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Forum: "Politische Korrektheit"

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Zu halb27neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: daffi10 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.06.2021 19:51:39

Hi,

du schreibst zur Gendersprache:

"- eine sprachliche Betonung der Gleichberechtigung
- eine erhöhte sprachliche Komplexität.

Wie die beiden Punkte zu bewerten sind, ist dann eine subjektive individuelle Sache, bei der Argumente nichts bringen."

Das sehe ich aber völlig anders. Ja, natürlich, die jeweils subjektive Position Einzelner ist natürlich zu respektieren. Aber die Problematik, die hinter der ganzen Diskussion steht, ist eine gesamtgesellschaftliche. Es gibt diese Missstände, sei es in Hinblick auf die Gleichberechtigung, sei es im Hinblick auf den Umgang mit Rassismus. Belege dafür gibt es tagtäglich zu Hauf. Wenn es diese Missstände aber gibt, dann muss man eine Entscheidung treffen. Ich will etwas daran ändern, oder aber, ich finde, es ist alles noch im Rahmen, Veränderungen sind nicht notwendig. Wie auch immer, eine Entscheidung braucht es. Und genau da ist der gesellschaftliche Diskurs notwendig, und zwar mit Argumenten. Jedenfalls möchte ich keinen Autokraten an der Spitze haben, der glaubt, den Stein der Weisen zu besitzen. Wie demokratisch unser Land ist, lässt sich dann sehr gut daran bemessen, inwieweit demokratisch gefällte Entscheidungen akzeptiert werden, auch wenn man persönlich anderer Meinung ist.

Übrigens, warum solltest du nicht von den Erfahrungen deines Freundes, der als Schöffe tätig ist, berichten dürfen? Solche Aussagen lassen sich doch ganz einfach mit schlichten Zahlen belegen. Da wird man dann überhaupt nicht in eine rechte Ecke gestellt. Spannend wäre anschließend die Frage, wenn dem so ist, dass jugendliche Migranten überproportional häufig straffällig werden, woran das liegt. Denn kein Mensch ist ja per se krimineller als andere nur aufgrund seiner Herkunft. Aber, das ist ja ein schöner Beleg für den Punkt, um den es mir hier in der Diskussion geht. Es ist eben notwendig, sachlich zu argumentieren. Genau das müssen wir doch den Kindern beibringen. Denn genau das verhindert Vorstellungen von einer Gedankenpolizei, ganz zu schweigen von tatsächlichen Einschränkungen der Meinungsfreiheit. 



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von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.06.2021 20:28:08 geändert: 07.06.2021 20:37:23

Ich kann alle Argumente nachvollziehen, doch jeder steht an einem anderen Ausgangspunkt. Ich finde ebenso, dass du @ halb27 gut zusammengefasst hast.

Da ich auch zu Zeiten wie viele, die hier argumentieren, aufgewachsen bin, wo die diskutierten Begriffe nicht negativ besetzt waren, empfinde ich vieles als künstlich herbeigeführt und es ist ein Erfahrungswert von mir, dass dieses - ich nenne es einmal in der Extremen - Sprachdiktat von den Medien verbreitet wurde.

Ich, die sich in jüngeren Jahren für die Emanzipation der Frau und für eine freiheitliche Gesellschaft gegen die herrschenden Normen eingesetzt habe (Nachgeneration 68iger, zur Zeit als die Emma publik war, Friedensbewegung dann später), muss nun feststellen, dass vieles von oben herab "diktiert" wird. Das ist nicht die Form von Freiheit, die ich mir gewünscht habe und auch keine Demokratie von unten mehr.

Nebenbei: Diese Entwicklung sieht man auch in Schulen. Hatte man früher in GLKs demokratisch abgestimmt und vieles auf diesem Weg in die Gänge gebracht, gibt es jetzt Steuergruppen - ja manche sind eben gleicher als die anderen.

Ich glaube, dass von Jüngeren unser Hintergrund nicht mehr verstanden wird. Das zeigt sich in deiner Argumentation @ daffi.

Ich finde es sogar gut, wenn alle Geschlechter unter einer Form zusammengefasst sind -  nicht nur wegen der sprachlichen Vereinfachung, sondern, dass man keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern mehr macht und diese in den Hintergrund treten, weil sie in dem Moment nicht wichtig sind, sondern andere Kriterien zählen.

