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Forum: "Konzept Englisch an meiner Förderschule"

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Konzept Englisch an meiner Förderschuleneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: frauke2 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 10.11.2015 21:52:24

Liebe Kollegen,
entschuldigt, dies wird länger. Vielen Dank an alle, die sich
durchbeißen!
Der Englischunterricht an meiner Schule liegt im Argen und ich habe
eine Vermutung, woran es liegt. Ich sehe die Ursache nämlich
hauptsächlich im System und nicht bei mir (ja, klar, natürlich würde
es alles auch besser laufen, wenn ich eine perfekte Lehrerin wäre ;)).

Ich bin Realschullehrerin und unterrichte seit etwa 1 1/2 Jahren an
einer Förderschule, und gehe im nächsten Jahr zurück an die
Regelschule.

Folgendes: Wir sind eine Waldorf-Förderschule für Kinder mit
Lernschwierigkeiten und sozial-emotionalen Entwicklungsstörungen.
Der Englischunterricht läuft von der ersten bis zur 8. Klasse in nicht
differenzierten Gruppen, zweimal in der Woche. Es besteht ein
riesiges Leistungsgefälle, binnendifferenziertes Arbeiten gelingt mir
im Unterricht nicht, da die Kinder nicht selbstständig arbeiten
können.
Ich versuche das immer wieder, aber ich kann mich ja nicht in 16
Teile schneiden und jedem die Aufgabe individuell erklären. Also
mehr als 16 Schüler habe ich nie, aber mit den Verhaltensauffälligen
sind auch 16 schon viel!

Arbeitsblätter zum selbstständigen und differenzierten Arbeiten
bergen auch die Schwierigkeit, dass dann der Schwerpunkt auf dem
Schriftlichen liegt und sie sich englisch Wörter so merken, wie sie
geschrieben werden (auch wenn ich sie schon eingeführt hatten,
erkennen sie häufig nicht wieder). Also: 1/3 langweilt sich, 1/3 ist
überfordert, 1/3 würde ich erreichen, wenn es nicht so schwierig
wäre, die, die sich langweilen und die, die überfordert sind, bei
Laune zu halten. Eine Doppelbesetzung oder eine Teilung der Klasse
wäre eine Lösung, aber meine Kollegen sehen die Notwendigkeit
nicht. Dabei wird in Mathe und Deutsch ab der 7 differenziert, in
Englisch erst in der 9!

Dadurch, dass der Unterricht nur zweimal in der Woche stattfindet
und häufig wochenlang ausfällt, weil die Kinder im Praktikum sind,
ein Theaterstück aufführen oder auch einfach mal wieder ein Feiertag
ansteht, liegt häufig so viel Zeit zwischen einzelnen Stunden, dass
ich immer wieder von vorne anfangen muss. Das frustriert mich und
die Kinder! Ich glaube, dass dies im Englischunterricht ein größeres
Problem ist als in Mathe oder Deutsch, kann aber nicht erklären
warum.

Ab der Jahrgangsstufe 9 haben jeweils die 9+10, sowie die 11+12
gemeinsam Englischunterricht. Es gibt dann einen Grundkurs mit
den schwächeren Kindern aus der 9 und 10 und einen
Erweiterungskurs mit den Kindern aus der 9 und 10 und genauso
auch in der 11-12. Problem: Die Unterrichtsinhalte können nicht
ordentlich aufeinander aufgebaut werden, weil ja jeweils ein Teil des
Kurses dem anderen um ein Jahr voraus ist! Aus diesem Grund kann
ich auch kein Lehrbuch anschaffen.
Zwischendurch ist auch mal eine Klasse wieder 4 Wochen in einem
Praktikum oder sonstwo (pro Schuljahr fehlt jede Klasse etwa 2
Monate) und dann sitzt da jeweils nur die Hälfte des jeweiligen
Kurses, was oft dazu führt, das E und G-Kurs dann mal für zwei oder
drei Stunden wieder zusammengelegt werden. CHAOS!

Ich würde gern wissen:

1. Wie begründe ich meinen Kollegen gegenüber, dass die Schüler
häufiger als 2mal die Woche Englisch haben müssen? Gibt es
irgendeine Studie, die belegt, dass man beim Fremdsprachenlernen
zwischen den Stunden keine so langen Pausen haben darf? Erst
recht nicht bei Förderschülern?

2. Welche guten Argumente gibt es noch, dass Englisch spätestens
in der 7 differenziert werden sollte? Alle verstehen scheinbar, dass
das in Mathe und Deutsch sein muss - aber Englisch scheint den
meisten nicht so dringend.

3. Was haltet ihr davon, dass der E-Unterricht in der Oberstufe
jahrgangsübergreifend ist? Haltet ihr das für zweckmäßig oder könnt
ihr mir Argumente nennen, warum sich das ändern muss?

4. Gibt es irgendwo eine Studie darüber, ob Fremdsprachen für
Schüler mit Lernbehinderungen noch schwieriger sind als Mathe
oder Deutsch? Ich habe den Eindruck, dass Englisch sie kognitiv viel
mehr fordert als alle anderen Fächer.

5. Seht ihr unser System auch als problematisch an? Meine Kollegen
finden das nämlich so gar nicht - die unterrichten allerdings auch
fast alle kein Englisch, das mache hauptsächlich ich.

6. Unterrichtet ihr Englisch an einer Förderschule und welches
"System" habt ihr bei euch?

Ich gehe Ende des Schuljahres zurück an die Regelschule, aber ich
würde meinen Nachfolgern das Leben gern etwas leichter machen
und mal so einen Anforderungskatalog erstellen unter der
Überschrift: Anforderungen an einen effizienten Englischunterricht an
unserer Schule. Vielleicht wird es ja eines Tages umgesetzt, wenn
weiterhin ein Englischlehrer nach dem anderen das Handtuch
schmeißt.

Ansonsten möchte ich zum Abschluss nur noch mal kurz sagen,
dass unsere Schule abgesehen von den Systemfehlern im Fach
Englisch absolut super ist und gerade unsere vielen Praktika sind
Gold wert und sichern unseren Kindern langfristig eine Arbeitsstelle!
Ich wünschte, ich würde bei uns nur Deutsch unterrichten, dann
wäre alles toll.

Vielen Dank an alle, die bis hierhin durchgehalten haben und noch
mehr Dank an alle, die mir antworten!
Frauke


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