transparent Startseite Startseite Spendenaktion
Anzeige:
netzwerk-lernen.de
Hallo Gast | 5 Mitglieder online 03.12.2016 05:54:50
Login Bereich transparentSUCHE: 
Hilfe zur Suche
    UNTERRICHT
 • Stundenentwürfe
 • Arbeitsmaterialien
 • Alltagspädagogik
 • Methodik / Didaktik
 • Bildersammlung
 • Tablets & Co
 • Interaktiv
 • Sounds
 • Videos
    INFOTHEK
 • Forenbereich
 • Schulbibliothek
 • Linkportal
 • Just4tea
 • Wiki
    SERVICE
 •  Shop4teachers
 • Kürzere URLs
 • 4teachers Blogs
 • News4teachers
 • Stellenangebote
 • Klassenreisen
    ÜBER UNS
 • Kontakt
 • Was bringt´s?
 • Mediadaten
 • Statistik


Motivstempel im Shop

 ForenoptionenNachricht an die Mitgliederbetreuung Mitgliederbetreuung
dieses Forum Bookmarken
Bookmark
zum neuesten Beitrag auf dieser Seite
Neu auf Seite
zum neuesten Beitrag in diesem Forum
Neu im Forum
über neue Beiträge in diesem Forum per E-Mail informieren
E-Mail-Info ist AUS


Forum: "LRS - Förderunterricht Konzept gesucht "

Bitte beachte die Netiquette! Doppeleinträge werden von der Redaktion gelöscht.

<<    < Seite: 2 von 2 
Gehe zu Seite:
Genau so eine Liste ist die Gefahr bei der Förderungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.10.2016 07:31:56 geändert: 07.10.2016 10:35:12

Eine derartige Liste von 10 bis 15 Themen wird herauskommen, wenn man eine umfassende Rechtschreibdiagnostik betreibt.

Und: ja, die Ausprägungen der Liste wird bei den einzelnen Schülern etwas unterschiedlich ausfallen. Es lebe die Wissenschaft!

Nur: was ist denn die Konsequenz daraus?

Da baut sich doch der Druck auf, all diese Themen (mit den schülerspezifischen Ausprägungen) zu behandeln!
Eine entsprechende erfolgreiche Förderung ist in einem Schuljahr auch bei 2-stündiger Förderung aber absolut illusorisch.

Was dann passiert, ist, dass man die meisten Themen irgendwie behandelt und ein wenig einübt. Das hat den Kindern aber schon im regulären Unterricht nicht geholfen.

Dabei stelle ich bei Lehrern oft erstaunt fest, dass der Weg zum Ziel mit dem Ziel verwechselt wird. Wenn man etwa die Doppelkonsonanten über die Unterscheidung kurze und lange Vokale vermitteln will, gibt es eine Tendenz, sich damit zufrieden zu geben, wenn die Kinder kurze und lange Vokale unterscheiden können (weil das mit den rechtschreibschwachen Kindern schwierig genug ist). Das ist aber nur das erste Wegstück zum Ziel! Das eigentliche Ziel, dass die Kinder in ihrem normalen Schreibfluss die Schreibung von Doppelkonsonanten beherrschen, steht dabei nicht im Fokus!
Bei der Groß-/Kleinschreibung über die Wortartbestimmung freut man sich, wenn man den leistungsschwächeren Kindern mühsam die Wortartklassifizierung beigebracht hat. Damit ist aber noch absolut nichts für die Groß-/Kleinschreibung getan! Im normalen Schreibfluss beim Aufsatz müssen die Verbesserungen sichtbar werden! Der beliebte Ansatz über die Wortartklassifizierung ist dafür m.E. wenig geeignet, weil praktisch nicht zu automatisieren. Das erfolgreiche Automatisieren muss immer der entscheidende Punkt sein.

Generell gibt es eine Tendenz, sich mit der kognitiven Beherrschung von Rechtschreibregeln und vagen Anwendungserfolgen zufrieden zu geben.

Wenn man eine Förderung betreiben will, die die tatsächliche Rechtschreibleistung im Schreibfluss verbessern will, muss man sich auf die Themen konzentrieren

  • die eine große sprachliche Reichweite haben

  • und für die man eine Fördermethode hat, die die Rechtschreibleistung der Kinder in ihrem realen Schreibfluss (z.B. beim Aufsatz) verbessert.

