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Forum: "Hilfe, erschreckendes Niveau in meiner neuen Klasse"

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Hilfe, erschreckendes Niveau in meiner neuen Klasseneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bavette Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 16:12:51

Hallo liebe Kollegen,
ich bin neu hier im Forum und auch im Lehrerberuf.


Ich bin nicht sicher, ob ich hier im richtigen Forum
bin. Dieses Jahr unterrichte ich zum ersten Mal als
Klassenlehrer einer vierten Klasse. Zwei Wochen sind nun
um und ich musste feststellen, dass meine Klasse
wirklich katastrophal schlecht in Mathematik ist. Bisher
habe ich die ersten zwei Aufgabentypen aus dem
Mildenberger Mathebuch durchgenommen. Ich habe beide
Aufgaben in mehreren Unterrichtsstunden seeehr
ausführlich erklärt. Einmal mit Powerpoint und einmal an
der Tafel, jedes Mal ganz langsam, Schritt für Schritt.
Nach jedem Schritt die Kinder gefragt, ob sie verstanden
haben.

Heute dann habe ich eine kleine Kontrollarbeit schreiben
lassen (ohne Noten, nur damit ich einen Eindruck
bekomme) und die Ergebnisse sind erschreckend schlecht.
Während die wenigen guten Schüler (zum Glück gibt es ein
paar ) schon nach 15Minuten fertig waren, haben sehr
viele selbst nach 45min nichteinmal die Hälfte der
Aufgaben bearbeitet. Und dann auch noch voller Fehler:
zahlreiche Rechenfehler, oft Addition und Subtraktion
verwechselt oder mitten in einer schriftlichen
Subtraktion plötzlich zur Addition gesprungen, oder so
verrückte und seltsame Fehler, dass man nicht einmal
nachvollziehen kann, wie sie zustande kommen.

Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende. Wie soll ich
denn mit dieser Situation umgehen? Ich kann es ihnen
noch fünfmal erklären, aber ich bezweifle, dass das noch
etwas ändern wird, abgesehen davon, dass es im Interesse
der guten Schüler auch weitergehen muss.
Ich weiß nicht, woran es liegt, dass diese Klasse so
schlecht ist, und vor allem, was ich jetzt tun soll. Zum
einen verstehen viele es einfach nicht, zum anderen sind
sie so unglaublich schlampig und unkonzentriert.

Übrigens habe ich im Allgemeinen ein sehr gutes
Verhältnis zu meiner Klasse. Die Schüler mögen mich
gerne. Leider habe ich als Neulich gleich eine
schwierige Klasse bekommen, in der es viele
„Störenfriede“ gibt, bei denen Mahnungen, Appelle,
Strafen bisher nur wenig ausrichten konnten.

Jedenfalls wollte ich euch fragen, ob ihr einen Tipp
habt, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Hattet
ihr auch schonmal eine Klasse, mit einem derart
schlechten Leistungsniveau? (Ich frage mich auch, was
der Lehrer vom letzten Schuljahr eigentlich mit ihnen
gemacht hat!) Wie kann ich damit umgehen? Ich stehe ja
nun auch von Seiten der Schulleitung und der Eltern
ziemlich unter Druck!

(Einige Eltern haben mich eh schon kritisch im Visier,
weil ich sie darauf hingewiesen habe, bitte nicht die
Hausaufgaben für ihre Kinder zu machen, denn bei den
Hausaufgaben hatten die Kinder plötzlich alles richtig
und dann in der Schule doch wieder dasselbe Elend.)

Für eure Meinung, Tipps, etc. wäre ich sehr dankbar.



......neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 16:36:36 geändert: 16.08.2012 16:52:49

Das hört sich für mich so an, wie die schriftliche Addition und Subtraktion (von denen hast du ja geschrieben) im letzten Schuljahr viel zu wenig eingeübt worden wäre.
Normalerweise müssten die Kinder nach entsprechender kurzer Erklärung wieder wissen wie es geht.
So eine Situation wie du geschildert hast, hatte ich in meiner Laufbahn bisher nicht.
Kannst du mit der vorherigen Lehrerin sprechen und dich erkundigen?

