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Forum: "Tod eines Elternteiles"

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Tod eines Elternteilesneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bostik Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.11.2005 20:25:06

In meiner ehemaligen Klasse war ein Schüler, dessen Mutter starb völlig unerwartet. Da die Eltern getrennt lebten, war er (fast) völlig allein. Wir, die Klasse und ich, gingen zur Beerdigung, organisierten viele Überraschungen für den Jungen (z.B. Ostern) und alle kümmerten sich vorbildlich um ihn. Es war immer jemand von uns für ihn da. Inzwischen lernen die meisten einen Beruf oder in der Schule weiter. Der mutterlose Junge kapselt sich, bis auf einen Kontakt, völlig von seiner ehemaligen Klasse ab. Schade, denn die Klasse verstand und versteht sich wunderbar.
Vielleicht habt Ihr ähnliche Erfahrungen? Oder Ihr könnt Tipps geben, wie man in solchen Momenten angemessen handelt?
VIELE GRÜßE
Bostik


Das ist ziemlich schwierigneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: anne1320 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 15.11.2005 23:50:25

dir hier etwas zu raten. Du schreibst nicht, was dieser Junge jetzt macht. Vielleicht ist es für ihn im Moment wichtig, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Ich meine das so: als er noch in eurer Klasse war, ist seine Mutter gestorben (da du schreibst ihr hättet an Ostern etwas besonderes für ihn vorbereitet ist es jetzt wohl doch schon einige Zeit her), jetzt hat für ihn etwas Neues angefangen (im Bezug auf Schule? Ausbildung?) und er akzeptiert in gewisser Weise sein neues Leben, nur wenn er mit seinen alten Freunden zusammen ist denkt er wieder an früher und dann zwangsläufig auch an die Zeit, als seine Mutter noch gelebt hat. Dann wäre sein Verhalten sozusagen ein Selbstschutz und eine Chance.
Es kann aber auch sein, dass er über den Tod seiner Mutter nicht hinwegkommt und meint, dass die anderen, die keinen solchen Verlust erlitten haben, ihn nicht verstehen können, dann könnte es sein, dass er sehr leidet.
In der Literatur werden drei Trauerphasen beschrieben. Ich tippe sie dir jetzt einfach einmal ab. Vielleicht hilft es dir ja weiter.

1. Phase Trauerschock
Der Tod eines Menschen schockiert, nicht nur wenn er völlig unerwartet kommt. Mit einem Schlag - so sagen wir wohl zu Recht - ist alles anders. Die erste Reaktion ist Verzweiflung, Hilf-und Ratlosigkeit. Die Tragweite der Todesnachricht wird noch nicht erfasst; viele leugnen sie gar: "Das kann nicht wahr sein, das muss eine Falschmeldung sein". Die meisten Menschen sind verstärt, erstarrt, leben "hinter einem Nebel", scheinen unbeteiligt, reagieren apathisch. Andere geraten ausser Kontrolle, brechen zusammen. Der Tod hat etwas Überwältigendes, er lässt Menschen die Gewalt über sich verlieren. Trauernde fühlen sich dann "ausser sich" ohne jeden realen Bezug zur Lebenswirklichkeit. Der Schock sitzt tief.
2. Phase Auflehnung
Gefühle wie Wut, Zorn und Hoss kommen auf. Man schreit seinen Schmerz heraus, hadert mit seinem Schicksal, geht mit Gott ins Gericht. Wer hat mir das angetan? Warum musste es ausgerechnet micht treffen? Womit habe ich das nur verdient?
WUT UND Zorn können sich sogar gegen den Toten richten, um den man trauert. Ihm werden bittere Vorwürfe gemacht. Wie konntest du mir das nur antur? Warum hast du mich nur im Stich gelassen.
Schließlich können diese aggressiven Gefühle auch umschlagen und sich in Selbstvorwürfen abreagieren. Hätte ich nicht besser auf sie aufpassen können? Schuldgefühle stellen sich ein. Man beschuldigt sich selbst, dieses getan und jenes unterlassen zu haben.
Dieses Chaos in der Gefühlswelt ist etwas "Normales". Obwohl es überhaupt keinen rationalen Grund für Selbst-Vorwürfe und Schuldgefühle gibt, ist es wichtig, diese Gefühle hochkommen zu lassen und zum Ausdruck zu bringen. Wut, die unterdrückt wird, kann Vielfältige Zerstörung anrichten, nicht zuletzt in der eigenen Seele. Hass, der nicht zugelassen wird, wirkt zersetzende in der Beziehung und anderen und zu sich selbst. Schuldgefühle, die nicht geklärt werden, bleiben eine unerträgliche Belastung. Niedergeschlagenheit bis hin zu Schhwermut und Depression sind die Folge.