Natürlich werde ich jetzt "Neger" nicht mehr benutzen, weil eben unsere Sprache so weit verändert wurde, dass das Betroffene nun als diskrimierend empfinden. Schauen wir einmal, wohin unsere Sprache "entwickelt" wird. Man darf nicht vergessen, dass plötzlich Begriffe andere Bedeutungen erlangen. Und das ergibt sich oder ist bewusst gesteuert.

Ein anderes Beispiel zu Wortveränderungen: Das Wort "geil" bedeutete mal etwas ganz anderes als wie es heute gebraucht wird. Auch hier geschah die Umdeutung durch die Medien.



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von: emiliach Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.06.2021 21:04:58

Ich (Jahrgang 1966, also 55 Jahre alt), mache es stets so, dass ich mische. Mal spreche ich die "Teilnehmer" an, mal die "Teilnehmerinnen", dann wieder die "Projektleiter", dann wieder die "Projektleiterinnen" und dann wieder die "Organisatorinnen" und im nächsten Satz die "Organisatoren". Mal so mal so, hälftig gemischt. Meine Klientel kommt damit supergut klar und es war noch nie irgendwie ein Diskussionsthema oder gar erklärungsbedürftig, weil allen klar ist, warum ich das so mache. 

Ich finde die Gendergerechtigkeit schon wichtig, aber wenn sich das in der sprachlichen Ausdrucksform als Einziges widerspiegeln sollte, dann wird es niemals eine solche geben. Dazu braucht es schon mehr (vor allem Inhaltliches), um diesem Ziel näher zu kommen. Wobei "Gendergerechtigkeit" als "Ziel" auch mal definiert werden müsste, denn irgendwie habe ich schon das Gefühl, dass der/die eine das darunter versteht und der/die andere wiederum etwas anderes damit verbindet. 

LG emi  



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von: daffi10 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.06.2021 21:50:11

Hallo ysnp,

Das klingt ja fast schon desillusioniert. Aber klar ist doch, dass erst auf grund von Achtundsechziger Bewegung, Friedensbewegung, Umweltaktivisten usw. es heute überhaupt möglich ist, gesellschaftliche Missstände so offen anzusprechen und zu diskutieren. Und das ist doch eine wahnsinnige Errungenschaft. Wenn du das Gefühl hast, dass immer weniger basisdemokratisch ausgehandelt und entschieden wird, dann liegt das doch in der Hauptsache an uns Bürgern. Die Teilhabemöglichkeiten sind doch da. Und wenn ein einziges Mädchen in Schweden es schafft, dass Freitag für Freitag hundertausende  junge Menschen auf die Straße gehen, dann zeigt das doch, dass auch heute sogar einzelne etwas bewegen können. Jeder kann sich engagieren, in Politik, Gesellschaft, ehrenamtlich oder hauptamtlich, die Möglichkeiten sind doch fast unbegrenzt. Es braucht aber den willen zum Engagement. Da ist das Beispiel mit den Steuerungsgruppen in den Schulen sehr schön. Wem ein solcher Kreis zu elitär ist, kann ja entweder mitmachen oder aber die rechtlichen Möglichkeiten, die Konferenzordnungen möglich machen, nutzen und dort den Mund aufmachen. Genau das erlebe ich nämlich immer seltener.

Da bin ich wieder bei meinem Thema. Genau diese Einstellung, die politische Handlungskompetenz und Urteilskompetenz, die gilt es, unseren Schüler*innen zu vermitteln und auch vorzuleben. 
Was ich übrigens bis jetzt nicht verstanden habe, vielleicht kann es mir jemand erklären: was hat es eigentlich mit den Medien aufsich im Hinblick auf Gendergap und Gendersternchen? Wo diktieren uns denn angesichts der enormen Vielfalt und des Pluralismus in der Medienlandschaft Medien bestimmte sprachliche Veränderungen? 



bevor ich mich aus diesem Thread verabschiedeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: fruusch Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.06.2021 21:51:29

noch ein paar letzte Worte und Gedanken.

@hesse:

Dass man "nichts mehr sagen dürfe" wurde vor meinem Posting in zwei anderen erwähnt bzw. befürchtet - einem von Dir selber am 04.06. und einem von ysnp am 05.06.

