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Forum: "zustandsbericht"

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zustandsberichtneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.11.2005 18:48:38

hauptschule. 9te klasse, 26 schüler. unterricht in einer 3ten stunde nebenfach.
11 hängen ab, sind aber leise bzw beschäftigen sich leise mit etwas anderem. 2 schlafen! 7 beteiligen sich mit wortbeiträgen am unterrichtsgeschehen. 4 quatschen miteinander. 2 zetteln über beschimpfungen (hurensohn, arschgeburt ...) nach 3 minuten eine handfeste rauferei an.
im anschluss bittet mich die kollegin um ratschläge, was sie mit den beiden tun soll. dann kommt von ihr die aufforderung, die beiden jungs möglichst schnell zu entfernen. begründung: sie stören immer wieder den unterricht; es müßte ja sicherlich pädagogisch mit ihnen gearbeitet werden; dafür ist aber keine zeit da; es täte ihr ja auch leid, aber sie würde zwischen den eigentlichen bedürfnissen der schüler und den anforderungen des stoffes zerrissen.
ist das auch eure wirklichkeit?

mfg
sopaed


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von: uschelz Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.11.2005 19:07:39

zum Glück nicht. Es geht auch anders.
Hauptschulklasse 9. Ethikunterricht: anwesende Hauptschüler: 35. Klassenräume: 2 Lehrer: 1
Alle Schüler bauen sich Gruppenplätze auf und fangen an, an unterschiedlichen Projekten zu arbeiten.
Ein Schüler benötigt etwas länger, er muss seine Reisetasche auspacken. Hier hat er nämlich sein 25bändiges Lexikon untergebracht, mit dem er in der Stunde arbeiten will und wird.
Ein Schüler kommt 5 Minuten zu spät und fragt, wann und wie er die Zeit nachholen könne.

Grundlage für diese Klassen: Seit der 5. Klasse den gleichen Klassenlehrer und den gleichen Stellvertreter.

Ach ja, es gibt auch andere Klassen bei uns an der Schule, auch wir haben einen hohen Ausländeranteil und und und. Aber wir haben nie einfach mal zwei rausgeschmissen. Und es hat viel, sehr viel Kraft gekostet.
Aber wenn ich es hier so lese, dann hat sich die Kraftanstrengung gelohnt.


wie spiegelst du das?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: beca Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.11.2005 19:12:45 geändert: 07.11.2005 19:14:55

gar so arg ist es in meinen Stunden Gott sei Dank nicht. Aber, wenn - wie sollte man das Spiegeln?
Es bliebe nur mit den beiden in Ruhe zu reden (was ich im übrigen meist auch nach der Sunde tue) fragen was schiefläuft zu hause oder auch in der schule. Meist sind es banale aber für die Kiddis wichtige Dinge. Mit einer Schülerin habe ich vor 1 Monat gerade solch ein Gespräch hinter mir. Es kam am nächsten Tag auch ein etwas längerer Brief mit einem Versprechen und der Bitte sie nur kurz dran zu erinnern, falls sie ihren Frust wieder bei mir ablassen sollte. Bis jetzt funktioniert es schon per Blickkontakt. Aber nicht immer haben wir oder ich nach der Stunde auch Zeit für solche Gespräche und nicht immer lassen sich die Schüler auf Gespräche ein und öffnen sich.


Nicht meine Wirklichkeitneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: event Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.11.2005 19:42:48

Habe das Glück, mit meiner jetzigen 9 seit Klasse 5
gemeinsam zu arbeiten. Hatte immer 16, manchmal 18 Wochenstunden in meiner Klasse. Da entwickelt sich so manches zum Positiven. Ich wusste oder weiß oft mehr als die Eltern. In all den Jahren habe ich auftauchenden Problemen immer den Vorrang gegeben. Unterrichtsinhalte waren mir in dem Moment egal, denn nur in sauberer Luft kann man tief durchatmen und unbelastet arbeiten.


da bist du gut dran!!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: beca Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.11.2005 19:51:20 geändert: 07.11.2005 19:52:19

