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Forum: "LRS - Förderunterricht Konzept gesucht "

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LRS - Förderunterricht Konzept gesucht neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: blaurot Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 16:32:39

Hallo,

ich habe gerade erfahren, dass ich ab der nächsten Woche den LRS-Förderunterricht für die Viertklässler übernehmen soll.
An sich finde ich das sehr interessant und habe auch Lust dazu.
Aber: Wie fange ich an und wie geht es weiter?  

Hat jemand Erfahrung damit? Kann mir jemand sagen, nach welchem Konzept man arbeiten kann? Gibt es Hefte / Lehrwerke, mit denen es gut gehen kann?

Ich freue mich über jeden Rat!

Herzlichen Dank
blaurot



4. Klasseneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 16:35:51

Wie viele Stunden und wie viele Schüler sind es denn?

Hast du die Möglichkeit, am PC zu arbeiten?

Palim



10neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: blaurot Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 16:48:19

Liebe Palim,

in der Gruppe sind wohl 10 Kinder.
Wir haben Laptops, aber ich weiß nicht genau, ob man damit ins internet kann.

Schöne Grüße
blaurot



P.S.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: blaurot Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 16:49:06

Leider haben wir nur eine Stunde zur Verfügung.



LRS - Inhalte zur Förderungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 20:42:45 geändert: 06.10.2016 21:09:04

Ich fördere Kinder mit Rechtschreibschwäche im 3. und 4. Schuljahr. Die Problemfelder sind bei den meisten Schülern ähnlich.

Hauptpriorität meiner Förderung:
Relativ leicht zu vermittelnde grundlegende Sprachstrukturen:

  • ie-Schreibung und Konsonantenverdopplung bei Zweisilbern

    Die Zweisilber haben herausragende Bedeutung, weil sie vielfach über Verlängern/Ableiten die Schreibweise von Einsilbern festlegen (kommen -> er kommt).
    Die Vermittlung geschieht leicht über die Gesetzmäßigkeiten der Zweisilber:
    Hört die 1. Silbe mit einem i-Laut auf: ie (Wie se), ansonsten: i (Win ter).
    Die Konsonantenverdopplung erschließt sich recht gut über pausierendes Silbieren (Him mel). Probleme gibt es am ehesten bei der Verdopplung von Plosiv-Lauten (vor allem tt, pp), weshalb man diese zunächst vermeidet.
    Das Automatisieren geschieht am besten über das deutlich silbensegmentierende laute Sprechschreiben der FRESCH-Methode. Diese hat weitergehende positive Aspekte, weil die Kinder sich auf die aktuelle Silbe konzentrieren. Das begegnet z.B. dem Auslassen einzelner Laute, zu dem manche Kinder neigen.
    Eine gute Lernkontrolle stellen Diktate mit zweisilbigen Fantasiewörtern dar, die den Gesetzmäßigkeiten zur ie-Schreibung und Konsonantenverdopplung genügen, bunt gemischt mit Fantasiewörtern ohne ie bzw. Konsonantenverdopplung. Bei Fantasiewörtern haben die Kinder keinerlei Vorwissen, und die Beherrschung der Sprachstrukturen lässt sich perfekt testen.

  • Gesetzmäßigkeiten bei Wortzusammensetzungen

    Hier sind die Tätigkeitsfelder vor allem, die Zusammensetzungen als solche zu erkennen und identische Konsonanten an der Wortfuge richtig zu schreiben, obwohl man sie nur einmal hört (Fahrrad, Motorroller, Strohhalm, Leuchtturm, Stadttor, Betttuch, Stofffetzen, etc.).
    Wichtig ist auch das Erkennen und richtige Schreiben von Vorsilben (ver, ge, be, er, ...), insbesondere in Verbindung mit oben genanntem Problem (verreisen, verrechnen, erringen, etc.).
    Die Vorsilbe 'ver' wird öfters mit 'f' geschrieben, weshalb sie in vielen Beispielen vorkommen sollte, die Vorsilbe 'ge' aus unerfindlichen Gründen in der Form 'geh', und ein auf die Vorsilbe 'be' folgendes 'k' manchmal mit 'ck' ('beckommen').
    Die Vorsilben 'vor' und 'her' bereiten auch oft Probleme in Zusammensetzungen wie 'voraus' oder 'herein', weil man hier vermeintlich zwei 'r' hört.

Schwerer zu vermittelnde grundlegende Sprachstrukturen:

