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Forum: "Manieren und die Abwesenheit von Vätern im Erziehungsprozess"

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Manieren und die Abwesenheit von Vätern im Erziehungsprozessneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.03.2006 22:58:02 geändert: 17.03.2006 23:01:14


Schwierig, schwierig! Diesen Thread zu beginnen und die vielen privaten Erkenntnisse und allgemeinen Theorien in einige wenige Aussagen zu bringen, ist schwierig…

Es ist ein ständiger Diskussionspunkt zwischen den Frauen und den Männern in meinem weiteren Bekanntenkreis- Die provokante These lautet: Männer nördlich des Weißwurstäquators sind völlig unfähig zu Charme und Ritterlichkeit einer Frau gegenüber.
Die Kunst des Flirtens ist völlig verkümmert.
Grund für meinen heutigen Frust ist neben langjähriger persönlicher Feldstudie die heutige Schülerparty in unserer Schule.
Wir haben zu Zeit Austauschschüler/innen aus Frankreich im Hause. Heute also die Fete. Was passiert? Die Franzosen sind auf der Tanzfläche, die Jungs fordern ihre Mädchen auf, aus Mitleid auch einige der deutschen Mädchen, es wird getanzt, Party gemacht, alle haben Spaß. Mädels und Jungs gehen zusammen etwas trinken, man unterhält sich. Jungs und Mädchen lächeln, reden, haben Spaß. Alle Mädchen, deutsch oder französisch, haben sich sehr viel Mühe gegeben, nett auszusehen. Sie sind geschminkt, haben sich hübsch angezogen. Leider gibt es viel zu wenige französische Jungen.

Kamera auf die deutschen Jungs: 90% der Jungs haben noch immer ihre wattierten Steppjacken an und verstecken sich unter Baseballcaps und diesen klorollenbezug-artigen Mützen (obwohl es brüllend warm ist), die Hände in die Jackentaschen gesteckt lungern sie auf dem Sofa in der Cafeteria herum, schlaff, die Kragen hochgestellt sind sie die coolsten unter der Sonne. Sie langweilen sich eigentlich, denn sie machen ja nichts. Die Mädchen, die sich solche Mühe gegeben haben, sind gefrustet.
Jungs: „Woah, ist das uncool! Tanzen, das ist doch doof! Tanzen, das machen Schwule!“
Dabei ist es doch so, dass sie keinen Spaß an der Party haben.
Diese Beobachtung mache ich schon seit längerer Zeit, heute ist mir das Problem besonders bewusst geworden, als ich sah, dass es auch anders geht.

Wo bitteschön ist die generelle Höflichkeit, wo sind die grundlegenden Umgangsformen, wo ist die Kommunikation mit dem weiblichen Geschlecht auf der einfachsten Ebene?
Mädchen können mit solchen Sachen schon gar nicht mehr umgehen, sehen diese Art von Kommunikation nicht als Spiel der Kräfte, und der erste, der ihnen ein paar nette Worte sagt, ist der King, mit dem man auch gerne ein Kind zeugen kann.

Ich wage einmal zu behaupten, dass ein großer Teil auch der erwachsenen Frauen unter diesem Neanderthalgehabe leidet. Was ist es eigentlich, dass Jungen zu solchen Steinzeitlern mutieren lässt? Ich wage einmal zu behaupten, dass dort die Väter versagt haben. Die Vorbilder sind einfach nicht mehr da.
Ich finde das sehr bedauerlich für unsere Gesellschaft.


Riesengroße Unsicherheitneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ishaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.03.2006 23:37:37

bei den Jungen ist das für mich. Deine Beschreibung passt so haargenau auf viele Jungen aus meiner 8 (sind zum Teil schon 16), und die sind so unsicher, dass es einem die Schuhe auszieht. Muss dazu sagen, dass diese Klasse in der 7 aus SchülerInnen zweier Hauptschulen zusammengewürfelt wurde, und trotz vielfältiger Aktivitäten schaffen es einige bis heute sich mit mehreren Metern Abstand aus dem Weg zu gehen. Gruppenarbeit war immer schon schwierig, aber meist traf man selbst beim Auslosen noch einen Kumpel in der Gruppe, mit dem man sich dann stark und cool fühlen konnte. Letzte Woche beim Methodentraining habe ich dann erstmals das Kugellager als Sozialform eingesetzt, d.h. immer zwei SchülerInnen mussten sich gegenseitig informieren und die konnte man sich halt nicht aussuchen. Es war sooo spannend, das zu beobachten und für einige der Jungs so extrem, dass sie mir richtig leid taten. Plötzlich per Rotationsprinzip einem Mädchen gegenüberzustehen, das man entweder gar nicht oder besonders gut leiden kann... Die obercoolsten gerade hatten so richtige körperliche Fluchtbewegungen drauf.

