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Forum: "Großschreibung im 4. Schuljahr"

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Großschreibung im 4. Schuljahrneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.11.2015 20:58:38 geändert: 13.11.2015 21:09:07

Hat jemand gute Ideen, wie man die Großschreibung im
4. Schuljahr fördert bei Kindern, die hier deutliche
Defizite haben?

Hintergrund der Frage:
Nach meinem Verständnis beherrschen Kinder am Ende
der Grundschulzeit die Großschreibung hauptsächlich
dadurch, dass sie ein gutes inneres Wörterbuch
aufgebaut haben mit korrekt groß- bzw.
kleingeschriebenen Wörtern. Beim Aufbau eines solchen
Wörterbuchs sind die diversen Tipps bzw. Regeln zur
Nomenerkennung hilfreich. Der Schreibfluss wird vom
inneren Wörterbuch gesteuert, die Nomenregeln sind
während des Schreibflusses direkt nur dann wirksam,
wenn ein Kind das entsprechende Sprachgefühl
aufweist, welche Worte für eine solche Nomenprobe
überhaupt in Frage kommen und entsprechende
Nomenproben automatisiert nutzen kann, beispielsweise
weil es die Wortartenbestimmung automatisiert
beherrscht.
Keine der Bedingungen trifft zu, wenn ein Kind im 4.
Schuljahr deutliche Großschreibprobleme hat.
Dann hat es aber im Rahmen einer zeitlich
überschaubaren Förderung keinen Zweck, die
Großschreibung auf diese klassische Weise fördern zu
wollen, denn dieser Weg wurde bereits mehrere Jahre ohne
Erfolg gegangen - er ist für die betreffenden Kinder
offenbar ungeeignet.
Ich setze deshalb auf die syntaxorientierte
Großschreibung, nach der das letzte Wort jeder
Sinngruppe im Satz i.d.R. großgeschrieben wird. Eine
Sinngruppe beantwortet Fragen der Art: wer? was?,
wen? wem? wessen? wann? wo? wozu? wobei? etc., d.h.
es handelt sich weitgehend um die klassischen
Satzglieder. Der Ansatz erscheint mir auch deshalb
attraktiv, weil die Beschäftigung mit Sinngruppen
gleichzeitig das sinnentnehmende Lesen und gut betonte
Vorlesen unterstützt.
Meine erste Erfahrung ist aber ernüchternd. Die
Sinngruppenerkennung konnte ich recht gut vermitteln,
und bei entsprechenden Übungsaufgaben mit diesem
Kontext hat auch die Großschreibung des letzten Worts
einer Sinngruppe befriedigend bis gut funktioniert.
Während des freien Schreibflusses der eigenen
Textproduktion war dann leider nicht mehr viel davon
zu sehen - das alte Problem.
Ich versuche es jetzt über den Sprachrhythmus, weil
das letzte großzuschreibende Wort einer Sinngruppe
beim Sprechen betont wird. Ein erstes Diktat verlief
vielversprechend, aber da habe ich auch besonders
betont. Ich fühle mich aber etwas unwohl, das rein
über die Betonung zu erreichen.

Wer hat Erfahrung mit der syntaxorientierten
Großschreibung bei leistungsschwächeren Schülern?
Wer hat gute Erfahrungen mit anderen Methoden bei der
Förderung der Großschreibung bei Schülern des 4.
Schuljahrs mit deutlichen Schwächen bei der
Großschreibung?


....neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 14.11.2015 23:19:26 geändert: 14.11.2015 23:22:17

Das mit der Sinngruppe habe ich noch nicht probiert. Es ist eine Idee, die man sicher einmal ausprobieren kann, doch erscheint sie mir ziemlich komplex.

Meiner Erfahrung nach verstehen Viertklässler die Nomen, wenn man immer wieder die Einklassifizierung mit Beispielen wiederholt:
Nomen benennen Lebewesen (Personen, Tiere, Pflanzen und Dinge) = konkrete Nomen
Es gibt abstrakte Nomen: Gefühle, "Gedankendinge" usw.
Typische Nachsilben von Nomen: ung, nis, heit, keit usw...
Nomen in Einzahl /Mehrzahl
Am wichtigsten ist allerdings die sogenannte Artikelprobe.

Wenn Schüler diese Kriterien durch diverse Wiederholungen verstanden haben, dann nehmen die Probleme mit der Großschreibung ab.
Wenn ich manche Schüler, die dort schwächeln, darauf anspreche, dann erkennen sie ihren Fehler. Die Automatisierung dauert bei einigen einfach länger.


Das ist ja leider das Problem ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 14.11.2015 23:34:34 geändert: 15.11.2015 00:26:31

Wenn man die Schüler auf ein konkretes Wort anspricht
(insbesondere wenn sie es falsch geschrieben haben),
finden sie i.d.R. die richtige Lösung und können sie auch
begründen.
Einüben kann man die inhaltliche und formale
Nomenklassifizierung und die Artikelprobe mit gutem
Erfolg. Aber das ist im 4. Schuljahr ein Pyrrhussieg.

Die Kenntnis der Regeln und der grundsätzlich beherrschte
Umgang mit ihnen hilft den SuS nicht während der
eigenen Textproduktion. Das ist auch verständlich, denn
sie müssten die Regeln ja während des Schreibens bei
jedem Wort eines Satzes bewusst anwenden. Das tut kein
Mensch.