  • ie-Schreibung und Konsonantenverdopplung bei Einsilbern

    Hier kommt man um den Hintergrund 'auf einen kurzen Vokal folgen zwei oder mehr Konsonanten' nicht herum. Da die Zweisilber aber schon behandelt sind, ist das zumindest einfacher als im allgemeinen Fall. Die explizite Darstellung des Hintergrunds, die kaum zu vermitteln geschweige denn erfolgreich zu automatisieren ist, kann man vermeiden. Ich praktiziere 'Rechtschreiben durch Lesen', indem ich die Kinder jede Menge Fantasiewörter jeweils in der Kurz- und Langvokalvariante lesen lasse, z.B. 'tuff' und 'tuf'. Das korrekte sichere Lesen ist schnell erreichbar. Dann kommt der schwierigere Teil. Ich übe strikt getrennt nach Vokalen, zunächst Wörter mit 'a'. Ich habe ein Merkblatt mit 'der Kamm' und 'ich kam'. 'Kamm' ist in einem Haus dargestellt, wobei das 'a' äußerst gequetscht dagestellt ist. 'kam' ist ebenfalls in einem Haus, wobei das 'a' extrem in die Breite gezogen ist.
    Ich erkläre den Kindern, dass der Silbenkönig 'a' der Chef im Haus ist. Im Fall 'Kamm' ist der Chef sehr schmal, so dass er sich zwei Asssistenten leisten kann, die er ins Haus mitnehmen kann. Der breite Chef in 'kam' hat hingegen nur Platz für einen Assistenten. Dann diktiere ich den Kindern gemischt echte Wörter mit langem bzw. kurzem Vokal. Solange ein Kind noch größere Probleme mit der Schreibweise hat, lasse ich es das Wort in Kurz- und Langvokalvariante sprechen und die richtige wählen. Das Merkblatt, d.h. der Vergleich mit 'Kamm' und 'kam' ist dabei sehr hilfreich.
    Manche Kinder lernen auf diese Weise sehr schnell, andere brauchen recht lange, aber auf jeden Fall sehe ich, dass dieser Weg funktioniert.

  • einsilbige Verbformen (es brennt)

    Bisher habe ich das über das Ableiten von der zweisilbigen Verbform vermittelt, aber rechtschreibschwache Kinder haben große Probleme, das durchaus gut verstandene Prinzip zu automatisieren, so dass sie es im natürlichen Schreibfluss anwenden.
    Wenn die ie-Schreibung und die Konsonantenverdopplung bei Einsilbern gut automatisiert ist, bietet es sich an, die Schreibweise einsilbiger Verbformen über die Schreibweise des Wortstamms zu vermitteln (bei 'es brennt' die Endung 't' weglassen, um die Schreibweise zu bestimmen). Das werde ich in Zukunft versuchen.

Eine Stunde in der Woche zur Förderung ist leider sehr wenig (aber besser als nichts).



Bevor man fördertneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 21:01:54

sollte man erst mal eine Diagnostik machen. Auch wenn das unpubolär ist, ich würde erst mal ein paar Sätze diktieren und schauen, ob man überhaupt etwas lesen kann. Des Weiteren wäre es wichtig, die Lesekompetenz zu ermitteln. Ich weiß nicht, ob es dafür vorgefertigte Diagnosematerialien gibt. Vielleicht hilft Dir auch die Seite ein bisschen.

 

http://www.arbeitsblaetter.org/



Sorry, Diagnostik hört sich gut an, aber ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 21:22:24 geändert: 06.10.2016 21:42:50

was soll denn der wirkliche Nutzen sein?

Die Punkte, die ich oben aufgeführt habe, sind bei allen rechtschreibschwachen Schülern relevant. Es gibt zweifellos weitere vermittelnswerte Themen, aber die obigen stellen Sprachschwerpunkte dar, die, wenn erfolgreich vermittelt, recht umfassenden Nutzen haben.

Selbst wenn es mal einen Schüler geben sollte mit abweichenden Förderzielen gemäß Diagnostik: was soll man denn mit diesem anstellen? In der schulischen Förderung sind ja in der Regel mehrere Schüler gleichzeitig zu fördern, es handelt sich nicht um eine individuelle Förderung. Nicht-individuelle Förderung erfordert zwangsweise ein relevantes sowie effizient vermittelbares Standard-Themenpaket. Individuelle Diagnostik ist da völlig fehl am Platze. Und ich gehe mal davon aus, dass jede(r) Deutschlehrer(in) eine klare Vorstellung davon hat, womit seine/ihre rechtschreibschwachen Schüler Probleme haben. Diese zeigen sich doch sehr deutlich.

Die Lesefertigkeit ist zweifellos wesentlich. Sie ist aber leicht zu erkennen. In die allgemeine Förderung zur Behebung von Rechtschreibschwächen passt das Fördern der Lesefertigkeit aber auch nicht hinein. Da kann man nur eine weitere Förderung anstoßen.

Diagnostik ist m.E. nur insofern relevant, als man in Anbetracht der beschränkten Zeit eine Entscheidung treffen muss, welche Themen besonders förderrelevant sind und sich gleichzeitig so effizient vermitteln lassen, dass sich die Rechtschreibleistung der Kinder im normalen Schreibfluss (wie bei Aufsätzen) auch tatsächlich verbessert.



Moment malneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 21:42:44 geändert: 06.10.2016 21:53:30

zu jeder Förderung gehört eine Lernstandserhebung.

 

Wir sind doch Pädagogen und arbeiten systematisch. Ich kann doch nicht ein Konzept als das Allheilmittel nehmen, nur weil es den meisten Kindern hilft. Es ist sicher richtig, dass wir viele richtige Entscheidungen auch aus dem Bauch heraus richtig treffen. Aber wir werden noch besser und erfolgreicher, wenn wir unsere Entscheidungen auf wissenschaftlich fundierten Wissen treffen.

