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Forum: "Ist das Präteritum ein Auslaufmodell?"

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Ist das Präteritum ein Auslaufmodell?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sahara14 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 11:08:15

Aus unserer Zeitung (HT vom 16.04.2014) von vorgestern:

Bei einer Unfallserie auf der Autobahn Anfang August vergangenen Jahres sind mehrere Lastwagen beteiligt. Sie müssen mit schwererm Gerät geborgen werden.

Das vorab nur als Beispiel.

Bei Fernsehberichterstattungen und in der Zeitung fällt mir immer wieder auf, dass das eigentlich nötige Präteritum nicht verwendet wird.
Mich schüttelt es, wenn ich das höre/ lese. Der Unfall war vor einem dreiviertel Jahr! Wie kann man da im Präsens berichten? Das ist mir unverständlich.

Hier in Baden-Württemberg sagt sicher kein Mensch irgend einen Satz im Präteritum. Egal "wie abgeschlossen eine Sache ist". Ich weiß, dass das eher im Norden Deutschlands verwendet wird.
Dennoch unterrichte ich seit Jahrzehnten ganz brav das Präteritum als Sprache für den Aufsatz.
Doch allmählich sehe ich das nicht mehr ein, wenn ich Zeitungsberichte lese oder Reportagen im Fernsehen sehe!

Was meint ihr dazu?
Ist das Präteritum nicht mehr zeitgemäß?
Soll ich das einfach nicht mehr im Unterricht den Kindern beibringen?
Wie haltet ihr das?
Das würde mich wirklich interessieren.


Prä wasneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 11:21:58

Die leute können eben nur das anwenden, was sie googlen können. Wenn ich aber nicht weiß, was Präteritum ist, wie sollen sie es dann finden?

Drei Zeitformen reichen

ich gehe,
ich habe gegeht (unregelmäßige Verben sind von gestern)
ich gehe gehen

Und Präpositionen auch gleich mit abschaffen.

"Isch geh Medio" oder als Frageform "Geh'sch Medio?" reichen zur Verständigung vollkommen aus. Mehr Effizienz geht nicht.


" Ist das Präteritum nicht mehr zeitgemäß?"neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: unverzagte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 11:30:58

vergangenheit ist nie vorbei, sie ist noch nicht einmal vergangen!

diese frage nach "zeitgemäßem" richtet sich selbst.


hmneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 11:35:01 geändert: 18.04.2014 11:36:50

also in das Klagelied könnte ich ohne zu üben mit einsteigen. Auffällig ist, dass längst nicht mehr nur Migrantenkinder Probleme mit dem Präteritum haben (wofür ich ja noch recht viel Verständnis habe), sondern auch die meisten der deutschstämmigen Schüler und hier selbst die mit elaboriertem Wortschatz. Da tummeln sich im Aufsatz oder im Grammatikunterricht Formen wie er sprung, er gang, er siehte...
Ich persönlich schiebe es auf den schwindenden Umgang mit Büchern. Das Präteritum ist nunmal im Schriftlichen verankert, und nur dort kann man es ausreichend kennenlernen, abspeichern und nach Bedarf abrufen. Dabei spielt sicherlich auch das Vorlesen eine große Rolle. Wenn ich an meine Vorlesezeit bei meinen Kindern zurückdenke, da wurden unbekannte Wörter sofort nachgefragt und unverzüglich erklärt. Beim Selberlesen fliegt man eher so drüber und hat dabei keinen Lerneffekt (wenn ich noch dran denke, wie oft mir beim Lesen meiner 5-Freunde-Bücher der Begriff Recher-chen aufgestoßen ist, mit dem ich gar nix anfangen konnte).
Märchen waren sicherlich ein guter Lehrmeister fürs Präteritum. Nun frag doch heute mal die Kinder, welche Märchen sie kennen. Viele zählen dir dann ihre DVDs auf, beim Selberlesen oder Vorlesen kriegst du dann vielleicht noch 1-2 Rückmeldungen (und siehe da, diese Kinder kennen dann meist auch die korrekten Zeitformen).

Ich versuche dieser Entwicklung ein wenig entgegenzusteuern, indem ich oft und viel vorlese und indem die Grammatikeinheiten zu den Zeitformen im Bereich Präteritum intensiviert werden. Den Eltern erkläre ich den Zusammenhang zwischen Sprachverständnis/Sprachvermögen und Umgang mit Literatur, ja, und damit sehe ich meinen Auftrag dann auch als erfüllt an.

Zu deinem zitierten Zeitungsartikel ist zu sagen, dass es allgemein immer unerträglicher wird, was in manchen Medien produziert wird. Aber was willste machen: Die Schüler von heute sind die Reporter von morgen.........


sahara14, eine sicher zutreffende ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ohneschule Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 11:49:43 geändert: 18.04.2014 12:20:22

Feststellung.
Nach meiner Beobachtung wird heutzutage aber ganz viel im Perfekt ausgedrückt oder geschrieben. Das Futur benutzt kaum noch jemand. Dafür steht dann das Präsens.
Anstelle des Präteritums wird oft genug das Plusquamperfekt
(Vorvergangenheit) eingesetzt.

