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Forum: "Problemorientierte Unterricht kontra Informierende Unterrichtseinstieg"

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Problemorientierte Unterricht kontra Informierende Unterrichtseinstiegneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: dingi Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.10.2004 12:42:52

In den Ferien habe ich das Buch von J.+ M.Grell: "Unterrichtsrezepte" gelesen. In diesem Buch wird der Informelle Unterrichtseinstieg beschrieben, bei dem die Schüler zuerst erfahren was, wie und warum sie in dieser Stunde lernen. Finde ich sehr gut.

Wie mache ich es beim problemorientierten Unterricht (haupsächlich in den Naturwissenschaften), wo die Schüler das Problem und die Hypothesen im fragend-entwickelndem Unterrichtsgespräch erarbeiten sollen? Hier kann ich schlecht mit einem Einstieg beginnen, bei dem die Schüler den Stoff und seine Bedeutung bereits zum Unterrichtsbegin erfahren.

Beispiel: Wenn ich will, daß die Schüler nach einem Versuch die Hypothese aufstellen, daß Gase sich in Flüssigkeiten lösen, kann der Unterrichtseinstieg nicht lauten: Die Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten. 1. Versuch zur Problemfindung....

Wäre toll, wenn jemand Ideen hätte oder Alternativen zu dem fragend-entwickelndem Unterrichtsgespräch?


Bin zwar fachfremd,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.10.2004 17:34:51

also Laie, aber ich könnte mir denken, es gibt Alltagsprobleme oder Experimente, mit deren Hilfe man zum Problem und damit zum Thema hinführen kann. Auf jeden Fall wird Schülern so eher deutlich: "Was hat das denn für einen Sinn bzw. Nutzen?" Problemorientierte Unterrichtseinstiege sind daher i.d.R. motivierender als informierende, weil eher nachvollziehbar für die Schüler.

Mehr fällt mir momentan dazu leider nicht ein, falls doch... Vielleicht hat es Dir ja dennoch eine kleine Idee gegeben

Hesse


unterrichtseinstiegneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: jamjam Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.10.2004 11:38:35

wenn ich in der Physik mit einem neuen Thema anfange, dann wähle ich oft in der ersten Stunde nur eine wage oder keine Überschrift.
Ich kündige (meistens) ein Themenwechsel an und steige dann direkt mit einem Versuch (meistens Freihandexperiment) ein.
Danach lasse ich die Schüler über ihre Beobachtungen sprechen.
Die Aufarbeitung erfolgt dabei unterschiedlich
Beispiel:
Wir sammeln Stichworte zu den beobachtungen und Interpretationen auf Karten (in unterschiedlichen Farben, da die Schüler Probleme haben beides zu differenzieren). Diese werden geclustert.
Meistens ergibt sich daraus ein Oberbegriff
Dieser ist (bis auf einen Fall) immer mit dem neuen Thema annähernd identisch gewesen.
(Nur beim Thema Impulse nicht, weil den Schülern der Begriff in diesem Zusammenhang unbekannt war)

Das hat den Vorteil, dass die Schüler durch die Freihandexperimente und durch die Karten an bekanntes Wissen anknüpfen konnten. Daran anschließende tiefergehende und exaktere Experimente und Ausführungen sind so verständlicher: Denn sie wissen, was sie tun.

Ist das Thema gefunden, kannst Du einen informativer Einstieg anschließen. Du solltest dann aber die Karten der Schüler mit einbeziehen und begründen, warum du auf einige nicht eingehen wirst (z.B. Rahmenplan)





...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: thomas Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.10.2004 13:57:05 geändert: 30.10.2004 14:00:44