Erklärungsversuche? Ich habe da noch nicht wirklich drüber nachgedacht bisher. Was mir spontan einfällt:
1. Wenn man die klassische Geschlechterverteilung seit Urzeiten und in allen möglichen Gesellschaftsformen bedenkt, dann stehen einige Dinge auf der Frauenseite (sich zurechtmachen, flirten, sich kümmern etc.) unseren Schülerinnen auch in ihrer Schulzeit schon zur Verfügung, während unsere Schüler sich mit dem klassischen "Ich hab' was, ich kann was" schon schwerer tun. Das "ich bin stark" fällt ihnen so ohne Auto und Job halt was schwer.
2. Die Jungen sind meist mit ungefähr gleichaltrigen Mädchen zusammen, die ihnen entwicklungsmäßig meist ein Stück voraus sind. Das ist wahrscheinlich auch ziemlich furchteinflößend, könnte ich mir denken.
Dies nur so als erste Gedanken.
Sehr interessantes Thema, rhauda, wie so oft, wenn du eines ansprichst
LG
ishaa
P.S.: Ist ja vielleicht mal interessant, wie die männlichen Kollegen das sehen.


Bin zwar kein ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: goergy Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 01:32:04

männlicher Kollege,hab aber trotzdem was zu sagen;warum soll das Verhalten der Jungen am unzulänglichen väterlichen "Vorbild" ausgemacht werden ? Sind dann Jungs, bei denen kein männliches Vorbild greifen konnte, weil einfach nicht vorhanden, dann ganz neben der Spur? Man sollte , wie auch bei anderen Themen nicht verallgemeinern.Ich les hier schon alle enttrüsteten allein erziehenden Mütter , denen mit solchen Thesen abgesprochen wird, ihre Söhne "gesellschaftstauglich" zu erziehen, meint eine allein erziehende Mutter eines bald 16-jährigen Sohnes,der bis jetzt im allgemeinen als umgänglich und gut erzogen angesehen wurde..
nix für ungut goergy


Hoffnungsschimmerneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: toxypetra Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 08:48:18

Ich bin zwar auch weiblich, möchte aber darauf aufmerksam machen, dass es von der Klasse 5 bis zur 13 viele Jungs der höflichen, freundlichen, hilfsbereiten, „wünschenswerten“ Sorte gibt.

Auch ich kenne sie: die nach Schutz und Anerkennung Suchenden, die dafür auch gegen ihre eigenen (ursprünglichen) Prinzipien fremdes Eigentum zerstören, sich respektlos verhalten…., Mitglieder von „Gangs“, die so cool und langsam laufen, dass sie fast stehen…..

Ich beobachte aber auch solche, die heimlich „normal“ sind, solche, die selbstverständlich „normal“ sind, und solche die es als Stärke sehen, offensichtlich „normal“ zu sein, die einem Mädchen, das mit Schultasche, Turnbeutel und Lebensmitteln in den Händen alleine nicht aus dem Klassenzimmer kämen, die Tür aufhalten, ja sogar in der Not etwas abnehmen. Jungs, die sich trauen, sich in der Pause zu Mädchen zu setzen und ein Gespräch zu führen.

Viele der „coolen Typen“ sind sehr eitel und haben sich (stundenlang) zurecht gemacht (ein Thema, welches hier im Forum schon einmal besprochen worden ist).

Alles in allem: ich empfinde das ganze nicht als so bedrohlich. Unsicherheit, Gruppenzwang und die Folgen wurden auch schon zu meiner Schulzeit diskutiert. Erfreulich ist es, wenn man einen solch „coolen Typen“ in der Klasse 10 oder in der Oberstufe wieder findet und feststellt, dass er sich von äußeren Zwängen (fast) befreit hat und mehr zu sich selbst gefunden hat.

Herzliche Grüße
toxypetra


Gratuliere zu deinem Mutneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: veneziaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 12:16:07

dieses Thema hier anzuschneiden.
Seit Jahren beobachte ich, dass unsere Jungs ganz einfach immer schlechter abschneiden als die Mädchen, was mich schon zu einem betonten Jungenschützer gemacht hat. Die Emanzipation der Frauen ist längst Geschichte, die Jungs können einem Leid tun, jetzt sind SIE dran!
Mädchen schaffen es meistens, sich recht gut hinzustellen. Sie scheinen "pflegeleichter". Die Jungs sind vielfach unsicher. Auch ich glaube, das hat was mit der Reife und dem Hinterherhängen hinter den Mädchen zu tun.
Dass vielen Jungs die männlichen Rollenvorbilder fehlen, ist schon oft diskutiert. Dazu kommen die Kindergärtnerinnen, Grundschullehrerinnen - überall nur Frauen.
Ich sehe das wie du, rhauda. Doch ich würde viele meiner Schüler gerne da heraus holen, ermutige die Jungs auch betont immer wieder.

