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Forum: "Lernmethode 'Lesen durch Schreiben':"Das ist völliger Unsinn!""

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Rechtschreibexperte Jansenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: renntobs Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.06.2013 12:26:29

Was ist ein "Rechtschreibexperte"? Einer, der ein guter Rechtschreiber ist oder Einer, der sich in der Vermittlung von Rechtschreibfähigkeiten gut auskennt oder Einer, der meint, er kenne sich in der Rechtschreibung und in der Vermittlung derselben aus??
Es gibt viele Wege, die ans Ziel führen. Nicht ein Theorieansatz macht einen guten Rechtschreiblehrer und damit einen Erfolg beim Schüler aus, sondern i m m e r die Erfahrung und das Einfühlungsvermögen des Lehrers.



Schon früher...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ivy81 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.06.2013 08:56:53

gab es durchaus Kinder, die Probleme mit der Rechtschreibung hatten. Und das waren nicht unbedingt wenige. Man sollte nicht nur auf die Leselern- bzw. Schreiblernmethode achten, sondern auch auf das, was dannach kommt. Wer keine Strategien aufbaut bzw. nicht lernt, diese sinnvoll anzuwenden (also nicht nur für die nächste Probe oder die nächste Nachschrift), wird auch niemlas richtig schreiben, ganz egal, mit welcher Methode er selbiges gelernt hat.
"In der 3. Klasse hatten wir wöchentlich eine Stunde 'Schönschreiben', da lernten wir auch die Sütterlinschrift, die ich noch heute (allerdings etwas mühsam) beherrsche."
Oh, diese Schönschreiberei habe ich gehasst... "Schrift" war mein einziger "wichtiger" Dreier im Zeugnis (neben Sport - und sogar da hat mir mein wohlwollender Lehrer für den Übertritt irgendwie eine 2 zusammengebastelt).

"Neun Jahre später wurde meine Schwester eingeschult. Sie hat ewig lange mit Wachsmalstiften Schwungübungen und Kringel malen müssen, was mir aus meiner Zeit gänzlich unbekannt war. Das Lesen und Schreiben erfolgte dann nach der Ganzwortmethode, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet war. Auch ihre Leistungen waren durchaus erfreulich."
Auch ich habe nach der Ganzwortmethode gelernt. Nicht nur das Schreiben selbst, sondern unsinnigerweise auch die Rechtschreibung. Bis heute verstehe ich den Sinn hinter einem Übungswortschatz (es sei denn, es handelt sich um Merkwörter) nicht. Wir mussten stupide Wortbilder auswendig lernen. Dafür gab es sogar extra "Rätsel", bei denen nur graue Kästchen abgedruckt waren, die je nach Buchstabe nach oben oder unten verlängert wurden. Man musste dann die Buchstaben bzw. Wörter erraten. Auch ich habe es irgendwann gelernt, aber der Weg bis dahin war lang und sicher auch nicht leicht und einer meiner besten Freunde heißt bis heute "Duden".
"Warum ist das Schreibenlernen heutzutage so schwierig und fällt vielen Kindern so schwer? Wie kann diese Reichenmethode so erfolgreich werden, wenn sie doch über einen solch langen Zeitraum Unmengen von Fehlern zulässt und der Lehrer möglichst wenig korrigierend eingreift?"
Weil sie, genau wie jede andere Methode, in Maßen genossen durchaus sinnvoll ist. Eine gute Kombination aus allem, in der sich jeder Schüler bewegen kann, wie es für ihn am sinnvollsten ist, wäre einfach das Optimum. Leider ist der Arbeitsaufwand dafür wohl unendlich.


Ist nicht alles ein wenig Unsinn?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: cujamaraaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.06.2013 11:46:17

Danke Ivy, dass du mir zuvorgekommen bist, dein Beitrag drückt aus, was ich sagen möchte... :)

Nicht jede Methode ist für jedes Kind geeignet. Mag sein, dass die Reichen-Methode für weniger Kinder geeignet ist als die Ganzwort-Methode...

Allerdings finde ich es schwierig, wenn Menschen Methoden "von außen" beurteilen, ohne sie selbst erlebt zu haben - als Schüler oder als Lehrer... Damit meine ich: Wie viele Lehrer gibt es denn, die diese Methode in Reinform anwenden? Ich kenne keinen einzigen! Ja, in allen ersten Klassen, die ich bisher besucht habe (hatte selbst nur 2. und 3. Klassen), haben die Kinder mehr oder weniger erfolgreich mit der Anlauttabelle gearbeitet. Aber in all diesen Klassen wurden gleichzeitig die Buchstaben nacheinander eingeführt, Lernwörter erarbeitet und erste Rechtschreibregeln (z.B. Großschreibung am Satzanfang und bei Nomen) eingeführt.

