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Forum: "Wie lässt sich psychische Gesundheit der Schüler fördern ?"

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Wie lässt sich psychische Gesundheit der Schüler fördern ?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: vobiscum Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 14:30:09

Ein gutes Schulklima ist neben dem guten Familienklima einer der wichtigen Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
In Deutschland sind:
- 12 bis 20 % der Kinder und Jugendlichen psychisch auffällig
- 5 % brauchen dringend fachkundige Hilfe
- 7 bis 13 % zeigen beobachtungs- und beratungsbedürftige Auffälligkeiten.
Was können Lehrer ( im vorbeugenden und fördernden Sinne ) tun, damit ihre Schüler psychisch gesund bleiben ?
Wie kann die Stigmatisierung von psychisch auffälligen Schülern und ihre Abseits-Stellung aktiv verhindert werden ?
Eure Erfahrungen, Vorgehensweisen, Erlebnisse, Eindrücke, Maßnahmen, Projekte usw. sind hier gefragt.



Danke für dein Thema, vobiscum!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 14:43:11

Es liegt mir persönlich sehr am Herzen aufgrund von eigenen bitteren Erfahrungen in meiner Familie.
Als Klassenlehrerin stelle ich immer Klima VOR den Unterrichtsstoff, da ich weiß, dass in einem miesen Klima nicht gelernt werden kann. Ich habe mir vor Jahren Hilfe in meine Klasse geholt, die vom Jugendamt angeboten wurde: es wurden wöchentlich Spiele zur Steigerung der sozialen KOmpetenz gemacht, danach mit der Klasse darüber geredet....Diese Spiele mache ich immer wieder in meinen Klassen. Die zweite Sache ist eine tolle Fortbildung, die ich über ein ganzes Jahr gemacht habe, die mir in diesem Punkt sehr viel geholfen hat. Es ging um "Ermutigende Erziehung", weg vom diskriminierenden Verhalten Schülern gegenüber hin zum Hervorheben positiver Eigenschaften....Ein Umdenken, das Kreise zieht, auch für das Klima innerhalb der Klasse.
Clausine


Klassenklimaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 15:42:07 geändert: 29.12.2007 15:49:07

Das Klassenklima halte ich auch ganz entscheidend und das kann ein Klassenlehrer mit beeinflussen.

Meine Erfahrung in Klasse 3/4:
Von der Unterrichtsmethodik wähle ich, wenn es sinnvoll ist, eine Methode aus, wo die Schüler miteinander etwas tun müssen, wo sie lernen im Team zu arbeiten. Bei Gruppenarbeiten werden die Gruppen ausgelost um so unter der Vorgabe eines Themas mit jedem klarkommen zu müssen. Mir ist aufgefallen, dass solche Maßnahmen, inclusive dem Einbauen von Gruppenarbeiten in offenen Unterrichtsformen oder Themen, wo sich Interessierte willkürlich treffen, (Stationenbetrieb --> keine festgelegten Gruppen) sich entscheidend verbessernd auf das Klassenklima auswirken. Die Kinder lernen und agieren miteinander. Kommen Probleme auf, werden diese besprochen.

In der Grundschule werden immer wieder problematische Kinder von anderen provoziert. Hier muss man als Lehrer ein Augenmerk darauf haben und erst einmal an den Ursachen eines Streits arbeiten und nicht nur an den Auswirkungen.

Zur Verbesserung des Klassenklimas tragen auch gemeinsame Aktionen, Erlebnisse und Erfolge der Gesamtklasse bei (Schulfeste, Schullandheim, Lesenacht), soweit es unser vollgepropfter Lehrplan zulässt.

Sehr auffällige Kinder brauchen in Zusammenarbeit mit den Eltern professionelle Hilfe. Da stoßen wir als Lehrer an Grenzen. In manchen Fällen hatte ich schon sehr gute Erfahrungen mit regelmäßigen Gesprächen mit den Eltern; da diese oft über einen langen Zeitraum nötig sind, ist das kaum leistbar.


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: manuelisa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 15:50:11

Den vorangegangenen Ausführungen kann ich mich voll anschließen. Ich denke immer mehr, dass eine gute Beziehungsarbeit absolut wichtig ist. Das heißt nicht, dass ich eine "Schmusekurs" fahren aoll, nach dem Motto nur keinen Ärger riskieren. Aber ich halte es für wichtig mir immer wieder vor Augen zu führen, dass ich nicht in erster Linie bestimmte Fächer sondern Kinder unterrichte.

Für meine Schulart (Realschule) würde ich mir daher wünschen, dass wir mehr in bestimmten Klassen unterrichten (auch mal fachfremd) und dass wir dies in Teams tun könnten, die gemeinsam Schwerpunkte festlegen können.

So gesehen passt dieses Forum jetzt auch zu dem anderen (Wird Bildung gekidnappt?)


"So gesehen passt dieses Forum jetzt auch zu dem anderen (Wird Bildung gekidnappt?) "neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 16:19:04

ich sehe, dass mein letzter Beitrag im Schule-Kidnap-Forum vobiscum zu diesem Forum angeregt hat.

Ich kann am besten in vielen kleinen Schritten arbeiten und jeweils in konkreter Situation bzw. aus derselben heraus.