Familie Grell meint ja vor allem, dass man dieses: Die Schüler selbst auf alles kommen lassen nicht übertreiben bzw. pervertieren sollte - weil natürlich idR nur der Lehrer weiß, wohin es gehen soll und zweitens die Schüler das alleine eben gar nicht herausbekommen könen, nur durch ein mehr oder weniger starkes Steuern. Und dagegen äußern sich die Grells, indem sie sagen: wenn man etwas vorhat, soll man den Schülern das auch mitteilen. Was aber meiner Meinung nach die problemorientierte Methode nicht ausschließt. Auch wenn du den Schülern mitteilst, dass heute das Kennenlernen eines neuen Phänomens im Mittelpunkt steht, kannst du immer noch ein Experiment beschreiben/zeigen, Hypothesen aufstellen lassen und so weiter. Und selbst eine Bezeichnung für ein Phänomen kann man so die Schüler vorschlagen lassen. Muss man aber nicht - und vor allem: Muss man nicht immer. Und vor allem dann nicht, wenn dies nur Ritual ist und inhaltlich niemanden weiterbringt. Soll heißen: Fragen wie: Wir haben hier einen Versuch der zeigt, wie Wärme geleitet wird - wie könnten wir diesen Effekt den nennen? sind relativ unsinnig...Informierender Unterrichtseinstieg heißt ja nicht, alles Wissenswerte bereits zu Beginn zu verkünden - es heißt nur, keine unnötigen Verrenkungen zu machen und sich und den Schülern nicht im Weg zu stehen, sondern ihnen nur verraten, worum es geht, in welcher Rehenfolge verfahren wird und all solche Dinge.
Übertragen: Beim Wandertag zu sagen: "Wir wandern heute, findet heraus, wohin." ist das, was Familie Grell nicht mag - aber möglich und wohl auch in ihrem Sinne (und im Sinne der problemorientierten Methode) könnte sein: Wir wandern heute zur Burg - unterwegs beobachten wir einige Pflanzen, und auf der Burg werden wir eine Führung machen. Und immer noch ist genug zu beobachten und zu entdecken...


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von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.10.2004 22:56:59

Danke Thomas!
DAs ist eine wirklich gute, anschauliche Erklärung

Auch ich bin eine Verfechterin des problemorientierten Unterrichts - wo es sich anbietet, kenne aber auch Stunden, wo es nicht passt.
Als Schülerin ist mir sowas mal in Latein begegnet: Wir hatten einen Lehrer (ein paar Wochen nur - ein Glück), der uns die Texte mit neuer Grammatik hat übersetzen lassen, ohne etwas zu erklären. Anschließend sollten wir ihm dann die Regel sagen. Das hat nicht geklappt.
Die Schüler brauchen ausreichend Wissen, um zumindest Hypothesen erstellen zu können.
Trotzdem kann man selbst Grammatik problemorientiert unterrichten. Es kommt m.E. aber dennoch darauf an, dass man sich sehr genau vorbereitet und als Lehrer das Ziel, das man gesteckt hat, nicht aus den Augen verliert. Ähnlich wie bei dem Beispiel mit der Burg. Wenn die Schüler am Fuß des Berges bei einem Parkplatz aus dem Bus steigen und dort sehen, dass man zur Burg gehen kann, wenn es ausreichend Karten, Pläne oder Wegweiser gibt, dann können sie selbstständig den Weg finden.
Die Aufgabe ist somit einerseits, das Problem zum Problem der Schüler werden zu lassen, sie neugierig zu machen und ihr Problembewusstsein zu wecken. Andererseits müssen sie dann eben Mittel haben und Wege gehen können, die sie dem Ziel näher bringen.
Beispiele:
1. Fragt man Grundschüler, was aus Getreide hergestellt wird, sagen sie Brot oder Kuchen. Sie wissen auch, dasa man dazu Mehl braucht. Aber wo kommt das Mehl eigentlich her? Nicht alle Schüler wissen das, aber sie nehmen die Getreideähren so lange unter die Lupe, bis sie eine Spur von Mehl finden.
2. Man kann Schülern sagen, was Regenwürmer (oder andere Tiere) fressen. Man kann sie aber auch fragen und die Schüler werden (zusammen mit den Regenwürmern) ausprobieren, welche Stoffe die Regenwürmer fressen und welche nicht.
3. Wann heißt es "auf der Brücke" und wann "auf die Brücke"? Leitet man Schüler an, dass sie bestimmte Ausdrücke in ihrem Satz- und Sinnzusammenhang näher betrachten, werden sie Regelmäßigkeiten finden, die ihnen beim korrekten Bilden neuer Sätze helfen können.

Bei diesen Beispielen ist es so, dass man den Schülern auch die Information geben kann und ggf. diese in einer Übung festigt. Wählt man den Weg des problemorientierten Unterrichts, verfolgt man aber nicht nur das Ziel, Wissen zu vermitteln, sondern auch, die Schüler in Verfahrensweisen zu schulen. Schüler sollen lernen, selbst etwas herauszufinden. Sie sollen sich Gedanken machen, Hypothesen erstellen, Versuche wagen, Beobachten, Analysieren und Schlüsse ziehen.
Als Lehrer gilt es abzuwägen, was für die Schüler wichtiger ist.

Palim


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