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Forum: ""Die meisten Gymnasiasten sind intellektuell nicht auf der Höhe.""

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Andererseits:neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.05.2013 16:26:30 geändert: 10.05.2013 16:33:58

Liebe SEK I-KollegInnen, habt ihr euch nicht schon öfter gewundert, wie die Schützlinge, die ihr mit viel Wohlwollen und 1000 zugedrückten Augen dann schließlich doch noch zum Erweiterten SEKI-Abschluss gehievt habt, ihr Abi geschafft haben?

Schüler, die in Englisch keinen Satz schriftlich richtig konstruieren und keine zwei Sätze halbwegs frei sprechen können, schaffen ihr Abi auch in Englisch?? Wir in der RS können da doch nicht jahrelang mit unseren Bemühungen und Einschätzungen falsch gelegen haben.( Die Mathe-Kollegen denken da ähnlich.)

Und die studieren jetzt?? Ich würde da schon gerne mal Mäuschen spielen. Ich gönne es ihnen ja, aber wundern darf man sich doch, oder??

@palim Neues Buch - gut vermutet

Hier ist es:
http://www.randomhouse.de/Buch/Intelligenz-Grosse-Unterschiede-und-ihre-Folgen/Elsbeth-Stern/e388866.rhd


Intelligenzdarwinismus?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.05.2013 20:13:08

Ich stell das mal (bewusst) provokant in den Raum:

Frau Stern spielt da ein ganz gefährliches Spiel.

Sie stellt die "Intelligenten" (was ist eigentlich Intelligenz?) als höherwertige Menschen dar, die einzig und allein zu akademischen Berufen erwählt sind, und daher das Führungspersonal der Gesellschaft von morgen darstellen sollen. Dubiose Intelligenztests entscheiden also über "Herr oder Diener". Das Fußvolk soll keine Chance auf höhere Bildung (Gymnasium/IGS, Universität, FH) mehr erhalten, sondern nur das lernen, was es zum Dienen braucht. Willkommen im Intelligenzfaschismus... (Provokation off)

Das große Problem an Sterns Thesen ist die Tatsache, dass diese ach so tollen Intelligenztests immer nur die kognitive Intelligenz messen, und auch diese mehr schlecht als recht. Emotionale, soziale und kreative Intelligenz bleiben völlig außen vor.
Eine Gesellschaft, in der ausschließlich solchermaßen selektierte Kopfmenschen das Sagen haben stelle ich mir als wahrlich grausam vor:
- Es macht rational Sinn, nur genetisch einwandfreie Babies zu erlauben (schließlich muss die Gesellschaft dann für keine "Behinderten" zahlen) also her mit dem Zwang zur Abtreibung, Emotionen und ein moralischer Kompass taugen ja nicht zur Entscheidungsfindung.
- Ein Arbeitsloser trägt nichts zur Volkswirtschaft mehr bei - ab ins Elendsviertel mit ihm und eine hohe Mauer drumherum gebaut, das soziale Gewissen ist nicht vorhanden.
- Eine veränderte Situation erfordert schnell neue Lösungen - Schema F wird trotzdem weiterhin verwendet, auch wenn es unpassend ist, weil es an Kreativität fehlt.

Wollen wir das wirklich?

In meinen Augen kocht gerade mal wieder die trübe Suppe der Bildungspolitik etwas hoch, da kommen dann halt diese Schaumblasen wie Stern, Precht und Rost hoch, lassen ihren üblen Dampf ab und verschwinden (hoffentlich) bald wieder.

Natürlich gibt es auch Schüler an Gymnasien, die sich dort schwer tun und teilweise völlig überfordert sind - immerhin ist ein hohes Maß an kognitiver Intelligenz dort eine der Hauptvorraussetzungen, und die besitzt nunmal ein Teil der Bevölkerung nicht in diesem hohen Maße. In solchen Fällen sind wir als Pädagogen gefordert, um gemeinsam mit dem Kind und seinen Eltern herauszufinden, wo seine Stärken liegen, um diese dann gezielt zu fördern, ob mit oder ohne Schulwechsel. Ich sage in solchen Fällen den Eltern immer: "Es muss nicht jemand ein schlechter Mathematiker werden, wenn ein brillianter Schreiner in ihm steckt." Wir sollten uns aber tunlichst nicht dazu hinreißen lassen, dem Schüler mitzugeben, dass er zu dumm fürs Gymnasium sei und daher nichts tauge - ein größeres Trauma können wir ihm kaum zufügen. Ein Trauma, das Dampfplauderer wie Stern & Co. nur zu gerne massenhaft verteilen würden, um sich mit ihrer "Intelligenz" als etwas "Besseres" fühlen zu können.


Rostneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.05.2013 20:19:46

Und weil ich eben in meinem Beitrag grad Herrn Rost erwähnt habe:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/intelligenz-mythen-im-check-zwischen-klischee-und-wahrheit-a-897751.html

Der Kerl behauptet glatt, ein Monat Schule würde den Schülern etwa 0,3-0,4 Punkte IQ bringen. Das hieße im Klartext, dass ein Abiturient im Laufe seiner Schulzeit zwischen 45 und 65 IQ-Punkte gewinnt. Nehmen wir die Uni noch dazu, werdens 65 bis 85 Punkte. Schon anhand dieser simplen Rechnung sollte auch der Dümmste merken, wie absurd diese Behauptung ist.

Solche "Intelligenzforscher" sollten die Latte, die sie nur zu gerne anderen aufzwingen wollen, mal bei sich selbst anlegen... und dann beschämt zur Seite treten.


Und dazu kommt neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: oneida Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.05.2013 20:25:07

Diese ach so gut standardisierbaren Tests für emotionale oder kognitive Intelligenz werden in verantwortungsbewusster Personalauswahl nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt.
Problematisch bleibt eben, dass sich mit Tests schnell Raster aufstellen lassen. Und diese schienen notwendig, weil es für ausgeschriebene Stellen zunächst mehr Bewerber gab als Plätze.
Allerdings bekommen wir in den kommenden Jahren ohnehin weniger Kinder und Jugendliche, die das Schulsystem durchlaufen. Auch weniger Gymnasiasten werden dabei sein. Gleichzeitig wird jetzt der missglückte Versuch unternommen, Förderschulen dicht zu machen und anschließend Real- und Hauptschulen zu verschmelzen. Wenn dann nur noch Regel- oder Sekundarschule und Gymnasium übrig geblieben sind neben Gesamtschulen und beruflichen Schulen, wo gehen dann die SuS eher hin?
Sie werden sich möglicherweise schließlich auf den berufsbildenden Schulen wiederfinden. Und nicht für Jede und Jeden ist das Gymnasium gedacht gewesen.


Dann taugen die Auswahlkriterien der Abschlusszensuren und Testergebnisse nur noch bedingt.
Und in welchem Alter die Gymnasiasten intellektuell auf dem Maßstab der Autorin stehen sollen, lasse ich mal dahingestellt.
Aber möglicherweise ist sie ja auch schon vom Zenit ihrer kognitiven Fähigkeiten abgestiegen. Da kommen Stammtischparolen gerne und schnell.


hochbegabtneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.05.2013 20:26:23

Wie begabt dann doch Lehrer sein müssen, wo sie so viele Monate die Schule besuchen. Alle hochbegabt!

Danke für die deutlichen Worte, hbeilmann

... und für die Anti-Buchempfehlungen!

Palim


mir fällt gerade aufneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.05.2013 20:58:29

dass die Theorie von Rost noch mehr hinkt, als ich mir das ursprünglich vorgestellt habe.

Nach seiner Theorie sind Schüler, die mehrfach sitzen bleiben, am Ende deutlich intelligenter als "Durchmarschierer"!

3-malige Sitzenbleiber (GS, SekI, SekII) kommen so auf eine Gesamtsteigerung von bis zu 77 IQ-Punkten, als nachfolgender Bummelstudent (16 Semester) auf bis zu 115 Punkte Zuwachs seit Schulbeginn! Selbst wenn sie auf dem IQ-Niveau von Toastbrot gestartet sind, wären sie danach hochbegabt. Klasse...


super!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.05.2013 00:03:44 geändert: 11.05.2013 00:11:09

Dann bin ich ab sofort weiterhin fürs Sitzenbleiben


Übrigens frage ich mich, warum man weiterhin Bücher von WissenschaftlerInnen kaufen soll, die weit weniger Monate in Schulen verbracht haben.
... aber es gibt bestimmt Bücher von nicht-hochbegabten, die auch LehrerInnen gefallen können.
... nicht, dass wir auch noch in einen IQ-Kultur-Darwinismus verfallen!

Palim


Marktneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.05.2013 07:25:23

Natürlich wird hier ein markt bedient und Marketing gemacht. Nur Märkte entstehen um Angebot und Nachfrage ausgleichen zu können. Also ohne Angebot oder Nachfrage kein Markt.

Die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems verunsichrt die Eltern. Warum sollen sie ihr Kind an einer Sekundarschule anmelden, wenn der MSA nu als Zwischenschritt zum Abi angesehen wird. Warum soll das Kind sein Abi nach einem Schulwechsel an das BK machen, wenn es doch deas gleiche Angebot an einem Gymnasium haat.

Auf der anderen Seite stehen die Eltern, die befürchten, dass das abi am Ende der gymnasialen Schullaufbahn eben nicht mehr die AHR beinhaltet, dass evtl. Aufnahmetests für bestimmte Hochschulen und Studienrichtungen einschließlich vllt. kostenpflichtiger Vorbereitungskurse anstehen.

