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Forum: "inklusion"

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von: ishaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 05.04.2014 22:18:39

d.h. vor allem zu den beiden letzten Seiten folgende Anmerkung: palim, unverzagte, janne sind an der GS, missmarple und lupi sind an einer IGS, die/ der ihnen zustimende simple ist HS. feul ist HS, aber Österreich, vielleicht isses da ein bisschen anders, ich weiß es nicht.

Viele Gespräche mit GS-Menschen haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Integration und ansatzweise Inklusion an der GS zumindest vorstellbar sind. Vor allem Mobbing und Ausgrenzung als sämtliche Bemühungen zunichte machendes Schülerverhalten sind dort nicht so stark vertreten wie an HS, IGS, Sekundarschule etc. Von daher ist es verständlich, dass 4tler aus diesem Bereich eher nach Strategien und Lösungsansätzen suchen.
Bin selber HS, die aber bald ausläuft und sehe mich daher ein bisschen um. Es gibt viele neue Schulen in der Umgebung, Gesamtschulen, Sekundarschulen. Viele davon sind gerade erst gestartet und wissen jetzt schon nicht mehr, wie das weitergehen soll, wenn die Schere immer weiter auseinanderklafft, wenn die Kiddies erst mal so richtig in der Pubertät sind. Von daher kann ich verstehen, dass 4tler die in diesen Bereichen arbeiten die Situation ganz anders sehen.

Die GS-KollegInnen mögen sich bitte immer wieder vor Augen führen, dass an diesen Schulen ca. 60% (NRW) ihrer SchülerInnen nicht mehr da sind. Und vor allem alle die, die auch mal selbständig arbeiten können; die das Glück hatten, so aufzuwachsen, dass Lernen als wertvoll angesehen wird, dass sie Empathie entwickeln konnten - die sind alle weg.
Was ich damit sagen will: Das hier sollte ein Forum sein, nicht zwei. Wir müssen die Dinge als Ganzes betrachten und zu Ende denken.

Ich habe noch ca. 10 Jahre vor mir und mache mir ein bisschen Sorgen, dass ich nicht genügend auf mich aufpassen kann. Denn ich eigne mich weder für Dienst nach Vorschrift noch bin ich in der Lage meine Schüler als Vollpfosten zu betrachten.


leider wirst du deinen Selbsterhaltungstrieb noch sehr stärken müssen,neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 00:45:13

wenn du die nächsten 10 Jahre psychisch gesund überstehen willst.
Es ist - zumindest im Ruhrgebiet - nun einmal so, daß neben lernwilligen
auch zunehmend lernunwillige SuS die Gesamtschulen füllen, leider sind
unter denen überproportional viele mit einem Migrationshintergrund.
Ich bin mir nicht sicher, woran das exakt liegt, vermute aber,es hat mit den
oft sehr unterschiedlichen Wertvorstellungen und Macht-Strukturen in den
Familien dieser Kinder zu tun. Darunter leiden oft die Mädchen.

Diese sind dann auch vielfach unter denen, die - von Jahr zu Jahr übrigens
mehr - in psychiatrischer Behandlung sind.
An unserer Schule - 6-zügig - ist nahezu keine Klasse mehr, in der nicht
mindestens eine Person in psychiatrischer Behandlung ist oder war -
manche sogar zum wiederholten Male.
Neben Mädchen, aber auch Jungen, aus Migrantenfamilien sind häufig
Kinder aus gescheiterten Ehen betroffen - je intelligenter, um so schlimmer
- so jedenfalls meine persönliche Beobachtung - .
Auch Kollegen sind, bisher noch im einstelligen Prozentbereich, mehr und
mehr betroffen.

Ich denke, in unserem Land muß für alle Ehepaare eine Art
"Erziehungsführerschein" zur Pflicht werden, damit ihre Kinder wenigstens
soziale Mindeststandards einzuhalten in der Lage sind. Das ist das größte
Problem, daß Eltern nit der Erziehung ihres Nachwuchses überfordert sind
und von dir erwarten, daß du über Wasser laufen kannst.
Versuch´s erst gar nicht, sonst gehst du an deinem Jobkaputt - und das ist
er dann nicht wert.

