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Forum: "Albtraum Fremdsprachen? FRUST, FRUST, FRUST!"

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Albtraum Fremdsprachen? FRUST, FRUST, FRUST!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 13:04:03 geändert: 09.01.2006 07:45:43

Gerade korrigiere ich eine Klassenarbeit der Kl. 6 Realschule in Englisch und raufe mir wieder einmal die Haare.

Ich habe fast 15 Jahre lang keine Kleinen mehr in Englisch gehabt und diese Truppe erst in diesem Jahr übernommen.

Beispiele:

kuttbei (Goodbye)
We kön in the bus kartenspiel
Feed not the tiers.

Am Anfang des Jahres habe ich mir richtig lange Zeit genommen, Lücken aus Klasse 5 aufzufüllen. Die Schüler sind auch mit Begeisterung dabei. Leider stellt sich heraus, dass selbst die Anfängersachen an etwa einem Drittel der Schüler völlig vorbei gehen.

Bei einer weiteren Gruppe ist es nicht so sehr die mangelnde kognitive Fähigkeit, sondern einfach die Wurstigkeit im Umgang mit Sprache.
Am Satzanfang Groß schreiben? Egal. Subjekt-Prädikat-Objekt selbst in einfachsten Anfängersätzen? Nicht wichtig.
Wenn ich es nicht so ausdrücken kann, wie ich möchte, mache ich mir keine Gedanken über Alternativen, ich schreib einfach eine deutsche Vokabel hin.
Vokabeln lernen ist was für Blöde.

Noch nie hatten es Schüler so leicht, in Kontakt mit Fremdsprachen zu kommen. Noch nie war der Sinn des Fremdsprachenlernens so evident wie heute.

Wie schwierig war es für die älteren Semester?

Wenn ich mir überlege, dass ich 15 war, als ich eine Plattenspieler bekam und endlich einmal englischsprachige Musik hören konnte, dass es kein Internet gab und keinen Zweikanalton, keine DVD mit Originalsprachfunktion, nicht 24 Stunden englischsprachige Musik im Radio, und kein CNN und Sky frage ich mich, wie wir jemals in der Lage waren, überhaupt eine Fremdsprache zu lernen.

Warum fehlt den Schülern heute der Wille, sich eine Sprache zu erobern?







Frust!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: mali Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 13:54:26

Hallo rhauda,
manchmal ist es echt frustrierend mit den lieben Kleinen. In solchen Fällen hilft wohl nur der Notendruck. Vokabeltests ohne Ende wären vielleicht eine Lösung, die Schüler zu wecken. Ich habe mir angewöhnt neue Vokabeln nur in Sätzen abzufragen. Trotzdem wird ohne Einsicht von Schülerseite nicht viel passieren, aber dann doch wohl bei der Versetzung. Bevor du zu harten Maßnahmen greifst wäre vielleicht ein letztes klärendes Gespräch ganz sinnvoll. Nur nicht aufgeben.
Gruß mali


Motivation...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: karina Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 14:52:26

... ist heutzutage schwer zu vermitteln.Unsere Schüler unterliegen einer Reizüberflutung und sind oftmals nicht in ausreichendem Maße in der Lage,sich zu konzentrieren.Vokabeltests ohne Ende wären für mich keine Lösung.Oftmals liegt es auch daran,dass die Schüler falsch lernen.Gib nicht auf, übe mit ihnen das Vokabellernen , arbeite viel mit visuellen Mitteln , hänge Grammatikregeln im Zimmer aus - damit habe ich mit meinen Kleinen gute Erfahrungen gemacht.Ich wiederhole Vokabeln auch gern mit Hilfe von Lückentexten bzw. verdrehten Buchstaben als tägliche Übung.Lass die Schüler bei Grammatikregeln ihr Vorgehen immer wieder kommentieren-auch dies kann helfen zu verinnerlichen.


@ rhaudaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 15:04:04 geändert: 08.01.2006 15:06:09

Vielleicht ist es dir ein schwacher Trost, dass ich solche Satzkonstruktionen auch bei einigen meiner Siebtklässler finde. Ich frage mich, was die für einen Englischunterricht in der Grundschule hatten, ob da überhaupt was hängengeblieben ist. Manche davon gehen als deutsche Kinder mit der deutschen Sprache genau so liderlich um. Wie soll ein Kind Englisch lernen, wenn es mit der Muttersprache schon so gravierende Probleme hat?

