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Forum: "Verantwortung für Ergebnissicherung bei den Schülern - Eure Erfahrungen?"

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Verantwortung für Ergebnissicherung bei den Schülern - Eure Erfahrungen?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: frank11nr Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.09.2012 16:28:37

Hallo zusammen,

- vorsicht, leichte Übertreibung -
im noch nicht sooo lang zurückliegenden Ref wurde mir von Seiten der Extrem-Konstruktivisten eingebläut, die Verantwortung für die Ergebnissicherung wäre gefälligst den Schülern zu überlassen. Gemeinsame Tafelbilder sind sowieso böse, und der Schüler ist ja sowieso so extrem intrinsisch motiviert, dass er immer das Maximum aus sich rausholen und seine Ergebnisse auch penibel notieren wird.

- leichte Übertreibung Ende -

Ernsthaft: Die Idee, die dahinter steht, finde ich gut. Ich habe darum ein paarmal bei Unterschiedlichen Themen ausprobiert, die Ergebnissicherung komplett in Schülerhände zu legen. Meist kombiniere ich das dann mit einer entsprechenden Methode, sehr gut passt dazu m.E. das Gruppenpuzzle und stark vorstrukturierte Stationenarbeiten (wobei starke Vorstrukturierung ja wieder unkonstruktivistisch... naja, lassen wir das :) )

Meine Erfahrungen:

1. Die Schüler sind VÖLLIG verunsichert, wenn sie nicht am Ende der Stunde von "dem da vorne" erfahren, ob ihre Ergebnisse richtig sind. Feedback durch ihre Mitschüler wird zwar angenommen, die Unsicherheit bleibt aber.

2. Ich kann über solche Stunden keine Klassenarbeiten stellen wegen der zum Teil unterschiedlichen Ergebnisse.

3. Die Mehrheit ist schlicht und einfach schreibfaul, so dass auch recht gute Ergebnisse, die innerhalb der Gruppen diskutiert werden, niemals den Weg aufs Papier finden, solange sie nicht gemeinsam vorne besprochen und ausdrücklich zum abschreiben freigegeben wurden.

4. Ich habe extreme Bauchschmerzen, sowas mal bei einem wirklich wichtigen Thema zu versuchen. Man stelle sich vor, ein Schüler erarbeitet bei den "Gefahren des elektrischen Stroms" nur, dass die Leitung heiß werden kann, denkt, das war's, und stirbt Tags darauf an den Folgen eines Stromschlags.


Was mich interessieren würde: Wie sind Eure Erfahrungen mit der Verantwortungsüberlassung für die Ergebnissicherung? Bei welchen Themen setzt Ihr diese Variante ein, bei welchen nicht?
Und natürlich: Hat jemand tatsächlich schon einen Weg gefunden, mit dem man den Unterricht weitgehend ohne gemeinsames Ergebnisbild gestalten kann?

Gruß,
Frank




kooperative Schüler vorausgesetztneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.09.2012 17:52:49

Ich kann deine Erfahrungen weitestgehend bestätigen. Mir wurde allerdings im Ref (das auch noch nicht so lange her ist) beigebracht, dass der Lehrer für die Sicherung verantwortlich ist...

Was meiner Meinung nach in einigen Klassen funktionieren kann, wäre ein Mittelweg zwischen den beiden Extremen: Die Schüler sollen ihre Ergebnisse ruhig frei aufschreiben dürfen, ich als Lehrer will aber sehen, was sie geschrieben haben.
Damit habe ich mehrere positive Effekte:
- Die meisten Schüler merken mit der Zeit, dass sie wirklich für alle ihre Leistungen selber verantwortlich sind.
- Die Schüler schreiben die Ergebnisse in ihrer eigenen Sprache auf, dadurch verstehen sie das Geschriebene evtl. besser als ein Tafelbild auf "Fachchinesisch".
- Durch die Lehrerkontrolle wird garantiert, dass alle wesentlichen Aspekte des Lernstoffs dokumentiert sind.
- Die Schüler sind sich durch die Lehrerkontrolle auch sicher, dass ihre Ergebnisse richtig sind und können das für sich als Erfolg verbuchen.