Um die schlechtere Rechtschreibleistung der heutigen Jugend (die auch mir aufgefallen ist) zu erklären, müsste man meiner Meinung nach auf viel mehr schauen als auf die Methode des Schriftspracherwerbs.
Welche Kinder bekommen vor dem Schlafengehen noch regelmäßig eine Geschichte vorgelesen anstatt ein Hörspiel anzuhören oder gar in einer App auf dem iPad Tiere durch stupides Lichtausschalten zum Schlafen zu bringen? Welche Kinder basteln, kochen und backen regelmäßig mit ihren Eltern oder Großeltern?
Diese alltäglichen Dinge, die vor und während der Schulzeit sämtliche motorischen und kognitiven Fähigkeiten fördern nehmen doch immer mehr ab, oder nicht?

Zumindest sind interessanterweise die Kinder in meiner 3.Klasse die rechtschriftlich "guten" Kinder, die im Wochenenderzählkreis genau von solchen althergebrachten Dingen erzählen.

Dazu kommt auch: Wie viel Wert legen die Eltern auf eine ordentliche Bildung, sauberes Arbeiten, eine ordentliche Schrift und eben eine brauchbare Rechtschreibung? Wenn ich sehe, in welcher Form manche Kinder ihre Hausaufgaben abliefern... Also ich hätte von meinen Eltern eins auf den Deckel bekommen und hätte es nochmal ordentlich machen müssen...

Das alles ist jetzt nur eine subjektive Empfindung und definitiv keine wissenschaftliche Studie, aber sie passt mir und meiner Logik von der Entwicklung ganz gut in den Kram


.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: feul Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.06.2013 14:49:19 geändert: 22.06.2013 15:01:27

Um die schlechtere Rechtschreibleistung der heutigen Jugend (die auch mir aufgefallen ist) zu erklären, müsste man meiner Meinung nach auf viel mehr schauen als auf die Methode des Schriftspracherwerbs.

ich möcht neben all den bereits genannten punkten noch einen anführen:
in vielen familien werden die kleinen kinder in ein lauflernwagerl gesetzt: is ja sooo praktisch........
das krabbeln wird verlernt bzw nicht ausreichend lang motorisch eingeübt. (hab mal wo gelesen, dass sie in kanada eine zeitlang verboten waren, aus diesem grund).
dabei gibts für die vernetzung von links/rechts im gehirn nichts wichtigeres:
http://www.medizinfo.de/kinder/entwicklung/grundmotorik.shtml


"Beim Krabbeln haben die wechselseitigen bzw. diagonalen Bewegungen von Arm und Bein einen entscheidenden Einfluss auf die Koordinierung der beiden Gehirn- und Körperhälften. Wichtig ist dieses Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften auch später beim Erlernen von Lesen und Schreiben. Vorstellungskraft und Kreativität (auf der rechten Seite) sind z. B. notwendig, um Lesen und Scheiben zu lernen. Gleichzeitig ist für diese Fähigkeiten aber auch das Abstraktionsvermögen und logisches Denken (auf der linken Seite) erforderlich."

und dann empfieht man den eltern edu-kinestetik oder ergotherapie und andres, um diese rechts/links-verknüpfung nachträglich mühsam wieder einzulernen (funktioniert meiner meinung anch genauso schlecht bzw schwierig wie als erwachsener eine fremdsprache fließend lernen-- mit einer stunde pro woche................)


Ähnliche Beobachtungen wie cujamaraaaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.06.2013 14:49:30 geändert: 22.06.2013 14:55:30

Die Beobachtungen, die im Beitrag von cujamaraaa deutlich gemacht werden, stimmen mit meinen überein.
Für mich ist das "Rechtschreibproblem" ein Symptom der gesellschaftlichen Änderungen.
Die meisten Eltern sind überfodert, sich so für die Schule einzubringen, wie es von einem Halbtagsschulsystem erwartet wird.
Da kann ich aus meiner Praxis einige Beispiele erzählen. Z.B. schaffen viele nicht einmal mehr eine regelmäßige Hausaufgabenheft- und Schulranzenkontrolle bzw. wollen sich nicht den Stress antun sich mit ihren Kindern anzulegen.
Inzwischen wollen Eltern von mir, dass ich genug Hausaufgaben zum Üben gebe, weil sonst Stress vorprogrammiert ist.
(Solche Bitten gab es vor 10-20 Jahren noch nicht.)
Außerdem haben sich die Interessen von Kindern auf X- Box Spiele und Co. verlagert, statt sich Bücher auszuleihen.
Heute müssen wir in der Schule wesentlich mehr Anstrengungen unternehmen als früher um Kinder zum Lesen zu animieren.
Natürlich gibt es noch eine kleine Gruppe, wo vieles noch klappt.
Das mit der Mischmethode kann ich von meiner Schule nur bestätigen.
Um wieder mehr Niveau in die Rechtschreibung zu bringen, brauchen wir keine andere Methoden - die Grundschullehrer können inzwischen methodisch auf einen großen Pool zurückgreifen und eine passende anwenden oder ein Mix entwickeln - sondern wir brauchen Förderstunden oder mehr Deutschstunden, um das aufzufangen.