Den Sinn, eine Fremdsprache zu lernen, sehen sie nicht, sonst kämen nicht Fragen wie: Warum soll ich denn Englisch lernen, das brauch ich später sowieso nicht. In meiner Region führe ich das zum Teil darauf zurück, dass die Eltern der Kinder früher Russisch lernen mussten und zur englischen Sprache noch keine Beziehung entwickelt haben. Diese Eltern verreisen mit ihren Kindern auch wenig, schon gar nicht ins Ausland.

@ mali
Notendruck und verschärfte Tests bringen meiner Erfahrung nach da gar nichts, dadurch wird der Funken Motivation, der vielleicht noch da ist, erstickt. Ich versuche möglichst differenziert zu unterrichten, eine andere Lösung suche ich noch.


ich glaube nicht,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: edlerverein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 15:05:59 geändert: 08.01.2006 17:45:20

dass es rhauda an ideen fehlt, wie sie selber den unterricht verändern kann. ich glaube, sie meint, dass sich bei den schülern etwas ändern müsste.
das kann ich gut verstehen.
Ich merke auch, wie ich im laufe der letzten 20 jahre
- immer weniger voraussetzen kann,
- immer "primitivere" methoden zum eintrichtern einsetzen muss,
- immer engmaschiger wiederholen muss,
- mit immer kürzerer halbwertszeit von flüchtig angelerntem halbwissen rechnen muss,
- immer öfter bei adam und eva anfangen muss,
- den stoff immer mehr kleinstricken muss auf immer niederigeres niveau,
- immer weniger denkfähigkeit und abstraktionsfähigkeit (mittel- und oberstufe) antreffe
- und gleichzeitig immer mehr versuchen muss, von außen künstlich motivation zu implementieren
- mit immer abwechselungsreicheren, medien-gestützteren, aparteren und dennoch kurzlebigeren methoden.

Also hechele ich im grunde dem sich von der Schule und dem lernen angewidert und appettitlos wegdrehenden schüler bei seinem versumpfen hinterher und trage ihm alles kleingeschnippelt, fein gewürzt und vorverdaut im alete-englisch-gläschen hinterher und sage "mündchen auf, ein löffelchen for the teacher, eins for your future und eins mit salto mortale, so that you don't lose your appetite, du musst nicht einmal mehr kauen!"
(versteht ihr, was ich meine?)

ICH hab die ganze last, verd*** nochmal, und wenn sie noch weniger tun, werd ich NOCH MEHR last haben ... und wenn sie mal gar nix mehr tun, werd auch ICH den schwarzen peter haben.

Ihr werdet jetzt schreiben, diese klage der erziehenden sei so alt wie die menschheit usw., aber das hilft nicht ernsthaft weiter, und es war vielleicht auch noch nie so dramatisch, wenig bildung zu bekommen.


Warum soll's den Sprachenlehrern anders ergehenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rfalio Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 15:06:15

Die gleichen Phänomene kann man auch in Mathematik beobachten (egal in welcher Jahrgangsstufe). Trotz Grundwissenheft, trotz dauernder Wiederholung, trotz zusätzlichen Angeboten:S: "das können wir nicht" L:"Aber das haben wir doch letztes Jahr gelernt"S: " Wie können Sie denn das verlangen!"
Ein wirkliches Langzeitlernen geht bei manchen Schülern oft nur noch durch richtiggehendes Pauken; immer wieder Üben, Üben, Üben bis zum Erbrechen. Aber dann bleibt keine Zeit mehr für die Dinge, die wirklich Freude machen( Lehrern und Schülern): anspruchsvolle, ausgefallenen Aufgaben zum Selbstprobieren usw.
Ich nens inzwischen "MTV-Lernen": Schnell oberflächliche Eindrücke mit geringem Verfallsdatum, denn was ich heute mitbekomme, ist ja morgen schon wieder out.
Trotzdem: Wir lassen uns nicht unterkriegen
rfalio


übenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 15:32:33 geändert: 08.01.2006 15:34:50

"immer wieder üben, üben, üben, bis zum Erbrechen"

Da fängst es ja meistens schon an.
Macht Euch einmal den Spass, anonym in Klassen abzufragen, wie viele Stunden täglich die Schüler/innen mit Hausaufgaben, bzw. Arbeit für die Schule verbringen.
Unser Erlass sieht häusliche Arbeiten im Umfang von 1,5-2 Std täglich für die Sek I vor.