Als Mutter von nur Söhnen weiß ich auch, wovon ich rede. Und ich sehe, wie sich meine Söhne am Vater orientieren, was mir gut gefällt. Sie leben aber auch behütet in gemachten Nestern - und würden sich auch NIE so cool benehmen, weil sie durch ihre Lebensumstände Selbstsicherheit entwickeln konnten.

Das coole Benehmen sehe ich an meiner Schule (Gesamtschule) eher bei Jungs aus sozial schwachen Familien, bei unseren Hauptschülern eher als bei unseren gymnasialen.

Hmm, schwierig, die richtigen Worte zu finden.

Es urteilt sich so leicht von außen. Doch was geht in den Jugendlichen innen vor? Empfinden sie ihr cooles Auftreten wirklich als Kompensation (unbewusst natürlich)? Fühlen sie sich wirklich wohl??


Was mich dabei so verwundert ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 12:39:59

...ist die Tatsache, dass die französischen Jungs anscheinend weit weniger dieser Unsicherheiten und Schwierigkeiten haben. Ist es vielleicht das Umgangsklima im Allgemeinen, das dort besser ist? Oder war diese eine Fete nur so etwas wie ein anekdotischer Beweis und in Frankreich ist es genau so schlimm um die Jungs bestellt wie hier?


Irgendwas ist andersneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: veneziaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 12:51:54

das sehe ich z.B. auch bei meinen italienischen Partnerschülern. Bei mir wollen meist Mädchen am Austausch teilnehmen, in Italien sind es eher die Jungen. Entweder sind die Jungs dort total untergebuttert und MÜSSEN teilnehmen, weil die Mamma es so will, oder sie sind von sich aus aufgeschlossener als Gleichaltrige bei uns. Die Lösung dafür habe ich noch nicht herausgefunden.
Tatsache ist jedoch: Die Jungs sind kooperativer, Mädchen gegenüber lockerer, freundlicher.
Eine Idee dazu: unterschiedliche Sozialisation vielleicht? Aber wo, in welchen Bereichen unterscheiden wir uns? Ist es tatsächlich noch die Großfamilie,sind es die viel häufigeren gemeinsamen Gespräche mit Familie, Freunden, Nachbarn? Der Unterschied der Temperamente?

Ich werde deinen Denkanstoß mal weiter verfolgen und die Jugendlichen noch genauer beobachten.

Vielleicht kennt jemand wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema??


Ich denke, das Problem ist vielschichtig.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: silberfleck Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 16:26:20

Ich kenne Jungs, die in der Schule so obercool sind, dass es mich fröstelt. Trifft man sie z. B. im Musikverein geben sie sich ganz anders.
Auch meine drei Söhne zeigen sich mal so und mal so. Wenn ich meinen Ältesten betrachte, kann ich seine Unsicherheit gut verstehen. Er war immer schon einer der längsten seines Jahrgangs. Mit gerade 16 Jahren ist er knapp zwei Meter groß und trägt Schuhgröße 50. Er ist so schnell gewachsen, dass er viel mit Wachstumsschmerzen zu tun hatte und es ihm nie einfach fiel seinen Körper zu koordinieren. Körperlich ist er erwachsen. Wenn er durch eine Tür will, muss er sich fast immr bücken, Tische, Stühle, Bett, Klamotten passend zu finden ist nicht einfach (und oft sehr teuer).
Wenn das nicht verunsichert.
Und wie sieht die Zukunft aus? Auch die ist für unsere Jungs nicht einfach.
Und des weiteren: Welche Ideale bekommen unsere Kinder vermittelt. Was für Werte zählen für sie?
Auch dort finde ich Gründe für die Probleme von Jungs (und Mädchen).


Ich bin auch Mutter von 2 Söhnen,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 16:48:13

die auch ein, wie ich finde, brauchbares Vorbild zum Vater haben. Beide entwickeln sich sehr unterschiedlich: der eine hat schon im KiGa gerne mit Mädchen gespielt, ist hilfsbereit, charmant und verhält sich sowohl zu Hause als auch in Schule und anderer "Außenwelt" gleich "nett". Der andere Sohn, jetzt 14, benimmt sich zu Hause und auch in der Schule (bei bestimmten Lehrern....) zeitweise wie ein K....brocken, aber genau in solchen Situationen, wo er sich unsicher fühlt. In seinem Freundeskreis, Sportverein, in der Nachbarschaft (die sehr eng und lange gewachsen ist) wird er als charmant, freundlich und angenehm bezeichnet.... Verwirrung perfekt????


zu dem themaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rolf_robischon Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 18.03.2006 17:16:45

gibt es ein interessantes buch von frank beuster
Die Jungenkatastrophe Das überforderte Geschlecht bei rororo


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