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Forum: "Qualitätsmanagement..."

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Qualitätsmanagement...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: fruehling1980 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.04.2016 22:22:11

Hallo liebe Forennutzer,

bin recht neu hier und hoffe, dass Ihr mir helfen könnt!
Und zwar arbeite ich an einer Förderschule in NRW und soll´nun für einen Teil der Steuergruppe eine Diskussionsfrage zum Thema "Qualitätsmanagement" an (unserer) Schule ins Leben rufen und diese dann grundsätzlich mit theoretischem Hintergrund bewerten! *uff*

Leider fehlt mir da so einiges an Wissen, da ich mich noch nie damit beschäftigt habt!

Was ist denn Eurer Meinung eine spannende Thematik in Bezug auf "Qualitätsmanagement" und welches bzw. Wie wird dieses bei Euch an der Schule angewendet?

Wäre überaus glücklich, wenn ich ein Feedback erhalte.

Liebe Grüße vom Frühling, derzeit


wie schönneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 11:18:51

dass man nicht nur in RLP meint, QM von Laien planen, durchführen und auswerten lassen zu müssen.

Stell dir zuallererst also eine wichtige Frage:
Willst du, dass am Ende etwas für die Schule Sinnvolles und Verwertbares herauskommt? Oder willst du lieber ein Feuerwerk aus Nebelkerzen abbrennen, das deine Vorgesetzten und das Schulamt beeindruckt?

Echtes QM ist ein Vollzeit-Job. Nicht umsonst haben Firmen ganze Abteilungen, die sich das ganze Jahr über mit nichts Anderem beschäftigen. Echtes QM besteht aus mehreren Prozessen:
1. Identifikation von Prozessen, die verbessert werden müssten
2. Ausarbeitung von Maßnahmen, die zu einer echten Verbesserung der Probleme führen
3. Aufstellung von SMARTen Zielen zur Umsetzung der Maßnahmen („Specific Measurable Accepted Realistic Time Bound“)
4. Regelmäßige Evaluation dieser Maßnahmen
5. Ggf. Änderung oder komplette Revision der Maßnahmen

Wie kann man das in der Schule umsetzen?
1. Sprich mit Lehrer-Kollegen, sprich mit dem Sekretariat, den Hausmeistern, den Schülern, einfach mit jedem. Das kannst du standardisiert machen (zB mit einem gut ausgeklügelten Fragebogen) oder frei. Je größer der Betrieb, desto eher würde ich einen Fragebogen empfehlen. Dabei solltest du herausfinden, wo es klemmt, was ganz konkret verändert werden muss, wer daran beteiligt ist, wer für die Änderung etwas tun muss und wer davon profitiert.
2. Das geht nur im Team mit denen, die es tatsächlich betrifft. Schreibtischentscheidungen sind meist falsch und werden von den Betroffenen seltenst angenommen.
3. Die Zielformulierung ist kritisch. Sie müssen Spezifisch genug sein, also ganz konkrete Maßnahmen enthalten, keine schwammigen "wir wollen" Formulierungen. Sie müssen messbar sein, also ebenfalls Nebelkerzen vermeiden und ganz konkrete Vorgaben machen, die man auch überprüfen kann. Sie müssen akzeptiert sein, also mit den Betroffenen abgeklärt werden. Sie müssen realistisch bleiben und keine Utopie. Und sie müssen einen Zeitplan zur Umsetzung enthalten.
Negativ Beispiel: "Wir wollen, dass durch stärkere Vernetzung von Lehrern und Sekretariat unentschuldigt fehlende Schüler sofort erkannt werden, damit die Blaumacher-Quote sinkt."
Positiv Beispiel: "Bis zum nächsten Halbjahr werden alle Blaumacher-Fälle im Sekretariat vermerkt und anschließend eine Blaumacher-Quote berechnet (Schüler pro Tag). Wir führen ab dem nächsten Halbjahr Meldelisten für fehlende Schüler ein. Das Sekretariat gibt vor der ersten Stunde als fehlend gemeldete Schüler per Aushang im Lehrerzimmer bekannt. Lehrer der ersten Stunde nehmen die Liste zur Kenntnis und melden umgehend (d.h. innerhalb von 15min nach Unterrichtsbeginn) fehlende Schüler, die nicht auf dieser Liste stehen, an das Sekretariat zurück. Im Sekretariat wird über diese Meldungen Buch geführt und die Eltern der unentschuldigt fehlenden Schüler verständigt. Nach einem Halbjahr wird ein Zwischenstand erhoben. Ziel ist es, die Blaumacher-Quote um 50% im Vergleich zur vorher gemessenen Quote zu senken."
4. Wieder Fragebögen und Gespräche - wurden die Maßnahmen umgesetzt, in welchem Umfang wurden sie umgesetzt, wurde der Zeitplan eingehalten, haben die Maßnahmen geholfen, wenn nein, warum nicht... angelehnt an die SMARTen Ziele.
5. Und wieder alle ins Boot holen, Ursachen analysieren, neue Maßnahmen planen und wieder weiter mit Schritt 3.
Da capo ad nauseam...