Der ideologische Kampf gegen die "Einheitsschule" ist aus Gründen der Demographie verloren gegangen, das haben die Gegener erkannt. Es bleibt ihnen eben nur die Möglichkeit zur Trennung innerhalb des Systems. Folglich müssen sie das Gymnasium als trutzburg gegen "sozialistische" Tendenzein im Bildungsbereich verteidigen.

Für die hardliner ist nämlich das Abiturzeunis, das an einem Gymnasium erworben ist, etwas anderes als eines, das an einem BK oder an einer Gesamtschule erworben wurde.

Es geht also um das elitäre Selbstverständnis - und hier bietet sich der IQ eben als Nachweis der Zugehörigkeit an. Das es die Mitgliedschaft im örtlichen Golf-Club als Kriterium genauso gut getan hätte , da ebenfalls nicht aussagekräftig, ist doch egal, es geht doch um nichts anderes als der Abgrenzung gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen.

Um dem Gymnasium die Attraktivität für Statusfetischisten zu entziehen, muss man es rechtlich nur genauso umgestalten wie die Gesamtschulen, am Ende des 10. Jahrganges wird der Schulabschluss erreicht. Danach gibt es eine Neuaufnahme in die GOSt nur bei Vorliegen eines FOR-Q (Qualifikation). Problem ist rechtlich nur, dass die Gymnasien diesen Abschluss nicht am Ende des 9. Jahrgangs vergeben dürfen.

Mir fällt eben immer nur Orwell ein (animal farm):

"Alle Tiere sind gleich ..."


Wenn ich Frau Stern recht verstehe, neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: amann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.05.2013 10:39:37

hat sie in dem Spiegel-Artikel doch ein Schulsystem vorgeschlagen, das aus einer Schule für alle (nennen wir sie mal Gesamtschule) und dem Gymnasium mit Zugangsbeschränkung besteht. Diese Zulassung soll NICHT nach Herkunft oder Einfluss, sondern nach einem objektiven Testkriterium geschehen. Beide Schularten sollen zum Abitur führen (!).

Wäre das nicht ein Kompromiss, mit dem alle über das beste Schulsystem Diskutierenden halbwegs zufrieden sein könnten?


Intelligenzneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: poodledoodle Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.05.2013 11:21:27

Intelligenz ist meines Wissens die einzige Eigenschaft, die absolut gerecht verteilt ist: jeder meint, er habe genug von ihr.

Was die kognitiven Leistungen angeht, so fällt es sicherlich um ein Vielfaches leichter, sie zu erbringen, wenn eine entsprechende Intelligenz dafür vorhanden ist.

Was macht man, wenn man etwas Kognitives leisten soll und man versteht es einfach nicht? Das ist Schule. Jeden Tag verlangen wir Leistungen von Schülern, die sie einfach nicht erbringen können.
Manche Schüler wollen es außerdem auch gar nicht. Was nicht heißt, dass sie trotzdem gerne eine 1 in dem entsprechenden Fach hätten, nur, die Leistung, die dafür erforderlich ist, können sie nicht erbringen.

Nicht jeder Mensch kann in jedem Fach ein 1 haben. Noch nicht mal jeder Mensch kann in jedem Fach ausreichende Leistungen erbringen, obwohl die meisten Menschen eine durchschnittliche Intelligenz haben.

Schule und Bildung bedeuten immer, Kinder zu beurteilen. Intelligenz und kognitive Fähigkeiten werden höher gewertet als Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Liebreiz und so etwas.
So funktioniert unsere anonyme Leistungsgesellschaft, jeder weiß, dass es sich mit einem Hochschulberuf im allgemeinen angenehmer leben lässt. Im allgemeinen, denn ein Discobesitzer ist bestimmt nicht unglücklicher als die Masse der Lehrer.

Wir können noch so viel verändern wollen, es ändert alles nichts an der Tatsache, dass Schule hauptsächlich kognitive Leistungen fordert und dass diese nicht jeder zu erbringen in der Lage ist. Und wenn wir einem Schüler erlauben, eine Arbeit 3 x zu schreiben, so werden etliche trotzdem nur ein mangelhaft für die erforderliche Leistung erreichen.

Da nützen Gemeinschaftsschulen nichts, denn dort sind die Leistungsschwachen oder die, die gar keine Lust haben, sich mit kognitiven Dingen zu befassen, bei den Leistungsstarken integriert. Dann sehen sie in jeder Stunde, dass ihr Mitschüler das hohe Niveau in ein paar Minuten bewältigt und sie noch nicht mal ein Arbeitsblatt im einfachen Niveau zu Ende bekommen.

Das ist das Belastendste an unserem Job, wir müssen nach "gut" und "schlecht" einteilen und was gut und schlecht ist, bestimmen die Vorgaben aus der Wirtschaft.



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