Als Klassenleiter hat man meist doch einen engeren Draht und wenn man dann noch Hauptfächer oder viele Stunden in der Klasse hat und dies auch noch über mehrere Schuljahre dann glaube ich schon, dass man sehr viel bewirken kann.
Genau deshalb halte ich auch eine gewisse Kontinuität für sehr wichtig und einen häufigen Lehrerwechsel für sehr schädlich.


noch mehr Zuständeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ishaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.11.2005 23:22:20

Hauptschule Klasse 5, 22 Kinder. Beliebige 3. Stunde nach der großen Pause. 2 Kinder weinen, einer wurde geschubst, einer von einem 10Klässler belustigt auf seine cool tief hängende Hose angesprochen. Mindestens 5 weitere Kinder melden sich auf dringlichste Art und Weise, um Beiträge nach der Art "Und die Großen machen /sagen auch immer..." beizusteuern. Versuch, diese Mitteilungen auf andere Stunde bzw. Pause zu vertagen, wird äußerst ungnädig aufgenommen. 5 Kinder steigern sich in eine mit Beschimpfungen gespickte Diskussion darüber, wer wen geschubst hat. Dringende Meldungen von ca. vier weiteren Kindern: Eine/r wurde gerade vom Nachbarn gepiekt, eine/r vermeldet, dass X sich immer umdreht und ihn/sie komisch anguckt, zwei müssen gaaanz dringend auf's Klo. Noch ganz dringende Meldung: "Mir tut es hier so weh." (Zeigt auf beliebige Körperstelle) Der Dauerprovokateur (lebt in therapeutischer Einrichtung) kommentiert alle Beiträge lautstark in verletztender Weise oder wirft Papierflieger durch die Klasse. Ein weiterer Schüler rastet total aus, schlägt blind um sich, weil ihn jemand angeguckt, angefaßt hat oder was Fieses sagte. Muss von zwei Schülern aus der Klasse getragen werden. (Kommt 2-3 mal pro Woche vor, manchmal täglich. Pflegekind, das schon lange an diesem Problem arbeitet, es aber noch nicht in den Griff bekommt). Manchmal läuft dieses Kind einfach aus Klasse und man muss hinterher, Klasse läuft derweil total aus dem Ruder.
Andere Kinder haben sich derweil weggeträumt.
Wenn man es irgendwie schafft, den Punkt zu erreichen, an dem ein Heft ausgepackt werden könnte, kommen 4 lange Geschichten darüber, warum Heft nicht da, Heft leer, Heft total zerknittert. Zwischen urch wieder oberdringliche Meldungen wegen "Der X hat.." oder "Ich muss mal!". Mindestens zwei Kindern wird es ganz furchtbar schlecht oder sie bekommen rasende Kopfschmerzen.
Es klingelt...

Nicht immer so , aber ganz oft. Ich arbeite in dieser Klasse mit 10 Stunden und ganz eng und gerne mit der Klassenlehrerin zusammen. Vor 3 Jahren hatten wir gemeinsam ein 5.Schuljahr mit 31 (!) Kindern. Und da war das anders... Denken wir jedenfalls so im Nachhinein.
Lg ishaa


@becaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.11.2005 15:09:00

"wie spiegelst du das?"
spiegeln ist eine methode. es gibt noch mehr.
mein tip in solchen situationen:
sofort alles anhalten, den scheinbaren druck durch leistungsanforderungen von außen vergessen - ich werde sie in so einer truppe sowieso nicht erfüllen können. wenn ich es doch versuche kann ich nur scheitern und nur noch mehr frustriert werden.
also anhalten, das system in der klasse analysieren, dazu hilfe von außen in anspruch nehmen (wichtig: hilfe erfragen und annehmen ist höchst professionell - für lehrer oft eine völlig unbekannte erkenntnis!), mit den kids die prozesse besprechen (auch oft eine neue erfahrung: als lehrer kann ich "meine" probleme mit den kids besprechen!), gemeinsam lösungswege suchen, verbindlich festlegen und ausprobieren. ein bewußtsein für den "langen atem" entwickeln. offen sein für alle lösungsvorschläge, auch für solche, die im ersten moment völlig paradox erscheinen.
oder in einem satz:
seinen eigenen standpunkt verändern, einen neuen blickwinkel einnehmen.

