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Forum: "Haben wir Lehrer genug Sendungsbewusstsein um uns erfolgreich gegen unerwünschte Beeinflussung zu wehren?"

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Haben wir Lehrer genug Sendungsbewusstsein um uns erfolgreich gegen unerwünschte Beeinflussung zu wehren?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 12:41:56

Diese Frage ergibt sich für mich aus dem Thread, als rhauda das Fehlen der bildungspolitischen Themen beklagt hat.

Es wurde dort sehr genau aufgeschlüsselt, wie die Wirtschaft und andere Kräfte auf eine Umgestaltung des Schulwesens einwirken.
Eine Diskussion (oder gar ein Klagen darüber) allein genügt nicht und ist nur der Anfang! Das störte mich auch an dem anderen Thread, dass die Dinge zwar aufgezeigt wurden, aber es so gut wie keine Lösungsvorschläge gab. Ich hoffe nicht, dass die Bildungspolitik nur diskutiert wird.

Ein Lehrer, der über gewisse Ideale verfügt und seinen Beruf nicht nur als anstrengenden Job sieht, kann so eine Beeinflussung nicht einfach hinnehmen! Er muss aktiv versuchen, das nicht in dem Maß geschehen zu lassen, denn sie widersprechen ja hoffentlich dem Selbstverständnis von Schule!

Sopaed hat z.B. geschildert im Kleinen anzufangen und nicht ängstlich zu agieren. Ich denke, das ist der erste Stolperstein. Warum die Angst bei vielen? Wer sich nicht in den Lehrerverbänden engagieren kann oder will, kann ganz subtil im Kleinen anfangen.

Was meint ihr dazu? Wie vereinbart sich euer Selbstverständnis als Lehrer mit den aktuellen Einflüssen und was tut ihr dagegen?


Beispielneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 14:09:12

Ich wehre mich in Konferenzen z. B. vehement, noch mehr Unterrichtszeit auf die diversen Bewerbungstrainings aufzuwenden.

Bei uns finden statt:

Fach Wirtschaft Kl 8 einstündig, Kl 9 zweistündig, Kl. 10 einstündig.

In Klasse 8 drei Tage Bewerbungen schreiben, in Deutsch wird das wieder aufgegriffen. Diese Bewerbungen dienen dazu, das einwöchige Schnupperpraktikum vorzubereiten.

Klasse 9: Wie vorgesehen 3 Wochen Betriebspraktikum, während des Wirtschaftsunterrichtes Hauptmerk auf Berufswahl

Klasse 10: eine Woche Bewerbungstraining mit Telefontraining, Simulation von Vorstellungsgesprächen, etc., dann natürlich ständiges Fehlen von Schülern wegen Einstellungstests, Vorstellungsgesprächen, etc.

Dazu jede Menge: Besuche beim BIZ, bei Jobmessen, Betriebsbesichtigungen, Besuche von IHK, Vertreter der Handwerkskammer...

Seit dem letzten Jahr kommen immer mal wieder Schüler, die während der Schulzeit ein sogenanntes "Probearbeiten" abliefern sollen, d.h., sie sollen in den Betrieben eine Woche arbeiten! Da gibt es immer wieder Auseinandersetzungen mit Schülern und deren Eltern, weil wir das natürlich nicht genehmigen können.

Ich finde, die Aktionen reichen eigentlich dicke aus. Im Gegenteil, ich finde, dass man da schon wieder ein wenig abspecken könnte.
Diese Meinung vertrete ich in Konferenzen,bekomme aber immer wieder von den Fachberatern Wirtschaft zu hören: "Die Betriebe verlangen das aber!"


Was tut ihr dagegen?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 16:42:36

Diese Frage ist nicht in einem Satz zu beantworten.
Ich denke auch, wir müssen uns wehren, aber es gibt eine Menge Stolpersteine, gerade in unserem Bundesland.
- die Überalterung der Kollegien: die wenigsten älteren KollegInnen machen den Mund auf, die in Altersteilzeit gehen oder bereits sind oder kurz vor der Rente stehen, erwarten wir da noch ein aktives Gegensteuern?
- was ist mit denen, die an einer von Schließung bedrohten Schule sind, die jedes Jahr zittern müssen, ob sie wieder mal versetzt werden. Wir wissen, dass 80 km Fahrt zur Schule durchaus zumutbar sind.
- Angelstellte, die nicht so fest im Sattel sitzen wie Beamte
- Kollegen, die in diesem Schuljahr für die nächsten drei Jahre auf 19,5 Stunden runtergesetzt worden sind (von einer vollen Stelle, das trifft in unserem Bundesland ganz viele) und nichts dagegen tun können; die genug damit zu tun haben, ihre laufenden Kosten weiterhin bezahlen zu können.
- klare Worte der Schulleitungen und auf Fortbildungen, was denen blüht, die sich aus den uns immer wieder neu auferlegten Zusatzdingen rausziehen und der eigenen Verantwortung nicht nachkommen..

