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Der 4teachers Schulplaner 2016/17
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Forum: "Wird die Bildung gekidnappt?"

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@ n8wandlerneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: dafyline Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 28.12.2007 19:03:50 geändert: 28.12.2007 19:09:12

das ziel erscheint mir nicht gleich zu sein!

was, wenn die industrie feststellt:
a) jetzt brauchen wir leute, die genau das tun, was wir sagen, ohne lange zu hinterfragen (WIR wissen, wie etwas zu optimieren ist; mitarbeiter, die ihre arbeit ohne fragen erledigen sind gute mitarbeiter)

b) jetzt brauchen wir leute, die hinterfragem, was sie wo warum zu dem zeitpunkt zu tun haben (SIE wissen, wie ihr arbeitsplatz am besten für sie optimiert werden kann; zufriedene mitarbeiter sind bekanntlich gute mitarbeiter!)

?


dafyline


n8wandler hat mich zitiert!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: knuschele Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 10:18:16

Ich denke, dass das Ziel doch das gleiche ist. Natürlich werden sich die Anforderungen der Industrie immer wieder ändern.

Wir sollten uns aber darauf besinnen, dass wir (zumindest ich) an allgemeinbildenden Schulen unterrichten. Wir können der Industrie nie gerecht werden. Die eine Firma sagt: Die SchülerInnen müssen wissen, was Rechnungswesen ist, die andere verlangt nach praktischen Fähigkeiten. Die Berufsschulen nach mehr Grundlagenwissen in den Fächern......

Wir sollten die Kinder allgemein vorbereiten. Allerdings nicht die Augen vor der Realität verschließen.


@n8wandlerneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 12:11:33 geändert: 29.12.2007 13:10:29

Ich glaube, ich habe deinen Beitrag jetzt verstanden. (Manfred Spitzer habe ich selbst auch mal in einem Vortrag erlebt.) Was aber bedeuten deine obigen Ausführungen für den Schulalltag?

In den Siebziger Jahren wurden Lernziele formuliert, an denen sich die Gestaltung von Unterricht auszurichten hatte. Diese Lernziele waren vielfältiger als die heute geforderten Fertigkeiten, denn Fertigkeiten waren damals nur eine Untergruppe von ihnen neben fachinhaltlichen z. B. Darunter befanden sich auch stets emotionale Lernziele, wobei aber stets formuliert wurde, dass diese im Gegensatz zu den rein kognitiven nicht überprüfbar seien. Immerhin erkannte man aber ihre Notwendigkeit an.

Rhauda formuliert richtig, dass stattdessen ausgelöst durch PISA die Lernziele mehr und mehr allein durch Fähigkeiten und Fertigkeiten verdrängt werden, was die Zielsetzung des Unterrichts betrifft. Es geht nicht mehr oder nur noch sehr bedingt primär um Unterrichtsinhalte, sondern eher darum, wie man sich Wissen aneignen kann, wo man etwas nachschlagen kann. Das ist an sich ja was Gutes. Jedoch vermisst man in den neuen Zielsetzungen des Unterrichts GERADE das emotionale Element, von dem du auch in deinem Beitrag sprichst. Der Schüler soll nur noch funktionieren und das möglichst reibungslos.

Die Sparmaßnahmen der Schulpolitiker sind dazu angetan, eben alles das zu unterbinden, was eine positive Lernatmosphäre erst ermöglicht: wir sprachen in anderen Foren schon ausführlich darüber: ich nenne hier nur eine: immer vollere Klassen in nicht mitwachsenden Unterrichtsräumen bei Schülern mit immer mehr persönlichen und familiären Problemen.

Zeigt mir bitte, wo und in welchen Bildungsrichtlinien der einzelnen Länder steht, dass eine positive, emotional verstärkende Lernumgebung Grundvoraussetzung für erfolgreiches kognitives Lernen sei.

M. E. sind es allein die zahllosen Lehrerinnen und Lehrer, die allen widrigen Umständen und übergeordneten Forderungen ZUM TROTZ tagein tagaus und in vielen kleinen Schritten und Momenten mit vielen großen und kleinen Gesten und Maßnahmen versuchen, eben diese Atmosphäre immer wieder neu zu schaffen bzw. aufrecht zu erhalten.


@bernsteinneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 12:59:42 geändert: 29.12.2007 13:00:39

ausgelöst durch PISA die Lernziele mehr und mehr allein durch Fähigkeiten und Fertigkeiten verdrängt werden, was die Zielsetzung des Unterrichts betrifft. Es geht nicht mehr oder nur noch sehr bedingt primär um Unterrichtsinhalte, sondern eher darum, wie man sich Wissen aneignen kann, wo man etwas nachschlagen kann. Das ist an sich ja was Gutes. Jedoch vermisst man in den neuen Zielsetzungen des Unterrichts GERADE das emotionale Element, von dem du auch in deinem Beitrag sprichst. Der Schüler soll nur noch funktionieren und das möglichst reibungslos.

Mein Eingangspost bewegt sich auf zwei Ebenen:

Einen Menschen lebenstüchtig zu machen, ihn dazu zu befähigen, in den verschiedenen Lebenssituationen angemessene Entscheidungen zu treffen, geht weit über das hinaus, was PISA, IGLU und Co messen. Es wäre doch prächtig,könnte man sich als Lehrer allein auf den Wissenszuwachs seiner Schüler konzentrieren!
Werteerziehung findet zunehmend in der Schule statt. Aber wie misst man den Lernerfolg?

Eine zweite Ebene ist die Verflachung des Wissens, die schwindende Notwendigkeit, sich in Sachverhalte auch wirklich einzuarbeiten, sie zu durchdringen und dann zu bestimmten Fragen eine fundierte Meinung zu bilden.
Ein Beispiel: im Physikcuricculum wird der Diskussion über die Nutzung von Atomkraft Raum gegeben, nicht aber dem ausreichenden Erwerb von Wissen über Atomkraft selbst.

Biologie: wir sind gerade im Umbruch, was die Anwendung der Kerncurricula betrifft, aber mir ging es so:
Kerncurriculum sagt "Stammzellenforschung, Ethik" soll als ein Teil der Genetik behandelt werden. Damit sich die Schüler allerdings auch ein halbwegs sinnvolles Urteil erlauben können, muss man in die Materie tief eintauchen. Ich habe das getan und habe nun keine Zeit mehr, Evolution ausreichend zu behandeln, aber auch das steht im Kerncurriculum.

Fazit: Im Sturzflug über die Themen in den Fächern, alles mal gehört haben, Multiple Choice Fragen beantworten und dann wird in der Öffentlichkeit zu Allem und Jedem irgendeine Meinung herausgeblökt, die niemand wirklich angreifen kann, weil die Hörenden ja selbst auch keine Ahnung haben.

Wenn man das kritisiert, kommt nur der Hinweis darauf, dass man dann wohl den Schülern nicht genügend Methodenkompetenz beigebracht hat, denn wenn die stimmt, dann klappt's auch mit der Fachkenntnis.

Wäre ich nicht so ein lammfrommer und positiv denkender Mensch, ich würde dem Ganzen ein System unterstellen. Ottonormalschüler soll als Erwachsener keine fundierten Meinungen haben. Er könnte ja was merken.


Mit Genuss ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: oblong Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.12.2007 11:37:40

... habe ich eure Beiträge zu diesem Forum gelesen und stimme dem Grundanliegen rhaudas zu; doch eine kleine ketzerische Frage sei mir erlaubt:
Wer oder was kann mich davon abhalten, in meinem Unterricht das mit den Schülern zur Sprache bringen, was mir am Herzen liegt?
Ich weiß, dass viele Referendare und Berufsanfänger erheblich unter Druck stehen, nicht aber bernstein und rhauda.
Ich schreibe es ganz deutlich: Ich habe auf eine Karriere oberhalb meiner jetzigen Amtsbezeichnung verzichtet: Wer kann mich davon abhalten, Konsum- und Medienkritisches in meinem Unterricht einzubauen? Die Sozialverpflichtung von Eigentum, die Fragwürdigkeit von Ausbeutungsmodellen der gegenwärtigen Wirtschaft - wenn ich will, dann ist das ein Thema des Unterrichts.
Liebe Grüße,
oblong


Interessiertneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.12.2007 11:56:01

verfolge ich diese Diskussion, die hier ausschließlich von Sekundarstufenlehrern, die spezielle Fächer unterrichten, geführt wird.
Ich behaupte einmal, dass diese Problematik hauptsächlich in Schularten auftaucht, wo es das Fachlehrerprinzip gibt.

