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Forum: "Politische Korrektheit"

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Das hat hierneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 17:50:31 geändert: 04.06.2021 17:50:52

auch niemand behauptet. Ich bin völlig d'accord, dass Wörter, deren Gebrauch auf Personengruppen verletzend wirken, abgeschafft oder verändert werden. Dass dabei, wie so oft, übers Ziel hinausgeschossen wird, zeigt der obige Artikel, in dem genau das aktuelle Phänomen gezeigt wird: Selbsternannte "Richtigmacher" erspüren "das Böse" allerorten und wollen es ausmerzen. Ich finde es eine echte Lachnummer, wenn aus einem Ortsnamen willkürlich die Buchstaben N-e-g-e-r extrahiert werden, ohne zu merken, wie schwachsinnig das ist, da 1. noch ein n drangehört und 2. das Wort dann im Dialekt "näher" bedeutet. Und auf diesen Schwachsinn bezog sich mein Beitrag mit dem Regen.



Dasneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: christeli Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 17:56:22

sehe ich auch so. Ich kenne den Ort und dort käme keiner auf die Idee, dass sie in einem Ort leben, der einen rassistischen Namen hat. Der Artikel hat die Herkunft des Ortsnamen richtig wiedergegeben und auch mit ähnlichen Namen verglichen. Ich spreche ganz gut Plattdeutsch und kenne einige Ortsnamen, die Teile ihres Namens aus der Lage herleiten. Das hat die grüne Jugend schlicht und einfach nicht gewusst.



Aber weißte, dann erstmalneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 18:07:08

dagegen wettern, ich finde das schwer zu ertragen. Es gibt zahlreiche Beispiele, bei denen die selbsternannte Sprachpolizei übers Ziel hinausschießt, einfallen tut mir

1. der Bericht eines Fernsehmenschen, der in einem Land mit vielen Sinti und Roma unterwegs war. Er unterhielt sich eine lange Zeit mit den Menschen und verwendete im Bestreben, alles richtig zu machen, ständig nur die Worte Sinti und Roma. Bis irgendwann ein älterer Mann fragte, warum er sie nicht Zigan nennen würde, sie seien schließlich Zigan und überdies sehr stolz darauf. Tja, was nun?

2. ein farbiger Koch nigerianischer Herkunft, der sein eigenes Restaurant bewusst und absichtlich "Zum Mohrenkopf" getauft hat, die Erläuterungen dazu spare ich mir jetzt, kann man hier nachlesen:

https://www.saechsische.de/deutschland/kieler-mohrenkopf-rassismus-steckt-im-herzen-und-nicht-im-namen-5298956.htmlhttps://www.saechsische.de/deutschland/kieler-mohrenkopf-rassismus-steckt-im-herzen-und-nicht-im-namen-5298956.html

Ich finde, Differenzierung tut durchaus not, aber in beide Richtungen!



@ janne60 Danke! @ palim Ich stimme Dir zu,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 18:26:43 geändert: 04.06.2021 18:28:15

daß gegenseitiger Respekt die Grundlage der Kommunikation und Interaktion sein sollte. Dazu muß ich aber nicht diese gekünstelten und teilweise unlogischen Sprachkonstrukte verwenden. Für mich nehme ich in Anspruch, ich werde niemanden besser oder schlechter behandeln, nur weil ich diese Sprachverhunzung - und das sind für mich dieses unselige *, Binnen-i oder die -ierenden - nicht mitmache. Wenn mich jemand aufgrund dessen be- oder verurteilt, hat er bzw. sie mein aufrichtiges Mitgefühl.

Insgesamt befürchte ich eine Entwicklung, daß wir irgendwann gar nicht mehr wissen, was wir noch sagen dürfen und was nicht. Wir laufen Gefahr, je nachdem, was gerade Konjunktur hat, immer irgendjemandem auf den Schlips bzw. zu nahe zu treten. Was mich umtreibt ist die Sorge, daß wir uns mehr und mehr in Richtung einer Selbstzensur i.S. einer Sprach - und in letzter Konsequenz Gedankenpolizei bewegen. Solche Absurditäten, wie ich sie im Eingangsbeitrag genannt habe, finden ja durchaus Anhänger, sind aber vergleichsweise harmlos.

