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Forum: "Ist das Präteritum ein Auslaufmodell?"

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Veränderungenneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2014 11:00:04

... aber sprachliche Veränderungen bzw. den Wandel der Sprache im Laufe der Zeit zu beklagen, ist gelinde gesagt (netter) Unsinn, um nicht zu sagen kompletter Unsinn.

Was hat das "Deutsch" als literarisches Mittel mit dem Alltagsleben der Schüler zu tun - und Schule und damit der deutsch-Unterricht ist Bestandteil ihres Lebens.

Wenn ich die Schüler zum Umgang mit Sprache, die für die meisten ja nicht Herkunfssprache sondern Zielsprache ist, hin erziehen möchte, dann doch zu einer Sprache, mit der sie am Leben teilhaben können. Dass mit Leben hier in erster Linie das Arbeitsleben und gesellschaftliche Leben und weniger das Kulturleben bzw. die literarische Subkultur von Heine bis Enzensberger oder Schiller bis Grass meint, versteht sich aufgrund der Notwenigkeiten (fast) von selbst.

Das ist der gleiche quark wie bei der Englisch-Note; die Inhalte eines in Englisch verfassten Essays wiegen für viele eben nicht das falsch ausgesprochene "TH" auf. Ein großer Teil der Muttersprachler oder der Nutzer der englischen Sprache aus den ehemaligen Kolonien, in denen Englisch immer noch Amtssprache ist, spricht das "TH" richtig aus. Muss man denen also ihren Einfluss auf die englische Sprache absprechen? Purismus und Armseligkeit haben vom Wortsinn her vieles gemein.


Dein Eingangsbeispiel, liebe sahara14neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: bernstein Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2014 11:18:36

zeigt ja die Verwechslung des Präsens mit dem Präteritum.
Geht man konsequent vor, kann man durchaus ein Ereignis, das in der Vergangenheit stattfand, im Präsens beschreiben, um z. B. die Beschreibung besonders spannend und nacherlebbar zu machen, aber man muss dabei auch konsequent sein und darf nicht zwischendurch mal ins Präteritum fallen. Damit verdirbt man alles. Das ist nichts anderes als ein STILMKITTEL (wie gesagt: wenn es konsequent angewendet wird).

Das Präteritum hat nach meinen lebenslangen Beobachtungen auch noch in anderer Hinsicht einen schweren Stand:
Da viele deutsche Verben unregelmäig sind und etliche Menschen nicht immer sofort die unregelmäßige Präteritumform präsent haben, verfallen sie in die ihnen leichter erscheinende zusammengesetzte Zeit des Perfekt (als Volksschülerin lernte ich noch die deutsche Bedeutung dieses Tempus: "vollendete Gegenwart"). Beispiel: "Gestern habe ich ein Buch gelesen." statt "Gestern las ich ein Buch.".
Ein netter alter Witz zu diesem Thema:
Lehrerin: "Klein-Fritzchen, lies mal deinen Aufsatz über den Sündenfall vor."
Klein-Fritzchen: "Und Eva esste den Apfel."
Lehrerin: "Klein-Fritzchen, das heißt 'aß'."
Klein-Fritzchen: "Also gut: Und Eva, das Aas, esste den Apfel."

Als Anglistin habe ich mich selbst so sehr auf die Bedeutung und richtige Verwendung der Zeiten "Present Perfect" und "Past Simple" gedrillt, dass auch in meiner Muttersprache der inkonsequente bzw. falsche Gebrauch von Perfekt und Präteritum mir geradezu körperliche Schmerzen verursacht.

Ich kann mich noch gut an das Buch "Die dumme Augustine" des von mir hochgeschätzten Kinderbuchautoren Otfried Preußler erinnern, das ich meinen Kindern vorlas. Während des Vorlesens bemerkte ich, dass Präteritum und Perfekt wild und unmotiviert durcheinander verwendet wurden und ich korrigierte den Text beim Vorlesen.


Bernstein, ich kenne ...neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: ohneschule Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2014 11:35:23


es so: Eine Erlebniserzählung steht grundsätzlich im Präteritum. An der spannendsten Stelle, dem Höhepunkt, kann das Präsens als Stilmittel für noch mehr Spannung eingesetzt werden, um anschließend im Präteritum fortzufahren.


apropos stilmittelneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: unverzagte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2014 11:47:54

die sind primär nur eine frage des geschmackes, darüber ließen sich unbedingt neue foren eröffnen: was spricht mich stilistisch an bzw. was verhallt resonanzlos?

im nächsten forum wäre dann die sinnfrage zu klären: wieviel sinn bin ich bereit, einer thematik zu geben, auch wenn ich nicht mehr folgen kann?

es stellt sich mir also die frage, worum es in diesem hier nun genau gehen soll...den lauf der zeit auf einer sprachlichen ebene zu beklagen?

zeit ist, war und wird terror bleiben. das lässt sich schlicht nicht anders regeln, auch wenn wir das noch so gern korrigieren wollen würden.


Welches Deutsch wollt ihr? neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: amann Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2014 14:44:26 geändert: 21.04.2014 14:45:18

Jeder von uns entscheidet mit, wie das künftige Deutsch aussieht und was die Kinder vom früheren Deutsch noch (passiv) kennen oder (aktiv) können. Einerseits durch bewusste oder nachlässige eigene Sprache, andererseits durch die Art, wie wir im Unterricht agieren, sprechen und Texte einsetzen.

Wer vor allem neu angekommene Migranten oder Lernschwache als Schüler hat, muss da natürlich die Komplexität beschränken.

Aber wie ist es mit den Kindern in leistungsstarken Lerngruppen? Ich fände es traurig, wenn wir sie von ihrem oder unserem sprachlichen Erbe abschneiden, ihnen den Zugang zur Poesie vergangener Jahrhunderte, zur inneren Struktur des Deutschen verweigern würden und sie nur eine "Gassensprache" lernen ließen. Auch ich habe früher z.B. den Konjunktiv erst in der Schule gelernt. Wenn heute auch das Präteritum gelernt werden muss, dann lasst es uns halt lehren.

Übrigens noch eins zum Stichwort Migranten: sehr viele Sprachen, z.B. die slawischen, haben eine deutlich komplexere Grammatik als Deutsch.


trennungneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: missmarpel93 Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 21.04.2014 15:23:41

Das eine ist deutsch-, das andere literaturunterricht. Wenn es gelingt, diese beiden Seiten des Fachs Deutsch zu trennen, wären wir schon weiter.

Deutsch umfasst nichts anderes als Lesen und Schreiben (Orthographie) und ist sowohl für Muttersprachler als auch Migranten bis Klasse 10 einschließlich Pflichtfach. Weniger ist hier mehr.

Alles, was darüber hinausgeht, das Beschäftigen mit Lyrik, mit Literatur, Literaturgeschichte, Quellenanalyse und Interpretationen ist Sache des Fachs Literatur, was meinetwegen ab Klasse 8 als Ergänzungsstunde im Bereich der neigungsdifferenzierung abgehalten werden kann. Dann kann man sich auch mit Interessierten über feinheiten unterhalten wie gesagt auf freiwilliger Basis.

Für die Gruppe 1 reicht die Kenntnis des einschlägigen, allgemein bekannten Zitats aus "Götz von Berlichingen", Gruppe 2 kann das Zitat gerne nach ausführlicher Lektüre in den Kontext stellen.


amannneuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: hesse Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 24.04.2014 12:00:08




LG

Hesse


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