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Forum: "Als Wessi im Osten"

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Als Wessi im Ostenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rosa02 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 09:11:14

Hallo 4t-Gemeinde,
arbeite seit 7 Jahren als Wessi im Osten. Welche Erfahrungen habt ihr in der gleichen Situation, oder als Beobachter/Begleiter eines "Konvertierten" gemacht?
Freue mich über Beiträge.
Rosa


...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 11:26:55 geändert: 11.10.2005 11:28:59

Seit neun Jahren lebe und seit gut vier Jahren unterrichte ich als "Wessi" im "Osten" und fühle mich dabei sehr wohl. Zu Beginn habe ich meinen Wortschatz mühelos erweitern können, da vieles hier andere Bezeichnungen hat (z.B. Fahrerlaubnis statt Führerschein, Einraumwohnung etc). Die oft zitierte "Mauer in den Köpfen" ist leider noch häufig anzutreffen, sowohl bei "Wessis" als auch bei "Ossis". Meine SchülerInnen sind zum größten Teil nach der Wende geboren und haben die damalige DDR nicht life erlebt.Es passiert gelegentlich, die Einstellung der Eltern über Schüler zu erfahren. So sagte mir ein Siebtklässler vor vier Jahren in einem Gespräch auf dem Pausenhof:" Sie sind also auch eine verwöhnte Wessi". Neulich in einer Geografiestunde in Klasse 10 ging es um die Zuordnung verschiedener Städte zu den einzelnen Bundesländern. U.a. stand Recklinghausen an der Tafel und ein Schüler meinte, habe er nie von gehört. Ich erklärte ihm, wo Recklinghausen liegt und fügte spontan hinzu, dass ich Recklinghausen gut kenne, da ich dort geboren bin. Kommentar des Schülers: Wessis raus!
aloevera


schlimmeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: miro Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 12:32:07 geändert: 16.10.2005 19:53:04

erfahrung, wenn man so eine bemerkung an den kopf geworfen bekommt! die mauer ist wohl immer noch da, ursachen dafür sind sicher sehr vielfältig: man weiß zu wenig voneinander, interessiert man sich zu wenig füreinander?, macht die anderen für die eigene, nicht immer positive lage verantwortlich. ich bin geborener ossi und kenne den westlichen teil unserer republik also nur als besucher, aber ich habe bisher nur positive erfahrungen gemacht. "ochsen" gibt es logischerweise überall! miro


Umgang im Kollegiumneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rosa02 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 14:14:48

Solche Bemerkungen sind allerdings grenzwertig. Ich pflege meinen Schülern gleich zu sagen, dass ich aus dem Westen komme, das beugt Missverständnissen vor, ich habe mit Schülern in dieser Hinsicht eigentlich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Was mich aber viel mehr interessiert ist der Umgang im Kollegium, ich stoße immer wieder auf Verherrlichung der schulischen DDR- Vergangenheit, nach dem Motto früher war alles besser (dabei möchte ich aber auch gleich sagen, dass viele Ossis diesen Tendenzen entgegentreten). Gefördert wird diese Einstellung durch Brandenburgs Politik allen jungen Lehrern nur Teilzeitverträge zu geben und so dass das Kollegium vergreist.
Wie steht es damit an euren Schulen? Ist das normal oder ist meine Schule "zurückgeblieben"?
Rosa


@ rosaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 14:29:53 geändert: 11.10.2005 14:37:24

Die Berliner Kollegien vergreisen ebenso, denn die Einstellungspolitik ist da auch nicht viel anders und das Durchschnittsalter recht hoch.
Was die Kollegien betrifft: ich bin seit den Ferien an einer neuen Schule mit knapp siebzig KollegInnen, von denen ich noch nicht sehr viele kenne. In Brandenburg herrscht ein Lehrerüberschuss, so dass Versetzungen an der Tagesordnung sind (ich wurde auch umgesetzt, da meine alte Schule am Ende dieses Schuljahres schließt). Dazu kommt, dass viele Kollegen Stunden reduzieren mussten. Ich "oute" mich zur Zeit nur sehr verhalten, zum einen hat mich diese Schüleräußerung dazu gebracht, zum anderen bin ich als Neuling an dieser Schule voll mit 26 Stunden beschäftigt, während viele KollegInnen nur noch 19 Stunden geben können.
Das Schulsystem in der DDR hatte sicher gegenüber dem heutigen auch Vorteile und wenn manche KollegInnen das so sagen, finde ich das durchaus legitim und anerkennenswert.


das vergreisenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: miro Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 14:41:26

hat sicher nichts mit dem osten zu tun oder? wir haben an unserer schule ein sehr gutes verhältnis zu allen kollegen, wenn es knatsch gibt, dann spielt die herkunft keine rolle!
was heißt verherrlichung der ddr-schule? ich stimme aloevera zu, dass man auch positive seiten anerkennen muss. oft genug ist man ja jetzt dabei, das rad neu zu erfinden.
miro