@feul und eigentlich off topicneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: petty1412 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.06.2013 17:45:09 geändert: 22.06.2013 17:46:14

Das mit der Wichtigkeit des Krabbelns ist so eine Sache... Es gibt auch Kinder, die schaffen die Verknüpfung der Gehirnhälften auch ohne je gekrabbelt zu sein...
Meine beiden sind da echte Paradebeispiele - ganz ohne Lauflernwagen.
Der Große hat sich überall hin gerollt, die Kleine war eine tolle Popo-Rutscherin.
Und ich wage zu behaupten: Es hat ihnen nicht geschadet, nie gekrabbelt zu sein. Sowohl grob- also auch feinmotorisch sind sie absolut auf der Höhe.

Und auf der anderen Seite kenne ich Kinder, die mit 4 Monaten anfingen zu krabbeln und mit 7 Monaten zu laufen, die danach motorisch aber ganz lange Zeit überhaupt nichts mehr hinbekommen haben. Eben ein Stopp in der Entwicklung, weil zu viel am Anfang auf einmal kam.
Die Mutter ist von Therapie zu Therapie gelaufen, hat alles nichts geholfen. Dann hat sie mit den Therapien aufgehört... 6 Monate später hatten sie alles wieder aufgeholt.
Jedes Kind entwickelt sich in seinem Tempo, der eine schafft das Eine schneller, der Andere etwas Anderes. Wenn Eltern in solchen Sachen ihre Kids vergleichen oder Fragen stellen wie: "Und wann konnte dein Sohn laufen?" kriege ich echt die Krise und rate ihnen, die diverses Entwicklungskalender mal wegzuschmeißen.

Denn wegen jeder Kleinigkeit in irgendeine Therapie zu rennen, um die angeblichen Defizite aufzuholen, ist doch oft nur Geldschneiderei.


@pettyneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.06.2013 18:42:58

Dein Beitrag befremdet mich ein bisschen.

Du wirfst feul hier vor, fern vom Thema zu posten.

Ich kann mich an Deinen Beitrag von deinem Sohn und der Nichte erinnern, wo Du beschreibst, dass dein Sohn nach der traditionellen Methode unterrichtet wurde und viel besser in RS wäre und es für dich keinerlei Zweifel gäbe, welche die bessere Methode ist.

Darauf angesprochen, dass man aus 2 Personen keine allgemeinen Schlussfolgerungen ziehen kann, meinst Du, so wäre es nicht gemeint gewesen. Da frage ich mich schon, was dieser Beitrag mir dann sagen sollte.

Jetzt schreibt hier jemand dass er eine Ursache im wenigen Krabbeln sieht. Dieser Userin wirfst Du vor, fern ab vom Thema zu diskutieren, woher nimmst Du die Bestimmtheit? Welche wissenschaftliche Grundlage nimmst, für diese Behauptung? Weil Du was anderes bei Deinen Kindern beobachtet hast?

Es ist schon interessant, wie man mit seiner subjektiven Theorie hier andere verurteilen kann und seine Theorie hier preis gibt, als wäre sie unumstößlich.


@caldeiraoneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: petty1412 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.06.2013 20:11:01

Wer einen missverstehen möchte, der tut es auch. Und in deinem Fall sogar kräftig.

1.)
Ich habe meine letzte Überschrift mit
@feul und eigentlich off topic
gewählt.
Dabei habe ich keineswegs gemeint, dass feul hier off topic geschrieben hat, sondern dass mein statement eigentlich off topic ist, weil ich nichts zum Thema Rechtschreibung zu sagen hatte. Wie kommst du zu der irrigen Annahme, dass ich feul damit gemeint haben könnte??? Etwas genauer lesen bitte.

2.)
In meinem ersten Beitrag habe ich geschrieben:
Für mich ergeben sich da keinerlei Zweifel mehr, welche Methode für mich persönlich die bessere ist.
Wo siehst du hier eine Verallgemeinerung???? Ich habe nur meine ganz persönliche Meinung vertreten. Das sollte ja wohl erlaubt sein. Und verurteilt wegen seiner Meinung habe ich hier niemanden... im Gegensatz zu dir, wie mir scheint.


