von Prof. Pfeiffer?

Das Problem der "digitalen Demenz" entsteht in einem Alter, in dem wir glauben, die Eltern kümmerten sich um ihre Kids und um deren Erziehung, also etwa von Null bis 6 Jahren. Dazu gehört auch eine völlige Abstinenz vom Bildschirm in den ersten Lebensjahren.
Leider oft, sehr oft: Fehlanzeige!

Bis die Erkenntnis in die Unis Einzug hält, die Konsequenzen daraus breit diskutiert werden und endlich gehandelt wird, ist bereits die zweite Generation schon komplett gaga und fällt für die Beschaffung finanzieller Ressourcen der dann in Rente/Pension befindlichen Kollegen aus.

Das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht ziemlich bitter.
.
Ich sch... was auf die schöne neue Scheinwelt, die digital und virtuell echte Freunde vorgaukelt, sich "social network" nennt - was ist daran sozial? -

Ich beobachte statt dessen Jugendliche, die sich verabredet haben - jeder geht neben dem anderen her und telefoniert mit jemand anderem, den er nicht "abwimmeln" mag, obwohl dieser "Fernterrorist" gerade seine Verabredung (zer-)stört und findet das noch völlig in Ordnung. Wie schwachsinnig ist das denn?

Wer heute sowas gut findet,
fand früher auch Sprachlabore wichtig - wo sind sie geblieben? -
findet heute Notebookklassen unglaublich gut für die Medienkompetenz und schiebt voller Stolz mit seinen Kids Buchstaben auf "interaktiven" Whiteboards von rechts nach links. -und glaubt an den Klapperstorch (wer mag da wohl hinter stecken?)
ick lach mer´n Ast und setz mer druff:
Die Kids finden nicht einmal eine Stelle im Lehrbuch, geschweige denn ein passendes Buch in der Bücherei. In den unendlichen Weiten des Internets saufen sie ab!!!
Bei der Recherche zu Referaten bekomme ich e-mails: "Herr..., ich find nix!"

Sie benutzen Taschenrechner und schreiben Ergebnisse hin, ohne eine Größenvorstellung zu haben.

Ich war in meinem früheren Leben als Ingenieur jahrzehntelang im Vertrieb unterwegs.

Vielleicht kann ich deshalb die überbordende Euphorie in Sachen Neue Medien nicht so gut nachvollziehen.

Die Neuen Medien werden, so meine bisherige Erkenntnis, keines der Probleme lösen, mit denen wir uns heute in der Schule auseinandersetzen müssen.
Ich fürchte, unkritisch eingesetzt, werden sie sie eher verschlimmern.




;-)neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.01.2013 12:21:04



Pfeiffer und Co.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: jenigma Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.01.2013 17:55:03 geändert: 22.01.2013 18:06:36

Hallo lupenrein!

Prof. Pfeiffer wurde im zweiten Post auf Seite 1 erwähnt vom
User merlot-lagrein. Sowohl Pfeiffer, als auch Spitzer
werden in besagtem Video besprochen. (Minute 12:10)
Und beide Herren sind nachweislich unwissenschaftlich
arbeitende Auftragsforscher. Spitzers "Digitale Demenz" ist
wissenschaftlich äußerst umstritten, im höchsten Maße
populistisch und wird in der Tagespresse mit Sarrazins
Schwarz-Weiß-Weltsicht verglichen.

Deine Einstellung zu neuen Medien finde ich schade, kann sie
aber teilweise nachvollziehen. Natürlich darf man gern drauf
sch..., aber den Begriff "Scheinwelt" finde ich dennoch
falsch gewählt. Habe mich dahingehend aber bereits geäußert.
;)

Mit Sprachlaboren würde ich die Digitale Welt übrigens nicht
vergleichen. Erinnere mich auch noch an diese seltsamen
Einrichtungen. Es gibt jedoch mMn einen großen Unterschied
zwischen Sprachlaboren und Digitaler Welt: Die Labore gab es
nur im schulischen Umfeld und diese dienten als Fachraum,
wie Physik- und Chemieräume.
Die Digitale Welt befindet sich aber nicht nur im
Schulumfeld, sondern überall. Ich sehe morgens Kinder und
Jugendliche aus dem 21. Jahrhundert durch die Schultür
gehen, ähnlich wie auf Klexels verlinktem Bild. Danach
werden sie aber für einige Stunden ins - so scheint es - 19.
Jahrhundert gezogen. Mit Kreide, grünen Wandtafeln und
muffeligen Karten am Kartenständer. Eine Welt mit röchelnden
Overhead Projektoren und altersschwachen Computern auf denen
WindowsXP installiert ist. ;)

