transparent Startseite Startseite Spendenaktion
Anzeige:
Der 4teachers Schulplaner 2016/17
Hallo Gast | 256 Mitglieder online 09.12.2016 10:59:58
Login Bereich transparentSUCHE: 
Hilfe zur Suche
    UNTERRICHT
 • Stundenentwürfe
 • Arbeitsmaterialien
 • Alltagspädagogik
 • Methodik / Didaktik
 • Bildersammlung
 • Tablets & Co
 • Interaktiv
 • Sounds
 • Videos
    INFOTHEK
 • Forenbereich
 • Schulbibliothek
 • Linkportal
 • Just4tea
 • Wiki
    SERVICE
 •  Shop4teachers
 • Kürzere URLs
 • 4teachers Blogs
 • News4teachers
 • Stellenangebote
 • Klassenreisen
    ÜBER UNS
 • Kontakt
 • Was bringt´s?
 • Mediadaten
 • Statistik


Motivstempel im Shop

 ForenoptionenNachricht an die Mitgliederbetreuung Mitgliederbetreuung
dieses Forum Bookmarken
Bookmark
zum neuesten Beitrag auf dieser Seite
Neu auf Seite
zum neuesten Beitrag in diesem Forum
Neu im Forum
über neue Beiträge in diesem Forum per E-Mail informieren
E-Mail-Info ist AUS


Forum: "Schule - Vermittler eines falschen Unternehmerbildes ?"

Bitte beachte die Netiquette! Doppeleinträge werden von der Redaktion gelöscht.

<<    < Seite: 7 von 9 >    >>
Gehe zu Seite:
@vobiscumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: emiliach Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.10.2008 22:11:56 geändert: 12.10.2008 22:12:52

Deshalb finde ich: man muss in der Schule keine Eulen nach Athen tragen.


Klar nicht, schon gar nicht brauchts in der Schule Diskussionen über den Untergang oder die Lubhudelei über den "real existierenden Kapitalismus" ().

ABER: Was ist dagegen einzuwenden, z.B. mal "Unternehmer" zu spielen, mal Ideen zu beleuchten und ggf. Marktlücken zu finden? Wo sollen sie denn herkommen, die Denker und Entwickler, wenn nicht aus dem Nachwuchs?

Ich kenne etliche Jugendliche, die durchaus tolle Ideen zur Existenzgründung haben, denen aber von der beratenden Erwachsenenwelt viel zu oft gesagt wird: "Funktioniert eh nicht", "Wie willst Du das denn finanzieren?", etc.

Tatsache ist, dass sich heutzutage quasi niemand mehr auf einen sicheren Job verlassen kann und jeder Heranwachsende gut beraten ist, wenn er durchaus auch ins Auge fasst, mit welchem Können er sich ggf. mal selbst am Markt positionieren könnte. Hierbei geht es gar nicht mal um die ultimative und Millionen einbringende Geschäftsidee á la Bill Gates, sondern vielmehr darum, rechtzeitig dafür gerüstet zu sein, dass sich das Leben so rasend schnell ändern kann, dass man kaum hinterher schauen kann.

Wer hier nicht den Hauch von Kreativität oder mindestens in Ansätzen unternehmerisches Verständnis hat, ist schnell weg vom Fenster.



@emiliachneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: unverzagte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 12.10.2008 22:39:48

Klar nicht, schon gar nicht brauchts in der Schule Diskussionen über den Untergang oder die Lubhudelei über den "real existierenden Kapitalismus"

genau darauf hätten wir vor ca. 26 jahren ungern verzichtet in unserer realschule, klasse 9-10, arbeitgemeinschaft politik.
zum glück hatten wir einen ausgesprochen engagierten kollegen, der "mutig" genug war, uns mit dem gedankengut von stalin, lenin, marx, engels...zu konfrontieren und eben auch zu diskutieren.

wirtschaft und politik gehört heute zwar nicht zu meinen fächern, aber ich befürchte, du unterschätzt die jugendlichen und ihre fähigkeit zur kritischen reflexion...ich habe keine ahnung, wie der aktuelle lehrplan aussieht in der sek.1 und 2 diesbezüglich, aber ich hoffe, dass es eben nicht ausschließlich um bsp. praktische themen, wie schuldenvermeidung etc. geht.


...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 01:21:00 geändert: 13.10.2008 01:23:40

"...als dass in weiten Teilen der (vor allem jugendlichen) Bevölkerung noch nicht einmal ausreichendes Wissen darüber vorhanden ist, wie ich den normalen Alltag finanziell geregelt bekomme." (emiliach)

"... wobei oftmals eben in den familien eben auch das geld einfach nicht da ist!"

(miro07)
Jetzt versuchen wir mal den Spagat zwischen vorhandenem iPod, hoher Handyrechnung, regelmäßigem Konsum von in quaderförmiger Verpackung versteckten flüssigen Süßspeisen (statt Tee in der Thermoskanne)und den beiden o.g. Kernaussagen hinzubekommen: "wie ich den normalen Alltag finanziell geregelt bekomme." und "das geld einfach nicht da ist".
Nachdem das Geld für andere Dinge ausgegheben wurde, ist es nicht noch einmal da, um den normalen alltag geregelt zu bekommen.
Das stimmt dann allerdings!


@luponeuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: vobiscum Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 07:08:57 geändert: 13.10.2008 07:48:31

Klar ist angesichts des erhobenen Zeigefingers gegenüber jugendlichen Verbrauchern doch: je mehr diese in unsicheren und sozial-emotional unstrukturierten Lebensverhältnissen stecken, umso größer ist deren "Verführbarkeit" durch ausgeklügelte werbepsychologische Unternehmensstrategien. Kinder und Jugendliche werden dann - bei allem Respekt vor souveränen Entscheidungen - leicht zu den "nützlichen Idioten" unserer Warenwelt. Aber wer offenbar wie du im Wirtschafts-Glashaus sitzt, sollte nicht mit dem rechten Auge auf die damit verbundene Schuldenspirale bei Jugendlichen und mit dem linken auf die damit verbundenen milliardenschweren lupenreinen Umsatzzuwächse schielen, und erst recht keine Krokodilstränen vergießen.


berechtigte Kritrikneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 10:09:23

Wer die Diskussion nachträglich verfolgt so wie ich, kommt zu der Überzeugung, dass die Kritik, die im ursprünglichen Text der IHK geäußert wird, nicht gänzlich ud der Luft gegriffen scheint.

Bei Schülern und auch deren Eltern vermisse ich größten teils Verständnis für einfache wirtschaftliche Zusammenhänge. Auch die lieben Kollegen, die vielfach von "Unkosten" reden, lassen mich zweifeln. Dabei ist das verblüffende unabhängig vpn jeder Ideologie, dass die betriebswirtschaftlichen Grundlagen sowohl im Kapitalismus als auch im Kommunismus gleich sind. Wer näheres erfahren möchte, sehe sich doch einmal ein Skript für BWLer an und beschäftige sich mit Produktionsfaktoren und Kostenfaktoren.

Problematisch ist, dass nicht die Masse der Kleinunternehmen wie Gastronomen, Händler, Handwerker, Bauern etc. das Unternehmerbild prägt sondern die Vorstandsvorsitzenden der DAX-gelisteten Unternehmen. Genauso wird das Bild der Gewerkschaften verzerrt dargestellt.

Aufgabe der Schule ist es aber Schüler als Marktteilnehmer zu selbständigem Handeln zu erziehen. Diese Selbständigkeit hat aber nichts mit unternehmerischer Selbständigkeit zu tun.

Spätestens in der Berufsausbildung in einem mittleren Unternehmen werden die Auszubildenden lernen müssen wie Wirtschaft funtioniert. Die Lehrwerkstätten übernehmen teilweise Servicefunktionen für andere Betriebsteile und müssen ihre Leistungen anbieten, d.h.: Sie müssen ihre Kosten kennen, betriebliche Abläufe kennen uswusf. Hinzu kommt dass die gewerblichen Lehrlinge mit den kaufmännischen kooperieren müssen. Es kann also nicht schaden, wenn Schüler in der Schule in Schülerfirmen bereits erste Erfahrungen sammeln konnten.

Wer Wirtschaft ideologiefrei betrachtet wird feststellen, dass die Beschäftigung mit wirtschaftlichen Grundlagen ganz spannend ist und die Schüler tatsächlich auch interessiert.

In den Familien wird über "Geld" eigentlich nur da gesprochen, wo keines da ist.

Die verblüffenste Erkenntnis für alle ist eigentlich, dass Geld nicht "weg" sein kann, es kann sich maximal "woanders" befinden. Wer diese Grunderkenntnis erst einmal erarbeitet hat, hat schon das meiste verstanden.


@vobiscumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: emiliach Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 10:45:49

Kinder und Jugendliche werden dann - bei allem Respekt vor souveränen Entscheidungen - leicht zu den "nützlichen Idioten" unserer Warenwelt.


So ist es und je mehr Hintergrundwissen z.B. in Sachen Werbepsychologie (Teil des Marketings) vorhanden ist, umso eher kann dieses vermieden werden.


@missmarpleneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: emiliach Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 10:46:20

Hervorragender Beitrag!


@ lupenrein & emiliachneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bakunix Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 10:47:15 geändert: 13.10.2008 10:50:56

lupenrein schreibt:
„Jetzt versuchen wir mal den Spagat zwischen vorhandenem iPod, hoher Handyrechnung, regelmäßigem Konsum von in quaderförmiger Verpackung versteckten flüssigen Süßspeisen (statt Tee in der Thermoskanne…)“. Ich müsste eigentlich schreiben: lupenrein polemisiert. Genau wie jener neoliberale Grünen-Abtrünnige und Neu-CDU-ler Oswald Metzger, der öffentlich formuliert hat, Sozialhilfeempfänger sähen „ihren Lebenssinn darin, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen.“

emiliach schreibt:
„Tatsache ist, dass sich heutzutage quasi niemand mehr auf einen sicheren Job verlassen kann und jeder Heranwachsende gut beraten ist, wenn er durchaus auch ins Auge fasst, mit welchem Können er sich ggf. mal selbst am Markt positionieren könnte.“ Das ist genau jene Hartz-IV-Ideologie, deren Repräsentanten den Begriff der „Ich-AG“ geprägt haben und mittlerweile jämmerlich damit gescheitert sind.

