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Forum: "Ehrenamtliche Flüchtlinshilfe - verzwickte Situation"

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dem Mannneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hbeilmann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.02.2016 10:12:29

muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass es "Deutschland" nur als Gesamtpaket gibt. Man kann sich nicht nur herauspicken was einem gefällt (sichere Unterkunft, Unterstützung...), sondern muss auch den ganzen Rest akzeptieren, wenn man hier leben will. Je klarer das von Anfang an rüberkommt, desto leichter gelingt auch die Integration.

Die Zeiten, dass Männer ihren Frauen vorschreiben dürfen, was sie zu tun und zu lassen haben, sind bei uns zwar auch erst seit ca. 60 Jahren vorbei, aber sie sind vorbei. In einigen Hirnen mag das zwar noch nicht angekommen sein, aber die Mehrheit der Bevölkerung lebt es wohl inzwischen. Archaisch-patriarchalische Strukturen haben jedenfalls in unserer Gesellschaft ncihts mehr verloren.

Die Frau (oder das Mädchen?) hat also die vollen Rechte und ihr Mann sollte sich glücklich schätzen, jetzt in einer solchen Gesellschaft leben zu dürfen. Wenn ihm das nicht passt, darf er gerne zurück gehen - seine Frau muss diese Entscheidung aber alleine treffen, ob sie in diesem Fall hier bleiben will. Ich würde daher ebenfalls vorschlagen, ein Gespräch mit der Frau alleine zu organisieren, um sie darüber aufzuklären, welche Rechte sie hierzulande hat und wie man sie vor ihrem Mann beschützen kann.


Es ist schwierig...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: catwheasle Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.02.2016 10:19:26 geändert: 19.02.2016 10:25:40

Da Erwachsene leider nicht zu einem Sprachkurs gezwungen
werden können (soweit ich weiß), werdet ihr keine rechtliche
Handhabe haben. Anders sieht es aus, wenn die Frau noch
schulpflichtig ist. In diesem Fall müsste sie auf jeden Fall
in die Berufsschule oder in den A1-Kurs der VHS.

Die Idee, den Mann mit in den Deutschkurs zu integrieren und
dadurch evtl. die Möglichkeit haben, der Frau auch etwas
Deutsch beizubringen, find ich gut. Es scheint mir auch die
einzige adäquate Lösung zu sein.
Ich kann mich aber nochmals schlau machen und einige Kollegen
befragen, da ich es selbst nur mit MUFs (minderjährige,
unbegleitete Flüchtlinge) zu tun hab. Allerdings wird dies von
Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt.

Und klar gibt es Deutschland nur als "Gesamtpaket" aber man
muss es ihnen auch unmissverständlich klar machen. Dies zu
akzeptieren braucht bei Erwachsenen erfahrungsgemäß einfach
etwas länger und mehr Nachdruck, als bei meinen Kids!

LG Catwheasle


Ich halte von der Ideeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 19.02.2016 15:00:56

mit Trick 17 der Frau den Deutschkurs zu ermöglichen wenig, weil er an dem eigentlichen Problem gar nichts ändert.

Entweder man schreibt sich auf die Fahnen, dass man der Frau helfen will und da nutzt aus meiner Sicht nur nachhaltige Hilfe oder man lässt es bleiben und hilft dort, wo die Hilfe auf fruchtbaren Boden fällt. Überlege Dir mal, wie viel Kraft ihr bisher investiert habt, wie Euer Ergebnis aussieht und was man erreichen könnte, wenn man Willigen diese Kraft zugesteht.

Aus meiner Sicht, wenn ihr der Frau helfen wollt, überlegt Euch welche (zeitlichen und rechtlichen) Möglichkeiten ihr habt, überlegt Euch Maßnahmen, die Hand und Fuß haben, prüft sie auf Erfolg und wenn ja, dann setzt diese konsequent durch. Ansonsten reibt ihr Euch nur auf und geht vielleicht sogar psychisch vor die Hunde.


Ich denke malneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 20.02.2016 14:45:25

v.a. aus Sicht der jungen Frau ist es wichtig, ihrem "Mann" klarzumachen, daß hier andere Normen gelten und er die ihnen zugrundliegenden Werte zu akzeptieren hat.

In "Kulturzeit" gibt es immer mal wieder Berichte, über Frauen, denen es in jungen Jahren genauso oder hnlich ergangen ist wie der hier betroffenen, und die dann irgendwann die Kraft fanden, selbst etwas zu ndern, weil ihnen niemand geholfen hat.
Dies gelang allerdings z.T. nur unter sehr großen persönlichen Opfern.

Daran sieht man, daß die Betroffenen selbst ihr Schicksal durchaus nicht als normal und gottgegeben akzeptieren,sondern viele daran etwas ndern möchten, selbst wenn sie damit den Bruch mit ihrer Familie und auch Bedrohungen bis hin zu Mordversuchen riskieren bzw. in Kauf nehmen.

Allein das (und daß wir hier nicht in Saudi-Arabien, der Türkei oder dem Iran sind) ist es m.E. wert, dem Jungen ganz deutlich die Grenzen aufzuzeigen und nicht die Frau - dramatisch ausgedrückt - ihrem Schicksal zu überlassen und sich "nur" um die zu kümmern, bei denen man etwas bewirken kann; man hatte ja gar nicht die Chance herauszufinden, ob und was man bei ihr htte bewirken können.

