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Forum: "Mikrobiologie in der Schule"

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Zerteilungsgrad und Menge...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 10:30:00

Der Zerteilungsgrad spielt sicher eine Rolle. Ich kann mir denken, wenn die Zerteilung zu fein ist, kommt nicht mehr schnell genug Sauerstoff ins Innere der Heuhaufen.
Die Menge ist auch ausschlaggebend: ich denke, nicht jeder Stapel von Baumstämmen wird sich entzünden (sonst würd's im wald ja nur noch brennen). Aber wenn die Menge riesig ist (s. meine Bemerkung weiter oben zur finnischen Papierfabrik), dann...


Leben bei 113°Cneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 10:43:16 geändert: 05.08.2005 15:51:06

Um das ganze abzurunden:

Pyrolobus fumarii vermehrt sich noch bei 113°C, wächst am besten bei 105°C und hört bei "kalten" Temperaturen unter 90°C auf, sich zu vermehren.
Dieser "Feuerlappen" gehört zu den Archaea, wie die Bakterien Prokaryonten, aber in wichtigen Merkmalen verschieden von den Bakterien.

In der Natur wächst dieser Winzling (und andere) an den Wänden von hydrothermalen Schloten, die in ein paar Kilometer Tiefe am Meeresgrund kochen.

Nachzulesen u.a. in
http://www.daviddarling.info/encyclopedia/H/hyperthermo.html


Auf
http://www.biologie.uni-regensburg.de/Mikrobio/Stetter/

gibt es ein nettes Bild von K. O. Stetter in voller Schutzkleidung, bereit hyperthermophile Mikroorganismen aus isländischen Geysiren oder kochenden Quellen im Yellowstone National Park zu finden. Stetter ist ein Pionier auf diesem Gebiet

So, genug der Hitze


Wie lange braucht es bis zur Selbstentzündungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 10:58:38

hovi, habe deine frage eben erst gesehen. die beantworte ich noch:

Hussain (1973) zeigt in seiner

Abb. 5. Phasen der Selbserwärmung bis zur Entzündung

dass die für den weiteren verlauf der selbserhitzung entscheidende mikrobiologische phase unter seinen versuchsbedingungen nach 4 bis 5 tagen erreicht war (in der praxis waren etwa 6 bis 8 wochen erforderlich). die anschliessende pyrophore chemisch-physikalische phase dauerte so etwa 9 Tage.

gruß, michaelu


Wo wir schon bei Feuer sind ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: pari Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 11:08:13

interessant finde ich auch das Feuermachen mit getrocknetem Zunderschwamm (dem Totholzpilz "fomes fomentarius") und Zündfunken durch Feuersteine. Das ist eine uralte Technik, die man vor der Erfindung von Streichhölzern und Feuerzeugen angewendet hat. Daher auch "brennt wie Zunder" Hab'ich schon mit SuS ausprobiert.Übrigens finde ich es super, dass es dieses Forum gibt. Bringt total Spaß !!!
LG pari


Zunderschwamm...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 11:14:46

...fomes fomentarius, da habe ich was von dir gelernt, pari! Wusste ich noch nicht. Ist eine gute Überleitung zu den "Feuerzwergen", mein nächster Beitrag.

Gruß, michaelu


Die Jagd nach den Feuerzwergenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 11:19:51 geändert: 05.08.2005 15:50:25

Na ja, gezündelt wird nicht, aber vielleicht für den Unterricht interessant. Es geht da über die oben erwähnten hyperthermophilen Mikroorganismen. Das Video kostet allerdings EUR 20,43 wie ich gesehen habe:

KOMPLETT-MEDIA GmbH
http://www.komplett-media.de/query.php?cp_sid=1178395bc36aa&cp_cat=3&cp_pid=1275&cp_tpl=5504

HUMBOLDT´S ERBEN (VHS), Teil 1

Die Jagd nach den Feuerzwergen
45 min

Best-Nr: W10039
ISBN: 3-8312-0039-4

20,43

INHALT:

Erst vor wenigen Jahren entdeckt, weiß man heute: Archäen leben vom Salz in der Ursuppe des Lebens, Urteilchen, aus denen auch wir hervorgegangen sind. Vor Abermillionen Jahren entstanden sie in brodelnder und wabernder Umgebung, auf der Erde oder auf anderen Planeten. Sie sind Professor Stetter aus Regensburg ganz besonders ans Herz gewachsen. Er nennt sie liebevoll "Feuerzwerge" und suchte sie schon überall: in Gletschern, in Vulkanen, heißen Quellen und auf dem Grund der Ozeane in 4.000 Meter Tiefe. Seine jüngste Expedition führte ihn in die chilenischen Anden durch die trockenste Wüste der Erde, die Atacama und auf den Gipfel des über 5.000 m hohen schwefelgelben Irrutupuncu.



Die kleinsten Lebewesenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hovi Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 12:30:52

der Welt, die in hydrothermalen Schloten leben, für die Vulkanologen von bes. Interesse sind und damit erdgeschichtliche Fragen aufwerfen.
Feuersteine haben wir auch schon erwähnt - also lasst uns weiter in die Geologie eindringen
So wird ein Forum evolutioniert

Hiermit viele Grüße an pari & michaelu


Photonenflitzer im Gartenteichneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 12:39:48 geändert: 19.07.2005 12:43:23

hovi,

du schreibst in Deinem Beitrag

"Auch die Winzlinge haben gute Adressen"

u.a. "So finden die Winzlinge bei mir oft im Bereich von Wasseruntersuchungen Raum, z.B. bei der Besichtigung einer Kläranlage..."

