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Forum: "Geschichte zum Weiterschreiben (bitte höchstens 10 Sätze)"

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6 - 5neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: oblong Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.05.2006 15:00:20 geändert: 06.05.2006 15:12:42

Jack wurde gnadenlos zwischen seinen Gefühlen hin- und hergerissen.
Auf der einen Seite hatte er sich endlich nach dem grässlichen Vorfall, der ihn aus seiner Berufslaufbahn geworfen hatte, über seine Abscheu vor Kindern hinweggesetzt, und das war wahrhaftig keine Kleinigkeit.
Heute hatte er auch ein wenig Verständnis für das stille Mädchen der 8.Klasse, die, um sich ein wenig wichtig zu machen, ihrer Freundin unter dem Siegel der Verschwiegenheit einige tolle Geschichten von ihr und Jack sagen wir: ein wenig fantasievoll ausgestaltet hatte; beim Prozess hatte sie, erschrocken über den ganzen Rummel, erst sehr spät den Mut aufgebracht, die Anschuldigungen zu entkräften - aber da war es auch schon zu spät für Jack.
Irgendwie spürte er auch, dass er es rechtzeitig versäumt hatte, Distanzsignale zu setzen. Er hatte sich lange in der Bewunderung der Teenies gesonnt und auch zu augenzwinkernden Anzüglichkeiten sich verleiten lassen.
All das hatte er aber gestern zur Seite geschoben, sich überwunden und in einem wahren Kaufrausch Babyartikel für Marion gekauft.
Und jetzt saß er da und grübelte über dieses verflixt bezaubernde Mädel nach, das gerade seinen Weg gekreuzt hatte; er verstand sich selbst nicht mehr.


6 - 6neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klamotte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.05.2006 19:56:45 geändert: 06.05.2006 20:05:57

"Oh, Nadine, ich stecke in dieser Sache tiefer drin als mir lieb ist", sagte Max, als sie sich in der Cafeteria gegenüber saßen.
"Ich liebe Marion, ich würde alles für sie tun, ich würde am liebsten diesen Jack irgendwie außer Gefecht setzen oder Marion entführen - ich bin gar nicht mehr zurechnungsfähig."
"Nun aber mal langsam, Max", Nadine legte behutsam ihre Hand auf seinen Arm. "Im Moment kannst du Marion gar nicht entführen, da ihr Zustand noch sehr kritisch ist."
"Aber wenn sie entlassen wird!", räumte Max ein, "ich möchte ihr helfen, möchte bei ihr sein, möchte sie verwöhnen, denn von ihrem Mann kann sie doch gar nichts erwarten."
"Max, sei vernünftig, momentan kannst du nichts tun. Und du wirst auch nichts tun, abgemacht? Kein Mord, keine Entführung, nichts dergleichen -ok? Du stöhnst doch sonst über die vielen Korrekturen. Geh nach Hause, korrigiere, bereite deinen Unterricht vor! Und lass Marion eine Weile in Ruhe."
Max brummelte etwas Unverständliches, zahlte die Rechnung und verabschiedete sich von seiner Schwester.
Nadine überlegte kurz, aber dann...


6 - 7neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: lebensformen Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.05.2006 20:16:06 geändert: 06.05.2006 20:32:56

...ging sie geradewegs in Richtung Marions Zimmer. Sollte sie sich einmischen? Ihr großer Bruder hatte sich offenbar schon wieder in die falsche Frau verliebt. In Wirklichkeit tat er ihr unendlich leid, auch wenn sie ihn so rigoros nach Hause geschickt hatte. Sie könnte Marion ja mal frauenmäßig auf den Zahn fühlen. Vorsichtig öffnete sie die Tür und spickte ins Zimmer. Marion war allein, aber sie war wach. "Hallo, ich bin Nadine, ich bin die kleine Schwester von Max und ich wollte nur mal nach dir sehen." Marion drehte ihren immer noch schwindligen Brummschädel und versuchte ein Lächeln. "Das ist aber nett", antwortete sie und winkte Nadine an ihr Bett. Sie waren sich auf Anhieb mehr als sympathisch. Nadine erklärte ihr, dass sie hier zufällig arbeitet und schnitt dann prompt das heikle Thema an: "Du, mal so unter Frauen. Du bist ja in einer ganz verzwickten Lage. Zwei Männer und ein Baby oder was läuft da?" zwinkerte sie Marion zu. Marion rollte mit den Augen: "Naja, Hauptsache, dem Baby ist nichts passiert. Aber weißt du, das Blöde ist, dass mein "eigentlich-schon-fast-verlassener" Ehemann sich nun als liebevoller Retter in der Not erwiesen hat. Und Max war so unglaublich süß. Wieso kann ich nicht alle drei haben? Jack, Max und das Baby?" Nadine lachte und gab zurück: ...


6. 8neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: keinelehrerin Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.05.2006 20:52:50 geändert: 06.05.2006 22:00:06

"Weil schon EIN Baby und EIN Mann für EINE Frau mehr als genug ist. Aber mal im Ernst, denkst du wirklich dass ein Kind eine kaputte Beziehung retten kann? Ladest du da nicht zuviel Last auf die Schulern von einem Kind, das noch nicht mal auf der Welt ist? Vater wird man nicht durch das Produzieren von Spermien zum rechten Zeitpunkt! Denk mal drüber nach." Mit einem aufmunternden Lächeln strich sie Marion über den Kopf und wandte sich zum Gehen.
"Wie meinst du das?" fragte Marion ihr hinterher. Nadine drehte sich noch einmal zu ihr um und lächelte sybillinisch: "Du wirst es zur richtigen Zeit wissen."