LG

Hesse


@hesseneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 20.02.2016 15:07:28

ich unterstütze Deine Worte voll und ganz. Ich vermute mal, dass sich Deine Zeilen auch ein bisschen auf mein Geschriebenes beziehen. Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen unklar ausgedrückt.

Der Kern meiner Aussage soll sein, dass es wenig bringt, über irgendwelche Tricks den D-Kurs zu ermöglichen. 1. vermute ich mal, dass der Mann nicht blöd ist und die Sache durchschaut und 2. ändert es am Problem und der Einstellung gar nichts.

Ich möchte mal mit einem Metapher arbeiten. Wenn eine Wunde ein hohes Fieber verursacht, werden fiebersenkende Mittel den Patienten nicht gesund machen, sondern ich muss die Wunde versorgen. Gebe ich nur das fiebersenkende Mittel wird die Wunde schlimmer. Außerdem vergifte ich den Körper, schaffe Abhängigkeiten usw. Sobald ich das fiebersenkende Mittel absetze wird sich voraussichtlich der Gesundheitszustand dramatisch verschlechtern. Genauso sehe ich das auch im konkreten Fall.


westeuropäisch gedachtneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: amann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.02.2016 17:26:58

finde ich eure Äußerungen gut. Aber weiß irgendjemand genauer, wie die junge Frau die Sache sieht? Es wäre nicht gut, ihr eine fremde Denkweise überzustülpen.


Unsere Erfahrungen sind teilweise ähnlich:neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.02.2016 18:24:22

Zunächst einmal: Eure Ideen und Einstellungen unterstreiche ich vollkommen.
Leider merken auch wir im Alltag mit den syrischen Familien, dass sie zwar bei ihrer Flucht und bei der Ankunft in einem sicheren Ort, in sicheren Wohnungen und in (endlich wieder) geordneten Verhältnissen zunächst eine große Erleichterung und auch Dankbarkeit zu verspüren ist, allerdings stellt sich nach einiger Zeit sehr deutlich heraus, welcher Kultur und welcher Mentalität die syrischen Mitbürger verhaftet sind. Wir haben hier bei uns alle Ausprägungen, angefangen von dem jungen Mann, der mit allen Mitteln die Bedingungen geschaffen hat, damit seine Frau den Deutschkurs besuchen konnte ("junge Frau, muss Deutschkurs, muss Beruf, muss machen!"). Wir haben aber auch die 6-köpfige Familie, von der wir derzeit 3 Kinder beschulen. Einer davon ist ein reiner Selbstläufer, macht wahnsinnige Fortschritte, ist im hiesigen Fußballverein, hat viele Freunde usw., die beiden Schwestern dürfen nachmittags nirgendwo hin, haben keinen Anschluss, erhalten keine Förderung usw. Die Mutter macht einen sehr selbstbewussten und starken Eindruck. Der Vater ist traumatisiert von der Flucht, inzwischen depressiv und bekommt trotz toller beruflicher Angebote kein Bein auf den Boden. Wir haben in etlichen Gesprächen den Eindruck erlangt, dass die Mutter imstande wäre, den Familienkarren hier weiter voranzutreiben. Sie darf aber nicht, weil der Mann, so kraftlos er auch sein mag, nun mal das Familienoberhaupt ist und somit das Sagen hat.
So viel zur Emanzipation in unserem Land. Da macht jeder draus, was er mag. Und ich sehe keinerlei Handhabe für uns, daran was zu ändern. Leider.


Man kann nicht alles haben - und nicht jeden überzeugenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.02.2016 19:18:20 geändert: 21.02.2016 19:18:35

Gerade gefunden:
So geht Deutschland
Claudia Berten erklärt Migranten, was die deutsche Kultur
ausmacht. Bei Flüchtlingen wie Ahmad weiß sie: 660 Stunden
Integrationskurs reichen nicht.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/integrationskurs-berlin-fluechtlinge/komplettansicht


Ich bin euch wirklich dankbarneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: schnelleelli Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.02.2016 20:43:43

für eure zahlreichen Beiträge, ein jeder ist mir ein
Denkanstoß in dieser wahrlich nicht einfachen Situation
und hilft mir, die ganze Sache aus unterschiedlichen
Blickwinkeln zu beleuchten und Aspekte zu bedenken, auf
die ich alleine vielleicht nie gekommen wäre.
DIE Strategie habe ich leider nach wie vor nicht, dazu
würde ich mich gerne bzw. müsste ich mich noch einmal
ausführlicher mit dem Mädchen unterhalten - idealerweise
natürlich allein - und ihr genaues Geburtsdatum
herausfinden. Leider ist aber unser Sozialarbeiter, der
die ganzen Personalien vorliegen hat, gerade krank.
Ansonsten habe ich mich einmal mit dem Paar zu einem
Gespräch verabredet und sie prompt nicht angetroffen, und
als ich dann am nächsten Tag unangemeldet aufgetaucht
bin, war sie offenbar allein und durfte anscheinend die
Tür nicht aufmachen (hatte vorher durchs Fenster gesehen,
dass jemand im Zimmer ist), was mein ungutes Gefühl nur
noch verstärkt
Mal sehen, wie es weitergeht. Aber inzwischen
beschäftigt mich die Geschichte so stark, dass ich schon
gar nicht mehr anders kann, als mich dahinterzuklemmen.
LG,
Elli


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