Und: Was machen wir denn mit aus heutiger Sicht "unkorrekten Begriffen" in alten Büchern? Jim ist bei Tom Sawyer der "Nigger". Darf ich das Buch nun nicht mehr lesen oder Kinder lesen lassen? Oder müssen nun *** hinter das N, um unsere Kinder vor diesem bösen Wort zu schützen? Und noch schlimmer: mal sehen, wer mich nun steinigt, weil ich dieses Schimpfwort hier benutzt habe. Das ist doch irre! Ich habe als Kind mit neun, zehn Jahren diese Bücher gelesen und ohne Belehrung verstanden, daß damit ein Mensch herabgewürdigt wird und seine Bezeichnung ein Schimpfwort und eine üble Beleidigung ist und man diese Bezeichnung für Menschen nicht benutzt. Aus mir ist kein Rassist geworden. Das kann ich guten Gewissens von mir behaupten.

Wie ist es mit Hänsel und Gretel, Brüderchen und Schwesterchen etc.? Dürfen wir unseren Kindern solche Märchen mit einem derartig "negativen Frauenbild" überhaupt "zumuten"? Eine ehemalige Familienministerin hat allen Ernstes in diesem Sinne argumentiert, warum sie ihren Kindern solche Märchen nicht vorliest. Wir trauen uns selbst - und unseren Kindern - nicht mehr über den Weg - und das finde ich so schlimm. Rassistische, frauen - und minderheitenfeindliche Entgleisungen verhindere ich nicht durch den Gebrauch scheinbar politisch korrekter Begriffe, sondern nur durch Erziehung und meine Vorbildfunktion im konkreten Umgang mit meinen Mitmenschen einschließlich Zivilcourage. Dies schließt den bewußten Gebrauch von Sprache und Begriffen nicht aus. Die Kirche sollte man aber schon im Dorf lassen.

LG  

Hesse

 



@hesseneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: dafyline Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 18:41:01

 



differenziertneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: palim Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 19:56:32

Der eine nennt es "Sprachverhunzungen",

die andere sieht, das Frauen in der Geschichte nicht genannt wurden und entsprechend "nicht gesehen" wurden,

dass man ihnen in heutiger Zeit mehr Gewicht in der Sprache gibt und sie eben benennt und nicht behauptet, sie seien im generischen Maskulinum bedacht. Sind sie nicht oder nicht auffällig genug.

Die Kirche im Dorf lassen... ja, eine Bibel in gerechter Sprache gibt es schon, in meiner Kirche auch gleiches Anrecht auf alle Ämter.



Behauptungenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: amann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 21:16:40

"  die andere sieht, das Frauen in der Geschichte nicht genannt wurden und entsprechend "nicht gesehen" wurden,

dass man ihnen in heutiger Zeit mehr Gewicht in der Sprache gibt und sie eben benennt und nicht behauptet, sie seien im generischen Maskulinum bedacht. Sind sie nicht oder nicht auffällig genug."

Was du hier nennst, sind Behauptungen, Deutungen feministischer Aktivistinnen und Professorinnen aus den 70er Jahren. Während meiner Studienzeit wurde das ausführlich diskutiert, und es gab eine breite Mehrheit, die diese Sichtweisen ablehnte. Erst über mehrere Jahrzehnte der Agitation an den Universitäten und in einigen Parteien hat sich diese Geschichts- und Sprachdeutung so weit verbreitet, dass in der Sphäre der Sozialwissenschaften, des Journalismus und einigen Teilen der Wirtschaft neue Überzeugungen entstanden sind. In der Gesamtbevölkerung wird die feministische Geschichtsdeutung und die feministische Sprachkritik  weiterhin mehrheitlich abgelehnt.



@amann, hesse, etc.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: halb27 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 21:30:38 geändert: 04.06.2021 21:31:22

Ich kann dem nur beipflichten.

