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Forum: "AUA! - Diese Schüler sind unsere Zukunft? Teil I"

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frage ist,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 15:34:57

ob es diese durchlässigkeit je gegeben hat. ich suche gerade nach dem bericht, in dem die zementierte klassengesellschaft mit zahlen belegt wird. die stellung innerhalb der hierarchie ist demnach nur im geringen umfang leistungsabhängig...

mfg
sopaed


funktionieren?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: balou46 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 15:43:03

Wenn ich das schon lese!
Klingt, wie wenn jemand auf Knopfdruck reagiert. Dressiert, angepasst, automatisiert.
Für viele die Frage: macht mein angestrebter Job schon eine Maschine oder noch eine billige Arbeitskraft mit Migrationshintergrund oder bzw. aus Fernost? Die Antwort würde für mich nur heißen nein danke, wozu überhaupt noch anstrengen
Da können wir doch noch froh sein, wenn alles noch so in geordneten (von wem denn?) Bahnen abläuft.


@balouneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: sopaed Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 15:58:10

so sollte es auch klingen, denn so war's gemeint!

mfg
sopaed


da denke ich zurückneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 18:24:34 geändert: 11.07.2006 18:26:36

an die Zeit, wo meine Mutter, wenn mir die Schuhe zu klein waren sagte: "Kannst du die Zehen noch 2 Wochen zusammenkneifen, dann können wir neue kaufen."
Oder die Tatsache, dass es Limonade oder Malzbier immer nur bei meiner Oma gab. Bei uns wurde gespart, damit genug dafür übrig war, unser kleines Haus zu bezahlen, oder die Schulbücher.
Meine Mutter war mit 14 Jahren Vollwaise in der Nachkriegszeit, der Vater meines Vaters konnte nur etwas lesen und seinen Namen schreiben.
Das Ziel war, die Familie in bessere Verhältnisse zu bringen. Dafür wurden viele Opfer gebracht und ich bin meiner Mutter heute noch dankbar dafür, dass sie auf den Knien bei anderen Leuten schrubbend zugebracht hat, um uns den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen.

Bei allem Verständnis für soziale Probleme in Familien: wo bleibt der Wunsch, für ein besseres Leben auch zu arbeiten, auch unangenehme Dinge in Kauf zu nehmen, auch auf etwas Anderes zu verzichten?
Bibliotheken sind frei. Die Schule macht Angebote.
Es gibt gesponsorte Freizeiten. Auch im Fernsehen gibt es sinnvolle Sachen zu sehen. Bücher kann man leihen oder auf dem Flohmarkt kaufen. Der Schulbesuch ist kostenlos. Klassenfahrten zahlt das Sozialamt.

dies sind nur einige wenige Beispiele. Natürlich ist es immer schwieriger, erfolgreich zu sein, wenn die Voraussetzungen so ungleich sind. Das heißt aber nicht, dass man von vorherein aufgeben muss.

Ich befürchte, dass langfristig diese Bedienungs- und Berieselungsmentalität unsere sozialen Sicherungssysteme derart aushebeln wird, dass keine Mittel mehr da sein werden, um denen zu helfen, die es wirklich nötig haben.

Langsam habe ich auch keine Lust mehr darauf zu sehen, was ich am Monatsende für Abzüge habe bei einer vollen Stelle, um dann zu beobachten, wie die gleichen Kids, die in der Schule nur Theater machen und keinen Bock haben zu nichts die mit Steuergeldern finanzierten Nachhilfeangebote und Jugendfreizeitangebote, durch die sie eigentlich unterstützt werden sollten, auch noch sabotieren.


@ rhaudaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klexel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 19:02:18

Ich befürchte, dass langfristig diese Bedienungs- und Berieselungsmentalität unsere sozialen Sicherungssysteme derart aushebeln wird, dass keine Mittel mehr da sein werden, um denen zu helfen, die es wirklich nötig haben.