Du mußt die Schüler nicht unbedingt in "Vollpfosten" etc. einteilen, solltest
dir aber sehr schnell sehr klar machen, daß du eben nicht alle retten kannst
und das es deine Gesundheit ist, um die es geht und die du in deinem
Interesse und im Interesse deiner Familie/Freunde schützen mußt und
niemand, weder Schulleitung, noch Kollegen noch Schüler haben das
Recht, sie dir zu zerstören.


Des Kaisers neue Kleiderneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ishaa Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 01:17:34

also als Strategie?? Wir tun so als wäre das Schule und im Grunde versuchen wir alle nur zu überleben?
lupi, wenn ich sage, ich hab' noch 10 Jahre, dann heißt das auch, ich bin schon länger dabei, und ich hab' immer noch Lust auf den Job.
Und ich lebe und arbeite auf dem Land, Migranten sind die Ausnahme, die Probleme ähnlich. Auch wir haben Kinder in der Psychatrie, haben die (mit elterlicher Unterstützung !) Lerunwilligen, diejenigen, die erst aufblühen, wenn sie aus den Elternhäusern entfernt werden. Und ich habe KollegInnen, die im Schonwaschgang sind (Fußballspielen, Filme gucken, keine schlechten Noten...). Und ich möchte mich damit nicht abfinden.

Und, dies ist das Inklusionsforum: Wenn wir in dieser ganzen bunten Mischung jetzt noch mengenweise die SchülerInnen haben, die ständig ans Händchen genommen werden müssen (LB) und viele von denen, die jede Stunde sprengen (ESE) und insgesamt haben wir von allen zusammen 30, dann weiß ich nicht, wie das gehen soll. Und natürlich ist es schön, wenn die eigene Brut da anders ist (meine natürlich auch...), aber die lebt mit allen anderen zusammen in einer Gesellschaft!
Für Schonwaschgang eigne ich mich leider auch nicht...

Und wir sollten uns hier weiter streiten und vielleicht noch viel offensiver und öffentlicher auf den nackten Kaiser zeigen...


schön, wenn es dir gut geht, du Überlebensstrategienneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 01:49:33

im Laufe deiner Arbeit entwickelt hast und dich nicht kleinkriegen lassen
willst. Die Probleme, die missmarpel und ich schildern, kommen eben mit
etwas Verzögerung aufs Land.
Ich lebe seit 30 Jahren auf dem Land und die Probleme mit Migranten
nehmen jetzt auch dort zu, obwohl es sich hier eher um christliche Russen
handelt und nicht um muslimische Mittelmeeranrainer oder aus dem
Hinterland wie an meinem Arbeitsort.
Wenn es dir gelingt, bei der Durchsetzung von gesellschaftlichen Regeln in
deinen Lerngruppen die Schulleitung auf deiner Seite zu haben, wenn die
Kollegen alle mitziehen und so weiter, bleibt nach meiner Meinung immer
noch die feste Absicht der Landesregierung, unter dem Deckmäntelchen
der Inklusion in Wirklichkeit ein schönes Kostensenkungsprogramm
durchzuziehen.
Was mich dabei tierisch nervt, ist die Tatsache, daß es vermutlich vielen
Kindern, die bisher in kleinen Lerneinheiten unterrichtet wurden,
möglicherweise deutlich schlechter gehen könnte. Und die sollen es ja
sein,für die der ganze Affentanz aufgeführt wird.
Genau da habe ich meine Zweifel, ob das in Klassen mit 30 Schülern
gelingen kann.


@ishaaneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 07:38:02

Zunächst einmal danke für die Ausdifferenzierung der Posts nach den Schulformen der Poster. Ich denke, dass das die Diskussion versachlicht. Besonders eindrucksvoll fand ich den Hinweis an die GS-KollegInnen, dass denen ab der fünften Klasse etwa 60% ihrer Schülerschaft abhanden kommen und somit eine neue Klasse aus dem "Bodensatz" von drei Grundschulklassen entsteht.