In keiner meiner Klassen gab es auch nur EINE Person, die auf die 2 Stunden im Durchschnitt kam.

Etwa 70% der Schüler sitzen im Durchschnitt weniger als 45 Minuten täglich an schulischen Arbeiten, selbst wenn Klassenarbeiten anstehen.
Eine erkleckliche Anzahl von Schülern sitzt täglich nur etwa 20 Minuten.

Ich habe darüber des Öfteren mit Klassen gesprochen, gerade wenn Eltern immer sagen: "Aber unser Heinzi sitzt doch den ganzen Tag und lernt."
Die besch****en ihre Eltern regelrecht und haben jede Menge Tricks auf Lager, ständigen Fleiß vorzugaukeln.
Kommentar Schüler: "Hey, Hallooooo?? Vielleicht hab ich ja auch noch was Besseres zu tun?"

Wie oft wissen die Schüler genauestens UND frühzeitig, welche Themenbereiche in der Arbeit beackert werden sollen. Wenn dann mal wieder eine Arbeit in die Hose gegangen ist, höre ich oft: "Na ja, DAS habe ich ja gelernt. Aber DAS ANDERE, da hatte ich keinen Bock mehr."







Edlerverein hat ja so recht...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klairchen Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 16:31:09

... aber zum Glück haben wir jetzt ja vorgegeben Standards, die unsere Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schulzeit erreicht haben müssen und die dann durch zentrale Abschlussarbeiten abgeprüft werden. Vermutlich werden wir dann bald danach bezahlt, in welchem Maße unsere Schüler diese Standards erreicht haben. Da soll also niemand sagen, wir würden nicht genügend unterstützt in den Schulen!


@klairchenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 16:47:39

"Vermutlich werden wir dann bald danach bezahlt, in welchem Maße unsere Schüler diese Standards erreicht haben."

Dann können wir nur hoffen, dass wir uns nicht eine Nebentätigkeit suchen müssen, um finanziell über die Runden zu kommen


Andere Seite der Medailleneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: keinelehrerin Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.01.2006 19:06:53

Ich kann euren Unwillen und eure Desillusionierung durchaus verstehen. Man bemüht sich und der Erfolg ist im Vergleich dazu ein ganz geringer.
(Manchmal geht es mir auch so.)

Doch es gibt auch noch eine andere "Spezies" Schüler.
Diejenigen, die schon mit Deutsch überfordert sind. Aus welchen Gründen auch immer.
Dieses Kinder sollen nun eine Sprache lernen, die sie zwar hören, deren Notwendigkeit sie auch noch erkennen. Aber sie können es ganz einfach nicht. Das hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, mit Lernmotivation, Fleiß.
Sie haben oftmals - vielleicht unerkannt - Probleme mit der Muttersprache, inzwischen aber solch gute Verheimlichungsstrategien entwickelt, dass man es nicht direkt bemerkt.
Diese Strategien in einer Fremdsprache zu entwickeln ist ungleich anstrengender, _ unmöglich?
Mit Ehrgeiz, Wollen und viel Enthusiasmus gehen sie an die neue Herausforderung heran und werden enttäuscht.
Was nutzt dich Vokabellernen wenn dein Raum-Lage-System die Buchstaben durcheinander wirft, und das dumme Wort anders geschrieben als gesprochen wird?
Was nutzt dich einfache Grammatik, wenn in der GS der Lehrer die deutschen Ausdrücke benutzt hat und du noch am lernen bist, was das Ganze im Deutschen bedeutet?
Was nutzt dich das Lesen, wenn du im Deutschen über die Buchstaben purzelst, weil sie einfach herumhüpfen?

Nicht jedes Kind, dass in einer Fremdsprache schwache Leistungen bringt, leidet unter einem der Symtome, die ich beschrieben habe.
Aber nach meinen Beobachtungen doch einige, und mehr als ich - noch vor drei Jahren - vermutet hätte.

Lasst euch diesen Denktanstoß durch den Kopf gehen, bevor ihr mir Inkompetenz, Unsachlichkeit, Einzelfälle oder sonstiges nachsagt.

Jedes Kind, das ungerechtfertigt kritisiert wird, ist ein Kind zuviel.

mit nachdenklichem Gruß
keinelehererin


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