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Forum: "Einnässen in der Schule... "

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Einnässen in der Schule... neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: carlchen08 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.12.2013 21:07:50 geändert: 05.12.2013 00:06:07

Hallo,

ich habe keine Rubrik gefunden, wo mein Thema reinpassen würde. Ähnliche Beiträge habe ich über die Suchfunktion auch nicht ausfindig machen können. Ich hoffe trotzdem, dass ich vielleicht ein paar Tipps bekommen kann.
Ich habe eine erste Klasse und kenne meine Schüler nun schon ein Jahr, da sie bereits wöchentlich in der Vorschule bei mir waren.
Ein Mädchen hat nur sehr unregelmäßig den Kindergarten besucht. Da sie aus einem bildungsfernen Elternhaus stammt, hat sie entsprechende Wissenslücken, ist aber anstrengungsbereit. Eigentlich sollte sie ein Jahr zurückgestellt werden. Das ist aber zum einen nicht so einfach. Außerdem haben wir die Regeleinschulung befürwortet, da es ja eine Schulpflicht gibt. Somit bekommt sie bei uns nun regelmäßige Anregungen für ihre Entwicklung. Zu Hause lief der TV und sie ist das mittlere von drei Kindern. Das aber nur als Hintergrund.
Ein großes Problem kenne ich bereits aus dem Kindergarten, wo ich mir die Kinder auch in vertrauten Situationen mehrmals ansehen konnte. Das Kind war sehr selten da und nässte und kotete dann regelmäßig dort ein! Das haben mir die Erzieherinnen berichtet. Organisch sind wohl keine Auffälligkeiten. Die Kleine ist ärztlich untersucht worden.
Ich habe mit dem Mädchen vereinbart, dass sie immer zur Toilette gehen darf, wenn sie muss. Wir legen öfter "Flitzepausen" für alle ein und sie kommt auch öfter und sagt mir Bescheid, wenn sie "muss". In erinnere sie zudem regelmäßig an den Toilettengang. In den letzten zwei Wochen fällt aber ein vermehrter Uringeruch auf, letzte Woche war sie in der 2. Hofpause nass und heute berichtete mir die Hortnerin, dass sie eingekotet hat! Nicht das erste Mal!
Was mach ich nur? Die Eltern sind damit überfordert. Jugendamt? Dort ist diese Familie durchaus bekannt. Die Eltern lehnen eine aus unserer Sicht notwendige Familienhilfe ab. Neulich hatte die Kleine freitags so starke Zahnschmerzen, dass sie im Hort nur noch geweint hat. Zum Zahnarzt sind sie dann Montag mit ihr gegangen! Wir waren natürlich alle entrüstet. Aber man hat da kaum Möglichkeiten, oder? Wann beginnt eine Kindeswohlgefährdung? Je mehr Druck wir aufbauen, desto mehr blocken die Eltern, insbesondere die Mutter... Damit haben wir letztes Schuljahr schon Erfahrung gesammelt.
Irgendwie muss dem Kind doch aber geholfen werden?!
Was mache ich, wenn mir das nun im Unterricht passiert? Ich kann da ja schlecht weg.
Gibt es jemanden hier, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat? An wen wende ich mich?

Beste Grüße!


Rat aus der Ferneneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sommerlaune Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.12.2013 22:44:48

Hallo carlchen08,

wenn organische Ursachen ausgeschlossen werden können, deutet das Einnässen und Einkoten auf seelische Belastungen hin. Wahrscheinlich passiert das dem Kind auch nachts im Elternhaus?! Ein sensibles Gespräch mit den Eltern wäre dahingehend angezeigt. Wichtig dabei erscheint mir, dass man den Eltern nicht das Gefühl der "Anklage" gibt, sondern ihnen signalisiert, dass man gemeinsam nach Lösungen suchen möchte, um dem Kind zu helfen. Es könnte meiner Meinung nach hilfreich sein, das Mädchen einmal in der Kinder- u. Jugendpsychiatrie vorzustellen, um eventuelle seelische Belastungsstörungen abzuklären.