Keine Angst, ich komme mit der Prozentrechnung klar.
GS-Klassen haben so um die 22-24 SuS, davon gehen 60% ab, macht 13 bis 14 Kinder. Es verbleiben also rd. 10 Kinder, die dann in eine neue 5. Klasse einer Schule im SekI-Bereich zusammengepfercht werden.

Zum pädagogischen Konzept vieler GeSen gehören die "Schwerpunktklassen", die den neuen SuS über einen gemeinsamen Interessenschwerpunkt (sportliche, sprachliche, musische, naturwissenschaftliche etc. Aktivitäten), der ihren Neigungen entgegenkommt, den Einstieg erleichtern soll. Diese zwei Wochenstunden aus dem Ganztagsdeputat werden zumeist von den Klassenleitungen in den Jahrgängen 5 und 6 erteilt. Einerseits führt das dazu, dass man als KL mehr Zeit mit seiner Klasse verbringen kann, um sie besser kenen zu lernen. Benoten muss man sie in diesen AGs nicht, so dass das Arbeiten sehr entspannt sein könnte. Andererseits führt diese Differenzierung nach Neigungen zu einer Entmischung der Schülerschaft. Wenn ich zwei Angebote mache, z.B. Instrumentalmusik (Bläser oder Streicher) und Sport, wohin gehen wohl die Interessen vor allem der Eltern?

Die Instrumentalklasse hat einen hohen Anteil von Kindern mit bio-deutscher Abstammung, viele von denen sogar mit bedingter Gymnasialempfehlung, die meisten mit Realschul-Empfehlung. Der Anteil von Jungen und Mädchen ist halbwegs ausgewogen. In der Sportklasse hingegen versammeln sich überwiegend Jungen und einige Mädchen, die über einen hohen Bewegungsdrang verfügen. In der Regel sind in solchen Klassen keine 15% mit RS-Empfehlung, also rd. 85% der Kinder haben eine HS- oder bedingte RS-Empfehlung. An der HS hätte eine solche Klasse in NRW eine Frequenz von unter 22 SuS. An einer GeS ist der Klassenfrequenzrichtwert bei 30 SuS. (Dieser soll unter em Gesichtspunkt der Inklusion auf 25 Regelschüler + 2 Inkluionsschüler abgesenkt werden.)

Bei meiner derzeitigen Klasse (30 SuS) des Dopeljahrganges 5/6 beträgt der Anteil der Mädchen 33%, der Anteil bio-deutscher SuS liegt bei 40%, der Anteil von Kindern mit anerkanntem Förderbedarf bei 1 (Sehen) und derzeit 7 SuS mit diagnostizierter Lernschwäche (knapp über LB). Mehr Heterogenität geht gar nicht. Mit den Sus kann man ja noch halbwegs klarkommen, egal ob man sie hier als "Vollpfosten" oder "potentielle Organspender" bezeichnet. Nur bei den vermehrt auftretenden Problemen im Sozial- und Arbeitsverhalten ist in vielen Fällen eine Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten nicht umsetzbar. Das reicht von Verständigungsproblemen bis zu grundsätzlich anderen Wertvorstellungen. Bei massiven Problemen und der Androhung von Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen sieht man sich evtl. schon einmal einem Clan von bis zu 20 Familienangehörigen gegenüber, gegen den dann mithilfe der Schulleitung ein Betretungs- und Aufenthaltsverbot auf dem Schulgelände ausgesprochen und das mit Unterstützung durch die Polizei dann auch umgesetzt werden muss. (Nach solchen Vorfällen niemals vergessen, die Radmuttern und die reifen zu kontrollieren!)