 

Ich will ja nicht abstreiten, dass Dein Konzept gut ist und wahrscheinlich läuft es nach der Lernstandserhebung darauf hinaus, aber erst mal muss ich doch um die Stärken und Schwächen der Kinder wissen.

 

Das ist schon wichtig, um gegenüber den Eltern aussagekräfig zu sein.

 

Was ist denn, wenn ein Kind noch gar nicht die Kompetenzen hat, deinem Konzept zu folgen.

 

Zu der Frage nach dem Nutzen:

1. kenne ich seine Stärken und Schwächen genau und es ist keine schwammige Vermutung, weil das meistens so ist

2. kann ich hinterher genau die Lernentwicklung dokumentieren

3. ich bin aussagekräftig gegenüber Eltern, Schulleitung usw.

4. Ich kann da ansetzen wo entsprechend der Kompetenzentwicklung das Kind stehen geblieben ist. Ich vermeide dadurch Unter- bzw. Überforderung. (zumindest ist die Wahrscheinlichkeit größer)

5. Ich erkenne in der meist Diagnostik auch, wie es um die Lernvoraussetzungen steht. Ich bin da oft überrascht, was einige Kinder so bringen (sowohl positiv als auch negativ).

6. bin ich gesetzlich dazu verpflichtet, Lernstandserhebungen durchzuführen, um dann passende Fördermaßnahmen abzuleiten. (ist vielleicht kein Nutzen aber ein Grund)



Meine Probleme in der Praxis sind ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 22:03:45

dass die Kinder unterschiedlich schnell sind in der Behebung ihrer Schwächen. Da langweilen sich manchmal die schneller Lernenden. Die Schwächen selbst sind praktisch gesehen überall dieselben, jedenfalls was die Beherrschung grundlegender Sprachstrukturen angeht.

Das einzige Problemfeld, wo sich die rechtschreibschwachen Schüler einigermaßen deutlich unterscheiden, sind Probleme mit der Großschreibung. Die Großschreibung ist für mich ein Themenfeld, das ich im Regelfall nur flankierend unterstütze, indem ich bei allen Lernthemen die Nomen mit bestimmten Artikel diktiere und die Kinder darauf trimme, nach der/die/das großzuschreiben. Sehr viele Förderkinder haben damit Probleme. Diese einfache Maßnahme steigert die Sensibilität dafür, und wenigstens in Einzelfällen war das mit einer tatsächlichen Verbesserung der Großschreibleistung verbunden. Eine konsequente Förderung der Großschreibleistung ist bei meinem zeitlichen Förderrahmen ausgeschlossen. In Einzelfällen habe ich das gezielt gemacht, leider ohne nachhaltigen Erfolg. Da muss ich noch lernen.

Kinder mit grundsätzlich mangelnden Fähigkeiten, meinem Konzept zu folgen, habe ich noch nicht kennengelernt. Ich habe umgekehrt mein Konzept mehr und mehr auf die Eingangsfähigkeiten der Kinder abgestimmt. Schließlich will ich erfolgreich sein.

 



genau hinsehen, gezielt fördernneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.10.2016 22:12:11 geändert: 06.10.2016 22:15:44

Ich würde auch etwas schreiben lassen und mir die Texte ansehen oder aber von den KollegInnen Texte geben lassen, um Fehlerschwerpunkte sehen zu können.

Es gibt auch Kinder, die an der Groß- und Kleinschreibung scheitern, ansonsten aber ganz ordentliche Ergebnisse zeigen.

Und es gibt andere, die selbst in Klasse 3 oder 4 so rudimentäre Kenntnisse haben, dass man mit der ie-Schreibung nicht sehr weit kommt.

Auch wissen wir ja nicht, ob es um LRS-Kinder oder um in der Rechtschreibung auffällige Kinder geht, wovon ich eher ausgehe.

Wenn man sich dann die Fehler angesehen hat, kann man überlegen, ob man Unterricht zu bestimmten Schwerpunkten anbietet und dazu alle SuS an einen Tisch setzt oder ob es sinnvoller ist, Gruppen zu bilden oder Mappen anzulegen, sodass die Kinder an ihren Schwerpunkten arbeiten.

- Silbenstruktur, um Endungen zu trainieren

- Verlängern/ Auslaute erkennen

- Ableiten (au-äu, a-ä, u.a.)

- Wortarten erkennen --> Groß- und Kleinschreibung

- Doppelkonsonanten (das ist für einige SuS sehr schwierig zu erkennen/ zu üben)

- besondere Lautverbindungen (st/sp/ch/chs/...)

- ggf. auch Satzumstellungen oder Einbinden und Flektieren von Adjektiven

Für alle diese Schwerpunkte findest du Materialien bei 4teachers und auch in gängigen Lehrwerken oder Kopiervorlagen.

Bei einer Stunde in der Woche und den beschriebenen medialen Möglichkeiten würde ich von PC-gestützten Programmen oder von Kartei-Systemen (per PC oder ohne) eher abraten.

Palim



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