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Forum: "Hausaufgaben=Religiöse Diskriminierung?"

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@lamaisonneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: kaejuu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 28.06.2015 03:27:30 geändert: 28.06.2015 03:51:42

'man kann seine Kinder nicht von dem "Bösen" im Leben befreien, indem man sie von allem fernhält. Einen kritischen Umgang zu lernen, wäre wichtiger.'

Es gibt m.E. das Böse nicht.

Ich halte meine Kinder nicht gegen ihren Willen vom Religionsunterricht fern.

Ich lehre ihnen einen kritischen Umgang mit Religion.

Was willst du mir sagen?



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von: kanada130564 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 28.06.2015 11:22:44

Mich wundert es, wie man sich mit 14 für eine Religion entscheiden kann, über die man nichts weiß.


@kanada130564neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: kaejuu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 28.06.2015 11:56:22 geändert: 28.06.2015 12:26:51

Ich nehme mal an du beziehst das auf meine Äußerung, dass ich mit 14 Agnostiker wurde. Agnostizismus ist genauso eine Religion, wie nicht Golf spielen eine Sportart ist. Das es Menschen gibt die nicht an Gott glauben, weiß man mit 14. Ich nannte explizit einen atheistischen Klassenkammeraden den ich mit 11 begegnete.

Ich hab durch viele Gespräche mit Gläubligen die Überzeugung gewonnen, dass es keine überzeugenden Belege für die Existenz Gottes gibt, dass es sie prinzipiell nicht geben kann (starker Agnostizismus). Ich laß damals "Im Anfang war der Wasserstoff" von Hoimar von Ditfurth. Wissenschaft faszinierte mich. Das wissenschaftliche Hinterfragen des vermeintlich selbstverständlichen, läßt sich mit dem unkritischen Glauben an traditionelle Dogmen in meinen Augen nicht vereinbaren. Den Begriff Agnostizismus habe ich erst viel später kennen gelernt.

Man muss den Begriff Agnostiker nicht kennen, um einer zu sein. Eigentlich bin ich sogar Ignostiker.


@kaejuuneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.06.2015 17:39:47

Vielen Dank für deine ausführlichen Beschreibungen. Ich kann nur sagen: Hut ab. Du hast dir sehr viele Gedanken gemacht und dich intensiv mit philosophischem Gedankengut auseinandergesetzt. (Da könnte sich so mancher eine Scheibe abschneiden.)
Irgenwoher stammt der Spruch: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen." Egal, ob der Spruch jetzt aus der Bibel oder von einem Philosophen stammt, für mich ist wichtig, wie sich Menschen zueinander verhalten. Der geistige Überbau ist für mich zweitrangig.
Ich finde es allerdings wichtig, dass es in der Schule ein Fach gibt, wo man sich schwerpunktmäßig mit ethischen Werten auseinandersetzt. Wenn diese Fächer wegfallen, dann glaube ich, gehen solche Dinge noch mehr in unserer Gesellschaft verloren. Im Augenblick sind ja generell Gewissenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Aggression und Egoismus weiterhin auf dem Vormarsch. Wir sind schon so weit gekommen, dass das Wort "Gutmensch" negativ besetzt ist.


@ysnpneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rojiblanco Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 29.06.2015 21:15:35

Empfindest Du das so (subjektiv)

oder ist es das, was der Mainstream uns immer runterbetet?!

Gewissenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Aggression und Egoismus



Aus dem ersten Stammtisch Impuls heraus würde ich auch sofort JAAAAA rufen wollen, aber wenn ich es mir recht bedenke, zu mindestens in Mitteleuropa...


Dann würde ich Deiner These nicht folgen wollen und ich glaube es hat viel mit der Abkehr vom Christentum (Religion) zu tun!


@rojiblanconeuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ysnp Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.06.2015 14:34:42 geändert: 30.06.2015 14:37:01

Das ist meine vergleichende Beobachtung, die wie bei jedem Menschen in gewisser Weise subjektiv ist.
Da ich zu der 68iger Nachgeneration gehöre, die sich ja vor allem soziale Lebensziele gesetzt hat, habe ich diesen schleichenden Wandel im Lauf der Zeit bewusst mitbekommen. Viele von uns waren engagiert und wollten starre Strukturen ändern, die Gesellschaft aktiv mitgestalten.
Was ich für unsere Generation und auch für die wirklich 68iger beschämend finde, ist, dass wir offensichtlich unsere Kinder so erzogen haben, dass wir das Gegenteil von dem erreicht haben, was wir einmal ins Auge gefasst hatten.


@ysnpneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: kaejuu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.06.2015 20:14:35 geändert: 30.06.2015 20:35:28

Du sagst:

"Der geistige Überbau ist für mich zweitrangig."

Das sehe ich genauso. Wenn alle denken würden wie du hätte ich vermutlich keine Probleme.

Der von Religiösen oft geforderte Respekt kann keine Einbahnstraße sein. Die Behauptung ohne christliche Prägung bräche die Zivilgesellschaft zusammen ist eine schwere Beleidigung und Respektlosigkeit gegenüber Religionsfreien. Wir müssen laut auftreten, weil wir durch eine in den Köpfen tief verankerte Lehre von der Leere marginalisiert werden.