Auf der anderen Seite die "normalen" Eltern, die allerdings von der Klassenleitung einfordern, dass ihre Kinder beschützt und ausreichend gefördert werden, um so noch an einen MSA mit FOR-QE oder zumindest FOR zu gelangen. Beim derzeitigen 10. Jhg. erreichen den noch 30% von 173 SuS, Tendenz für zukünftige Abschlussjahrgänge sinkend. Bei meinem jetzigen 6er-Mathekurs werden am Ende des Schuljahres 6 SuS eine Empfehlung für die E-Ebene (Erweiterungskurse) erhalten, das sind 20%. Die gleichen Kinder werden auch in Englisch hochgestuft und vermutlich auch am Ende der 7 in Deutsch, soweit die derzeitigen Notenbilder beibehalten werden.

Um auf lupis Aspekt einzugehen, es zeigt sich derzeit schon, dass es für die SL schwer werden wird, KL-Teams zur Übernahme einer Klasse im neuen 5, Jhg. (2014/15) zu motivieren. Dre Trend geht zur Flucht in die Abteilung II (Jhg. 8 bis 10), da kennt man den Ärger schon und kann mit den SuS halbwegs auf basalem Niveau arbeiten.

Nur gut, dass die anderen 60% des Einschulungsjahrganges, die wir niemals sehen, an unserer Altersversorgung als Steuerzahler (Beamtenpensionen) oder Beitragszahler (Tarifbeschäftigtenrenten) in die GRV arbeiten. Von den 40%, die wir unter den Fittichen haben, wird es ein sehr großer Teil nämlich nicht tun können.


Auch ichneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 09:13:55

finde ishaas Denkanstoß an dieser Stelle reinigend, wobei ich die
Unterschiede sehr wohl gesehen habe. Jeder kämpft nun mal an
SEINER Front und hat mit seinen schulspezifischen Widrigkeiten zu tun.
Ich habe aber immer mit Interesse verfolgt, wie es nach uns, der
Grundschule, weitergeht.
Der Effekt, den 5.Klass-Lehrer beschreiben, kennen wir auch. In Klasse
1 tummeln sich die Kinder aus 2Kindergärten zus. mit denen, die gar
keinen besucht haben. Die Altersspanne reicht vom 5 1/2 jährigen
Kannkind bis zum fast 8jährigen zurückgestellten. Die
Entwicklungsstufen und Reifezustände sind entsprechend. Da gilt es eh
schon, jedem Kind gerecht zu werden, insofern leben wir die Inklusion
seit Jahren, ohne dass sie so hieß. Ich meine aber, hier überall
herausgelesen zu haben, dass die größten Bedenken bei den E-Kindern
bestehen, die einem eine noch so kleine Klasse restlos aufmischen
können. Hier haben wir aktuell 3 Fälle an der Schule, bei denen wir
mittlerweile sachlich und emotionsarm unseren
Ordnungsmaßnahmenkatalog anwenden. Wer für den Schulbetrieb
nicht tragbar ist, muss abgeholt werden. Und das wird sich ja auch
künftig nicht ändern. Außerdem werde ich die bei uns propagierte Hilfe
des Ministeriums in Anspruch nehmen. Wann immer wir nicht weiter
wissen, werde ich das zuständige Referat um Hilfe bitten. Wenn schon
alles nix kosten darf, sind sie uns zumindest das schuldig.
Und das wiederum entlastet im Sinne der eigenen Gesundheit. Ich
habe ebenfalls nicht vor, in den verbleibenden 13 Jahren meine
Gesundheit an die Wand zu fahren.


@janne60neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 09:54:28

Nur müssen die Kinder dann eben auch nach Ausschluss vom Untericht abgeholt werden. Was passiert denn, wenn das nicht erfolgt?