Falls die Eltern keine Hilfe annehmen und "zumachen", kann durchaus das Jugendamt eingeschaltet werden, insbesondere, wenn die Gesundheit des Kindes gefährdet ist! Zunächst sollte man aber versuchen, das Vertrauen der Eltern zu gewinnen und sie dazu bringen, sich freiwillige Hilfe zu suchen.

Zur weiteren schulischen Unterstützung: Gibt es bei euch an der Schule einen sonderpädagogischen Dienst (Beratung etc.)? Den könntest du zusätzlich um Rat bitten. Auch das Einschalten des Schulpsychologen könnte Sinn machen, ggf. kann der dich bei weiteren Schritten unterstützen.

Viele Grüße,

sommerlaune




Als Autistenmutter, empfinde ich das alsneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: starkedame Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.12.2013 18:13:51

falsch.

Eltern haben einen gewissen Spielraum. Es kann z.B. im Fall der Zahnschmerzen so gewesen sein, dass sie Freitags doll waren, sich am WE wieder beruhigt haben und Montag wurde kontrolliert.

Wenn Einkoten und Einnässen nur in der Schule passieren, liegt es eventuell an nicht adäquater Schulumgebung. So könnten auf jeden Fall die Eltern argumentieren.

Niemand kann ohne weiteres die Eltern zum Kinderpsychologen oder ähnliches zwingen. Vor allem habe ich die selber als inkompetente Nichtautisten erfahren, die einem Autisten erklären wollen, wie er sich fühlt.

In unserem Fall, stehe ich inkompetente Beratung z.B. von Nichtautisten sehr kritisch gegenüber, im Einklang mit der BRK-Konvention muss im Peer-Group-Verständnis gefördert werden.

Es gibt Menschen, die halt inkontinent sind oder so eine sensible Wahrnehmung haben und sich wirklich schneller vergessen.

Im Zuge der Inklusion ist das alles schwierig und kompetente Erziehung ist auch immer so eine Sache, böse Zungen behaupten ja schließlich auch, Lehrer seien die schlimmsten Eltern, d.h., unhaltsame Klischees gibt es überall. Egal ob eine Familie bildungsfern oder nah ist, es ist eine kritische Äußerung, da merkt man, das selektive Denken - Schublade auf, Kind rein, würde schon passen.

Helfen kann man, klar sprechen, aber in Augenhöhe und gegenseitigem Respekt, nur ist das möglich, wenn man hier schon so schreibt?

Wenn es doch möglich sein sollte, vielleicht verständnisvoll mit den Eltern reden, was man selber machen kann, ob es Situationen gibt, in denen das speziell vorkommt, damit man besser darauf eingehen kann.



Einzelfälleneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.12.2013 18:53:07

Einzelfälle und Mutmaßungen helfen m.E. nur dann weiter, wenn sie Möglichkeiten zur Hilfe bieten.

In unserer Schule gibt es auch 2 Kinder, die es schaffen, am Ende des Vormittages auf dem Weg zum Auto einzukoten, weil sie nicht nach Hause wollen - das hat dann mit einer nicht angemessenen Beschulung nur sehr wenig zu tun.

Fraglich ist, wie bewusst es bei diesem Kind passiert.
Dann kann man überlege, ob das Kind Einlagen trägt oder eine Gummi-Hose. Die empfehlen wir bei Kinder, die nachts einnässen, wenn wir auf eine Klassenfahrt fahren.

Generell würde ich es auch nicht hinnehmen wie es ist und mich damit zufrieden geben, wenn nicht alle Ideen und Maßnahmen, die in meiner Kraft oder Anregung liegen, ausgeschöpft sind.
Insofern ist ein Gespräch mit dem Jugendamt möglich, mit SchuPsy - als Beratung der Lehrkraft z.B. auch, zumal dieses Thema ja vermutlich auch in der Klasse früher oder später Gesprächsthema sein wird und das Kind in eine Ausgrenzungssituation kommen könnte. Dadurch wird es ja auch nicht leichter.

Palim


Wie man es auch macht, man macht es falschneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.12.2013 19:57:54

alles kann so und so interpretiert werden.