Vielleicht würde ich mir noch ein bisschen Zeit nehmen und die zwei schriftlichen Rechenverfahren unabhängig voneinander üben. Bei langen Erklärungen schalten Kinder oft ab, lieber kurz erklären (oder selbst entdecken lassen, dann ausführlich üben und hier die einzelnen Kinder betreuen.
Die guten Schüler können die schwächeren unterstützen.
Zu den Hausaufgaben: Ich habe z.B. nichts dagegen, wenn Ergebnisse kontrolliert werden - es gibt ja Mathebücher, die haben Kontrollzahlen. Es soll nur nicht für die Kinder gerechnet werden. Es bringt einem Kind auch nichts, wenn es zuhause jede Rechnung falsch macht und nach der Kontrolle in der Schule dann die doppelte Hausaufgabe hat, wo es wieder überfordert ist. Wenn Eltern wollen, dürfen sie bei mir schon "helfend" eingreifen, wenn das Kind dadurch weiterkommt.
Zum Druck: Du kannst nur das machen, was machbar ist mit dem, was du vorgefunden hast.
Oft schaffen sich Lehrer den Druck nur selbst.
Was ich nicht verstehe ist, dass du ausgerechnet als Referendar/in eine solche Klasse bekommen hast. Ein/e Rektor/in müsste dich unterstützen und keinen Druck auf dich ausüben.


...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bavette Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 18:09:03

Hallo und danke schonmal für deine Antwort. Als ich den
Beitrag vorhin schrieb, war ich mit dem Korrigieren noch
nicht ganz fertig und am Verzweifeln. Inzwischen habe ich zu
Ende korrigiert und es waren noch ein paar gute Arbeiten
dabei, so dass die Gesamtsituation schon besser aussieht.
Puh, dann haben meine Erklärungen bei einigen doch
gefruchtet. Das ändert aber nichts daran, dass es bei
anderen ziemlich schlimm aussieht. (übrigens gehören
natürlich auch alle „Störenfriede“ zu den schlechten
Schülern.) Ist so ein extremes Leistungsgefälle in der
Grundschule normal? Wie kann ich damit umgehen?
Dass ausgerechnet ich so eine schwierige Klasse bekommen
habe, lässt sich wohl mit dem Lehrermangel erklären. (Oder
vielleicht wollte kein anderer Lehrer diese Klasse
übernehmen?) Ansonsten ist der Direktor schon in Ordnung und
unterstützt mich auch, aber trotzdem steht man als „Neuling“
im Kollegium und vor den Eltern unter besonders kritischer
Beobachtung. Naja, da muss ich wohl versuchen, deutlich zu
machen, dass die Klasse schon mit einem sehr schlechten
Niveau gestartet ist…


Tippneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 18:21:14

Überleg dir, ob du die Eltern unterschreiben lässt, damit sie gleich sehen, wo ihr Kind gerade steht und der Handlungsbedarf einsichtig ist.


Beruhigend...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: mordent Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 19:02:28

... kann ich nur sagen, dass man als neuer Lehrer (unabhängig von Ref oder nicht Ref) in einer Klasse erstmal nicht für das verantwortlich gemacht werden kann, was die Kinder zu Beginn des Schuljahres mitbringen.

Um mal bei Mathe zu bleiben, erwarte ich, dass Eltern bis zum Prozentrechnen (und das ist nicht mehr Grundschulniveau!) im Allgemeinen noch gut mitkommen sollten. Deshalb liegt das Unvermögen der Kinder nicht nur an der schlechten Leistung des Kollegen/der Kollegin im Vorjahr.

Ein Vater eines 7.-Klässlers hat mir mal lachend erzählt, wie unfähig doch der Mathekollege seines Sohnes sei, aber dass Mathe ja eh total unwichtig sei, und als er sein Hauptschulzeugnis sicher heimgebracht hatte, hätte er alle Kernfachhefte feierlich verbrannt...

Da wundert es mich dann nicht, wenn sein Sohn in fast allen Fächern abstürzt... Man kann eben nicht jeden retten.

Spiel' den Ball also cool an die Eltern zurück, sag' ihnen, was du alles vorhast und dass einige Schüler noch deutliche Lücken haben. Dann muss jede Mutter/jeder Vater selbst gucken, ob sein Kind dazu gehört (Ergebnisse von nicht-gewichteten Orientierungstests usw.) und ob sie selbst tätig werden wollen oder nicht.

Da all diese Rechenarten ja immer wieder dran kommen (Textaufgaben usw.), wirst du immer wieder Gelegenheit haben, sie zu üben.


Vielleichtneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: strandhaus Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 19:29:44

ist der Zusammenhang zwischen "stören" und schlechter Leistung auch ein anderer, die Kausalität andersrum?


hm...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: skole Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.08.2012 20:34:27

schon mal darüber nachgedacht, dass in einer vierten klasse vom gymnasiasten bis zum schwachen hauptschüler alles vertreten ist?
da ist es doch nur logisch, dass bei hohem niveau einige auf der strecke bleiben.
vielleicht kann man die arbeiten beim nächsten mal differenzieren?

aufgabe 1-5 für alle... also basisstoff
und dann schwerere aufgaben für die guten hintendran?
anders kann man nicht alle erreichen.

skole


@strandhausneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: unverzagte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.08.2012 13:59:45

kausalität andersrum klingt spannend, aber wie meinst du das genau?

bei mir stören eher die hochbegabten bzw. vielleicht bin ich ja die dumme, weil ich mich stören lasse oder so ähnlich?

unverzagt gegrüßt.


heterogene Klassenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.08.2012 19:15:28

Wegen der Leistungsbreite gibt es schon große Leistungsunterschiede. Denen kannst Du nur mit differenzierten Arbeiten entgegenwirken. Aber das weißt Du sicher selbst.

