In dieser Lerneinheit lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über die Hindu-Religionen und vertiefen dabei zugleich ihr Wissen über den Buddhismus, indem sie diesen mit den Hindu-Religionen in Beziehung setzen. Sie vergleichen die Lehren der beiden Religionen zu Ich, Seele und Wiedergeburt sowie deren Erlösungsziele und Weltschöpfungsmythen miteinander. Weitere Vergleichsdimensionen sind das Menschenbild sowie die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wirkungen von Buddhismus und Hinduismus auf die Gesellschaften, in denen sie vorherrschen. Dabei werden insbesondere religiöse Ziele mit tatsächlichen gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert.
Lernziele (inhaltliche und methodische)
• Die Lernenden können Angaben zum Ursprung und zur geographischen Verbreitung der beiden Religionen machen.
• Die Schülerinnen und Schüler können anhand ausgewählter Merkmale zwischen buddhistischen und Hindu-religiösen Lehren und Praktiken unterscheiden.
• Sie sind imstande, einige Gemeinsamkeiten wie auch grundlegende Unterscheide zwischen dem Buddhismus und den Hindu-Religionen zu beschreiben, zum Beispiel hinsichtlich der Seelenvorstellungen oder der Lehre und Praxis der Gewaltfreiheit.
• Sie können die geistigen Vorstellungswelten und einige typische Handlungsvollzüge buddhistischer und hinduistischer Rituale darstellen und miteinander vergleichen.
• Sie können anhand einzelner Beispiele erklären, ob bzw. auf welche Weise es Synergien zwischen dem Buddhismus und den Hindu-Religionen gibt bzw. geben könnte.
• Sie sind in der Lage, einige der wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitischen Lehren des Buddhismus und des Hinduismus darzustellen sowie deren Wirkungen auf Entwicklung der Gesellschaften, in denen sie vorherrschen.
• Die Schülerinnen und Schüler können textkritische Betrachtungen anstellen und über die philosophischen Dimensionen sowie gesellschaftlichen Implikationen buddhistischer und Hindu-religiöser Lehrmeinungen reflektieren.
• Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).
85 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026
In dieser Lerneinheit lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über das Verhältnis von Buddhismus und Christentum. Was haben beide Religionen gemeinsam und worin unterscheiden sie sich? Die Lerninhalte umfassen einen Vergleich der christlichen Gottesvorstellungen mit der Rolle des Erleuchteten und der Götter bzw. höheren Wesen im Buddhismus, die Frage von Gnade versus Selbsterlösung, das Problem der Quellen religiöser Einsichten sowie die Wirkungen beider Religionen auf Gesellschaft und Natur. Grundlegende Gemeinsamkeiten werden auf dem Gebiet der praktischen Ethik, insbesondere von Mitgefühl und Barmherzigkeit im alltäglichen Leben herausgearbeitet.*** Oberstufe, ca. 2 Doppelstunden***
Lernziele (inhaltliche und methodische)
• Die Lernenden können Angaben zum zeitlichen und örtlichen Ursprung sowie zur Ent-wicklung dieser beiden Weltreligionen machen.***
• Die Schüler:innen können anhand ausgewählter Merkmale zwischen christlichen und buddhistischen Lehren und Praktiken unterscheiden. ***
• Sie sind imstande, einige Gemeinsamkeiten wie auch grundlegende Unterscheide zwi-schen dem Buddhismus und dem Christentum zu beschreiben, zum Beispiel hinsicht-lich der Gottes- und Seelenbegriffe, den Paradies- und Jenseitsvorstellungen, den jeweiligen Erlösungswegen sowie den Quellen religiöser Erkenntnis oder hinsichtlich der Lehren zu Krieg und Gewalt.***
• Sie können die der religiösen Praxis und den rituellen Handlungen beider Religionen zugrundeliegenden geistigen Vorstellungswelten darstellen und miteinander vergleichen.***
• Sie können einige Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der institutionellen Verfasst-heit beider Religionen erklären.***
• Sie können anhand einzelner Beispiele erklären, ob bzw. auf welche Weise es Syner-gien zwischen dem Buddhismus und dem Christentum gibt bzw. geben könnte.***
• Sie sind in der Lage, Aussagen über einige der gesellschaftspolitischen Wirkungen des Buddhismus und des Christentums zu formulieren, insbesondere mit Blick auf die Behandlung von Natur und Umwelt.***
• Die Schüler:innen können textkritische Betrachtungen anstellen und über die weltan-schaulichen Dimensionen sowie die gesellschaftlichen Implikationen buddhistischer und christlicher Lehrmeinungen reflektieren.***
• Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).***
81 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026
In dieser Lerneinheit lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über das breite Spektrum der buddhistischen Prosaliteratur. Neben den Jātaka-Legenden wird sich auch mit buddhistischen Fabeln und Märchen aus China und Japan befasst sowie speziellen Formen, wie den chan- und zen-buddhistischen Meister-Schüler-Dialogen. Es geht um die Deutung buddhistischer Gleichnisse und Metaphern im Kontext der buddhistischen Lehre und am Ende auch um das Aufspüren buddhistischer Motive in der westlichen Prosaliteratur. Dazu werden kurze Texte von Franz Kafka und Oskar Wilde herangezogen.
