 Im Buddhismus gibt es zahlreiche Schulen. Diese lassen sich allesamt drei Grundtraditionen zuordnen. Am Anfang stand das Theravada, auch die „Lehre der Alten“ genannt, heute ein Obergriff für die Lehren frühen Buddhismus, wie sie sich nach der Verkündung der Lehre durch Shakyamuni in den südostasiatischen Ländern ausgebreitet und dort bis heute erhalten haben. Um die Zeitenwende bildete sich dann eine Tradition, die sich selbst „Großes Fahrzeug“ (Mahayana) nannte. Ein späterer Zweig dieser Richtung ist das „Diamantene Fahrzeug (Vajrayana), das von einigen als eigenständige dritte Richtung gesehen.***Oberstufe, ca. 3 Doppelstunden***
Lernziele (inhaltliche und methodische)
- Die Schülerinnen und Schüler können anhand ausgewählter Merkmale sowie des ikonographischen Erscheinungsbilds zwischen den großen buddhistischen Schulen unterscheiden. ***
- Die Lernenden können Angaben zur geographischen Verbreitung dieser Schulen machen.***
- Sie sind imstande, einige Gemeinsamkeiten wie auch grundlegende Unterscheide dieser Schulen zu beschreiben (zum Beispiel hinsichtlich der Pāramitās oder der drei Buddhakörper).***
- Sie können anhand einzelner Beispiele erklären, wie diese Schulbildungen zustande kamen und sich entwickelten.***
- Sie sind in der Lage, verschiedene historische und aktuelle Merkmale dieser Schulen miteinander zu vergleichen.***
- Sie können für die jeweiligen Schulen typische Texte diesen zuordnen.***
- Die Schülerinnen und Schüler können textkritische Betrachtungen anstellen und über die philosophischen Dimensionen sowie gesellschaftlichen Implikationen buddhistischer Lehrmeinungen reflektieren.***
- Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).*** |