Und dann noch das zu deiner Frage: Jetzt schreibt hier jemand dass er eine Ursache im wenigen Krabbeln sieht. ...Welche wissenschaftliche Grundlage nimmst, für diese Behauptung? Weil Du was anderes bei Deinen Kindern beobachtet hast?
Wie schon gesagt, wer jemanden missverstehen will....
Ich habe hier was das Krabbeln angeht nur von meinen ganz persönlichen Erfahrungen gesprochen. Und die sind durchaus vielfältig. Warum? Weil ich mehrere Jahre lang eine Krabbelgruppe geleitet habe - für Kinder zwischen 4 Monaten und drei Jahren. Du kannst mir also glauben, mit dem Thema Krabbeln oder Nichtkrabbeln kenne ich mich aus. Und diese ganzen Studien zum Thema krabbeln kenne ich auch. Und auch hier gilt: Ich gehe nicht unbedngt mit den gängigen Meinungen in den diversen Studien konform. Und das habe ich kund getan. Nicht mehr und nicht weniger.


Na ja, vielleicht war der eine oder die andere wie ich auf einer Volksschuleneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.06.2013 22:02:51 geändert: 24.06.2013 12:46:00

Dort. so meine Erinnerung, habe ich 1955 angefangen sehr genau - sonst gab´s zu Hause vom Papa was in den Nacken -, mühsam einen Buchstaben von der Schultafel auf meine Schiefertafel zu übertragen und endlos zu wiederholen, auch zu Hause.
Mehr oder weniger parallel bekamen wir dann Pappbögen mit Worten, die aus den bereits gelernten Buchstaben bestanden. Die waren in Schreibschrift.
Wir Kinder durften die einzelnen Worte ausschneiden - die Feinmotorik dazu besaßen wir, denn wir waren fast alle vorher im Kindergarten - entweder im katholischen wie ich oder im "Zechenkindergarten", der von der Schachtanlage mitfinanziert wurde, auf der die meisten Väter arbeiteten.

Dann haben wir gemeinsam die ersten Sätze aneinander gelegt.
Und dann mußten wir den Kram auch noch abmalen - und ---vorlesen und zu Hause wiederholen.
Das war der pure Drill - wie schrecklich -!

Ich meine, ich war dann mit 10 Jahren in der Zweigstelle unserer Bücherei und habe mir Bücher ausgeliehen - es wurden immer mehr -

Allerdings hatten wir nur ein Radio, keinen Fernseher (das gab´s bei uns erst, als ich 20 Jahre alt war) und erst ab ca. 1968/69 ein Telefon.
Die Zeitung(en) habe ich täglich in den öffentlichen Schaukästen gelesen. Für ein Abo fehlte uns das Geld.

Wir waren in unserer Siedlung alle nach heutigen Maßstäben bitterarm.

Meine Frau stammt - ebenso wie ich - aus einem sogenannten "bildungsfernen Haushalt", d. h. ihr Vater war auf´m Pütt, Mama war zu Hause und trug nebenher Zeitungen aus. Sie kann aber flüssig lesen, ebenso wie ihre Eltern, ihre Oma und ihr Bruder es konnten

Meine Eltern konnten lesen, meine Großmütter konnten lesen, meine Geschwister, meine Cousinen und Cousins.

Die Entwicklung mit zunehmendem Analphabetismus und abnehmender Sprachgewalt im Land der Dichter und Denker macht mir schon etwas Sorgen.
Ich vermute, daß meine Deutsch-Kollegen an dieser schlimmen Entwicklung den geringsten Anteil haben - sie bekommen die "Häkchen" ja schon medial "vorgebogen". Das tägliche Bilder - und Tongewitter tut dann sein Übriges.

Ich bezweifle, daß diejenigen, die wir dann nach 10 Jahren mit nur rudimentärer schriftlicher und mündlicher Ausdrucksfähigkeit "ins Leben entlassen", im Leben eine Chance haben, einen angemessenen Platz in unserer Gesellschaft zu finden.
Der Ansatz liegt ganz sicher ganz früh in der Kindheit in den Familien.
Solange da nichts passiert und statt dessen immer mehr Geld für passive "Teilhabe" ins System gepumpt wird, können meine Kollegen und ich nur partielle Reparaturmaßnahmen durchführen - leider -





auch off topic...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ivy81 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 24.06.2013 13:38:08

"Meine Eltern konnten lesen, meine Großmütter konnten lesen, meine Geschwister, meine Cousinen und Cousins."


Was meiner Meinung nach nicht wenig damit zu tun hat, dass anno Semmelknödelkrieg noch durch Bildung ein gewisser Wohlstand erreicht werden konnte und es zumindest in dem Sinne keine bildungsferne Schicht gab, dass wenige freiwillig auf Bildung verzichtet haben. Wer die Chance dazu hatte, eine ordentliche Schulbildung zu erlangen, hat sie eher zu nutzen versucht. Die bildungsferne Schicht, von der wir heute sprechen, ist eher die, die auf Bildung verzichtet, wohlwissend, dass man ohne auch ganz gut leben kann. Arm sein damals und arm sein heute sind einfach zwei Paar Stiefel.


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