Im Wort zum Sonntag sagte Pfarrer Michael Broch man könne die Leere atheistischer Jugendlicher als Chance begreifen. Religion wird als Angebot verstanden Religionsfreiheit als Mangel. Dieses diskriminierende Denken führt zu allerlei Ignoranz gegenüber den Anliegen von Religionsfreien. Man stößt da auf viel Unverständnis. Wie kritisch der Religionsunterricht ist, vermag ich nicht zu sagen. Da ich meine Kinder nicht hinschicke ist das mein geringstes Problem. Was mich auf den Plan ruft ist wenn religiöser Inhalte außerhalb des Religionsunterrichts völlig unkritisch verbreitet werden. Das geschieht ohne jedes Unrechtsbewusstsein, auf der Basis der unbewussten Annahme ethisch leere Agnostiker könnten nichts dagegen haben, wenn man ihren Kindern ein ethisches Angebot macht. Aber wehe der Agnostiker bietet Freiheit von Religion an, dann ist er intolerant, weil er Menschen ihre Religion nehmen will.

Als Beispiel für diese Geisteshaltung möchte ich von einer eher unfreiwillig komischen Begebenheit berichten. Da sagt ein Elternvertreter ernsthaft und mit freundlichem lächeln zu mir: "Ich verstehe nicht, dass du dein Kind vom Religionsunterricht abmeldest, nur weil du Atheist bist." Bis zu diesem Zeitpunkt war ich davon ausgegangen, dass es keinen besseren Grund dafür geben könnte.

Ich kann deinen Wunsch nach einem Schulfach, dass sich schwerpunktmäßig mit ethischen Werten auseinandersetzt gut nachvollziehen. Meine Frau sagt allerdings, wenn man es nicht schafft die Werte im Unterricht zu leben, dann helfen 2 Schulstunden auch nicht. Das hat was. Ich selbst sitze da ein bisschen zwischen den Stühlen. Gegen einen gut gemachten Ethikunterricht habe ich nichts, aber ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass man wieder mal signalisieren will: "Freizeit statt Religion" geht nicht. Wenn Ethik wertvoll gestaltet ist, warum brauchen Christen das nicht? Ich akzeptiere nicht so recht, dass Ethik ein Ersatz für Religion sein soll. Die Gotteshypothese selbst, die ich auf der Basis des wissenschaftlichen Sparsamkeitsprinzips (Ockhams Rasiermesser) unvernünftig finde, ist ja keine ethische Frage. Wenn meine These, dass die meisten Religionen auf unser gemeinsames evolutionäres Erbe zurückgehen wahr wäre, wäre es andererseits möglich Religion und Ethik als verschiedene Wege zur "Erleuchtung" zu betrachten.

Ob Gewissenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Aggression und Egoismus tatsächlich auf dem Vormarsch sind kann ich nicht beurteilen. Ich bin da ähnlich skeptisch wie rojiblanco.

Unter einenm Gutmenschen verstehe ich keinen guten Menschen, sondern einen der sich einbildet das absolut Gute zu kennen und zu leben. Mir ist Sokrates sympathisch, der weiß, dass er nichts weiß. Elend wird in der Regel von Menschen über die Welt gebracht die glauben etwas zu wissen. Für den Frieden in der Welt brauchen wir weniger Menschen die alles zu wissen glauben, als selbstkritische Denker. Agnostizismus ist demütiger als Religiosität, denn der Religiöse meint ja einen Zugang zu einer Wahrheit zu haben den sich der Agnostiker nicht zutraut.


Brems dich ein!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: wabami Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 30.06.2015 21:25:06

Auch wenn ich in deiner Ausführung, kaejuu, keinen Widerspruch finde und in vielen Punkten noch weiter gehen würde oder es deutlicher ausdrücken möchte, begehst du hier einen Fehler, den du selber ankreidest.

Richard Schröder hat in seinem Aufsatz "Bilder von Menschen in Erziehungskonzepten." (z.B. in Religion und Bildung in Europa) dazu einen prägnanten Satz formuliert:
"Überzeugungserzeugung erzeugt Überzeugungslosigkeit und Kompetenzüberschätzung."
(Ich dächte ihn auch bei Odo Marquard gelesen zu haben.)

Ich entlehne den Satz hier ein bisschen weiterführend!


@wabamineuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rojiblanco Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 01.07.2015 08:38:53

Das kann ich ja überhaupt nicht nachvollziehen.

Nur weil man zu wenig Zeit und Lust hat sich mit den Argumenten auseinander zusetzen oder weil man erkennt, dagegen kommt man nicht argumentativ an, brauch sich doch niemand einbremsen.

Alle anderen könnten sich einfach mehr anstrengen.


Hmm...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: kaejuu Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 01.07.2015 09:56:17 geändert: 01.07.2015 10:59:21

...danke wabami. Mich einzubremsen ist sicher eine gute Idee, meine persönlichen Überzeugungen und Befindlichkeiten, sind hier eigentlich nicht Thema.

Mir ist nicht klar welchen meiner Fehler ich anderen ankreide. Ich verstehe auch den Satz von Richard Schröder nicht, bzw. wie er sich auf meine Aussagen anwenden läßt.

Könntest du mir das hier, oder auch in einer persönlichen Nachricht erläutern. Ich würde dich gerne besser verstehen.


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