@halb27:

Deiner Zusammenfassung kann ich mich anschließen. Ich habe auch weiterhin das Gefühl, dass wir prinzipiell an einem Strang ziehen - mich stört aber ein Teil der Argumentationslinien der Gendersternchen-Gegner*innen (sorry, musste sein), die ich für nicht schlüssig und rückwärtsgewandt halte (die Argumentationen, nicht die Personen!).

@emiliach:

Das mit der Mischung der Geschlechtsformen habe ich auch jahrelang praktiziert. Auch in Arbeitsblättern und Klassenarbeiten für meine Schüler*innen habe ich oft sogar peinlich auf Parität geachtet, vor allem wenn es darum ging die Klischees von angeblichen Männer- und Frauenberufen aufzulösen. Das Gendersternchen ist da allerdings deutlich einfacher in der Anwendung.

 

Insgesamt ist die Gleichberechtigung aller Geschlechter ein Mammutprojekt, bei dem wir als Gesellschaft wirklich erst am Anfang stehen. Da reicht es nicht, ein paar Quotenfrauen in die Vorstände von VW und Thyssen Krupp zu setzen und ein paar Quotenmänner als Altenpfleger einzustellen. Da reicht es nicht, das dritte Geschlecht auf offiziellen Formularen einzuführen und Stellenanzeigen mit "männlich/weiblich/divers" zu verfassen. Da reicht es nicht, geschlechtsneutrale Toiletten für Sitzpinkler und Stehpinkler einzurichten. Da reicht es nicht, über Gendersternchen zu diskutieren und im ZDF mit Gendergap die Nachrichten zu verlesen.

Am Ziel sind wir erst, wenn all das nicht mehr nötig sein wird, weil es einfach Alltag und selbstverständlich ist. Nicht, weil es gegen den Willen der Bevölkerung so erzwungen wird, sondern weil die Bevölkerung es aus tiefster Überzeugung heraus so lebt. Eine Utopie? Vielleicht. Aber man(n) darf noch träumen. Bis dahin ist es jedenfalls ein weiter und steiniger Weg, den wir noch gehen müssen. Dabei werden wir auch manchen Irrweg einschlagen. Vielleicht ist das Gendersternchen ein solcher Irrweg - vielleicht aber der Anfang von etwas Gutem. Von letzterem bin ich überzeugt.

Gleiches gilt natürlich auch für andere sprachrelevante Themen wie Rassismus oder (als aktuelles Thema) die zweideutigen antisemitischen und fremdenfeindlichen Chiffren, mit denen sich immer größere Teile der sogenannten neuen Rechten ausdrücken, um strafrechtlich unbehelligt ihre Hetze zu verbreiten. Auch da müssen wir gut aufpassen, wie da (diesmal eindeutig mit menschenfeindlichem Ziel) unsere Sprache verändert wird und wie wir darauf regieren.



@ysnpneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.06.2021 22:56:55

Ein anderes Beispiel zu Wortveränderungen: Das Wort "geil" bedeutete mal etwas ganz anderes als wie es heute gebraucht wird. Auch hier geschah die Umdeutung durch die Medien.

Nein, liebe ysnp, daran sind die Medien nun wirklich nicht schuld. Das Wort ist so alt und hatte schon immer mehrere Bedeutungen. 
Sprache entwickelt sich, und in diesem Fall hat die Jungend das Wort für sich entdeckt. Aber wenn man genau hinsieht, haben die Jugendlichen nicht wirklich etwas umgedeutet. Die Bedeutung gab es früher schon in ähnlicher Form.

Schau mal hier unter Herkunft

https://de.wiktionary.org/wiki/geil

 




@ fruuschneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.06.2021 05:41:13

Da sind wir uns ja in wesentlichen Punkten einig.

LG  

Hesse



Ich, Jahrgang 1948 und wahrscheinlich in Kürze wieder mit einem Vertretungsvertrag in neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.06.2021 16:54:09

deutschen Klassenzimmern unterwegs, bin kein Freund des organisierten Stotterns und schreibe immer noch daß mit ß, wenn es mir richtig erscheint.

Fieserweise könnte ich ja behaupten: " dass mit ss schreibe ich nicht, denn es erinnert eindeutig an ein unseliges Kapitel unserer Geschichte und ist somit eindeutig  rassistisch!"

 

Watt nu?

  

 



@ lupenreinneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 08.06.2021 17:08:20

  

LG  

Hesse



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