Lernziele (inhaltliche und methodische):
• Die Lernenden sind imstande, anhand ausgewählter Merkmale zwischen Pali-Versen, Chan-Gedichten, Haikus und Kōans zu unterscheiden. ***
• Sie können Metaphern und Symboliken der buddhistischen Lyrik dekodieren.***
• Sie können Verbindungslinien zwischen den verschiedenen Formen buddhistischer Dichtung mit den Grundaussagen der buddhistischen Lehre und religiösen Praxis aufzeigen.***
• Die Lernenden können buddhistische Versdichtungen interpretieren.
• Sie können die Funktion von Kōans innerhalb der religiösen Praxis des Chan- bzw. Zen-Buddhismus erklären.***
• Sie können die Paradoxien von Kōans beschreiben.***
• Sie sind in der Lage, einfache Haikus selbst zu verfassen.***
• Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).
63 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026
In dieser Lerneinheit lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über den Daoismus, Chinas indigener Religion und Philosophie. Darauf aufbauend vergleichen sie Daoismus und Buddhismus anhand ausgewählter Merkmale miteinander. Was haben das Dao und das Nirvana gemeinsam und worin unterscheiden sich beide? Es geht auch um Fragen der praktischen Ethik sowie Ähnlichkeiten in der Ritualdurchführung und religiösen Symbolik. Zudem wird anhand ausgewählter Texte herausgearbeitet, wie beide Religionen in China trotz Heilkonkurrenz viel voneinander lernten und religiöse Inhalte und Praktiken des anderen Glaubens in die eigenen Lehren aufnahmen.***Oberstufe, ca. 2 Doppelstunden***
Lernziele (inhaltliche und methodische)
- Die Schülerinnen und Schüler können anhand ausgewählter Merkmale sowie des iko-nographischen Erscheinungsbildes zwischen buddhistischen und daoistischen Darstel-lungen unterscheiden. ***
- Die Lernenden können Angaben zum geographischen Ursprung beider Religionen ma-chen.***
- Sie sind imstande, einige Gemeinsamkeiten wie auch einige grundlegende Unterschie-de zwischen beiden zu beschreiben (zum Beispiel hinsichtlich Auffassung des Leidens oder der karmischen Vergeltungskausalität).***
- Sie können das buddhistische Nirvana mit dem daoistischen Dao vergleichen.***
- Sie können Unterschiede und Gemeinsamkeiten im buddhistischen und des daoisti-schen Pantheon erläutern.***
- Sie können anhand einzelner Beispiele erklären, auf welche Weise wechselseitige Be-fruchtungen zustande kamen und wie sich diese entfalteten.***
- Sie sind in der Lage, Aussagen über die unterschiedlichen wirtschafts-, sozial- und ge-sellschaftspolitischen Aussagen sowie Wirkungen des Buddhismus und Daoismus in China zu formulieren.***
- Die Schülerinnen und Schüler können textkritische Betrachtungen anstellen und über die philosophischen Dimensionen sowie gesellschaftlichen Implikationen buddhisti-scher und daoistischer Lehrmeinungen reflektieren.***
- Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).
92 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026
Wenn von Buddha die Rede ist, so ist zwischen dem historischen Buddha Shakyamuni, dem Stifter der Lehre, dem Buddha als überweltlichen Wesen in der späteren Schulen sowie den Meditationsbuddhas im tibetischen Buddhismus zu unterscheiden.***Lerneinheit, Oberstufe, ca. 2 Doppelstunden, Materialanhang, 48 Seiten***
Lernziele (inhaltliche und methodische)
- Die Schülerinnen und Schüler können wichtige Ereignisse im Leben des historischen Buddha Shakyamuni nennen und seinen Lebensweg skizzieren.***
- Sie können hagiographische Schilderungen von evidenzbasierter historischer Forschung unterscheiden.***
- Sie sind imstande, Aussagen zu seiner historischen Bedeutung als Religionsstifter zu machen und einige der bleibenden Wirkungen seiner Lehre beschreiben***
- Sie können den Buddha als Menschen vom Bild des Buddhas als einem überweltlichen Wesen unterscheiden und einige Wandlungen in der Rezeptionsgeschichte dieses Religionsgründers beschreiben. ***
- Sie sind imstande zwischen Shakyamuni, dem historischen Buddha und Mahayana-Buddhas wie Amitabha und dem Medizinbuddha sowie den Meditationsbuddhas der tibetischen Schulen zu unterscheiden.***
- Sie kennen eine Vorlebensgeschichte (Jataka) des Buddhas und können Aussagen zu deren Funktion im Rahmen seiner Lehre machen.