"Früher war alles viel besser"neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 14:46:14

ist übrigens ein oft gesprochener Satz der älteren Generation. Viel Negatives hat man vergessen.
Das Schlimme meines Erachtens ist, dass man die positiven Ansätze, die es in der DDR im Bildungswesen gab, alle über Bord geworfen hat, die Einstellung zu den SuS verschlechtert hat und man nicht die Veränderungen bei sich sucht, sondern seinen alten Stil fährt. (Bitte jetzt keine bösen Briefe, ich spreche von denen, die früher alles viel besser fanden). Die SuS haben sich aber verändert. Man hat auch nicht mehr die Druckmittel, die es in der DDR gab usw.
Frag diese KollegInnen doch einfach mal, warum sie keine Klassenveranstaltungen mehr am Nachmittag machen. So ganz freiwillig. War doch eine gute Sache. Man hatte guten Kontakt zu den SuS, lernte sich auch außerhalb der Schule kennen usw. Warum tun sie vieles nicht mehr, was so gut war und das die ganze Ideologie weg ist, darüber sind sie bestimmt nicht traurig. Warum tun dann die KollegInnen nicht alles das was besser war, Verbietet ihnen doch niemand.
Die Ossi-Wessi-Problematik ist mit Sicherheit in den Köpfen drin. Politisch wird ja auch alles getan, um den Hass hochzuhalten (Steuber, Schönbohm .....). Ich habe diesbezüglich auch viele positive, aber doch zum teil auch negative Erfahrungen gemacht.


@ caldeiraoneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 19:27:33

Mich würde interessieren, von welchen Druckmitteln du in deinem Beitrag sprichst. Kannst du das bitte noch etwas ausführen?

Im übrigen ist mir an meiner ersten Brandenburger Schule vor vier Jahren positiv aufgefallen, dass es bei Übernahme einer 7. Klasse üblich war, nachmittags Kennenlerngespräche bei den Eltern zu Hause zu machen. Das ist zwar tierisch zeitaufwendig, zumal viele Gespräche erst abends möglich waren, aber so bekam man gleich einen ganz anderen Einblick in die Familie. Eigenartigerweise war das bei "Ossi"eltern selbstverständlich, zugezogene Familien aus Berlin reagierten erstmal überrascht, da so etwas in Berlin wohl eher die Ausnahme ist.


Druckmittelneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: caldeirao Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 21:37:56 geändert: 11.10.2005 21:47:58

- Tadel vor dem Fahnenappell
- Ausschluss vom Pioniernachmittag (Pioniernachmittag war ja nicht ausschließlich Rotlichtbestrahlung, sondern man hat interessant den Nachmittag gestaltet- basteln, rodeln, Besuch der Patenbrigade mit anschließendem "Kaffeetrinken"; ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir uns wöchentlich oder 14-tägig getroffen haben, auf jeden Fall gab es maximal einen thematischen Pioniernachmittag im Monat, kam natürlich auch auf den Klassenlehrer drauf an)
- In Extremfall wurde der Betrieb der Eltern informiert, was für diese natürlich sehr peinlich war.
- Das Jugendamt (hieß natürlich anders) griff viel schneller ein- was natürlich auch schnell zum Missbrauch führen kann und in einzelnen Fällen (meist politisch) auch wurde.
- extrem negatives Verhalten beeinflusste auch deine Schullaufbahn.

Es gab sicher noch mehr, aber mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein. Vielleicht könnten hier ältere KollegInnen noch etwas schreiben. Ich habe es ja nur aus Sicht der Schülerin erlebt und nicht aus Sicht der LuL. Und soviele Schulstrafen (keine) habe ich auch nicht abgefasst.

Mit den Elternbesuchen ist zum Beispiel etwas Positives aus der DDR-Schule, was in vielen Schulen weggefallen ist. Bei meinen ersten Klassen habe ich auch noch fast jedes Elternteil zu Hause besucht. Mach ich heute so gut wie gar nicht mehr. Ist aber meist hochinteressant gewesen. Oft erklären sich Verhaltensweisen der SuS besser, wenn man das häusliche Umfeld kennt. Aber zu meiner Verteidigung, ich treffe mich regelmäßig mit "meinen" Eltern zum Elternstammtisch zum "Quatschen".

PS: Mir fällt auch noch der psychische Druck ein, mit dem Quertreiber bearbeitet wurden. Für die EOS (Gymnasium) brauchte man i.A. einen Notendurchschnitt von 1,5 (wenn du nicht gerade Lehrer oder Soldat werden wolltest). Da war man einfach auf die Gunst der LuL angewiesen.
Die Umstände waren auch anders, so dass ein Gespräch beim Direktor einen anderen Wert hatte als heute.


Nunneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hewa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.10.2005 21:53:16

@Caldairo - so weit sind wir im Alter nicht auseinander. Pioniernachmittage fanden in der Regel 14-tägig statt und ja, es lag wirklich oft im Ermessen der Klassenlehrer, wie diese abliefen. Natürlich gabs auch thematische Veranstaltungen. So - zum Appell und auch zum Ausschluss von Schülern will ich auch sagen, dass die ganz sicher im Ermessen der Schule lag. Ich habe es grundsätzlich so gehandhabt, dass ich niemanden ausgeschlossen habe und für öffentliche Tadel war ich auch nicht, denn schlimm genug ist es ja schon vor der Klasse gerügt zu werden. Nicht anders als heute! Und wenn ich mich recht erinnere hieß Jugendamt auch schon damals so. Es gibt vieles, was gut war, aber auch vieles, was man heute mit anderen Augen sieht. Und einiges GUTES hätte man übernehmen können und müsste heute das Rad nicht neu erfinden.

Ja und noch zum Ossi-Wessi-Verhältnis möchte ich auch noch einen Satz los werden. Ich habe im "Westen" eine Zusatzausbildung absolviert und einen sog. "OSSI-Bonus" im negativsten Sinne erhalten. Leider wusste ich mehr als manche/r Dozent/-in!


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