In dieser Lerneinheit lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über das breite Spektrum der buddhistischen Prosaliteratur. Neben den Jātaka-Legenden wird sich auch mit buddhistischen Fabeln und Märchen aus China und Japan befasst sowie speziellen Formen, wie den chan- und zen-buddhistischen Meister-Schüler-Dialogen. Es geht um die Deutung buddhistischer Gleichnisse und Metaphern im Kontext der buddhistischen Lehre und am Ende auch um das Aufspüren buddhistischer Motive in der westlichen Prosaliteratur. Dazu werden kurze Texte von Franz Kafka und Oskar Wilde herangezogen.
Lernziele (inhaltliche und methodische):
• Die Lernenden sind imstande, anhand ausgewählter Merkmale zwischen Pali-Versen, Chan-Gedichten, Haikus und Kōans zu unterscheiden. ***
• Sie können Metaphern und Symboliken der buddhistischen Lyrik dekodieren.***
• Sie können Verbindungslinien zwischen den verschiedenen Formen buddhistischer Dichtung mit den Grundaussagen der buddhistischen Lehre und religiösen Praxis aufzeigen.***
• Die Lernenden können buddhistische Versdichtungen interpretieren.
• Sie können die Funktion von Kōans innerhalb der religiösen Praxis des Chan- bzw. Zen-Buddhismus erklären.***
• Sie können die Paradoxien von Kōans beschreiben.***
• Sie sind in der Lage, einfache Haikus selbst zu verfassen.***
• Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).
63 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026