Natürlich darf man nostalgisch sein, aber so richtig
lebensnah ist das schulische Umfeld meist nicht (mehr).
Ich würde mich daher überaus freuen, wenn ich auf
Whiteboards bunte Bilder herumschieben dürfte oder zumindest
in jedem Raum einen Beamer zur Verfügung hätte. ;)

Am Wichtigsten wäre es doch, die Themen und Gefahren der
schönen neuen Welt im Unterricht anzusprechen. Erst heute
kam ein Schüler nach der Schule zu mir und berichtete stolz
und im Plauderton, dass er nun wüsste, wie man einem
Menschen auf zweierlei Arten den Kehlkopf rausreißen könnte.
Ein völlig unauffälliger, lieber Bursche, aus (auf den
ersten Blick) intaktem Elternhaus. Klasse 6, übrigens.
Solche Dinge höre ich ständig. Und dafür bin ich dankbar,
denn nur so kann ich darauf eingehen und meinen Job als
"Aufklärer" machen.
In einem anderen Fall wurde ich von einem - ebenfalls sehr
lieben - Fünftklässler mitten auf dem Gang mit Hitlergruß
und "Sie-ger!" begrüßt. Ich war völlig verdutzt. "So
salutieren doch die deutschen Soldaten, oder? Und die
Amerikaner salutieren so:", und dann salutierte er wie ein
G.I..
Es stellte sich heraus, dass der Kleine irgendeine Doku bei
N24 gesehen hatte... *seufz* Die nächsten sechs Minuten
musste ich da was gerade rücken, bevor er nun jeden so
begrüßt.
Die SuS tragen unfassbar viel Input aus den Medien mit sich
herum, aber im normalen Unterricht ist dafür keine Zeit.
Die Informationen werden nicht verarbeitet und besprochen.
Diese Medieninkompetenz finde ich höchst bedauerlich. Das
meine ich, wenn ich im Vorpost gesagt habe: Schule gibt viel
zu oft Antworten auf die Probleme von vor 30 Jahren.
Unreflektiert kommt es nämlich zu solchen Eskapaden.
Würde man sich die Zeit nehmen, den SuS Medienkompetenz
beizubringen, würden sich viele deiner (zu Recht) geäußerten
Bedenken zerstreuen.


An Klexel: Vielen Dank für den Link. Sehr interessant.
Zu deiner Frage bzgl. der Seitenbreite: Ich schreibe ganz
normal am PC - über die volle Breite. Ich habe keine Ahnung,
warum nach dem Absenden mein Beitrag so schmal wird.



Noch einmal: wenn viele SuS in die Schule kommen, sind sie bereits kaputt!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.01.2013 19:21:49

Das ist das Problem: Die Vernachlässigung durch viele Eltern, die ihrer Erziehungsverpflichtung nicht nachkommen und ihre Schutzbefohlenen schon im frühen Kindesalter vor die Kiste setzen, statt mit ihnen Gute-Nacht-Geschichten zu "zelebrieren. Diese Kids treffen dann in der Schule auf Lehrer, die nicht mehr wuissen, das Herz, Hand, vor allem die eigene!!! und dann erst der Kopf die wichtigsten Lernvoraussetzungen bilden für
- Spracherwerb
- Schrifterwerb
- Erwerb sozialer Kompetenzen
- Vorstellungsvermögen
und die nicht lesen und Phantasie entwickeln, sondern mit fertigen Bildern konfrontiert werden, die ihr bis dahin schon geschädigtes Denkorgan für bare Münze nimmt.
Dann wird dieses wunderbare Gehirn mit all seiner Plastizität auf ein Reaktionsorgan für
"World of Warcraft" und ähnliche "charakterbildende" Software reduziert - schrecklich, sowas -

Ich habe sie vor mir, die Jungen, die noch in Klasse 5 einigermaßen denken konnten, die richtig pfiffig waren, die jetzt fehlen, wenn ein neues update ihrer Lieblingssoftware herauskommt und vor lauter Schlafmangel und Chio-Chips statt regelmäßiger Mahlzeiten aussehen wie ausgek...

das Mädchen, das nur noch gebannt auf sich bewegende Zeichentrickfiguren starren kann, statt sich mal eine normale Zeitspanne auf einen schulischen Gegenstand zu konzentrieren.

Das soll gut sein?

