beiden Seiten – dem Sender und dem Empfänger!
Grade derzeit – die Meldungen, die uns grade erreichen, sind leider nicht erfreulich – tun sie besonders gut!
Komplimente!
Heute ist der Welttag der Komplimente, den der Niederländer Hans Poortvliet 2003 ins Leben gerufen hat. Ehrlich gemeinte Komplimente tun immer gut, uns allen gut, in allen Lebensbereichen und: Nicht nur dem Menschen, der sie empfängt, sondern auch dem Menschen, der sie empfängt!
Warum? Ja, wir fühlen uns einfach gut, wenn es ein ehrliches Kompliment ist! Und es gibt eine wissenschaftliche Erklärung! Beim Loben werden Hirnareale des Empathie- und Belohnungssystems angesprochen. Wer lobt, tut sich also auch selbst etwas Gutes.
Dr. Dario Zaremba, Psychologe beim Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung in Köln: „Wir wissen aus der Neurobiologie, dass Glückshormone freigesetzt werden, wenn wir loben. Übrigens auch bei der Person, die das Kompliment ausspricht. Das ist also eine Win-Win-Situation".
Manchmal ist es ganz schön kompliziert, ein Kompliment zu machen – und auch eines anzunehmen. Sind wir da schon „entwöhnt“, misstrauisch, haben Angst, dass es missverstanden wird?
Zaremba gibt dazu folgenden Tipp:
Nicht oberflächlich loben, sondern im Kontext: Je konkreter das Lob formuliert wird, des geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es missverstanden wird.
Die Person, an die das Kompliment gerichtet ist, tut es ab, reagiert mit Scham?
Vieleicht ist sie Komplimente nicht gewohnt, findet sie unehrlich und empfindet das Getanene einfach als selbstverständlich. Dann kann man Positives nachlegen, etwa „Nein, ich fand das gerade überhaupt nicht selbstverständlich, wie du reagiert hast, das war wirklich toll!!
Ein gelungenes Kompliment zu machen, ist mitunter ganz schön kompliziert! Viele haben Angst, falsch verstanden zu werden. Zaremba rät dazu, nicht oberflächlich zu loben, sondern im Kontext: „Je konkreter ich das Lob formuliere, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es missverstanden wird."
Und wenn die gelobte Person das Kompliment abtut und vielleicht mit Scham reagiert, dann könne man nachlegen und sagen: „Nein, ich fand das gerade überhaupt nicht selbstverständlich, wie du reagiert hast", so der Psychologe. Wichtig sei, dass das Kompliment aufrichtig sei und nicht eine einfache, platte Bemerkung
Komplimente können situations- und beziehungsabhängig sein. Wichtig, das Lob nicht inflationär verwenden! Zarembas Meinung dazu: Sich so genau wie möglich auf eine konkrete Situation beziehen und „Da gibt es zwei Möglichkeiten, ich kann das Verhalten oder die Leistung loben. Ich kann aber auch Persönlichkeitseigenschaften oder den Charakter loben."
Übrigens haben die meisten Personen intuitiv ein Gefühl dafür, ob das Lob ernst gemeint ist!
Geben wir einfach wieder (mehr) echt gemeinte Komplimente! Sie zaubern ein Lächeln ins Gesicht, bewirken Positives im Gehirn und tun einfach beiden gut – dem Sender“ und dem „Empfänger!“