Kümmere ich mich, ziehe Beratungsstellen und Fachleute hinzu, stigmatisiere ich und nehme den Eltern das Selbstbestimmungsrecht.

Gehe ich nicht weiter darauf ein und sehe das als nichtvollzogenen Entwicklungsschritt und lasse dem Kind Zeit, bis es soweit ist und das Kind springt vorher von der Brücke, weil es die Misshandlungen oder den Missbrauch nicht mehr erträgt, sagt jeder: "Das hätte man doch erkennen müssen. Warum hat dem Kind keiner geholfen, Da gab es wohl Lehrer, die haben nur ihr Geld verdient!"

Das ist schon ein Dilemma. Wie soll ich mich denn nun richtig verhalten?

Wenn ich hier zwischen den Zeilen lese, nehme ich wahr, dass es eine sehr besorgte Lehrerin ist, die sich Gedanken um die Entwicklung des Kindes macht. Normal ist das in diesem Alter nicht. Also muss es Ursachen haben. Ich denke, jeder von uns würde hier versuchen, nach den Ursachen zu forschen- sprich zum Arzt bzw. zum Psychologen zu gehen. Warum wird das hier nicht gemacht? Warum wird die Schule darüber nicht informiert?

Ich empfinde Deinen Beitrag, starke Dame, auch als Stigmatisierung und Verpauschalisierung bzgl. schlechten Lehrerverhaltens. Sehr geschickt sprichst Du zwar niemenden genau an, aber Kommentare wie

Lehrer seien die schlimmsten Eltern/ Schublade auf, Kind rein, würde schon passen/ inkompetente Beratung/ kompetente Erziehung ist auch immer so eine Sache

kann ich nicht anders interpretieren. Was meinst Du mit

nur ist das möglich, wenn man hier schon so schreibt? Was schreibt man denn hier so, dass es für Dich ein deutliches Zeichen ist, dass man den Eltern nicht mit Respekt gegenübertreten kann?

Ich habe schon ein Kind erlebt, das in der Schule auf der Fensterbank stand und springen wollte und das lag nicht am bösen und inkompetenten Lehrer, sondern es zeigte sich, dass das Kind zu Hause fürchterlich missbraucht wurde. Und unsere Gesetze sind so, dass Du als Lehrer nichts machen kannst, wenn Du keinen Beweis hast bzw. das Kind sich nicht äußert. Auch das hatte ich bei einem Kind mal probiert, das diesbezüglich viele Symptome zeigte, war bei den Behörden und die sagten mir, dass man da nichts machen kann, wenn sich das Kind nicht äußert. Viele Jahre später wurde meine Vermutung bestätigt.

Übrigens um der Stigmatisierung noch die Krone aufzusetzen korrelieren Einnässen und Einkoten, aber auch das häufige Fehlen mit sexuellen Missbrauch in diesem Alter. Natürlich kann das 1000 andere Grunde haben, z.B. auch eine schlechte Schulumgebung oder eine gemeine Lehrerin oder oder ...


es wäre einfach neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: starkedame Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.12.2013 21:25:53 geändert: 07.12.2013 21:27:00

hilfreicher, wenn es sich um das Kernthema handeln würde.

Es muss nicht davon abhängig sein, dass die Eltern zu denen gehören, die als bildungsfern gelten.

Es wollen auch Kinder aus dem Fenster springen, die nicht missbraucht worden sind.

Ich fände einfach hilfreicher, wenn man eine Stufe nach der anderen abarbeitet.

Z.B. die Eltern zu einem Gespräch einladen, das mit dem Respekt habe ich erwähnt, da halt schon geschrieben wurde, bildungsfern, vielleicht ist es dann schwieriger.

Wenn dann das Gespräch gelaufen wäre, man allerdings nicht in irgendeiner Form aufgeklärt worden ist, bzw. auf Hilfe hoffen kann, Stufe 2, das wäre ja dann wohl die Sozialpädagogin.

Falsch macht man es immer und grundsätzlich - egal was passiert oder nie passiert ist, hinterher weiß man es immer besser.

Das Jugendamt ist wohl erst einzuschalten, wenn die vorangegangenen Stufen beschritten wurden.