Die verschiedenen Aufsatzformen verlangen unterschiedliche Zeitformen. Z.B. steht eine Erlebniserzählung im Präteritum. Allein deshalb ist es schon geboten, die wichtigsten Zeitformen im Unterricht zu behandeln.
Anschaulich lassen sich die Zeitformen auf einem Zeitstrahl darstellen.


@ sahara14neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 13:14:51

Ich denke, da müssen wir als Lehrer einfach gegenhalten.
Jetzt bin ich ja kein Deutschlehrer, dennoch verwende ich den Genitiv, den Konjunktiv II usw. und auch "altertmliche" Begriffe, frei nach dem Motto: Etwas zu wissen tut nicht weh, in unserem Gehirn ist gengend Raum.

Das gilt übrigens auch für meine Schrift: Ich verwende die Tafel und quäle die Schüler mit Schreibschrift, auch wenn sich manche immer mal über die Unleserlichkeit beschweren
(wobei jeder ich beim nächsten Sommertreffen davon überzeugen kann, daß ich ein schönes und lesbares Schriftbild habe).

Denn ich sehe nicht ein, das Niveau immer weiter herunterzufahren, nur weil es gerade im Trend liegt
(daher verweigere ich mich auch hier der neuen Rechtschreibung - aber das ist ein anderes Thema...)!


LG

Hesse


@hesseneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 13:25:30

Nur was nutz letzendlich das grammatikalisch korrekte Deutsch bzw. der elaborierte Code, wenn die SuS dem unterricht bzw. den Arbeitsanweisungen und Erklärungen nicht folgen können, da sie die Sprache nicht verstehen.

Von Elternsprechtagen will ich gar nicht erst anfangen. In meinem Job bleibt mir häufig nichts Anderes übrig, als sich meinem Klientel sprachlich anzupassen. Gut - ich gebe kein Deutsch, ich kann mich auf "Basteln", GL und Mathe beschränken tun


Präteritumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: kjog Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 15:46:55

Da im Mündlichen für Vergangenes oft das Perfekt verwendet wird, fällt es den Schülern immer schwerer das Präteritum zu bilden - wir müssen die Leitformen der starken Konjugation schon bald so üben wie im Englischen die unregelmäßigen Verben - und das auch bei Muttersprachlern. Aber ich bleibe hart und ich lasse mich auch nicht vom falschen Umgang in den Printmedien beirren. Im Gegenteil, das sind dann für mich aktuelle Beispiele für meine Schüler, wie wichtig es ist, gerade das zu lernen, weil selbst bei Medien Leute arbeiten , die keine Ahnung haben und meine Schüler es bestimmt besser gemacht hätten. Übrigens findet man in den Printmedien und auch im Fernsehen (bei Untertiteln) oft genug Fehlerbeispiele, die man hervorragend in den Unterricht einbauen kann.


Hier in BaWüneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sahara14 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 18:43:18

redet keiner im Präteritum. Perfekt ist bei uns die gängige Form der Vergangenheit. Darum ist es ja auch für die SchülerInnen so schwer, das Präteritum zu lernen, was sie in der Tat wie Vokabellernen machen müssen.
Schlimm finde ich einfach, dass Fernsehen und Zeitungen, die es besser wissen müssten und Vorbildfunktion haben, das ständig falsch machen. Das nervt mich zunehmend.
Und darum war meine Frage an euch:
Lohnt es sich überhaupt noch das Präteritum zu unterrichten, wenn es einem ständig falsch vorgeführt wird.
Oder soll ich im Unterricht kommen mit: "Ha! Wir können es besser als die Zeitungen und das Fernsehen!" und wir lernen es deshalb.

@ janne: Vorlesen ist da eine super Idee. Genau so sehe ich das auch.

@ hesse: Vielleicht sollten wir den Reds folgendes Spiel für das Sommertreffen vorschlagen: jeder Teilnehmer schreibt einen kurzen Abschnitt auf ein Blatt Papier auf der eine Nummer zur Identifizierung steht. Und jeder muss dann versuchen möglichst viele Schriften den Schreibern zuzuordnen?

@ alle: Danke für eure Beiträge. Ich bin gespannt, ob noch mehr Meinungen gepostet werden.


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von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.04.2014 19:17:24

langer Zeit hatte rhauda mal ein ähnliches Forum eröffnet. Ich kann es nur nicht mehr finden.

Jedenfalls belegte sie sehr deutlich, dass wir eigentlich alle mit dem Präsens alleine gut klarkommen.

Beispiele:

"Also gestern, weißt du - ich geh da so die Straße lang, da kommt dieser Kerl - ich denk noch...."

"Heute Nachmittag geh ich ins Kino."

"Morgen schwänze ich die Schule."

"Wer hat angefangen?"
"Also der Kevin - der beleidigt meine Mutter - und ich, ich hau ihm eine auf die Fresse..."

Frohe Ostern!


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