2 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026
Im Buddhismus gibt es zahlreiche Schulen. Diese lassen sich allesamt drei Grundtraditionen zuordnen. Am Anfang stand das Theravada, auch die „Lehre der Alten“ genannt, heute ein Obergriff für die Lehren frühen Buddhismus, wie sie sich nach der Verkündung der Lehre durch Shakyamuni in den südostasiatischen Ländern ausgebreitet und dort bis heute erhalten haben. Um die Zeitenwende bildete sich dann eine Tradition, die sich selbst „Großes Fahrzeug“ (Mahayana) nannte. Ein späterer Zweig dieser Richtung ist das „Diamantene Fahrzeug (Vajrayana), das von einigen als eigenständige dritte Richtung gesehen.***Oberstufe, ca. 3 Doppelstunden***
Lernziele (inhaltliche und methodische)
- Die Schülerinnen und Schüler können anhand ausgewählter Merkmale sowie des ikonographischen Erscheinungsbilds zwischen den großen buddhistischen Schulen unterscheiden. ***
- Die Lernenden können Angaben zur geographischen Verbreitung dieser Schulen machen.***
- Sie sind imstande, einige Gemeinsamkeiten wie auch grundlegende Unterscheide dieser Schulen zu beschreiben (zum Beispiel hinsichtlich der Pāramitās oder der drei Buddhakörper).***
- Sie können anhand einzelner Beispiele erklären, wie diese Schulbildungen zustande kamen und sich entwickelten.***
- Sie sind in der Lage, verschiedene historische und aktuelle Merkmale dieser Schulen miteinander zu vergleichen.***
- Sie können für die jeweiligen Schulen typische Texte diesen zuordnen.***
- Die Schülerinnen und Schüler können textkritische Betrachtungen anstellen und über die philosophischen Dimensionen sowie gesellschaftlichen Implikationen buddhistischer Lehrmeinungen reflektieren.***
- Die Lernenden vertiefen ihre analytischen und interpretativen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Textarten (Strategien der hermeneutischen und historisch-kritischen Textarbeit).***
88 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.03.2026
Die Lerneinheit (zwei- bis dreimal 90 Minuten) wendet sich an Schüler(innen) der Oberstufe und kann in Fächern wie Ethik, Religion oder Praktische Philosophie eingesetzt werden. Die Schüler/innen lernen etwas über:
a) einige grundlegende Lehren des Buddhismus,
b) die buddhistische Auffassung von der Leidhaftigkeit des menschlichen Lebens, die buddhistische Vorstellung von Glück und den buddhistischen Erlösungspfad,
c) den Edlen Achtfachen Pfad als der grundlegenden Richtschnur für eine buddhistische Lebensweise,
d) die buddhistische Karmalehre und ihre Antinomien,
e) das buddhistische Lebensrad, die drei Triebkräfte des Daseins aus buddhistischer Sicht, die fünf bzw. sechs Bereiche der Wiedergeburt und den zwölffachen Kausalnexus der Existenz,
f) einige kontroverse Positionen bei der Rezeption des Buddhismus im Westen.
Die Lerneinheit ist in Form eines Menüs konzipiert, das heißt, die Lehrkraft kann sowohl alle vorbereiteten Teile nehmen oder eine Auswahl treffen und nur ausgewählte Aufgabenstellungen bearbeiten lassen.
Methoden
-Kurze thematische Einführungen der Lehrkraft zu den einzelnen Aufgabenstellungen
-Brainstorming-Session mit anschließender strukturierender Aufarbeitung der Ergebnisse
-Arbeit mit Texten. Textinterpretation (unter Verwendung deskriptiv-analytischer, normativ-religiöser und historischer Dokumente). Insgesamt stehen 14 Arbeitsblätter zur Verfügung
-Kontrastierung verschiedener Positionen und Erzeugung kognitiver Dissonanzen mit dem Ziel der Ausbildung erkenntnisleitender Kognitionen
-Schüler(innen)-Lehrer(innen)-Dialoge
-Zusammenfassende Schaubilder tabellarische Übersichten
-Themenbezogene Lehrer(innen)-Inputs, Lehrer(innen)-Vorträge
-Schüler(innen)arbeitsgruppen mit anschließender Ergebnispräsentation durch die Lernenden
-Ergebnisoffene Gruppenarbeit und Plenumsdiskussionen
-Die Lehrkraft steht als Ressource für Hintergrundwissen zur Verfügung, wenn entsprechende Schüle(innen)fragen gestellt werden.
51 Seiten, zur Verfügung gestellt von wagnerhg am 11.08.2024
Einfaches Kreuzworträtsel über obiges Thema, Musterlösung und vereinfachte Form mit Lösungswörtern umseitig, Bild aus der BDB von reichundschoen, Bayern MS 5.-10. Jahrgangsstufe
5 Seiten, zur Verfügung gestellt von mglotz am 06.07.2023
Dieses Multiple-Choice-Rätsel wird Frage für Frage mündlich angesagt. Die SchülerInnen notieren bloß die Fragenummern und den Buchstaben der für sie jeweils richtigen Antwort auf das Blatt. Wurden alle Fragen richtig beantwortet, ergibt das Lösungswort (von hinten beginnend) einen im Buddhismus wichtigen Begriff.
1 Seite, zur Verfügung gestellt von neumeyr am 03.01.2022