Dass das Themen sind, die für rechtschreibschwache Kinder relevant sind, ist selbstredend.

WENIGER IST MEHR !!! (insbesondere bei sehr knappen Zeitressourcen)

Kleinkram-Themen wie individuell nicht beherrschte spezielle Laut-Buchstaben-Kombinationen (z.B. kw-Laut -> qu) behandelt man nebenbei. Die Thematik eröffnet sich beim Üben.

Eine individuelle Diagnostik führt zum MEHR IST WENIGER und der Gefahr, genau deshalb qualitativ suboptimale Förderung zu betreiben.

Deswegen wende ich mich so vehement gegen diesen Ansatz.

Falls eine Diagnostik aus formalen Gründen notwendig ist, kann man sie ja FORMAL betreiben. Nichts spricht dagegen, danach sich auf die für die Förderung optimalen Themen zu konzentrieren (auf die man optimal vorbereitet ist).



Fehleranalyse als Grundlage der Differenzierungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.10.2016 13:34:49

"Wenn man eine Förderung betreiben will, die die tatsächliche Rechtschreibleistung im Schreibfluss verbessern will, "...

... muss man erheblich mehr Zeit aufwänden als 1 Stunde pro Woche.

Ansonsten heißt eine Liste von 15 Themen nicht, dass ich sie alle abarbeite, aber ich unterscheide Schwerpunkte, nehme sie wahr, stufe sie ein und schaue bei jedem Kind genau hin, welche Themen Abhilfe schaffen können.

Den Vorwurf, alles auf einmal zu wollen und auf halben Wege stehen zu bleiben, muss ich nicht stehen lassen. Materialien, die ich zum Üben herausgebe, sind in der Regel kein Rundumschlag und kein "Mach mal dieses AH", wie auch ich es schon von FöS-Kollegen gehört habe, sondern individuelles Material für genau dieses Kind. Wahlweise kann man genau das auch über PC-Programme erreichen, wenn man die Programme genau kennt und Fehlerschwerpunkte genau auswählt (z.B. GUT1 oder  ABC-Pirat).

Für mich ist das Einüben der ie-Schreibung Feintuning, davor stehen das grundlegende Verständnis von Schrift und Wortaufbau. Und das ist bei den RS-schwachen Kindern, deren Schreibergebnisse ich im Kopf habe, nicht gegeben. Gerne Kinder, die später in die Klasse gekommen sind, meist Versäumnisse aus dem 1. und 2. Schuljahr.

Wer keine Vokale schreibt, braucht das ie nicht zu üben, sondern muss sich mit dem Silbenaufbau beschäftigen. Selbst in Klasse 4.

Wer viele Fehler am Ende der Wörter produziert, braucht Lesetrainig für die Wortenden, Silbenzergliederung und eine Hilfe dahingehend, genauer zu arbeiten oder aber das Verlängern von Wörtern. Damit kommt man schon sehr weit und das sind Regeln, die auch beim alltäglichen Schreiben recht schnell weiterhelfen.

Wichtig ist mir auch, dass die Sensibilität für Rechtschreibfehler erhöht wird . Auch da kann man ansetzen, wenn die RS wirklich sehr schwach ist. Viele Kinder sehen nicht mal beim Abschreiben die Fehler, sind überfordert, wissen gar nicht, worauf sie achten sollen und haben aufgegeben.

Und bei etlichen Kindern ist es so, dass sie selbst ihre Fehler und deren Qualität gar nicht analysieren können und immer nur die vielen angestrichenen oder verbesserten Wörter sehen. Wenn es aber zum Beispiel "nur" um Groß- und Kleinschreibung geht  und man dies mit einer zweiten Farbe markiert und dem Kinder verdeutlicht, dann erkennt es, dass man nur sehr wenig üben muss für erhebliche Verbesserungen. Die Überforderung schmilzt bei diesen Kindern und gezieltes Üben zahlt sich aus.

Das Automatisieren selbst benötigt m.E. ohnehin Jahre bei diesen Kindern und wird gar nicht erfolgen, wenn die Kinder durch anhaltende Misserfolge das Schreiben an sich vermeiden.