Beiden ist der Grundgedanke gemeinsam, wir lebten in einer Welt der Chancengleichkeit, die nur manche, nämlich diejenigen, die sich selbst ins soziale Abseits stellten, zur wirtschaftlichen Teilhabe nicht nutzten. Da wird, und das ist bei diesen Argumentationsfiguren immer so, Politik und Lobbyismus, die in enger Symbiose zueinander stehen, einfach ausgeblendet, um sich sein Weltbild zurechtzulegen. Da wird gerne nicht wahr genommen, dass sich mit der Agenda 2010 eine Gesetzgebung manifestiert hat (z.B. Steuerbefreiung bei Unternehmensveräußerungen, Zulassung von Hedgefonds, radikale Einschränkung des Arbeitslosengeldbezugs, Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen, Privatisierung der Altersvorsorge), die der lohnabhängigen Bevölkerung enorme Nachteile gebracht hat. Und der neoliberale Ausweg, der von beiden oben Genannten präferiert wird, ist natürlich die Propaganda der Eigenverantwortung.

Da wird auch gerne nicht wahrgenommen, dass, gestützt auf die „Kirch-Kohl-Allianz“, ab 1982 eine Medienpolitik verfolgt wurde, die dazu geführt hat, dass die Bundesrepublik heute mit mehr als 30 Privatsendern über das europaweit umfassendste Angebot verfügt. Dass diese Medien sich ausschließlich an Quoten orientieren, d.h. dass sie eine Bevölkerungsgruppe bedienen, die größer als die Unterschichten ist, wie immer man diese quantitativ fasst. Da wird gerne ausgeblendet, dass man Menschen bewusst verblödet. Und jetzt wird sich über sie mokiert, dass sie nicht selbstständig und gebildet genug seien, sich im realen Wirtschaftsleben zurechtzufinden, weil sie nur Tattoos und Piercings im Kopf hätten, weil sie fett seien und sich nicht mehr bewegten, weil sie nur noch in Videotheken rumhingen, um sich die neuesten Filme abzugreifen, weil sie ständig einen Gameboy in den Fingern hätten, weil sie Premiere-Abonnementen seien, weil sie dem Tabak, dem Alkohol, dem Glücksspiel und dem ungezügelten Vögeln den Vorzug gäben, weil sie unfähig seien, Kinder zu erziehen, weil sie nur noch Unterschichtenfernsehen glotzten.

Ja, diese Leute sollen jetzt in der Schule das Denken des Unternehmers lernen, um sich von ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit (um Kant zu zitieren) zu befreien.


@unverzagteneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: emiliach Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 10:51:09

aber ich befürchte, du unterschätzt die jugendlichen und ihre fähigkeit zur kritischen reflexion...


Nö, befürchte ich eher gar nicht.

Im Gegenteil: Ich traue ihnen verdammt viel kritisches Urteilsvermögen zu und plädiere gerade aus diesem Grund dafür, ihnen soviel Wissen, wie nur möglich mitzugeben, eben damit dieses Urteilsvermögen ein stabiles Fundament zur "Untermauerung" bekommt.


@bakunixneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: emiliach Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 13.10.2008 10:53:30 geändert: 13.10.2008 10:57:32

Ich bitte Dich um ein korrektes Zitieren und verbitte mir Dein Vorgehen, nämlich meinem Zitat noch einen Satz hinzuzufügen, den ich nicht von mir gegeben habe.

Ansonsten kommentiere ich Deinen Beitrag nicht weiter, da er statt Sachebene mehr die persönliche Diskreditierung von lupenreins und meiner Meinung zum Thema hat.

BTW: Zu beurteilen, was ich wahrnehme und was nicht, überlasse doch bitte mir.


<<    < Seite: 7 von 9 >    >>
Gehe zu Seite:
Beitrage nur für Communitymitglieder
Beitrag (nur Mitglieder)
   QUICKLOGIN 
user:  
pass:  
 
 - Anmelden 
 - Daten vergessen 
 - eMail-Bestätigung 
 - Account aktivieren 

   COMMUNITY 
 • Was bringt´s 
 • ANMELDEN 
 • AGBs 


Schulschriftenpaket



 
  Intern
4teachers-Shop
4teachers-Blogs
4teachers-News
4teachers-Schulplaner
  Partner
Der Lehrerselbstverlag
SchuldruckPortal.de
netzwerk-lernen.de
Die LehrerApp
  Friends
ZUM
Der Lehrerfreund
LehrCare
Klassenfahrten
  Info
Impressum
Disclaimer
AGBs