Ich könnte die Liste endlos fortsetzen, möchte das aber nur als Anregung geben, dass viele sich gerne ganz massiv wehren würden, aber nicht so ohne weiteres können, um die eigene Existenz nicht aufs Spiel zu setzen.


Referendare nicht vergessenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ivy81 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 16:54:13

Wenn ich mal von mir selbst ausgehe, dann kann einem das "wehren" ganz massiv Probleme bereiten. Wer als Referendar den Mund (sei es nur im Lehrerzimmer) zu weit aufmacht, der bekommt spätestens bei der zweiten Staatsnote die Quittung dafür und ist weg vom Fenster! Das steht dann halt in der Bewertung vom Rektor drin, wird dem Schulrat vor der Prüfung zugetragen und schlägt sich auf die Seminarnoten nieder.
Damit sieben sie doch die Leute, die nicht ohne Weiteres kuschen wollen schon frühzeitig aus. Als Jasager bekommt man seine Planstelle. Wer sich aber im Ref nicht massiv verbiegt, um nicht auf die Nase zu fallen, der ist wohl von Natur aus eher einer, der einsteckt oder den es nicht schert. Solche Leute sitzen dann natürlich in der großen Überzahl in den Kollegien drin.

oder arbeitslos? Fragt sich

ivy


Einzelkämpfertumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 17:22:24

geht nur in bestimmten Positionen.

Da hilft nichts anderes: Man muss sich zu Gremien, Interessensvertretungen zusammenschließen, denn hier ist man ein Stück weit durch die Gemeinschaft geschützt.
Oder eben in aktiven Lehrerverbänden mitarbeiten und darüber versuchen etwas zu erreichen.

Bei anderen Bundesländern kann ich nicht mitreden, ich erlebe das aber eher so: Wenn man als Lehrer engagiert ist, hat man auf der anderen Seite auch ein Stück weit Freiheit, seinen Mund aufzumachen. Von den Forderungen merken wir an den Grundschulen weniger.
Was sich geändert hat, ist, dass wie uns als Schule "darstellen" sollen. Wenn die Zusammenarbeit zwischen Lehrerkollegium und Schulleitung stimmt, dann findet man zusammen auch bei solchen Forderungen einen gangbaren Weg. An meiner Schule speziell denke ich, hat man einen gesunden Mittelweg gefunden. Wir stehen nicht ständig in der Presse und machen uns nicht immer wegen jeder Erwartung von außen einen Riesenstress. Doch das hängt sehr viel mit einer fähigen und souveränen Schulleitung zusammen.

Allerdings habe ich das Gefühl, dass es in manchen Bundesländern viel extremer zugeht mit dem Druck auf die Schulen. Hier frage ich mich allerdings, was mit den Lehrerverbänden los war und ist die ganze Zeit, warum diese so einflusslos dort sind.


Sendungsbewusstseinneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 17:59:37

Ich glaube nicht, dass das eine Frage von Sendungsbewusstsein ist. Das Problem in der Lehrerschaft sind die Partikularinteressen. Die "Lehrer" sind keine homogne Masse. Es ist ungeheuer leicht einzelne Lehrer gegeneinander auszuspielen. Das passiert an einer Schule, ältere gegen jüngere, verbeamtete gegen angestellt, Vollzeitkräfte gegen Teilzeitkräfte, Sprachen gegen Geisteswissenschaften gegen MINT uswusf.

Zusätzlich kommt das keine Unterstützerschaft aus anderen Bereichen einem den Rücken freihält und so muss man sich rundum verteidigen, was die schlechteste Position ist um eine Attacke gegen etwas vorzubereiten.