mfg
sopaed


@sopaedneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: beca Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.11.2005 18:15:18

im Großen und Ganzen ist das ok. Aber in der konkreten Situation, wenn die Klasse so ausser Rand und Band bzw. desinteressiert ist. Wie willst du da mit ihnen ins Gespräch kommen? Dass du deinen Plan für den Tag vergessen kannst ist mir schon klar. Aber selbst wenn du dann anfäst mit ihnen (im Rahmen der Klasse) zu sprechen genau über diese Vorfälle kommt entweder nichts konkretes raus oder spätesten mit dem Klingelzeichen ist die Diskussion vorbei. Jedenfall meist von denene mit denen man sprechen oder arbeiten müsste. So ist jedenfalls meine Erfahrung. Und wo soll ich innerhalb dieser Stunde hilfe bekommen?
Hilfe generell bei Problemen zu erbitten, halte ich ebenfalls für mehr als legitim. Aber im Klassenraum sind wir allein und sollten doch zumindest annährend klar kommen.
Ich halte jedenfalls nichts davon in der Stunde nach dem Schulleiter zu schicken oder noch einen Lehrer zu holen, weil ich nicht anscheinend nicht klar komme. das hast du hoffentlich auch nicht so gemeint. Das würde ich ja fast als Kapitulation oder Armutszeugnis ansehen. Meine 45 Minuten sollte ich (glaube ich zu mindest) bewältigen können. (Nur damit keine Mißverständnisse auftreten - so eng war es bei mir noch nie und bisher in ich klar gekommen, aber bei der oben beschriebenen Klasse würde meine Frustgrenze schon sehr nah sein).


langer atemneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.11.2005 18:30:54 geändert: 08.11.2005 18:33:13

das ist wohl nicht deutlich geworden in meinem letzten beitrag
bedeutet
ich muss in einem SYSTEM einen PROZESS analysieren und verändern.
dies geht nicht in 45 minuten.
und die hilfe sollte von außen geholt werden.

mfg
sopaed

ps
und es gibt situationen, wo der anspruch in der klasse alleine "klarzukommen" für mich ein armutszeugnis ist...


langer Atem?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: silberfleck Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.11.2005 21:50:09

Machmal ist das mit dem langen Atem schon sehr schwierig.
Ich bin jetzt im zweiten Jahr Co-Leitung einer jetzigen 8. H-Klasse.
Die ersten drei Jahre war ein inzwischen pensonierter Kollege Klassenlehrer. Die Klasse war ein "Schmelztiegel" der unterschiedlichsten Kinder mit z. T. sehr problematischen familiären Verhältnissen.
Wir haben im vergangenen Schuljahr freiwillig zusätzlich gemeinsam eine SOS Börse (2 Stunden die Woche) angeboten und ihnen unsere Hilfe in allen Problemen gewährt. Wir haben eine dreitäge Klassenfahrt gemacht (Klettern) um Vertrauen und Selbstvertrauen zu stärken. Wir haben viele Einzelgespräche, Klassengespräche und Elterngespräche geführt. Ich denke wir sind an den Rand unserer Belastungsfähigkeit gegangen.
Ich sehe Lichtblicke: Schüler, die verstehen, warum in einer Klasse Regeln nötig sind und sich daran halten; Schüler, die wieder Spaß am Lernen haben; Schüler, die Vertrauen zu uns haben.
Es gibt aber auch immer noch Zeiten, in denen es drunter und drüber geht, in denen ich glaube, einzelne werden sich nie an Regeln halten.
Aber wir werden weitermachen.

Mit der Hilfe von außen ist das so eine Sache. In der Schule ist eine Sozialpädagogin. Sie ist vom Schulträger angestellt und macht gleichzeitig Jugendarbeit der Verbandsgemeinde. Für die Schüler ist ihre Hilfe nicht so ohne weiteres anzunehmen.
Der Schulpsychologe ist auch überlastet, teilweise werden wir von ihm gefragt, was denn zu tun wäre.
Das Jugendamt als Jugendhilfe ist auch nur selten eine Hilfe.
Wen bitte sollte ich noch um Hilfe bitten?
Wenn der positive Austausch und die kollegiale Hilfe nicht wäre!


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