Für mich bedauerlich ist, dass nicht einmal von den Politkern angedacht wird, das Modell "Grundschule" mit seinen neuen Ideen und dem Klassenlehrerprinzip stärker in der Sekundarstufe weiterzuführen. In der Grundschule habe ich nicht den Eindruck, dass emotionale Lernziele zu kurz kommen.


einerseits - andrerseitsneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rfalio Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.12.2007 23:01:58

Natürlich ist es leichter, die "Herzensbildung" zu fördern, wenn man eine Klasse 20 Stunden oder mehr unterrichtet. Doch auch mit 2 Stunden kann man schon viel erreichen ( wenn man sich die Zeit nimmt).
Es ist aber auch leichter, in der Sek I nur bestimmte Fächer zu unterrichten, für die man wirklich ausgebildet ist. Ich möchte nicht in einer Stunde eine Exponentialfunktion spiegeln, in der nächsten über Mitose und Meiose reden, dann vielleicht französisch parlieren ( ich spreche kein Wort), Parallel- und Reihenschaltung erklären, die literaturgeschichtliche Bedeutung von Büchner erklären usw.
Zum Ausgangspunkt:
Mich nervt an PISA &Co, dass
- man erst spät Ergebnisse bekommt, die dann auch nicht 100% aussagekräftig sind
- relativ kleine Aufgaben gestellt werden ( bei denen man durch Tricks durchaus Punkte sammeln kann); ausführlichere Aufgaben, die die Fähigkeit zum Durchdringen komplexerer Probleme und die Ausdauer testen, fehlen
- die Schüler auf diese Tests trainiert werden können und damit Anderes ( siehe vorige Beiträge) oft auf der Strecke bleibt.
rfalio


Richtig, rafalioneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: knuschele Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 31.12.2007 10:24:14

ich denke über die PISA-Tests genauso.

Außerdem nervt mich daran zusätzlich:

-die einzelne teilnehmende Klasse/Schüler bekommen keinerlei Rückmeldung
-wo bleiben denn die anscheinend so wichtigen Sozialkompetenzen?


Sek I muss notwenigerweise auf Primarstufe aufbauenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 31.12.2007 11:53:00

Die Kopflosigkeit unserer Bildungspolitiker (komisch: ich habe bei Vertretern dieser Spezies immer das Bild von Hühnern vor Augen, denen man den Kopf abgehackt hat und die dann einfach weiter rumlaufen - nur verenden die Hühner dann wenigstens irgendwann, Bildungspolitiker sterben wohl nie aus und haben keine natürlichen Feinde....) macht sich vor allem im Sek-I- und Sek-II-Bereich bemerkbar.
PISA wird in den 9. Jahrgangsstufen durchgeführt.

Das Klassenlehrerprinzip ist wegen der hohen Spezialisierung in den einzelnen Fächern bedingt nur in Klasse 5 und 6 der Sek-I zu realisieren.

Das ist wohl der Grund, weshalb hier meistens Sek-I-Lehrer schreiben.


Warum klappt es an Gesamtschulen???neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 31.12.2007 12:36:37

In Gesamtschulen gibt es (oft? zumindest an der Schule meines Sohnes)das Klassenlehrer-Team, das einen Großteil der Stunden abdeckt. Das wäre doch auch in Realschulen oder Gymnasien möglich. Ich habe, speziell bei KlassenlehrerInnen am Gymnasium den Eindruck, dass sie sich furchtbar gehetzt fühlen (s. PISA, zentrale Prüfungen) und darüber ihre eigentliche Funktion gar nicht mehr wahrnehmen können (wollen??)... Aber das unterstützt ja nur das vorher Gesagte..
Clausine


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