Ich habe derzeit eine sehr liebe siebte Klasse an einem Gym, die es mir leicht macht, das von vorneherein positive Lernklima aufrecht zu erhalten. Ich weiß aber auch, dass ein pauschaler positiver Eindruck vom Klassenklima sehr täuschen kann. So fordere ich die Mitglieder meiner Klasse immer wieder auf, mir sofort mitzuteilen, wenn sie irgendwo der Schuh drückt, sei es wegen Stress mit Mitschülern oder Lehrern, sei es wegen leistungsbedingter Probleme. Wir haben alle E-Mail-Kontakt untereinander, von dem einige auch fleißig Gebrauch machen. So manche Unstimmigkeit konnte frühzeitig dadurch behoben werden, dass rechtzeitig erzählt, nachgefragt etc. wurde.

Es gab aber auch Situationen, wo ich an meine Grenzen stieß, so in einer fünften/sechsten Klasse vor ein paar Jahren. Kein Tag verging, an dem nicht irgend ein Schüler, irgendeine Schülerin sofort die Klasse verlassen wollte wegen Hänseleien, an dem nicht Klagen an meine Ohren drangen, dass bestimmte Schüler meiner Klasse Schüler anderer Klassen in höchstem Maße hänselten.

Ich habe mich der ganzen möglichen Klaviatur an Maßnahmen bedient, die bestrebt waren, den Konflikt jeweils auf dem Verhandlungswege zu lösen, und so halbwegs funktionierte es auch bis zum Ende meiner Klassenlehrerschaft, die ich trotz allem noch mit einer kleinen gemeinsamen Wochenendfahrt abschloss.

Ich beobachtete als Außenstehende, wie es mit der Klasse unter neuer Leitung weiter ging: Vom Beginn der Klasse 7 bis jetzt Mitte 8, verließen u. a. drei Schüler die Klasse und wurden auf drei verschiedene Parallelklassen verteilt. Heftig, gell? Da frage ich mich natürlich, war ich zu weich gewesen?


Glaube ich nicht, bernstein!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 16:42:19

Ich habe seit ein paar Jahren das "Vergnügen", Klassen zu übernehmen, die von sehr strengen Lehrerinnen stammen, die auch wenig Arbeit ins Sozialverhalten investiert haben. Konflikte können durch strenges "Regiment" in einer Klasse jahrelang gedeckelt werden! Sind die Schüler am Zuge, auch mal ihre Meinungen zu äußern, speziell zu Themen, die sie selbst betreffen, staunt man nur so, welche Vorurteile sich da anstauen. Ich finde dein Vorgehen absolut richtig und zeugt von großem Vertrauen in Schüler und von Schülern!!!!! Mach bloß weiter so! Wenn sich Klassen verändern unter anderer Führung, heißt das oft nur, dass die KollegInnen andere Schwerpunkte setzen, und das Klassenklima ist oft das letzte, das manche im Auge haben (wie gesagt, ich rede aus Erfahrung mit meinen Kindern....).
Ich selber pflege ab Klasse 3 auch die wöchentliche Klassenratssitzung.

Mit ganz ermutigenden Grüßen von Clausine


minimalmeilensteinchen...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: dafyline Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 16:51:30 geändert: 29.12.2007 16:53:07

da ja auch die längste reise mit einem schritt beginnt....

das klassen(- in meinem fall gruppen-)klima ist sicherlich ein ganz wesentlicher bestandteil!

ein minibeitrag, der sich seit langem als sehr brauchbar und zielführend herausgestellt hat:

das wort "aber" ist aus dem gruppen-sprachgebrauch verschwunden (worden ).
auf die frage meiner lernenden, wie man das machen könne, ersuchte ich sie einfach, einen "aber"-satz in zwei sätze zu zerlegen. sie haben herausgefunden, dass das "aber" einschränkt, etwas (vor)wegnimmt, oft wehtut,...

ich bin ja ganz deiner meinung , aber ...

z.b.
aus dem:
es tut mir leid, dass ich zu spät komme, aber der zug war zu spät dran.
--> wird ein neutrales:
es tut mir leid, dass ich zu spät komme. der zug war zu spät dran.

irgendwie wird dem angesprochenen dabei der wind aus den segeln genommen

bei uns in der gruppe funktioniert das (in der grundschule meiner freundin auch )

einen versuch, ein nachdenken drüber ist es sicher wert

dafyline


@dafylineneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: clausine Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 17:01:16

Tolle Idee!!!!


vor einiger zeitneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: vobiscum Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 17:40:31

kehrte an eine mir bekannte schule ein schüler zurück, der sich längere zeit wegen einer psychischen erkrankung in einer fachklinik behandeln lassen musste. der schüler hatte es bald schwer. ihm eilte ein entsprechender "ruf" voraus, da der grund seiner abwesenheit (krankheitsbild) unglücklicherweise durchgesickert war. was können lehrer tun, um in derartigen situationen stigmatisierungen am besten zu vermeiden ?


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: manuelisa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.12.2007 17:50:37

Ich denke, wenn die Gründe für die Abwesenheit schon "durchgesickert" sind, hilft nur noch ein offenes, einfühlsames Gespräch mit der Klasse. Allerdings würde ich mir vor solch einem Gespräch auf alle Fälle Hilfe holen (Schulpsychologe o.ä.). Außerdem müsste dringend ein Gespräch mit den Eltern und (je nach Alter/ Situation) auch mit dem betroffenen Schüler vorgeschaltet sein. Es ist wichtig zu wissen, wie die direkt Betroffenen darüber reden wollen, was sie bereit sind zu sagen und wo ihre ganz persönliche Ängste liegen.
Totschweigen, reden verbieten und ähnliches macht die Stigmatisierung nur noch schlimmer.
(Ich schreibe da, obwohl ich mir bewusst bin, dass theoretische Aussagen sehr viel leichter sind als konkretes handeln in einem echten "Fall")


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