In einer unserer 4 zehnten Klassen, die vor 4 Wochen auf Abschlussfahrt waren - Segeln in Holland - gab es zwei Schülerinnen, die aus finanziellen Gründen (Sozialhilfeempfänger) nicht mitgefahren sind. Genau diese beiden Mädchen wurden bei der Entlassungsfeier am Freitag zu den am besten gekleideten Schülerinnen des Jahrgangs gewählt (Idee der 10. Klassen...). Beim Abschlussball am Abend kam die eine Schülerin bewusst später, um ihren großen Auftritt zu haben. Sie trug ein traumhaftes langes Kleid und sagte, sie habe sich zwischen 3 verschiedenen Kleidern in ihrem Schrank gar nicht entscheiden können.
Fällt uns dazu noch etwas ein???




... eigentlich ging es doch um Girlanden und Matheneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: balou46 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 19:15:33

... und nun plötzlich um die Null-Bock- -schicke-Klamotten- -nichts-gut-genug- -zu-allem-zu-faul-Generation.
Das verstehe ich nicht mehr ganz. Oder seid ihr jetzt auch in einem Alter angekommen, in dem ihr eure eigenen Kids nicht mehr richtig verstehen könnt? Normale Alterserscheinung. Irgendwann findet ihr euch damit ab.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Jugend von heute gegen eine Gesellschaft protestiert, mit der sie nicht einverstanden ist. Meine Generation waren die 68er, ich weiß, wovon ich rede. Damals war die Kommunikations- und Automatisationstechnik längst nicht so ausgereift wie heute. Wenn unsere Jugend es genau so macht wie wir und unsere Politiker genau so schlafen, dann fällt mir Heine ein: "Denk ich an Deutschland in der Nacht ...", nanu, war es damals auch schon so?


nein!neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rhauda Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 19:56:18

Damals war es nicht so. Ich bin Jahrgang 62, habe also die richtig wilde 68er Zeit gar nicht mitgemacht. Allerdings gab es auch in meiner Schulzeit Anti-AKW Demos und die grüne Bewegegung, etc.

Die 68er waren hochpolitisch und hatten sehr wohl eine Vision davon, wie die Gesellschaft auszusehen habe.
Auch in den 70ern und 80ern zielten all die Protest-Aktivitäten darauf ab, in der Gruppe auch etwas zu bewegen, die Gesellschaft zu ändern.

Jugendliche warem Mitglieder von Bürgerinitiativen und die Grünen waren eine Partei voller junger Leute.

Auch wenn Vieles unter "Modeerscheinung" abgetan werden kann, bleibt doch, dass es dort um Ziele ging.
Man wollte etwas verändern und hat sich dafür eingesetzt.

Zurück zum Ausgangsthema: es wurde gesagt, dass die Probleme, die wir am Anfang des threads identifiziert haben, auch auf Perspektivlosigkeit zurückzuführen sind.
Ich habe versucht, das zu relativieren und Beispiele genannt.

Ich bin der Meinung, dass man Perspektivlosigkeit auch durch Eigenverschulden hervorrufen oder verstärken kann.





muss dir rechtgebenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: balou46 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 20:22:42

was das Eigenverschulden angeht. Allerdings ist es doch auch "typisch deutsch" auf einem recht hohen Niveau zu jammern, also eine gewisse Vorbildfunktion ist schon von den älteren da.
Zu deiner Meinung, was die 68er betrifft: in den geisteswissenschaftlichen Bereichen war es teilweise so, wie du es schilderst. Den meisten war das aber relativ wurscht, sie liefen nur hinterher und fanden es gut, es denen da oben mal zu zeigen. So wie heute auch. Nur Arbeit war damals nicht unmodern: es war die Zeit, als Deutschland noch jede Menge "Gastarbeiter" holte. Insofern war die Perspektive besser.
Nur ist es heute ungleich problematischer, wenn wöchentlich Großunternehmen ankündigen, Jobs ins Ausland zu verlagern. Wir haben jetzt (Zahlen unseres Landkreises von letzter Woche) am Jahresende noch ca. 20% unserer Realschulabgänger ohne Lehrstelle, und ca. 40% gehen in eine weiterführende Schule, oft nur, um ein Jahr zu "parken". Ist das die eigenverschuldete Perspektivlosigkeit?
Es hilft nicht, den Jugendlichen die Schuld zuzuschieben, es geht ja nur um ihre Zukunft.
Natürlich ärgere ich mich, wenn der geringste Transfer von Mathe in die Wirklichkeit nicht klappt. Aber ich habe auch Schüler, die fahren Moped, tunen und frisieren es, und wissen dann in der Klassenarbeit nicht mal, welchen Sprit ein Zweitakter braucht. Hast du einen Ansatz, wie man das ändern könnte? Ich wäre glücklich drüber, wenn ich einen hätte. Und da finde ich auch nichts zwingendes bei Klippert & Co.