Das Ganze setzt natürlich zumindest ansatzweise kooperative Schüler voraus, die sich auch darauf einlassen wollen. Wenn sie sich aber querstellen, läufst du mit der Methode ins Leere.


frank11nr, was Sie über dieneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: spo123 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.09.2012 18:32:35 geändert: 06.09.2012 18:34:54

SeminarleiterInnen schreiben, treibt mir tatsächlich die Zornesröte ins Gesicht. Es ist einfach unverantwortlich, was Ihnen da im Referendariat beigebracht wurde, und ich würde den Damen und Herren sofort die Ausbildungslizens entziehen. Vor diesem Hintergrund wundert es mich überhaupt nicht, dass unser Lernniveau permanent sinkt.
Gott sei Dank haben Sie ja schon persönlich festgestellt, wie weltfremd dieser Ansatz ist und in jedem Praxistest durchfällt. In meiner Ausbildungszeit - ist schon einige Jährchen her - gehörte die Ergebnissicherung natürlich als wichtiger Teil zur Auswertungsphase.
Damals und übrigens auch heute steht und fällt guter Unterricht mit der Lehrkraft und seiner Fähigkeit, SchülerInnen für ein Thema zu begeistern. Gerade junge SchülerInnen lernen in den wenigstens Fällen für sich, sondern in aller Regel für die Lehrkraft oder die Eltern. Das Märchen von der permanent vorhandenen intrinsischen Motivation halte ich für absoluten Blödsinn. Wir brauchen uns ja nur selber zu beobachten. Bei aller Begeisterung für eine Sache habe ich nicht ständig Lust dazu. Ab und zu brauche ich auch einen "Schubs" von der Seite oder lobende Worte, um wieder motiviert zu sein.
frank11nr, ich weiß nicht, ob Sie den Stolzverlag kennen. Dort gibt es ein Tagebuch, in dem auch einiges über die wichtige Rolle des Lehrers im Unterricht zu lesen ist. Ich kann Ihnen die Seiten nur wärmstens empfehlen:
www.stolzverlag.de

Es grüßt
spo123


Ich bin ja auch dafür, neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.09.2012 19:26:29

dass SuS Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen. Dazu gibt es aus meiner Sicht viele Methoden. Aber dass man sie für die Ergebnissicherung verantwortlich macht, finde ich schwierig. Was ist, wenn ein SoS es falsch verstanden hat und ein falsches Ergebnis sichert? Das schüchterne Kind traut sich vielleicht nicht zu fragen?! Soll es für diese Persönlichkeitseigenschaft bestraft werden?

Je nach Niveau sind die SuS dazu unterschiedlich in der Lage. Ich stelle mir das jetzt gerade an einer Brennpunktschule mit 50% Migrationshintergrund. Da weiß ich ehrlich nicht, ob ich lachen oder heulen soll, wenn man diese SuS für die Ergebnissicherung verantworlich macht.

Da waren wohl wieder welche ganz schlau.


Damit das niemand falsch versteht...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: frank11nr Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.09.2012 20:04:17 geändert: 06.09.2012 20:14:33

...oben steht nicht umsonst "Vorsicht, leichte Übertreibung". Nicht unsere komplette Seminarbesetzung vertrat diese Ansichten!
Es gab aber tatsächlich Seminarvertreter, die diese extreme Sichtweise "predigten".

Ich hatte diesbezüglich bereits in der ersten Woche bei einer fachfremden Hospitation ein negatives Aha-Erlebnish.

Das Thema war "Lagerung tödlicher Sporen". Vorne standen am Ende der Stunde drei Plakate. Alle waren besprochen worden. Zwei davon waren vollständig, auf dem dritten fehlten, soweit ich das als Fachfremder beurteilen konnte, wichtige Aspekte.
Auf meine Nachfrage hin, welches Plakat denn nun von den Schülern übernommen wurde - in der Stunde kam dies nicht klar rüber - erhielt ich sinngemäß die Lapidare Antwort "Das können die schon selbst entscheiden".

DA wurd's mir dann doch ganz anders, und ich wusste sehr genau, wer möglichst weit weg von diesen Schülern sein möchte, wenn sie wirklich mit tödlichen Substanzen hantieren.

Trotzdem will ich aber nicht ganz ausschließen, dass es möglicherweise Methoden gibt, mit denen man die Schüler so weit bringen kann, dass diese vollkommene Verantwortungsüberlassung tatsächlich funktioniert. Ich hab's nur noch nicht herausgefunden ;)

Gruß,
Frank




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