Dass Frauen in der Vergangenheit (und teilweise heute: siehe z.B. kathol. Amtskirche) nicht angemessen gewürdigt wurden bzw. werden und bestenfalls begrenzten Zugang zu vielen gesellschaftlichen Bereichen hatten, das ist der Skandal.

Das kann man aber nicht rückgängig machen durch diese lächerlichen Sprachverhunzungen.

Wir leiden unter einer völlig überzogenen politischen Korrektheit, nicht nur bei diesem Thema. Ein überzogenes Datenschutzverhalten verhindert sinnvolle Lösungen, wie beispielsweise eine im Meldewesen effektiv verankerte Kontrolle der vielen Testzentren. Mir fallen viele Themen ein, wo die völlig überhöhte Ausprägung eines an sich richtigen Gedankens zu den merkwürdigsten Auswüchsen führt.



es geht nicht darumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: fruusch Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 21:32:18

dass wir "irgendwann nichts mehr sagen dürfen" oder dass hier eine "selbsternannte Sprachpolizei" in unser Leben hineinschnüffelt. Es geht einzig darum, dass Sprache eine Wirkung hat (und zwar eine meist unterschwellige, aber dennoch gewaltige), und dass wir uns dessen bewusst sein müssen.

Mir bricht kein Zacken aus der Krone, das Gendersternchen mitzusprechen und zu schreiben, wenn ich dadurch einer Person ohne bestimmtes Geschlecht einen Gefallen tue, weil diese Person sich dann von mir angesprochen fühlt - anstatt bei "sehr geehrte Damen und Herren" ausgeschlossen. Anfangs fiel es mir zugegebenermaßen etwas schwer, inzwischen habe ich mich schon ziemlich dran gewöhnt und es kommt mir immer normaler vor.

Der zitierte Artikel beschreibt eine der skurrileren Irrungen dieser Beschäftigung mit der Sprache. Der Ortsname ist nicht rassistisch, genau wie die Namen der Städte Essex und Sussex nichts mit Geschlechtsverkehr zu tun haben. Aber so ein "Fehler" gehört zu dieser wichtigen Beschäftigung mit Sprache und ihrer Wirkung. Man kann daraus z.B. lernen, dass nicht jedes Wort, das bestimmte Buchstabenkombinationen enthält, auch eine rassistische/sexistische/etc. Bedeutung hat. Das hat die GJ ja auch erkannt. Trotzdem können Wörter - und damit auch Namen - im Laufe der Jahrhunderte neue Bedeutungen bekommen, wenn ihre ursprüngliche Bedeutung in Vergessenheit gerät, weil z.B. die Sprache aus der sie stammen, von kaum jemandem mehr gesprochen wird oder sie sich durch Lautverschiebungen verändert haben (mein Heimatort "Möhrendorf" hat etwa sprachgeschichtlich rein gar nichts mit Wurzelgemüse zu tun). Es lohnt sich daher, bei solchen Wörtern weiter zu forschen, wie sie wirklich wahrgenommen werden - und zwar von den von Rassismus/Sexismus/etc. Betroffenen. Schließlich geht es dabei um unsere Mitmenschen, die wir mit Respekt behandeln sollten. Auch eine ironisch-satirische Behandlung dieser Wörter ist in diesem Zusammenhang wichtig, um ihre tiefere Bedeutung zu erkennen.

Gendersternchen sind also nicht der Untergang des Abendlands, genausowenig wie "Negernbötel" ein rassistisch geprägter Ort ist. Das hat ja auch niemand behauptet, auch wenn die politischen Gegner der Grünen das gerne so darstellen. Ob der Name des Ortes trotzdem problematisch sein kann, sollte ergebnisoffen diskutiert werden. Wer sich dieser Diskussion einfach so verweigert, zeigt nur, dass er*sie grundlegend etwas (noch) nicht verstanden hat.



Hmneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 04.06.2021 23:48:47

Wer sich dieser Diskussion einfach so verweigert, zeigt nur, dass er*sie grundlegend etwas (noch) nicht verstanden hat.

Könnten wir uns darauf einigen, dass man das Thema verstanden und dennoch eine andere Meinung dazu hat? 



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