 In dieser Lerneinheit lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über die Hindu-Religionen und vertiefen dabei zugleich ihr Wissen über den Buddhismus, indem sie diesen mit den Hindu-Religionen in Beziehung setzen. Sie vergleichen die Lehren der beiden Religionen zu Ich, Seele und Wiedergeburt sowie deren Erlösungsziele und Weltschöpfungsmythen miteinander. Weitere Vergleichsdimensionen sind das Menschenbild sowie die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wirkungen von Buddhismus und Hinduismus auf die Gesellschaften, in denen sie vorherrschen. Dabei werden insbesondere religiöse Ziele mit tatsächlichen gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert.
Lernziele (inhaltliche und methodische)
• Die Lernenden können Angaben zum Ursprung und zur geographischen Verbreitung der beiden Religionen machen.
• Die Schülerinnen und Schüler können anhand ausgewählter Merkmale zwischen buddhistischen und Hindu-religiösen Lehren und Praktiken unterscheiden.
• Sie sind imstande, einige Gemeinsamkeiten wie auch grundlegende Unterscheide zwischen dem Buddhismus und den Hindu-Religionen zu beschreiben, zum Beispiel hinsichtlich der Seelenvorstellungen oder der Lehre und Praxis der Gewaltfreiheit.
• Sie können die geistigen Vorstellungswelten und einige typische Handlungsvollzüge buddhistischer und hinduistischer Rituale darstellen und miteinander vergleichen.
• Sie können anhand einzelner Beispiele erklären, ob bzw. auf welche Weise es Synergien zwischen dem Buddhismus und den Hindu-Religionen gibt bzw. geben könnte.
• Sie sind in der Lage, einige der wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitischen Lehren des Buddhismus und des Hinduismus darzustellen sowie deren Wirkungen auf Entwicklung der Gesellschaften, in denen sie vorherrschen.
• Die Schülerinnen und Schüler können textkritische Betrachtungen anstellen und über die philosophischen Dimensionen sowie gesellschaftlichen Implikationen buddhistischer und Hindu-religiöser Lehrmeinungen reflektieren.
• Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).
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