Automatisieren wäre natürlich die Lösung, aber wie
sollten Übungen dazu aussehen? Von selbst automatisiert
sich ja nichts, und ständige Übungen im wortisolierten
Kontext, wo alles funktioniert, bringen keinen
Fortschritt. Das ist so ähnlich wie bei den Kindern, die
in Mathematik im 2. Schuljahr Zehner und Einer
verwechseln. Wenn ich das isoliert einübe (zweistellige
Zahlen lesen und schreiben), habe ich in kürzester Zeit
perfekten und nachhaltigen Erfolg. Nur: das hilft den
Kindern gar nichts, im Kontext einer Rechnung sind die
Zahlendreher wieder da. Deswegen übe ich das überhaupt
nicht mehr, und die Zahlendreher wachsen sich ja in aller
Regel aus. Bei der Großschreibung ist das leider nicht so
einfach.

Dass viele Kinder die Großschreibung recht gut
beherrschen, liegt m.E. daran, dass sie im Verlauf der
Grundschulzeit ein gutes inneres Wörterbuch aufgebaut
haben, und bei diesem Aufbauprozess sind die diversen
Nomenproben hilfreich. Das innere Wörterbuch steuert den
Schreibfluss und führt auch zu Korrekturen, wenn ein
falsch geschriebenes Wort 'komisch' aussieht (weil es vom
inneren Wörterbuch abweicht).
Der Aufbau des inneren Wörterbuchs hat offensichtlich
bezüglich der Großschreibung nicht funktioniert, wenn ein
Kind im 4. Schuljahr mit der Großschreibung auf Kriegsfuß
steht.
Kinder mit gutem Sprachgefühl mögen auch ein Gefühl dafür
entwickeln, welche Wörter im Satz überhaupt als Nomen in
Frage kommen. Sprachgefühl lässt sich aber schlecht
vermitteln. M.E. kommt das Arbeiten mit Sinngruppen dem
diesbezüglichen Sprachgefühl nahe - wenn es denn
funktioniert, und so weit bin ich leider noch nicht und
bin deshalb für jede Hilfe dankbar.


Rechtschreibgespürneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.11.2015 13:51:01

Meiner Meinung nach ist das Problem genau dieses Sprachgefühl ... und in Mathe dann eben ein Zahlengefühl.

Das hat eine Menge mit Wahrnehmung zu tun, mit Orientierung, Strukturen etc. und häufig weiß man gar nicht genau, welche Fähigkeit eigentlich zu wenig ausgebildet ist, dass bestimmte Kinder die Regeln nicht erlernen oder anwenden.

Für das Schreiben:
Kinder, die ohnehin Probleme mit den Schreiben, dem Sprachgefühl etc. haben, benötigen beim Schreiben von Texten ihre Konzentration und Aufmerksamkeit dafür, den Text an sich zu produzieren.
Hilfreich ist dann m.E., dass der Text im 2. Schritt überarbeitet wird.
Ähnliches kann man dann auch an fremden Texten üben: alle Wörter klein oder groß geschrieben und die Nomen müssen herausgesucht werden.
Ansonsten übe ich schon recht früh die Fehlersensibilisierung: Kinder gucken selbst ihre Texte nach und verbessern die Fehler (nach Vorlage oder mit Wörterbuch), am Ende zählen nur die Fehler, die sie selbst übersehen und nicht verbessert haben. Der Ansporn ergibt sich daraus, dass immer weniger Fehler von ihnen übersehen werden - man sieht also schnell, dass man selbst besser wird UND übt dabei, eigene Texte kritisch zu hinterfragen, statt "wird schon richtig sein" oder "ist ja nicht so wichtig" zu unterstützen.

Kinder, die diese Probleme nicht haben, haben das sogenannte Sprachgefühl, sie lernen über das Lesen, das Schreiben, die Übungen ... oder es fällt ihnen einfach zu und sie üben gar nichts und beherrschen die Regel einfach so. Häufig ist es ja auch so, dass die Kinder selbst nicht erklären können, warum ein Wort nun auf diese Weise zu schreiben ist, oder dass sie ins Straucheln kommen, wenn sie über Regeln nachdenken sollen.
Das zeigt dann auch deutlich, dass sich diese Kinder keine Gedanken darum machen (müssen) und sich auf anderes konzentrieren.

Der Umweg über die Regel ist somit generell immer schwieriger, als das unbewusst entwickelte Rechtschreibgespür.
Gleiches gilt meiner Meinung nach auch fürs Rechnen - sozusagen ein Rechen- oder Zahlengespür.

Palim


Ja, einen Korrekturmodus... neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.11.2015 18:59:26 geändert: 15.11.2015 19:02:33

im Anschluss an die Textproduktion einzuschleifen kann ein Weg sein. Die
Lehrerin des Schülers, mit dem ich gerade die Großschreibung übe, setzt
auch darauf, ist allerdings in dieser Hinsicht mit den Schülern unzufrieden.
Das kann auf jeden Fall ein Thema für die Förderung sein - war es für mich
bisher noch nicht.

Die Sache mit dem Sprachgefühl ist natürlich richtig, hilft nur leider für die
Förderung nicht weiter.


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