Nein, meine Liebe!
Das ist schlecht - und zwar sogar sehr schlecht - für jedes betroffene Kind - für ihre Eltern - für unsere Gesellschaft und damit für unser aller Zukunft
Ich bin kein Märchenonkel und ich sauge mir auch nichts aus den fingern.
Und Ideologie hat bei mir fast keinen Platz im Leben.

Auch die neuen Medien können die Interaktion zwische Eltern, Lehrern, Schülern nicht ersetzen sondern sind maximal ein weiteres Hilfsmittel auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.
Die vielen "Freunde" (die oft mobbenden) auf facebook gehören ganz sicher nicht dazu.

Hör einfach auf, dir die Welt so zurecht zu biegen, dass die neuen Medien kritiklos in deinen zukünftigen !!!Unterricht integriert werden können und hör doch einfach mal zu, was Praktiker für Erfahrungen mit lebenden
Menschen gemacht haben.

Deine jetzt schon sehr feste Meinung gründet sich doch hauptsächlich auf die ex cathedra verkündete Lehrmeinung von Prof und von Leuten wie dem Vorsitzenden der BITCOMM - warum wohl ist der dafür, Frage Höhepunkt .
Wenn die regelmäßig aussagekräftige Studien in der Praxis machen, ist das gut, ersetzt aber immer noch nicht deine persönlich zu machenden Erfahrungen "am Kinde".

Ich war auch mal blauäugiger, glaube mir.
Jetzt bin ich von der Realität eingeholt und ich versuche, wie fast alle meiner Kolleginnen und Kollegen, das Beste aus dem zu machen, was man uns in der SEK I so anbietet.




Die Begeisterung ist das tägliche Brot der Jugend...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: jenigma Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.01.2013 20:20:00

...die Skepsis der tägliche Wein des Alters (P.S. Buck)


Lieber Lupenrein:

In deinem ersten Abschnitt stimme ich dir vollkommen zu.
Frühkindliche Fantasie sollte nicht von flimmernden
Bildschirmen plattgewalzt werden. Vorlesen, Fragen stellen,
erfahren und erleben ist das A und O für eine gesunde
geistige Entwicklung.
Auch die Tatsache, dass die meisten bereits hundemüde zur
Schule kommen, kann so stehen gelassen werden.

In deiner vor Parolen und Pauschalismus triefenden Brandrede
muss ich dir aber energisch widersprechen.

"Hör einfach auf, dir die Welt so zurecht zu biegen, dass
die neuen Medien kritiklos in deinen zukünftigen
!!!Unterricht integriert werden können und hör doch einfach
mal zu, was Praktiker für Erfahrungen mit lebenden
Menschen gemacht haben."

Erstens: Du kennst mich nicht, kennst somit auch nicht meine
Weltsicht. Daher meine Weltsicht in Kurzform: Es gibt
meistens keine einfachen Erklärungen für komplexe
Sachverhalte. Parolen - und alles was sonst noch in Form von
BILD-Überschriften daherkommt, sollte zunächst mal mit einer
gesunden Skepsis betrachtet werden.
Verfestigt ist meine Meinung nie. Es gibt Leute, die nennen
so etwas Charakterschwäche. Und andere Leute, die nennen das
Größe. Schwarz-Weiß-Denken liegt mir fern.

Zweitens: Ich tausche mich sehr häufig mit älteren
KollegInnen aus. Einige bestätigen meine Sicht bzgl. der
Neuen Medien, andere sind voll und ganz deiner Meinung.
Leider sind insbesondere letztere oftmals nostalgisch, wenn
es um frühere Erziehungsmethoden und Generationen geht.
Du berichtest ja selbst von den pfiffigen Fünftklässlern,
denen du nachtrauerst. Denkst du denn nicht, dass sich für
diese veränderte "Klientel" nun auch veränderte Methoden
anbieten? Wieso sollte man sich nicht auf die neue Situation
einstellen und die SuS da abholen, wo sie nun sind?
Das Rad der Zeit wird man schlecht zurückdrehen können...

Letztlich arbeite ich mit dem Rüstzeug, welches mir in
Theorie und Praxis zur Verfügung gestellt wird. Von
Menschen, die das Ganze schon länger machen. ;)
Ich gehe nach dem System vor: Was gut funktioniert, wird
abgespeichert. Was schlecht funktioniert, wird ggf.
modifiziert, später erneut geprüft oder weggeworfen.
Lebenslanges Lernen gilt eben auch für Lehrer.