Willst du eher Nebelkerzen für deine Vorgesetzten zünden, denk dir was hippes aus, formuliere verschwurbelte Ziele und lass das Ganze mit tollen Tortengrafiken untermalen...

HTH, hbeilmann


Herzlichen Dank...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: fruehling1980 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 15:45:50

......für jene super ausführliche & informative Rückmeldung im Forum
Mit jenen praktischen Beispielen kann ich wirklich schon eine Menge anfangen! *freude*

Welches QM-System verwendet Ihr denn an Eurer Schule?

DIN EN ISO 9000 Ff oder
• QS 9000
• EFQM
• FQS
• Q 2 E
• PQM

An unserer Schule hat sich wohl Q2E etabliert...
Doch nun soll´ich in Kürze *uff* für einen Fortbildungstag bzgl. QM eine "spannende" Fragestellung entwerfen, welche auch einen aktuellen Bezug zu jenem System erkennen lässt?

Habt Ihr da vielleicht noch Anregungen...denn der ehemalige QM-Beauftragte ist nicht mehr an der Schule!!! *ahhh*

Freue mich & danke sehr, der Frühling *zwinker*


wirneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 15:54:21

verwenden gar kein offizielles System, QM hat bei uns bis Weihnachten landesweit die sog. AQS gemacht. Das war eine Behörde, die mit lauter QM-Laien besetzt war und außer heißer Luft und jeder Menge Zusatzarbeit für die Lehrer des Landes nichts produziert hat. Seit Januar gibt es die Behörde zum Glück nicht mehr.

Ich persönlich kenne QM recht gut aus meiner Zeit als Projektmanager in der freien Wirtschaft. Da wusste ich die professionelle Arbeit der QM-Abteilung sehr zu schätzen und hatte auch das Vergnügen, ein eigenes kleines QM-Projekt zu leiten.


Klingt interessantneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ollitietz Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 16:05:52

das soetwas wirlich WICHTIGES für den Schulbetrieb von der AQS gemacht wurde!!!

Kenne QM auch aus der Erwachsenenbildung und da hat man sich hauptsächlich dem Q2E aus der Schweiz bedient.
Wird das überhaupt an Schulen verwendet?

An unserer Schule würde zum Qualitätsmanagment schon gehören, dass AKTUELLE Lehrerfotos auf einer speziellen Fotowand vorhanden sind, sowie ein Lehrerausflug & Co. der das "Wirgefühl" der Schule stärkt. Oder sehe ich das unter "QM" falsch?
Beste Grüße


@hbeilmannneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bakunix Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 16:11:03

Das hast du wirklich wunderbar beschrieben. Ich finde den Begriff "Qualitätsmanagement" auf Schulen übertragen sehr hässlich. Man tut so, als ob pädagogisches Handeln und die Produktion von Waren nahezu identisch seien. Der Begriff stammt aus der Wirtschaft, und nicht zufällig fließt dieser wegen der kommerziellen Durchdringung des gesamten gesellschaftlichen Lebens in die Schulen ein. Leider sind die Lehrerinnen und Lehrer oft genug ziemlich blauäugig und hinterfragen solche Begriffe und die daraus resultierenden Konsequenzen nicht.


ähmmmneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 16:12:49

Du schreibst:

nun für einen Teil der Steuergruppe eine Diskussionsfrage zum Thema "Qualitätsmanagement" an (unserer) Schule ins Leben rufen und diese dann grundsätzlich mit theoretischem Hintergrund bewerten!

Was willst Du da denn für einen theoretischen Hintergrund bewerten????

Themen könnten sich aus meiner Sicht aus einer Evaluation herauskristallisieren oder?

Zum Beispiel ist aus meiner Sicht an einer guten Schule die spannenste Frage:

Was ist guter Unterricht? und wenn man das geklärt hat, wie wollen wir das umsetzen bzw. um jetzt an hbeilmann anzukünpfen, man überlegt sich ein paar Punkte, die man verändern will (wir in der Schulberatung sagen maximal 2), formuliert ein ordentliches Ziel und benennt Maßnahmen, wie man das umsetzen will. Schlecht wären natürlicht, ihr hättet ein paar Indikatoren, an denen ihr messen wollt, ob ihr die Ziele erreicht habt.

Beispiel

Ziel ist es dass die Eigenverantwortung der SuS für den Lernprozess erhöht wird.