Des Weiteren gegen den gezielten Vorstoss von Lobbyisten kann nicht einmal die Politik anstehen. Auf der Seite der "Lobbyisten" gibt es eine gut funktionierende Propaganda-Maschine. Wenn bestimmte Firmen oder Verbände einem Chefredakteur zeigen wollen, was der für gut zu befinden hat, reicht ein Anruf beim Verleger mit dem dezenten Hinweis, dass wegen des sinkenden Werbeetats ganzseitige Anzeigen in seinem Blatt leider nicht mehr geschaltet werden können und man sich auf andere Medien konzentrieren möchte.

Wer dagegen halten will, muss entweder sehr mutig sein oder sehr gut organisiert. Beides sind Lehrer nicht, also ist der Kampf bereits vom Start weg nicht sonderlich von Erfolgsaussichten gekrönt. Bleibt also die Taktik der kleinen Nadelstiche, denn nur so haben Ameisen eine Chance gegen Elefanten. Der bloße Anfeuerungsruf der einen Ameise zur anderen am hals des Elefanten: "Würg ihn, würg ihn!" reicht eben nicht.


@ysnpneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: elke2 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 18:43:23

Du hast ein Problem angeschnitten: das Verhältnis von Schulleitung und Kollegium. Unser Schulleiter will ständig einen Artikel in der Zeitung sehen und er stresst uns sehr, weil er jede noch so kleine Erwartung von " oben" enorm aufbauscht und somit uns allen einen Riesenstress bereitet! Er wälzt alle Arbeiten auf uns ab, egal ob jemand eine halbe oder ganze Stelle hat! Frust macht sich breit! Was sollen wir tun? Nichts- denn wer den Mund auftut, hat das Nachsehen, wenn neue Aufgaben anstehen!


@aloevera - Widerspruch!!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: angel19 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 18:49:16

die Überalterung der Kollegien: die wenigsten älteren KollegInnen machen den Mund auf, die in Altersteilzeit gehen oder bereits sind oder kurz vor der Rente stehen, erwarten wir da noch ein aktives Gegensteuern?
Bei uns, aloe, erlebe ich das genaue Gegenteil: Ich (immerhin 57) und meine Parallelkollegin (55) sind die einzigen in unserem Kollegium, die sich über die neuesten "Klöpse" aus dem KM aufregen; von den Jüngeren kommen wiederholt Achselzucken, Jammern und Sätze wie "Das müssen wir ja doch tun, ob wir wollen oder nicht!"
Und unsere Schule ist kein Einzelfall. In den Grundschulen ringsum "trauen" sich die Lehrer zwischen 30 und 40 nicht, den Mund aufzumachen.
Es könnte ja die Inspektion kommen ...
angel


@angelneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 20:13:46

Ich kann das nur bestätigen. Dabei haben diese jüngeren Kräfte bei als Beamte nichts zu befürchten.

Ich befürchte, das ist einfach einer unfassbaren apolitischen Einstellung geschuldet. In Diskussionen muss ich mich manchmal zusammenreißen, um nicht laut aufzuheulen, wenn ich höre wie wenig systemisch viele Jüngere denken, wie unwissend sie sind bezüglich der politischen Zusammenhänge selbst der Alltagspolitik.

Ich befürchte, mit dem Haufen ist nicht viel Staat zu machen, in jedem Sinn des Wortes.


Ungleiche Behandlung als Gewohnheit?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ivy81 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 03.09.2008 22:51:33 geändert: 03.09.2008 22:52:36

Mal eine These, die mir heute so durch den Kopf ging:
Das die Wirtschaft wichtiger ist, als die Lehre, merken wir doch schon an den Unis. Wenn die Lehramtsleute teilweise ne Stunde Busfahrt von der Uni weg in einem Baufälligen Gebäude untergebracht werden, aber gleichzeitig Wirtschaftwissenschaften oder BWL ein riesiges neues Gebäude bekmmen. Wenn Lehrämtler in "Hörsälen" zusammengepfercht werden, die den Namen nicht verdienen und die Informatiker haben Toiletten, die etwa die selbe Größe haben. (Das ist ernst gemeint!!)
Ist diese Ungleichbehandlung und "Unterdrückung" durch die Wirtschaft vielleicht schon so verinnerlicht, dass sie vielen gar nicht mehr auffällt? Beschweren sich die Meisten einfach aus Gewohnheit nicht mehr darüber, dass die Wirtschaft vor geht bzw. bevormundet?
Hm....

Fragt sich

ivy


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