Wenn Du im Unterricht ein Mikroskop mit Phasenkontrasteinrichtung benutzt (entschuldige die Frage), gibt es sehr interessante Bakterien in Gartenteichen oder Tümpeln zu sehen, die mit Wasserlinsen zugewachsen sind. Mit einem Rohr etwas Schlamm vom Grund zusammen mit etwas Wasser kurz darüber in ein Reagenzglas oder enge Flasche füllen, leicht verschliessen, absitzen lassen. Vorsichtig über dem Schlamm eine Probe entnehmen, auf Objektträger und sofort mit Deckglas bedecken, das Ganze vorsichtig mit Nagellack umrunden, damit sich nichts verschiebt und kein Sauerstoff dazukommt. Schon mit 10 bis 20fachem Objektiv sieht man sehr großen Bakterien wie die Feuerwehr über das Gesichtsfeld huschen.

Diese großen Flitzer sind Chromatium okenii,
die machen tagsüber anaerobe Photosynthese,
spalten Schwefelwasserstoff (statt Wasser) und lagern elementaren Schwefel als lichtbrechende Schwefeltröpfchen ein. Nachts verwerten sie organische Säuren und Zucker und verwenden den gespeicherten Schwefel als Elektronenakzeptor (Schwefelatmung.

Die gelegentlich vorbeischwimmenden kleinen Flitzer sind sulfatreduziererende Bakterien. Die mögen, wie Du weisst, auch keinen Sauerstoff und atmen mit Sulfat, das sie zu Schwefelwasserstoff reduzieren, das dann die Chromatien wieder spalten...

Bewegen tun sich beide mit schiffsschraubenartigen Geisseln, die von Nanomotoren angetrieben werden, deren Leistung die von Formel-1-Motoren übertrifft. Aber das kennst Du wahrscheinlich.

Ich habe aus meinem eigenen Mikroskopvideo über Chromatium okenii einen Teil herausgeschnitten. Der ist nur 381 KB groß (Microsoft Windows WMV-Datei für Mediaplayer). Den könnte ich zur Verfügung stellen, weiss aber nicht, wie ich den hier ablegen kann.

Gruß, michaelu


Reitender Urzwerg auf der Feuerkugelneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 14:02:19 geändert: 05.08.2005 15:52:09

...ehe ich zu den feuerspeienden Drachen vorstosse (nächster Beitrag; Feuersteine spielen auch eine Rolle) muss ich Dich leider berichtigen. Du schriebst

"Die kleinsten Lebewesen
von: hovi erstellt: 19.07.2005 12:30:52
der Welt, die in hydrothermalen Schloten leben..."

Die Archaea, die man an den rauchenden Tiefseeschloten gefunden hat sind normal groß. also so in der Größenordnung von 1 Micrometer. Wirklich klein sind die Nanoarchaeota. Die gibt es nicht in Tiefseespalten sondern in untermeerischen Vulkangebieten. Sie sind mit einem Durchmesser von lediglich 400 Nanometer (= 0,4 tausendstel Millimeter) beispielsweise im Volumen über 100x kleiner als eine E. coli Bakterienzelle und bereits im Größenbereich von großen Viren, z.B. dem Pockenvirus. Sie mögens auch heiss, so um die 100°C, dazu Sauerstofffreiheit, Verwendung von Schwefel und vulkanischen Gasen.
"Heiss, klein und gemein" nennt sie Harald Huber, einer der der Entdecker. Dazu gibt es was zu sehen in

http://www.biologie.uni-regensburg.de/Mikrobio/Thomm/D/Ueberbl.htm

und

http://www.biologie.uni-regensburg.de/Mikrobio/Thomm/Buttons/nano-em-clsm.jpg

Die neue Archaeenart, der die Entdecker den Namen "Nanoarchaeum equitans" ("der reitende Urzwerg") gaben, konnten sie an der Oberfläche des Archaeums Ignicoccus ("Feuerkugel") kultivieren. Während die Ignicoccus-Zellen auch ohne "Nanoarchaeum" wachsen, ist das für "Nanoarchaeum equitans" nicht möglich.

Tschüß,

michaelu


Feuerspeiende Drachen, Methanbakterien und Feuersteineneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: michaelu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.07.2005 14:22:31 geändert: 19.07.2005 14:23:41

die feuerspeienden Drachen des Mittelalters fraßen ausser Rittern und Jungfrauen auch Gras und andere Pflanzen. Wie bei unseren heutigen Kühen verdaute eine Reihe von Darmprotozoen und Bakterien die schwer zugängliche Pflanzenzellulose für sie. Dabei ensteht durch methanogene Bakterien (die sind übrigens auch Archaeen) Methan, das bei den Kühen während der Rülpser entweicht. Die Drachen hatten die Fähigkeit dieses Methan zu zünden, wahrscheinlich benutzten sie dazu verschluckte Feuersteine, oder erzeugten durch Zähneknirschen mit Hilfe von Metallkatalyse Feuer. Die Drachen starben aus, weil findige Ritter dahinter kamen, dass sie die Drachen durch geschicktes Agieren zu unregelmäßigem Atmen bringen konnten. Dadurch kam es zu Fehlfunktion der dracheneigenen Katalasen, und die internen Sauerstofferuptionen führten mit dem Methan zu für die Drachen tödlichen Explosionen

So diskutiert in der Fachzeitschrift ASM News in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts

michaelu


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