3. Phase Annahme
Wer seinen Schmerz herausschreien durfte, wer hadern und anklagen konnte, der schafft Platz in seiner Seele, der kann allmählich innere Ruhe und Frieden einkehren lassen. Er kann dann den Verstorbenen innerlich frei geben und sich selbst befreien. Die Zeit der Annahme ist gekommen. Die Einsicht setzt sich durch, dass das Leben weitergeht und dass man für das eigene Leben verantwortlich sit - vielleicht mehr als früher. Neue Lebensentwürfe werden entwickelt, neue Lebensperspektiven tun sich auf. " (aus: Peter Neysters, Karl Heinz Schmitt: Denn sie werden getröstet werden)
(Sorry, wenn ich mich vertippt habe, ich habe es jetzt einfach blind abgeschrieben, ohne noch einmal durchzulesen) LG Anne


E


Hatte so einen Fall in der Sportgruppeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bailerina Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 16.11.2005 14:34:05

Ich gebe ab und zu Training für Kinder im Capoeira. Mein Freund ist der eigentliche Trainer und ich sozusagen "Ersatz".
Wir hatten auch einen Jungen (ich glaube 12 Jahre), dessen Mutter starb. Der Vater versuchte das Leben so weit es geht zu normalisieren, natürlich nach entsprechender Trauerzeit. Aber der Junge, der vorher unheimlich gerne zum Training kam und immer dabei war, wollte einfach nicht mehr kommen. Er hat alles, was er vor dem Tod seiner Mutter gemacht hat, aufgegeben. Durch Telefongespräche mit dem Vater und einzufälliges Treffen weiß ich, das er das wohl gebraucht hat, um mit der Situation klarzukommen. Der Tod der Mutter ist jetzt eineinhalb Jahre her und das Kind hat sich mit der Situation abgefunden und hat, soweit ich weiß, jetzt mit einem anderen Kampfsport begonnen und begeistert sich dafür. Trifft einer aus der Capoeira-Gruppe ihn alleine freut er sich und erzählt, die Gruppe an sich aber wird gemieden, da sie ihn zu sehr an sein "erstes Leben", wie er es nennt, erinnert.
Vielleicht ist es also in einer solchen Situation nicht schlecht, sich "abzuspalten"?!

bailerina


Ich denke,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: uschelz Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 17.11.2005 18:16:14

dass eine muss mit dem anderen nichts zu tun haben. Ich habe auch sehr früh meine Mutter verloren und breche auch in jedem neuen Lebensabschnitt fast alle Kontakte zu früheren Abschnitten ab. Trotzdem hat das eine nichts mit dem anderen zu tun, denn ich habe es schon immer so gehalten. Zum einen entstehen Freundschaften oft als Arbeitsfreundschaften, man hat also ein gemeinsames Interesse und ein Gesprächsthema. Nur wenige Freunde gehen auch tief in den privaten Bereich hinein und bleiben im neuen Abschnitt auch als solche erhalten. Andere Verbindungen schlafen einfach ein oder werden einfach immer weniger gepflegt. Ich würde mir also da gar nicht so viele Gedanken machen.
uschelz


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