Früher war alles besserneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: rwx Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 21:09:24

ich versteh nicht, was diese früher war als besser Vergleiche sollen. Bzw. warum ignoriert wird, dass die Ausgangslage eine ganz andere war. Die Menschen haben von null angefangen, man konnte etwas aufbauen, weil es viel aufzubauen gab. Es gab das Wirtschaftswunder. Heute ist alles verteilt und an der Verteilung ändert sich nichts. Wieso soll ich massig in eine Rentenkasse einzahlen, aus der ich keine Auszahlungen mehr sehen werden. Klar, es ist ein Generationsvertrag, nur die Generation die heute von den Renten profitiert, hat doch schon das Kapital und die Immobilien. Ich find den Spiegel-Artikel gerade nicht mehr, aber die Rentner im Deutschland liegen im Schnitt bei 80% ihrer vorherigen Bezüge.
Der nächste Punkt sind die total überzogenen, von der Wirtschaft diktierten Anforderungen. Mit einem Hauptschulabschluss kann Mensch heute höchstens Maurer werden. Realschule reicht wahrscheinlich auch schon nicht mehr für eine Banklehre und in Stellenanzeigen wird nur nach diplomierten Fünfundzwanzigjährigen mit Auslands- und mehrjähriger Berufserfahrung gesucht. Den wirklichen Stellenwert der Bildung vermag ich da nicht zu erkennen.

Die Perspektivenlosigkeit ist nicht selbstgemacht oder eingebildet, sie ist einfach Fakt!


Erweckung - aber wie?neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: oblong Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 11.07.2006 21:20:10

Deine ausgewogene Darstellung hat mir gut gefallen, balou; die Aussagen zu den 68ern kann man gut an Schlinks "Vorleser" nachvollziehen.
Noch mehr aber als APO, später Fundis und andere, sagen wir: Visionäre leben viele, aber beileibe nicht die Mehrheit der Jugendlichen, "gestärkt" durch die "rosigen Zukunftsaussichten" in einer Traum- und Schattenwelt; die Woche über schleppen sie sich trübe und übellaunig in die Schule, "gelebt" wird am Wochenende: LAN-Party, Szene-Kneipen, private Saufgelage (hängt vom Taschengeld und vom Freundeskreis ab)...
Ich habe lange gedacht, dass Brochs "Schlafwandler" Figuren der vorletzten Jahrhundertwende seien, doch jetzt kenne ich viele aus der Oberstufe, die, aus welchen Gründen auch immer, in einem Niemandsland zwischen der Flucht in eine Verlängerung der Kindheit und einem stumfen Hinnehmen der Alltagsanforderungen leben.
Das Warten auf den Traumjob gehört für die einen ebenso zum Alltag wie die Flucht in Nebenbeschäftigungen und Hobbies für die anderen.
Vielleicht trifft das, was ich umreiße, eher auf Gymnasiasten als auf Hauptschüler zu, doch ich denke, dass diese Sucht nach Selbstbestätigung in Randtätigkeiten auch dort zu finden ist: Das blitzschnelle Aufstapeln und Zusammenstecken von Bechern, das Versenden von 100 SMS am Tag mit fliegenden Fingern, das Modden von PC und andere bestaunenswerte Fähigkeiten sind leider nicht kompatibel mit der Suche nach einer passenden Ausbildung.
Liebe Grüße,
oblong


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