Meine provokante Äußerung, Lehrer sollen die schlimmsten Eltern sein, ist einfach auch ein Klischee. Wobei ich Freunde habe, die Lehrerkinder waren und die machen wohl auch nicht alles richtig.

Von daher, es wäre ja sinnvoll eine Verhältnismäßigkeit an den Tag zu legen. An erster Stelle steht ja wohl das Gespräch, danach kann man erst die nächsten Schritte gehen.

Es kann auch an mangelhafter Hygiene liegen, z.B. die Toiletten in unserer Grundschule sind in so einem schlimmen Zustand, da kann ich mir vorstellen das Kinder einhalten.

Bei uns gibt es im Waschraum schon einmal keine Seife, keine Toilettenbrillen und wenn man Glück hat Toilettenpapier. Da geht keiner gerne drauf.

Da die Inkontinent schon in der Vorschule war,kann es auch was anderes sein - es kann natürlich auch Gewalt sein - muss es aber nicht.

Bevor man das schlimmste annimmt, muss man erst die anderen Dinge ausschließen.

Mir ist bewusst, dass in manchen Familien anscheinend nicht angekommen ist, dass Kinder ein Anrecht auf freie Entfaltung haben, das neben der körperlichen Gewalt auch die seelsiche Gewalt verboten ist. Wird so etas definitiv gesehen, muss man sofort handeln - doch wenn man nur bloße Vermutungen hat, die noch nicht einmal einen richtigen Verdacht darstellen, muss man auch gewisse "Spielregeln" einhalten.

Vielleicht kann ja auch die Sportlehrerin Aufschluss geben, ob das Kind z.B. viele blaue Flecke hat.

Doch sonst, muss eigentlich an erster Stelle immer das Gespräch stehen, falls Familien z.B. sich gegen gewisse Hilfen sperren, kann es auch einen Grund haben.

Das muss man vorher wissen, nicht jedes inkontinente Kind ist ein Gewaltopfer, das ist nun einmal eine Tatsache.

Ich habe 8 Jahre lang z.B. neben einem Missbrauchopfer in der Schule gesessen und habe es erst erfahren, als diese langjährige Freundin mir es als 30-jährige erzählt hat.

Die war so unauffällig, da wäre nie einer drauf gekommen - selbst die eigenen Eltern waren dann als die Bombe platzte wie vor dem Kopf gestoßen.

Es gibt also beide Extreme, die einen wollen springen, die anderen geben sich extra Mühe, damit sie nicht auffallen. An so etwas kam man das garnicht ausmachen.


Super, dass Sie sich engagieren neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: joesina7 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.12.2013 21:26:48

Guten Abend,

egal aus welchen Gründen das Mädchen einnäßt und/ oder einkotet, es sollten Gespräche mit den Eltern darüber geführt werden wie man es vermeiden kann, dass sie in der Schule nach Urin riecht. Die Gefahr dadurch in eine Aussenseiterrolle zu geraten ist nicht zu unterschätzen. Ich würde mich an Ihrer Stelle an eine Familienberatungsstelle wenden und mich in anonymisierter Form beraten lassen. Diese Stellen sind auch zur Beratung von pädagogischen Fachkräften eingerichtet worden. Die Beratung ist kostenlos.
Falls die Eltern nicht bereit sind mit Ihnen dieses Thema anzugehen, um dem Kind schwierige Situationen zu erleichtern oder auch zu ersparen, ist es durchaus angebracht das Jugendamt mit einzubeziehen.
Ich würde auch genau wissen wollen, welche ärztlichen Untersuchungen es genau gegeben hat und welche Diagnose vorliegt. Das ist auch wichtig, wenn man das Kind unterstützen und trösten möchte, wenn "es" schon wieder passiert ist. Es gibt einen nicht unerheblichen Prozentsatz von Kindern die in der Grundschule ohne eine organische Ursache einnässen und ihre Ausscheidungen erst später kontrollieren können. Da dies aber in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist, wird es in den meisten Fällen verschwiegen.
Man kann den Eltern sagen, dass eine Lehrerin eine Pflicht zur Fürsorge für ein Kind hat und wenn Eltern nicht bereit sind auch ihrer Fürsorgepflicht nach zu kommen, leider andere Wege beschritten werden müssen. Manchmal muss den Eltern offiziell klargemacht werden, dass ein Handeln stattfinden muss.