Du schreibst

Ich kann es ihnen
noch fünfmal erklären, aber ich bezweifle, dass das noch
etwas ändern wird,


mal eine böse und ketzerische Frage. Woher weißt Du das? Erklärst Du zu schlecht?

Ich will Dich damit ein bisschen provozieren, weil steter Tropfen höhlt den Stein, außerdem braucht man als Lehrerin oft ein bisschen Geduld und sollte die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht solltest Du auch mal abtesten, bei welchem Leistungsstand die Kinder sind. Wenn sie die Grundaufgaben im Zahlenraum bis 20 nicht können, kannst Du hoch und runter springen, sie werden auch die schriftlichen Rechenverfahren nicht begreifen.

Was sollen dann die armen Würstchen machen. Entweder sie ertragen gedemütigt die Schmach oder sie suchen ihren Spaß durch Kasperei und Frechheiten.

Den guten SuS kannst Du Zusatzaufgaben geben (Sachaufgaben, Zahlenkreuzworträtsel, Knobelaufgaben, Tests usw.) Du kannst Dir für sie auch mal Zeit nehmen, was Neues zu erklären usw. Mit den Anderen setzt Du Dich an einen Tisch und ihr rechnet gemeinsam. Immer eine Aufgabe, dann gleich vergleichen, dann haben die SuS schnell ein Feedback und Du den Überblick. Versuche erfolgreiches Rechnen zu organisieren. Beginne mit zweistelligen Zahlen, da ist die Erfolgsquote höher. Wer das sicher beherrscht, kann nachher auch problemlos mit zehnstellige Zahlen rechnen. Erst ohne Überschreitung, dann mit Überschreitung. Addition beginnend, dann Subtraktion, dann gemischt. Dann wirst Du vielleicht die Kleinen motivieren können. Ganz schwache SuS ständig loben, auch wenn nur eine von den beiden Zahlen richtig ist und sie motivieren, dass nun das Ziel auch die zweite Zahl ( oder für unsere Schlauen: Ziffer) richtig ist.

Du musst jetzt mit den Bedingungen leben, die Du hast. Sie zu Bejammern bringt Dir wenig, weil sie verändern nichts.

Und Du findest mit Sicherheit hier ganz viele Freiarbeitsmaterialien, mit denen Du Deine SuS beschäftigen kannst. Vielleicht kannst Du auch eine kleine Computerecke mit Rechenprogrammen einrichten. Es gab jetzt bei Hugendubel eine Lernkartei für die 4. Klasse für ca. 5 €. Da könnten die SuS stundenlang arbeiten.

Und um auch diese Frage zu beantworten, ich habe schon viel erlebt, was die SuS nicht konnten. Das wird Dir wohl noch öfter wiederfahren.

Also viel Erfolg und kämpfe die mit Deinen lieben Kleinen durch.

Caldeirao


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: uthierchen Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.08.2012 20:39:22

Ist so ein extremes Leistungsgefälle in der
Grundschule normal?

Ja! Und es wird noch steiler, wenn wir Sopäds zukünftig alle unsere Schutzbefohlenen in die Regelschulen überführen werden/sollen/müssen.
Wie kann ich damit umgehen?
1. Nicht wundern.
Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, daß in Zeiten der Inklusion für einen Viertklässler im fünften Schulbesuchsjahr trotz tausendfacher (gefühlt: millionenfacher) Erklärung jeden Montag morgen der Zehnerübergang ein Buch mit sieben Siegeln ist.
2. Differenzieren, differenzieren.
Einige Vorschläge findest du in den Beiträgen meiner Vorgänger. Evtl. ist der Besuch einer Fortbildung dazu nützlich. Auf jeden Fall ist es eine Mordsarbeit, die bislang die SoPäds in Klassen mit höchstens 12-16 Schülern voll beschäftigt hat.
3. Beten und hoffen.
Das die Schüler, die vom momentanen Unterrichtsgeschehen entweder über- oder unterfordert sind, sich mit akustisch unauffälligen unterrichtsfremden Tätigkeiten beschäftigen.
4. Sich vom eigenen Anspruch verabschieden, jedem Kind im durch den Lehrplan vorgegebenen Tempo den dort vorgegebenen Lehrstoff vermitteln zu können.
Das nimmt dir erstens den Druck und bewahrt dich zweitens davor, deine "Vorgänger" ungerecht zu beurteilen .


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