Indikatoren sind:

30% weniger Fehlstunden und -tage (dazu müsste man natürlich den Ist-Stand ermitteln)
30% weniger "6" für nicht erbrachte Leistungen
50 % der SuS übernehmen freiwillige Lernaufträge.
80% aller HA werden erledigt

Maßnahmen sind:

Methodentraining für die SuS
angepasste und individualisierte Lernaufträge für die SuS
Führen eines Lerntagesbuches
Bereitstellen freiwilliger Arbeitsaufträge
verstärktes Angebot an offenen Unterrichtsangeboten (Freiarbeit, Lernbüro usw.)
Fortbildung und Hospitation für LuL

In einer gemeinsamen Konferenz könnte man die Schwerpunkte ermitteln.

Andere Ideen für Themen findest Du im Qualitätrahmen/ Orientierungsrahmen oder wie auch immer das in eurem Bundesland heißt, den das Ministerium herausbringt

http://www.schulentwicklung.nrw.de/unterstuetzungsportal/


Sind wir in Brandenburgneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 16:20:24

zu einfach gestrickt und schneiden deshalb immer so schlecht bei Überprüfungen ab?

Mit den Abkürzungen kann ich wenig anfangen:

DIN EN ISO 9000 Ff oder
• QS 9000
• EFQM
• FQS
• Q 2 E
• PQM

Bei uns wird in einer LK/ schulischen Fortbildung ein Ist Stand ermittelt, dabei die Baustellen offen gelegt, man entscheidet sich für ein bis zwei und anschließend überlegt man sich, wie man das verbessern könnte.


Oki^^neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: fruehling1980 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.04.2016 22:20:38

@caldeirao...Deine Vorschläge & Anregungen klingen super interessant und es ist wirklich ein passendes Praxisbeispiel!!!
Insbesondere der Link gefällt mir, er gibt doch eine Menge Auskunft.

Hatte schon gedacht, dass "QM" - wie auch unser Vorredner erwähnt - die Begrifflichkeit ist eher auf die freie Wirtschaft anzuwenden, eigentlich viel viel engschnittiger angesehen werden muss.

Wo findet QUALITÄT an der Schule statt? Ist es nicht schon dort, wo sich dem Besucher, geschweige denn Eltern & Schülern, veraltete Schülerarbeiten in den Gängen und steinalte Lehrerfotos präsentieren? Dies ist doch auch eine Art des QM, welches auch ohne Evaluation ersichtlich erscheint? *grübel*

Oder gehört wirklich zu jedem QM automatisch eine Evaluation? Wenn dann doch nur, inwiefern jenes gefruchtet hat! *hoho*

Euch einen angenehmen Abend wünscht der dunkle Frühling


@caldeiraoneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bakunix Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.04.2016 08:38:13 geändert: 17.04.2016 08:41:39

Du schreibst:

Maßnahmen sind:
Methodentraining für die SuS
angepasste und individualisierte Lernaufträge für die SuS
Führen eines Lerntagesbuches
Bereitstellen freiwilliger Arbeitsaufträge
verstärktes Angebot an offenen Unterrichtsangeboten (Freiarbeit, Lernbüro usw.)
Fortbildung und Hospitation für LuL


Das sind die Folgen, die ich am sog. QM kritisiere. Führ dir mal kurz den Durchschnittslehrer vor Augen. Er bekommt zunächst mitgeteilt, dass er Defizite produziere, denn er ist es, der bisher zu wenig Mittel und Wege bereitgestellt hat, sonst wären die Schüler effizienter bei der Sache.

Das per QM sich selbst prüfende Lehrpersonal hat nun, um ein paar Beispiele zu nennen, folgendes zu tun:

> mehr Lernaufträge herzustellen (Individualisiert heißt ja zuende gedacht: jedem Sch. seine eigenen Aufgaben.)

> mehr freiwillige Arbeitsaufträge herzustellen (Der implizite Gedanke dieser Formulierung ist, je mehr der Lehrer anbietet, desto häufiger greifen die Sch. zu, weil sie aus einem Mehr auswählen können.)

> mehr Freiarbeitsangebote produzieren (Der mitschwingende Gedanke ist auch hier, weitere Angebote herstellen zu müssen, um bei den Sch. ein gewünschtes Leistungsverhalten hervorzubringen.)

> Der Lehrer muss sich mehr fortbilden, damit er auf dem angesagten pädagogischen Level der Zeit ist.

Die Lehrerschaft begibt sich bereitwillig in eine Spirale nach unten, in eine Spirale der eigenen Überforderung, weil ihnen stets die Ursachen defizitären Verhaltens der Schüler untergejubelt werden. Um mit diesen Schuldgefühlen zurecht zu kommen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sinken die Leistungsanforderungen an die Schüler, weil am Schluss gute Noten herauskommen müssen. Als Beispiel sei Thüringen genannt, das 2013 rund 38 Prozent Abiturienten hervorbrachte, die als Durchschnittsnote eine Eins vor dem Komma hatten.



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