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Forum: "Lernen - Was ist das überhaupt?"

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sehr, sehr schöne Gedanken...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: olifis Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 16:39:18 geändert: 03.11.2005 16:40:42

...um vorab die Frage von poni zu klären. Ich befinde mich in der misslichen Lage beides zu sein: Psychologe und Pädagoge.

Gerade diese Kombination macht es unheimlich schwierig, sich für eine Seite der Definition zu entscheiden. Dennoch tendiere ich dazu, dass der Begriff Lernen (in menschlicher Hinsicht) den Erziehungswissenschaften zugesprochen werden sollte.

Landläufig glaubt jeder, Pädagogik zu können, jeder hat Ideen, wie Erziehung und Lernen auszusehen hat und gerade deshalb ist es umso "verwunderlicher", dass Nachhilfeschulen boomen, die Erziehungsberatungsstellen einen steigenden Beratungsbedarf verzeichnen und Sendungen wie "Die Supernanny" Länderspiel-Einschaltquoten erreichen.

Ich denke, es ist ein gesellschaftliches Problem, dass jeder von allem ein bisschen was können will oder besser gesagt glaubt, von allem etwas zu können.

Diese Denkweisen des "Viel-Wenig-Könnens" beschert uns die Öberflächlichkeit, Probleme anzugehen. Ursachenforschung ist ein Luxus, den man sich heutzutage anscheinend nicht mehr leisten kann?!

Verhaltensauffälligkeiten, Lernschwierigkeiten, ... Begriffe, die in aller Munde sind - Ritalin als Wundermittel der Heilung - ich finde es erbärmlich, wie leichtfertig Mediziner mit der Verschreibung eines BTM umgehen und noch schrecklicher, wie wenig Zeit wir uns nehmen, Ursachenforschung zu betreiben.

Es ist einfach, ein Aspirin bei Kopfschmerzen zu nehmen, aber zeitaufwändig nach den Ursachen zu fragen.

greetz

Oli


aber wiesoneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: feul Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 17:17:02

.....musst du dich für eine seite der definition entscheiden?
das versteh ich nicht.......


neue wissenschaftneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rolf_robischon Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 17:39:01

statt für pädagogik (wie veranlasse ich lernen?) oder für psychologie (welche störungen liegen vor?) kannst du dich einfach für die Epistemologie (die Lehre davon wie Wissen entsteht) entscheiden.
die pädagogik hat methoden, die psychologie therapien und die epistemologie erklärungen.
einverstanden?


Das ist wahrneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: poni Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 20:12:05

@oli, mit solchen Gedanken schlage ich mich auch herum.
Rolfs Hinweis finde ich sehr gut. Dass es so etwas gibt, wissen wahrscheinlich die wenigsten, und es ist wirklich interessant.
Was ist man dann beruflich, wenn man Pädagoge und Psychologe ist? Hört sich spannend an, neugierigbin.


Verhaltensänderung?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: curb Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 21:19:23

Laut Jean Piaget muss es eine Balance zwischen Assimilation und Akkomodation geben, wobei die Assimilation die Integration externer Elemente in die eigene Struktur ist und die Akkomodation die Modifikation der eigenen Struktur durch ein externes Element. Gibt es nur Assimilation, d. h. wird ein äußeres Objekt nur insoweit berücksichtigt, wie es mit meinen gegenwärtigen Interessen übereinstimmt, dann herrscht egozentrisches Denken. Gibt es andererseits nur Akkomodation, d. h. modifiziert sich die eigene Struktur bei jeder Begegnung mit einem äußeren Objekt, dann führt das zu reiner Nachahmung. Lernen ist für Piaget Adaption, also das Gleichgewicht zwischen Assimilation und Akkomodation.
Vielleicht könnte man von zwei Arten von Lernen sprechen. Eine, die die vorhandene Struktur in ihrer Form stärkt und ausfüllt. Dazu würde dann das Phänomen gehören, dass Kinder manchmal etwas, das sie gelernt haben, hundertmal wiederholen können (Funktionslust). Eine andere, die die vorhandene Struktur verändert. Das wäre Erkenntnis. Beide stehen in enger Wechselbeziehung zueinander.
Das spannende an Piaget ist, dass seiner Überzeugung nach nur der Organismus selbst entscheiden kann, ob und in welcher Form er lernen zulässt:
"Die konditionierte Reaktion besitzt keine intrinsische Stabilität."
Dieser Satz ist eigentlich revolutionär.


jetztneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: poni Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 21:54:58

hätte ich gerne mal die Übersetzung des schwierigen Satzes:

"Die konditionierte Reaktion besitzt keine intrinsische Stabilität."

in eine Sprache, die auch ein normaler Mensch verstehen könnte, bitte, bitte!!!!!!!


der Satz bedeudetneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: olifis Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.11.2005 22:26:57

... ganz platt formuliert, dass eine durch äußere Bedingungen geschaffene Einflussnahme (zum Beispiel: durch den Erzieher, Lehrer, Umwelt ...) keinen innerlichen Dauereffekt erzielt.

Also, ein Ansatz des Behaviorismus:

Während in der
Pädagogik gern gefordert wird, der Unterricht solle Schülern dazu
verhelfen, autonom zu werden, weiß eine biologisch informierte
Didaktik nur allzu gut, dass sie, was das Verstehen angeht,
leider autonom sind. Ihr zentrales Nervensystem ist zwar energetisch
offen, aber semantisch geschlossen. Mit Sicherheit beeinflussen
kann man es nur, indem man ihm Informationsmöglichkeiten
vorenthält, nicht, indem man ihm bestimmte Informationen
gibt. (Prof. Diederich, Berlin: 1993)

greetz



Piagetneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: curb Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.11.2005 00:52:57

"dass eine durch äußere Bedingungen geschaffene Einflussnahme (zum Beispiel: durch den Erzieher, Lehrer, Umwelt ...) keinen innerlichen Dauereffekt erzielt."
Jedenfalls keinen Effekt in dem gewünschten Sinne. Dieser Satz Piagets ist die Absage an das Reiz-Reaktions-Schema. Am Beispiel des Pawlowschen Hundes: Fällt über längere Zeit der Klingelton beim Füttern weg oder das Füttern beim Klingelton, wird auch die Speichelproduktion beim Klingelton wieder aussetzen.
Für mich heißt der Satz auch, dass Lernen nicht das ist, was für die Klausur gepaukt wird. Ein Plädoyer für die intrinsische Motivation.


@ponineuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: olifis Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.11.2005 08:20:34

Man ist selbstständig und beschäftigt sich mit ADS-Kindern, "Dyskalkulie", "LRS", ... und wie curb so schön schreibt mit der Motivation - nicht nur von Schülern.

Curb, intrinsisch motiviert sind wir alle. Hierzu gibt es ein schönes Buch von J. Pieper "Zustimmung zur Welt".

Mit Zustimmung zur Welt ist gemeint, dass du jeden Morgen entscheiden kannst, ob du aufstehst oder nicht. Tust du es, aus welchen Gründen auch immer, sagst du Ja zu dir und zur Welt.

Sicherlich gibt es bei jedem von uns eine defizitäre internale Motivation, die jedoch kontextabhängig sehr variabel sein kann.

Intrinsische Motivation ist für mich extrinsisch steigerbar, indem man verheimlicht, nicht alles sagt, wenig informiert um so die Prozesse der Selbstdeutung und Selbstwahrnehmung, der Haltungseinnahme und des reflexiven Sich-in-Bezug-setzen überhaupt erst zu ermöglichen.

greetz




Steigerung durch Zurückhaltung?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: curb Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.11.2005 09:52:49 geändert: 04.11.2005 09:54:32

Ein spannender Aspekt. Montessori sprach von "cosmic tales", Geschichten, die Zusammenhänge einerseits herstellen, ihnen aber eine gewisse Magie lassen, Raum für die kindliche Phantasie. Keine Unmenge an Details! Und auch das hab ich bei Montessori gelernt: Wenn ich Material selbst benutze ... niemals alle Aspekte (wenn's denn überhaupt geht) des Materials vorführen. Nur andeuten, und aufhören können, wenn das Kind "Ah!" macht - wie Rolf sagt.

Was man aber aufgeben musst, ist die Vorstellung von gelenktem Lernen, oder? Wenn man einfach Infos weglässt, besteht immer auch die Möglichkeit, dass keine Steigerung erfolgt, dass die Motivation nicht groß genug ist, weiterzugehen. Das akzeptieren zu können, gehört das für Dich dazu?


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