Der Skarthestein
Der 1857 südlich des Ortes Busdorf an der alten Landstraße gefundene Stein lag an der Stelle, an der die Straße zwischen den Grabhügeln „Twebargen“ hindurchführt. In der Grabgrube des etwa 3 m hohen Hügels fand man 1889 die Reste eines Holzsarges, Spuren eines Skelettes, kleinere Eisenreste und ein Stück Leder mit gepresster Ornamentik. Es handelt sich um eine Bestattung der jüngeren Wikingerzeit, deren genaues Alter sich aber nicht ausmachen ließ. Dass sie zu dem Runenstein gehört, ist zwar nicht sicher, aber wahrscheinlich. Die Inschrift des Steines ist in altdänischer Sprachform gehalten und von einem Typ, der etwas jünger ist als die der berühmten Runensteine von Jelling. Sie lautet:
„König Sven setzte diesen Stein nach (dem Tode von) Skarthe, seinem Gefolgsmann, der nach Westen (England) gefahren war, aber nun fiel bei Haithabu."
Inneres eines Wikingerhauses. Links die Schlafstellen, bedeckt mit Fellen, in der Mitte ein Kessel über einer Feuerstelle an einem Dreibein hängend. Das Haus hat Lehmwände, die Wände im Inneren sind aus Holz.
Haithabu war in der Wikingerzeit einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas. Hier liefen die wichtigsten Fernhandelswege zusammen. An diesem Ort mit seiner internationalen Bevölkerung konnte die christliche Mission Fuß fassen.
In der Zeit von 2005 – 2007 werden hier sieben Häuser des einst pulsierenden frühgeschichtlichen Handelsplatzes (frühes 9. – Mitte 11. Jahrhundert) nach den Originalbefunden neu erstehen.
Das Haus wies ursprünglich eine Nordsüd-Ausrichtung auf, war 12 m lang, 5 m breit und hatte im nördlichen Teil eine Wandhöhe von ca. 2 m. Die Außenwände aus Flechtwerk mit tragenden Pfosten aus relativ schmalen Spaltbohlen waren mit einem Auftrag aus ungebranntem Lehmverstrich abgedichtet worden. Das Haus besaß drei Räume, der nördliche etwas kleiner als die anderen beiden gleich großen. Im südlichen Raum befand sich ein Kuppelofen. Es gab drei Außentüren und eine Innentür.
Die Mühle Anna wurde im Jahre 1911 erbaut, weil ihre Vorgängerin 1910 einem Feuer zum Opfer fiel. Anna bildet als Mühle in vieler Hinsicht eine Besonderheit. Zum Einen, weil sie direkt an das villenartige Haus des Müllers gebaut wurde und auch weil auf ihren 1911 errichteten imposanten dreigeschossigen Unterbau ein Teil einer anderen Mühle gebaut wurde. Ab dem Galerieumlauf (Zwickstell) stammt der Aufbau der Mühle Anna ursprünglich von der Mühle Anna aus Westerhever (Baujahr 1786). Die eisernen Bruststücke der Grünen Mühle aus Borby fanden beim Bau der Mühle Anna auch Verwendung.
Mit der Kraft ihrer Flügel trieb Anna 4 Mahlgänge an. So konnte sie bis zum Jahre 1978 viel Korn für die umliegenden Landwirte mahlen.
Dann folgte eine bittere Zeit für die Mühle Anna: 1978 geriet sie in Privathand, wurde zweckentfremdet und leider auch eines großen Teils ihres Mühlen-Innenlebens beraubt. 1994 gelang es der Gemeinde Rieseby die stark heruntergekommene Mühle zu erwerben.
Die SS Amphitrite ist ein 1884 bis 1887 in Gosport (Großbritannien) in Holz gebauter Dreimast-Gaffelschoner. Das 44 m lange Schiff wird als die älteste seegehende Segelyacht der Welt bezeichnet. Auf Regatten trat sie unter anderem gegen die Meteor, die Rennyacht Kaiser Wilhelms II., an.
Heute segelt die Amphitrite unter der Flagge des Vereins Clipper - Deutsches Jugendwerk zur See e.V. für Jugendfahrten vor allem auf der deutschen und dänischen Ostsee.