Sich stur hinzusetzen und zu sagen: "Klappt nicht, der
neumodische Firlefanz!" entspricht weder dem gegenwärtigen
Bildungsideal, noch ist es politisch oder gesellschaftlich
erwünscht. Wenn du dich verweigerst: Bitte.
Ich sehe du bist Jahrgang 1948. Ich bin Jahrgang 1984. Die
Zeiten haben sich geändert und die SuS ebenfalls. Du bist
der erfahrenere Pädagoge, ich dafür näher an der Lebenswelt
der SuS, wodurch sich vieles ausgleicht.

Aber lass mich bitte meine eigenen Erfahrungen machen und
ggf. auf die Schnauze fallen. Sowas nennt sich "Lernen".

Und bitte verzeih mir, dass ich liebend gerne begründete
Ratschläge beherzige, insbesondere von älteren KollegInnen,
nicht aber Argumente die nichts anderes aussagen als "Ich
bin so und soviel Jahrzehnte an der Schule und nur so und so
läuft es und so und so läuft es nicht! Weil: Ich das selbst
so erlebt habe!"

Zuletzt ein Nenner auf den wir uns vielleicht einigen
können: Ich unterrichte u.a. Sozialkunde und du bist ja eher
in den Naturwissenschaften beheimatet.
Einigen wir uns darauf, dass völlig unabhängig von Alter,
Erfahrung und Erziehungsstil sich Geisteswissenschaften und
Naturwissenschaften völlig unterschiedlich unterrichten
lassen.
Dass man für Mathematik und Physik und Werken/Technik
vielleicht nicht sooo stark Neue Medien einbeziehen kann,
wie in meinem Soziologie- und Politikunterricht (wo
Medienkunde auf dem Lehrplan steht) liegt wohl in der Natur
der Sache. ;)





Wie bitte?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bger Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.01.2013 20:33:22 geändert: 22.01.2013 20:40:48

Ich dachte gerade, ich seh nicht recht! Als Beweis dafür,
dass Medienkonsum gut ist, weil man Dinge wie Kehlkopf
rausreißen und Hitlergruß im Gespräch geraderücken
kann???????????? Ich wage zu behaupten, dass die Fünft- bzw.
Sechstklässler mit diesen ach-so-weltbewegenden Themen
ansonsten erst ein paar Jahre später konfrontiert worden
wären bzw. wenn die Eltern ein Auge darauf haben, was die
lieben Kleinen sehen, wäre es ihre Aufgabe, mit ihnen
darüber zu sprechen. Ansonsten gibt es wohl zu Recht bei
vielen Usern da gewisse Vorbehalte.

Warum soll ich als Lehrerin unbedingt mit meinen Schülern
über Facebook kommunizieren? Sie haben meine Rufnummer und
meine E-Mail-Adresse und können mich für wichtige Dinge
jederzeit kontaktieren. Kontakt zu Ehemaligen halte ich über
StayFriends. Wozu dann noch Facebook? Ich verteufele
bestimmt keine sozialen Netzwerke, das tun wir im Grunde
genommen alle hier im Forum nicht, denn irgendwie ist das
hier ja auch ein soziales Netzwerk.

Wenn meine Kinder (knapp unter bzw. über 30) zu Bekannten
und Freunden, die weit entfernt wohnen und die sie im
Übrigen leibhaftig kennen, über Facebook Kontakt halten,
finde ich das durchaus angebracht. Da hat das Social Network
schon einen gewissen Stellenwert. Aber das ist doch etwas
anderes als wenn z.B. Zwölfjährige stundenlang bei Facebook
chatten und eine "Freundesliste" mit 2000 Unbekannten habe!.
(Ganz abgesehen davon, dass sie dadurch ihre
Rechtschreibfähigkeiten verlieren, wie ich in jahrelangen
Beobachtungen festgestellt habe!)

@jenigma: Du irrst in zweierlei Hinsicht. Lupenrein ist
nicht schon jahrzehntelang Lehrer, wie er im Forum schon
häufiger betont hat. Und an meiner Schule sind es
gerade die Mathematiker und Naturwissenschaftler, die
am meisten mit modernen Medien arbeiten; unsere Mathematiker
haben fast alle ein Interaktives Whiteboard in ihrem Raum,
alle NW-Räume sind mit Beamer und PC ausgestattet (die auch
benutzt werden).

Im Übrigen: Deine Einstellung wundert mich nicht, wenn ich
dein Geburtsjahr sehe. Unsere älteren (oder gar
pensionierten) Kollegen sind immer ganz genervt, wenn wir
gemeinsam Essen gehen und die jungen Kollegen ewig mit ihrem
I- oder Smartphone beschäftigt sind. Das mit den neuen
Medien ist auch irgendwie ein Generationenkonflikt!


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