Ob man gewillt ist, den Aufwand zu betreiben, muss man mit sich selbst abmachen. Wenn man im Unterricht oder bei den Materialien ohnehin alle Kinder über einen Kamm schert, kann man sich die Analyse weitestgehend sparen. Das sehe ich auch so.

Palim

 



Ich finde es ja gut,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.10.2016 14:09:19

wenn Du eine Form für Dich gefunden hast und erfolgreich arbeitest. Vielleicht haben bei Dir ja Kinder ähnliche Probleme, dass es hilfreich ist.

Da baut sich doch der Druck auf, all diese Themen (mit den schülerspezifischen Ausprägungen) zu behandeln!

Bei mir baut sich da kein Druck auf. Der Weg ist das Ziel. Ich bin mir schon im Klaren, dass unsichere Kenntnisse, das Kartenhaus schnell zum Einsturz bringen. Ich lasse dem Kind Zeit. Da handle ich getreu dem Motto: "Mut zur Lücke"

 Was dann passiert, ist, dass man die meisten Themen irgendwie behandelt und ein wenig einübt. 

 Wenn das passiert, hat die Förderung ihr Ziel verfehlt.

 

Ich hatte mal einen Jungen in der 9. Klasse. Der hatte ein Riesenproblem in der Silbenzerlegung. An dem sind alle Rs-Themen vorbeigegangen. Durch eine Analyse habe ich das rausbekommen, das war schnell zu beheben und dann bin ich Stück für Stück die Themen durchgegangen und damit waren wir beide sehr erfolgreich. Sicher hatte der hinterher keine perfekte Rs und wir haben auch nicht alles geschafft. Dafür war es halt zu spät, aber er konnte sich wenigstens schriftlich verständigen.

 

Ich bleibe dabei- eine vernünftige Lernstandsanalyse mit dem Ableiten der Förderschwerpunkte ist sehr wichtig.

 

Schönes Beispiel aus der Medizin. Mein Mann ist die Füllung aus dem Zahn gefallen. Der Zahnarzt hat eine neue Füllung ohne eine Diagnose eingesetzt. 2 Tage später hatte mein Mann starke Zahnschmerzen. Er musste zum Bereitschaftsdienst. Es stellte sich heraus, dass unter der Füllung eine eitrige Entzündung war. Die hat der andere Zahnarzt behandelt und nun ist mein Mann auf dem Weg der Genesung.

 

Genauso ist es auch beim Lernen. Wir dürfen nicht an den Symptomen rumdoktern, sondern müssen an die Ursachen gehen und die beheben. War die Ursache, dass der Unterricht zu schnell war und das Kind mehr Zeit gebraucht hätte, ist man mit so einer Einheitsmethode erfolgreich. Liegen die Ursachen woanders bzw. ist er nicht an der Stelle, wo die Förderung ansetzt, ist der nächste Misserfolg vorprogrammiert.

 

 

 

 

 



@palim: Da sind wir uns ja einig, ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.10.2016 14:33:05 geändert: 07.10.2016 15:07:16

dass die Schwerpunktbildung wichtig ist.

Ich habe allerdings kein Verständnis dafür, die erfolgreiche Automatisierung aufzugeben. Erfolgreiche Automatisierung ist synonym für eine echte Verbesserung der Rechtschreibleistung. Eine 'Sensibilisierung' für Rechtschreibthemen ist für mich eine Null-Nummer, auch wenn sie mit besonderem persönlichen Engagement des Förderers verbunden ist. Guter Wille und Engagement allein wären mir zu wenig, ich möchte ein hartes Ziel erreichen. Das ist letztlich genau der Punkt, der mir bei vielen Lehrern auffällt: statt des Ziels begnügt man sich mit dem Weg zum Ziel (und ist stolz, wenn man für diesen Weg Aufwand betreibt). Da bin ich nicht dabei, mich interessiert nur das Ziel sowie ein Weg, auf dem ich mein Ziel auch wirklich erreiche.

Das, was ich in meinem ersten Posting unter 'relative leicht erreichbare grundlegende Sprachstrukturen' beschrieben habe, ist der Beweis, dass wichtige Themen recht kurzfristig (Wochen, keine Jahre!) mit den richtigen Methoden sehr erfolgreich automatisiert werden können, so dass sich die echte Rechtschreibleistung deutlich verbessert.

