der Ausdruck wurde verwendet, und das erscheint mir eine unzutreffende Angst zu sein. Was hat die Forschung damit zu tun, wie wir Körperteile nennen?? Eher geht es um Kommunikation, und die geht in allen Bereichen der Wissenschaft in Richtung Denglisch - kann ich bei Bedarf an 100 Beispielen zeigen:
englischsprachige Texte dominieren die Fachdiskussion, Journalisten und Universitätsangehörige übersetzen die Wörter nicht mehr (teilweise weil sie die deutschen Begriffe nicht mehr kennen, teilweise aus Bequemlichkeit), sondern verwenden die englischen, die dann evtl. deutsch ausgesprochen werden, und fühlen sich wissenschaftlicher dabei.
Kann man machen, aber das muss Grundschulkinder nicht berühren. Ich finde sprachliche Kohärenz besser, d.h. dass unser Wortschatz möglichst nicht aus vielen Sprachen zusammengestückelt ist, sondern aus deutschen Wortwurzeln zusammengesetzt, was den Sprechern und Hörern die Möglichkeit gibt, über innere Zusammenhänge nachzudenken. Die Biologen der letzten 100 Jahre hatten sich ja bei der Prägung der Begriffe auch was gedacht. Und da sind wir - gerade in der Grundschule - schon bei der allgemeinen Bildung, bei der Fähigkeit, einzelne Wörter zu einem Sinn zusammenzufügen. Ein Wort wie "Vulva" ist bezuglos. "Schamlippen" dagegen regt zum Assoziieren an - hat Scham mit Schämen zu tun? wieso Lippen? - und gibt der Lehrerin auch Gelegenheit zur Einordnung.