Und jetzt geht mal alle einen Schritt zurück, verlaßt alsoneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lupenrein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 10:16:24 geändert: 06.04.2014 10:18:08

eure eigene schulspezifische Perspektive und überlegt mal, wo eigentliuch angesetzt werden muß, um das, was hier von Lehrern individuell beschrieben wurde und wird, zurückzuführen auf grundsätzliche Dinge, die von uns nicht geändert werden können.

zurück zu unserem jeweils eigenen kleinen Mikrokosmos Schule:

Die geforderte sogenannte "Inklusion" ist, so wie sie jetzt durchgedrückt werden soll, mit den vorhandenen Ressourcen an der Gesamtschule so nicht machbar.

Wenn ich die Forderung de UNESCO richtig verstanden habe, wird ja gar nicht gefordert, daß zu inkludierende und ihre bisher in Regelschulen beschulten Mitschüler unbedingt in einem Raum unterichtet werden müssen.

Dieser Gedanken weiter gesponnen bedeutet aber einen massiven Ausbau der Schulen, räumlich wie personell, um dem Anspruch an "Inklusion" auch gerecht werden zu können.
Und:
Wenn Regelschullehrer da freudig mitmachen sollen, wäre es sehr vorteilhaft für das Zusammenarbeiten mit den Förder-Lehrern und Sozialpädagogen, wenn alle für vergleichbare Arbeit vergleichbar bezahlt würden.


gesamtgesellschaftliche Aufgabeneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 10:42:51

Mann lupi - dass Inklusion ein gesellschaftlicher Prozess ist, ist doch unbestritten.

Was uns alle annervt ist die Tatsache, dass Politik basierend auf einer völlig hirnrissigen Interpretation der UN- Behindertenkonvention im Zuge von Sparmaßnahmen den bereich Schule als Speerspitze der inklusion antreten lassen will. Das ist so wie Russlandfeldzug mit kurzer Hose und Erbesenpsitole oder Gummizwille.

Der tenor der genannten UN-Konvention ist doch, dass kein mensch von allgemeiner Bildung im Primar- und SekI-Bereich ausgeschlossen werden darf; d.h. die allgemeine Schulpflicht bis Ende Klasse 10 muss für alle gelten.

Und jetzt kommt die Perversion, die vertreter der UN fanden ja das deutsche Förderschulsystem als nachahmenswert, sie bemängelten ja lediglich, dass der Besuch einer Förderschule nicht zwangsläufig zu einem regulären Schlabschluss führt, und dass die förderschüler räunlich von den Regelschülern getrennt, an unterschiedlichen Lernorten unterrichtet werden.

Es wäre also vollkommend ausreichend im Sinne der UN.Konvention gewesen, die Förderschüler in Schulzentren gemeinsam mit den Regelschülern in nach Kompetenzniveaus getrennten Gruppen zu unterrichten. Die Möglichkeit Förderschüler zeitweise oder in bestimmten Fächern mit den Regelschülern im gemeinsamen Unterricht )kunst, Musik, Sport etc.) zu unterichten hätte dabei als Option für eine schulische Inklusion ausgereicht. Die stärkere Kooperation von Sonderpädagogen und grundständigen Lehrkräften innerhalb eines Schulzentrums bei zieldifferentem Unterricht ist es, die von der Un eingefordert worden sind.

Das, was die ministeriellen und parlamentarischen Sparbrötchen daraus gemacht haben, ist etwas vollkommen anderes. Und das nenne ich eine Perversion des Grundkonzeptes.


@missmarpelneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: janne60 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.04.2014 11:19:50

Drum sag ich ja, jeder kämpft an seiner eigenen Front, und in diesem Fall ist das Abholen vom Unterricht nicht unser Hauptproblem. Dass das bei euch nicht mehr funktioniert, glaub ich gerne.

@lupenrein:
Die Welt insgesamt retten zu müssen, hat ja nun keiner von uns verlangt.
Ich beruhige mich mittlerweile mit dem Gedanken: Was nicht geht, geht eben nicht, wir werden das Machbare tun, das Mögliche versuchen und das Unmögliche lassen.
Wer weiß, was in 5 Jahren kommt? Mit dem G8 sieht man doch inzwischen auch, wie in verschiedenen Bundesländern kräftig zurückgerudert wird.


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