Ich finde es wirklich gut, dass Sie sich um das Kind sorgen!
Solche Lehrerinnen brauchen unsere Kinder und nicht Erwachsene die wegschauen, weil es schwierig werden könnte.

Viel Glück



Hier ist Hilfe gefragt!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.12.2013 22:51:22 geändert: 07.12.2013 22:54:17

Punkt 1
Ganz ehrlich:
Die Lehrkraft kennt das Kind über 1 Jahr.
Da käme ich gar nicht auf die Idee, dass noch keine Gespräche gelaufen wären.

Sie schreibt doch, dass sie schon Erfahrungen gesammelt haben.

Punkt 2
SozialpädagogIn einbeziehen.
Ja,
wenn es eineN gibt.
Gibt es aber in der Regel nicht.

Punkt 3
Es wurde über eine Zurückstellung nachgedacht, weil das Kind auch zu dem Zeitpunkt schon auffällig war.
Die Verfahrensweise in Sachsen-Anhalt kenne ich nicht.
So oder so wurde davon Abstand genommen, um dem Kind mehr Anreize im Rahmen der Schulpflicht zu geben.

Punkt 4
Wenn es schon Absprachen mit dem Kind gibt, ist es ja nicht so, dass die Lehrkraft sich keine Gedanken machen würde.

Punkt 5
Eine Familienhilfe stand im Gespräch, ist aber seitens der Familie unerwünscht.

Punkt 6
Ärztliche Gutachten müssen die Eltern nicht offenlegen.
Natürlich kann man fragen, aber die Schweigepflicht gilt für Ärzte... und die Familie muss nicht kooperieren, wenn sie nicht will.

Die Möglichkeiten für die Lehrkraft sind stark eingeschränkt, ohne Kooperation der Familie wird es noch schwieriger.
Gleichzeitig möchte die Lehrkraft nicht zusehen, wie es einem Kind schlecht und schlechter geht.

Der Hinweis, sich bei einer Beratungsstelle als Lehrkraft beraten zu lassen, ist m.E. hilfreich.
Vielleicht kann auch im Gespräch mit dem Jugendamt noch ein Weg gefunden werden, woher Hilfe kommen könnte oder ob durch das Jugendamt andere Beratungsangebote (statt Familienhilfe) an die Familie herangetragen werden könnten.

Im übrigen distanziere ich mich davon,
dass einer Lehrkraft, die sich kümmert,
Vorwürfe gemacht werden, statt Hilfe anzubieten.

Palim


Palim neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.12.2013 00:07:27

Deinen letzten Satz möchte ich auch ganz fett untersteichen.

Des Weiteren habe ich in den meisten Beiträgen zuerst den Hinweis auf das persönliche Gespräch mit den Eltern und falls das nicht hilft, erst dann Einbeziehung von Behörden oder Fachpersonal gelesen. Jede verantwortungsvoll handelnde Lehrkraft wird so handeln.

Alles andere empfinde ich als persönliches Erlebnis und daraus abgeleitete Verallgemeinerungen. Es kann 1000 Gründe geben, warum sich ein Kind so oder so verhält. Ich glaube, dass ich aufgrund meiner erworbenen Kenntnisse und meiner Erfahrungen in vielen Fällen die Situation richtig einschätzen kann und die richtigen Schlussfolgerungen für mein Handeln ziehe. Natürlich mache ich auch Fehler, aber prinzipiell mir Stigmatisierung und Abwertung und wenig Respekt gegenüber Andersartigkeit entgegen meiner Vorstellungen und Werte zu unterstellen, möchte ich mir verbitten.

Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die wird man wohl benennen dürfen. Das sagt ja noch nichts darüber aus das es so ist, sondern dass es eine Möglichkeit wäre. Falls mich jetzt irgendjemand nach Quellen fragt, ich werde sie nicht suchen.