Und dabei geht es bei der Methode gerade um Silben- und Wortstrukturen. Die ie-Schreibung ist dabei nur ein Punkt. Gerade das dort propagierte laute silbensynchrone Sprechschreiben hilft in vielen Punkten weiter, nicht nur den von mir beschriebenen. Ich fördere gerade (für ein paar Stunden!) ein Mädchen, von dem mir die Lehrerin berichtete, dass sie große Probleme beim Abschreiben von Abschreibtexten hat (Text lesen, umblättern, schreiben). Sie lässt häufig Buchstaben beim Abschreiben aus. Ich habe jetzt zweimal für ca. 30 Minuten mit ihr das Abschreiben solcher Texte geübt und sie dabei beim Lesen und Schreiben silbensynchron sprechen und schreiben lassen mit deutlichen Pausen zwischen den Silben. Das allein hat genügt, dass sie bereits jetzt kaum noch Fehler macht.

Es gibt Themen, die wahrscheinlich nur aufwändig zu automatisieren sind (= bei denen man nur mit extremem Aufwand zu echten Verbesserungen der Rechtschreibleistung kommt). Allen voran gilt das für die Groß-/Kleinschreibung bei Kindern, die dafür im 4. Schuljahr keinerlei Sinn entwickelt haben. Mit der Wortartenklassifizierung braucht man da gar nicht anzufangen. Ich bin da schon froh, dass meine flankierenden Maßnahmen wenigstens in Einzelfällen zu echten Verbesserungen geführt haben.

Aber es gibt eben auch wichtige Themen, die gut zu automatisieren sind (= zu echten Verbesserungen der Rechtschreibleistung führen) mit den richtigen Methoden.

Mein erstes Posting hat genau das zum Inhalt.

@caldeiro: Klar, eine gute Silbensegmentierung ist das A und O. Dafür brauche ich aber keine Analyse. Meine Methodik der einfach zu vermittelnden Sprachstrukturen basiert darauf. Da fallen Defizite sofort auf, und ich habe immer Unterlagen zum Schlangenwörter-Silbenschwingen der FRESCH-Methode dabei, mit denen ich die Silbensegmentierung fördern kann.
Aber: der Weg ist für mich definitiv nicht das Ziel; genau das prangere ich an. Ich möchte echte Ziele erreichen und einen Weg dabei benutzen, der gangbar ist.
Der Vergleich mit dem Zahnarzt passt überhaupt nicht: Die persönlichen Ursachen für die Rechtschreibschwäche der Kinder (mäßige Intelligenz, unkonzentriertes Arbeiten, mangelnde Merkfähigkeit, etc. etc.) können wir nicht angehen. Ich jedenfalls nicht. Die Symptome bezüglich der Rechtschreibung sehr wohl. Insofern ist eine gute Rechtschreibförderung für mich identisch mit einer guten Symptombehandlung.

Jetzt höre ich aber mit der Thematik auf. Es ist glaube ich alles Wesentliche gesagt. Unterschiedliche Auffassungen sind normal.



@blaurot: Förderkonzeptneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2016 23:59:59 geändert: 12.10.2016 00:02:14

Ich habe es endlich geschafft, meine Homepage zu aktualisieren.

Mein Förderkonzept einschließlich aller Details und Arbeitsunterlagen ist dort detailliert aufgeführt:

www.horst-albrecht.de
        Grundschulkinder fördern



<<    < Seite: 2 von 2 
Gehe zu Seite:
Beitrage nur für Communitymitglieder
Beitrag (nur Mitglieder)
   QUICKLOGIN 
user:  
pass:  
 
 - Anmelden 
 - Daten vergessen 
 - eMail-Bestätigung 
 - Account aktivieren 

   COMMUNITY 
 • Was bringt´s 
 • ANMELDEN 
 • AGBs 


Erziehung durch Beziehung



 
  Intern
4teachers-Shop
4teachers-Blogs
4teachers-News
4teachers-Schulplaner
  Partner
Der Lehrerselbstverlag
SchuldruckPortal.de
netzwerk-lernen.de
Die LehrerApp
  Friends
ZUM
Der Lehrerfreund
LehrCare
Klassenfahrten
  Info
Impressum
Disclaimer
AGBs