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Forum: "Selbstmord einer Schülerin"

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Ja, genau, Alex!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: idea Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.02.2004 14:46:59

Und auch nicht nur den Unterricht auf die Schüler ausrichten, sondern auch euch selbst.

Es grüßt



Der Trauer Ausdruck verleihenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ethos Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.02.2004 16:43:11

Liebe Alexandra,
meine Anteilnahme!!!

Habe selber in meiner Zeit als Erzieher einen Jugendlichen durch Freitod verloren und insofern persönliche Erfahrung.

Die oben geschilderte Beobachtung, dass sich Jugendliche gut selber gegenseitig unterstützen halte ich grundsätzlich für richtig.Ihr als Lehrer habt aber die Aufgabe, den Rahmen dafür zu bieten. Also z.B. ein Gespräch unter dem Motto: "Wie verarbeiten wir als Klasse dieses Erlebnis und was können wir als Klasse tun, um so etwas bei uns zu verhindern?" zu moderieren.

Ich denke die beste Chance, drohende Gefahr zu erkennen haben die Klassenkameraden. Wenn jemand wiederholt "Lebensunlust",insbesondere den "Wunsch zu sterben" äußert, dann ist es höchste Zeit, dass sie Erwachsene Helfer informieren. Um so konkreter die Gedanken zur suizidalen Handlung, um so wahrscheinlicher ist die Tat. Ein Problem ist, dass Jugendliche ahnen, dass das oft auf Kinder- und Jugendpsychiatrie hinausläuft und da will kaum einer freiwillig hin. Aber: Um so früher im Prozess, um so besser die Chance, es ohne KJP zu schaffen!

Ironie des Schicksals ist, dass ihr jetzt Ferien habt! Denke die Schüler wissen sowieso alle, was passiert ist. Deswegen würde ich empfehlen, dass ihr dem am ersten Tag nach der Schule auch Ausdruck verleiht. Zum Beispiel, indem jeder Lehrer eine schwarze Schleife am Revers trägt und auf Halbmast geflaggt ist. An der Klassenzimmertür der betroffenen Klasse, vielleicht sogar an den Schultüren könnten von außen lesbar passende Karten aufgehängt sein. Das müssen keine Kreuze sein. Auch Sonnenuntergänge, Novembernebel und ähnliches eignen sich, um jedem der eintritt zu signalisieren: Sei behutsam, hier ist etwas außerordentliches passiert.

Außerdem solltet ihr für jede Klasse absprechen, welcher Lehrer das Thema am ersten Schultag mit welcher Klasse bespricht. Es sollte ein Lehrer sein, der sich dem Thema gewachsen fühlt, einen guten Draht zur Klasse hat und am ersten Tag unterrichtet. So könnten die anderen Lehrer, die davor dran sind signalisieren, dass sie um das Thema wissen, dieses aber später bei Kollege X besprochen wird. Dann würden die Schüler erleben, dass ihr euch abgesprochen habt und an einem Strang zieht. Danach sollte das Thema nur noch besprochen werden,wenn eine Klasse bedarf anmeldet. Ihr sollte verhindern, dass Lehrer, die Unterstützung brauchen, sich diese dann noch Tage nach Schulbeginn bei Klassen holen.-Dafür sind die Kollegen da!

Herzlicher Gruß ethos


Lieber Matthias,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: *alexandra* Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.02.2004 17:30:02

danke für deine Tipps. Du hast mir wirklich weitergeholfen und ich werde meinen Kollegen heute Abend all dies nahelegen. Ich bin überzeugt, sie sind nicht nur einverstanden sondern auch dankbar für deine Unterstützung.
Außenstehende beurteilen solche Situationen immer besser, weil sie nicht in dem Maße emotional ergriffen sind, wie direkt Betroffene.

@idea
Du hast völlig Recht! Schule muss persönlicher werden, auch wenn das einigen Kollegen schwer fallen wird, aber so geht es nicht weiter.


erst muss etwas schreckliches passierenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rolf_robischon Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.02.2004 18:16:49

und dann beschliessen betroffene, grundsätzliches zu ändern.
die aktion humane schule wurde aus betroffenheit über den selbstmord eines abiturienten (er hatte bestanden) gegründet.
VOR 25 JAHREN
jedes jahr gibt es schülerselbstmorde.
ein besonders schrecklicher war in münchen, wo die freundin des mädchens aus freundschaft mit gesprungen ist vom hochhaus, hand in hand.
ich wünsch einen richtigen aufruhr zur grundsätzlichen veränderung von schule in der es keinen druck und keine aussonderung mehr gibt, in der jeder junge mensch so ernst genommen wird wie nur irgend möglich, in der sich alle beteiligten einfach wohl fühlen. lernen und arbeiten kommt dann sowieso und von selber. das verspreche ich. ich weiß es wirklich.


Wennneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: *alexandra* Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.02.2004 18:22:46

so junge Menschen unter solchem Druck stehen, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen als dem Tod sollte man einiges überdenken...
Alex


@rolf robischonneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: pschyremberl Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 22.02.2004 23:50:45 geändert: 22.02.2004 23:51:21

Diesen Aufruhr zur grundsätzlichen Veränderung nicht nur von Schule, sondern im gesamten System Schule - also auch in der Lehrerausbildung - habe ich mir schon von fast 15 Jahren gewünscht, als eine Kollegin im Referendariat den Druck durch die Seminarleiter nicht mehr aushielt und von einem Hochhaus in einer Großstadt in den Freitod sprang. Sind wir doch einmal ehrlich gegenüber uns selbst: Dieses ganze System Schule ist über die Jahre und Jahrzehnte zu einem Molloch verkommen, der mittlerweile zerstörerische Ausmaße angenommen hat. In diesem System ist es doch normal, dass drangsaliert und tyrannisiert wird - das machen die Schüler so, aber auch unsere Dienstherren. Und wer sich dagegen stellt, wird so lange mürbe gemacht, bis er schließlich entnervt aufgibt. Und wer nicht aufgibt, ist irgendwann ein Fall für den Psychiater.
Beim Ordnen einiger Unterlagen bin ich in den letzten Tagen auf den folgenden Text gestoßen:

Geh sorgsam mit dir um,
dich kann´s nur einmal geben
und auch nur kurz
man darf dich nicht verbrauchen
wie einen Rohstoff.
Du bist kein Produkt.
Entzieh dich der Statistik,
du bist wichtig.
Bewahre dich, weiche der Härte aus,
verweigre dich
den Überflüssigkeiten.
Gib deine Antworten selbst,
stell selber deine Fragen,
gib acht auf dich,
dich gibt es nur einmal.

Ich denke, wenn wir alle - Lehrer wie Schüler wie politisch Verantwortliche - uns diesen Text täglich vor Augen halten würden, könnte es uns gelingen, aus diesem Molloch doch noch eine humane Schule zu machen.


hallo pschyremberlneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rolf_robischon Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.02.2004 07:06:55

man muss nicht entnervt aufgeben und trotzdem nicht fall für den psychiater werden.
dafür gebe ich gerne das beispiel.
an der kleinen schule im dorf ist die reichweite nicht sehr groß. dafür hab ich viel veröffentlicht, geschrieben (wird nicht so viel gelesen) udn gezeichnet (wird eher gelesen und oft sogar verstanden).
und in diesem forum mit inzwischen fast 30.000 angemeldeten sollte sich schließlich etwas bewegen lassen.
noten die schlechter als sehr gut sind, entmutigen.
abfällige äußerungen verletzen.
"unterricht" mit gleichzeitigen lehrschritten behindert selbstständiges lernen.
vorgeschriebene sitzordnung und sprechverbot entmündigen.
strafen unterwerfen.
.....machst du weiter?


schweigen ist goldneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sirron Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.02.2004 08:47:28

aber nicht immer, das verhalten deines direktors scheint mir in einem solchen Fall eher auf selbstschutz als auf schülerschutz hinauszulaufen.
Eine solche Tragödie darf nicht totgeschwiegen werden, die Mitschüler wie die Lehrer müssen in einem diskreten Kader ihre Gefühle und Angste aufarbeiten.
Bei uns in Luxemburg gab es einen solchen Fall Ende letzten Jahres, als ein 10-jähriges Mädchen sich auf der Toilette mit seinem eigenen Schal erhängt hat. Und die Gefahr, das am Anfang jeder sich in seinem eigenen Turm zurückzieht, ist gegeben, aber man darf nicht darin verharren.
Das ist alles sehr traurig, aber das Leben bewegt sich weiter, und das ist auch gut so.


Es stimmt,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: *alexandra* Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.02.2004 09:50:02

dass unser System eindeutig zu sehr auf Leistung und zu wenig auf Menschlichkeit aus ist.
Und - zugegeben - wäre dieser tragische Fall nicht passiert, hätten wir wahrscheinlich so weitergemacht wie zuvor, denn es gab für uns keine Anzeichen, dass etwas geändert werden muss.
Gerade deshalb MUSS dieser Fall publik werden, damit auch Lehrer an anderen Schulen darauf aufmerksam werden, BEVOR auch bei ihnen so etwas passiert!
Alex


Scheint sichneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: *alexandra* Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 23.02.2004 09:58:06

nicht nur der Direktor, sondern auch die Familie drüber auszuschweigen.
Keine Todesanzeige - nichts!
Nicht das kleinste "wir werden dich vermissen"!
Als hätte sie nie existiert...
Alex


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