Es wurd keiner angegriffen,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: starkedame Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.12.2013 06:58:59 geändert: 08.12.2013 07:12:29

natürlich mag durch zwischen den Zeilen lesen, gerne eine gewisse Interpretationsfreude an den Tag gelegt werden.

Doch meine Grundschullehrerin kannte mich 4 Jahre und ich bezweifel, dass sie mich jemals als das erkannt hat was ich eigentlich bin. Allerdings hat sich in der Zeit auch viel geändert und mir kommen Lehrer heute schon viel sensibler vor.

Es gut, wenn Lehrer sich kümmern, ohne Frage, doch ist es schwierige eine Bewertung vorzunehmen.

Wenn alle Stufen abgearbeitet sind und nichts weiteres hilft, dann ist eine Einbeziehung des Jugendamtes ja sinnvoll, doch das konnte ich so aus den Texten nicht entnehmen.

Man kann die Familie halt nicht nach den Kriterien bewerten, ob der Fernseher läuft oder dass ihnen der Zugang zur Bildung verschlossen blieb. Das ist nun einmal so. Genauso wer ist zu der fundierten Erkenntnis gekommen, dass diese Familie überfordert ist, hat sie das selber so gesagt oder ist das eine Interpretation?

Das vorangegangene Jahr war eine Vorschule, die nicht täglich statt fand und das Kind war öfters krank. Falls das Kind jetzt immer noch sehr oft krank ist, es im ganzen einen verschüchterten Eindruck macht, ohne das man darauf kommen könnte, was der Auslöser sein könnte, ist schon eine Handlung wichtig.

Doch ist es fraglich, dass Eltern gegen ihren Willen Erziehungshilfe oder ähnliches zugewiesen werden kann. Wenn sie Hilfe ablehnen und salopp gesagt, eine gewisse Bockigkeit an den Tag legen, könnte es auch etwas entmutigen, da kaum Spielraum besteht.

Vorwürfe kamen von mir nicht, kritische Überlegungen wohl, doch dürfte man erwarten, dass dies auch so verstanden wird. Doch das weiß ich aus eigener Erfahrung vom letzten Lehrergespräch, direkte klare Aussagen ohne Schnörkel überforderten dort auch.

Da ich selber schon wegen Dingen, die meinen Sohn zustehen kämpfen musste, um sie auch für die Schule zu erhalten, bezweifel ich, dass diese Behörde, die eigentlich zum Wohle des Kindes handelt, in der Form noch so funktioniert, da wird zuviel der Rechenstift übergeordnet. Das Kindeswohl ist in vielen Dingen dann doch wieder untergeordnet, da lehnt das Jugendamt quer durch alle Foren aktuell viele Anträge fleißig ab.

Sind die Eltern schon ein Jahr sehr widerspenstig gewesen, könnte es sein, dass sie halt alle zu Verfügung stehende rechtliche Mittel ausschöpfen, d.h., nach dem Bauchgefühl handeln - doch nicht unbedingt davon ausgehen, dass unbedingt eine positive Veränderung damit einhergehen wird.

Bei uns lief in unserem Vorschulprogramm ein Selbstbehauptungskurs, der hat die Kinder sehr genau sensibiliesiert, was andere dürfen und was nicht. Die Erzieherin hat es auch immer wieder einfließen lassen, selbst bei meinem Sohn hat es eine sehr positive Veränderung gebracht, dass er sehr genau abgrenzen kann, was erlaubt ist und was nicht. Liefen diese Dinge nicht in allen Bundesländern? Bei uns, in NRW wurde das gemacht, alle Kinder sind sensibilisiert, überall kleben auch an den Geschäftern Aufkleber, Noteingang

http://www.gewalt-sehen-helfen.de/de/noteingang_hier_finden_kinder_hilfe_4422.html

Gibt es auch an Schulen Möglichkeiten, diese Präventionsprogramme durchzuführen und das entsprechend anzuregen?

http://www.mut-zentrum.de/fileadmin/MuT-Zentrum/Dokumente/Mut_tut_gut_Schulprojekt_1.pdf

PS. ich krieg das mit dem Verlinken noch immer nicht hin.



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