Derweil sahs Freddy in der Blauen Kneipe und fühlte sich doch arg versetzt. Natürlich war er an ein notorisches Zuspätkommen von Marion gewöhnt, eine Stunde hatte er auch schon eingerechnet und sich eines dieser neumodischen Sudoko-Rätsel-Hefte gekauft um sich die Zeit zu vertreiben. Allerdings konnte er sich nicht so richtig konzentrieren. Die hübsche Frau am Tisch in der Ecke, unverkennbar hochschwanger, und dieser dunkelhaarige Caballero, der aussah wie eine "Fahren-Sie-nach-Spanien"-Reklame, stritten sich seit sie hereingekommen waren.
Um was es in diesem temperamentvollen Disput konnte er nicht verstehen. Allerdings hatte der Herr einen großen Gesprächsradius und gestikulierte wild abwechselnd rechts und links und beidhändig, was es dem Ober nicht gerade einfach machte, den Salat zu servieren.
Genervt sah Freddy auf seine Armbanduhr. Schon 20.50 Uhr. Jetzt konnte sie aber langsam kommen! Doch schon fesselte ihn das Schauspiel gegenüber wieder. Das Paar war inzwischen beim Dessert angekommen und die Lautstärke war zu einem Forte angewachsen, so dass er Gesprächsfetzen mitbekam. ".....nicht möglich ..... kein Verständnis..... seine Schuld?......herzloses Monster.... hormongesteuerte Kuh...." Das ging ja hoch her da drüben. 21.10 Uhr! Jetzt wars aber wirklich genug. Er nickte dem Ober zu, zahlte seine vier Wasser, packte sein Heft ein und stand auf. Just in diesem Moment entwickelte das Drama am Ecktisch seinen Höhepunkt. Die Dame stand ungeachtet ihres beachtlichen Umfanges so schnell wie eine junge Häsin auf, packte ihr Quark-Mousse an Erdbeer-Rhabarbar-Soße und kippte es diesem Windmühlen-Heini über den wohlfrisierten Kopf. Noch eine letzte Nettigkeit zum Abschied rufend, strebte sie dem Ausgang zu. In ihrer verständlichen Wut und weil sie nach hinten schaute, übersah sie Freddy, der die Tür nicht schnell genug geöffnet bekam. Unsanft stießen sie zusammen, was ihm ein wenig freundliches "Keine Augen im Kopf?!" eintrug. Verdutzt ging er einen Schritt nach vorne, hielt aufgrund jahrelanger guter Erziehung die Tür auf und die schnaufende Lokomotive an sich vorbei ziehen.
Mann, war die geladen!


6-9neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: xrendtel Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.05.2006 21:37:42 geändert: 06.05.2006 21:46:49

Unterdessen war Marion immer wieder im Krankenhaus eingeschlafen. Dabei wurde sie von wüsten Träumen geplagt. Zuletzt saß sie auf einer grünen Wiese von Sonne durchflutet. Um sie herum tobten dutzende Kinder. Dazwischen hüpften Max und Jack mit Kindern auf den Schultern durch die Gegend und lachten munter vor sich hin.
Aus diesem Traum erwachte sie Schweißgebadet. Was sollte sie bloss machen? Sobald sie konnte die Stadt verlassen und keinem mitteilen, wo sie abgeblieben war?
Mittlerweile war sie auch nicht mehr so sauer auf Jack. Er hatte sie gerettet und wie süß er dabei geesen war. Aber war sein heutiges Verhalten der Anfang von allem Neuen, oder war es nur eine Ausnahme und morgen würde er schon wieder nur an Fußball denken?
Sie überlgete nochmal mit Jack zu sprechen. Sollte er eine Chance erhalten? Ach man, warum war alles so schwierig. Sie nahm den Hörer vom Telefon ab und überlegte lange hin und her, wen sie eigentlich jetzt anrufen sollte. Als sie gewählt hatte, und unsicher den Hörer in der Hand hielt ...


6 -10neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: oblong Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 06.05.2006 23:03:00 geändert: 06.05.2006 23:12:02

... hatte Jack inzwischen einen Trost im Fußball gefunden. Nicht nur Nadine ist ihm durch den Kopf gegangen - nein, greade rechtzeitig ist ihm noch eingefallen, dass heute alle Bundesligaspiele stattfinden und es sich entscheiden kann, ob Bayern München Deutscher Meister wird (wieder einmal, genauer gesagt: zum zwanzigsten Mal).
Völlig angespannt hatte er zuerst ab 15.30 Uhr im Radio die Spiele verfolgt, die in einer Konferenzschaltung zwischen den verschiedenen Schauplätzen hin- und herschalteten; nur in der Halbzeitpause gönnte er sich ein hastig hineingeschüttetes Bier, weil der HSV führte, Bayern aber mit 0:1 zurücklag. Doch bald brach aus ihm der Jubel heraus: "FC Bayern, Stern des Südens, ja so heißt er, mein Verein..."
Spätestens beim Fernsehen hatte er die beiden Frauen und das werdende Kind gründlich ins Unbewusste hinab getrunken und verdrängt, als auf einmal das Telefon klingelte.


6 -11.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.05.2006 00:27:03 geändert: 07.05.2006 10:19:11

"Hallo Jack", vernahm er Marions erschöpfte Stimme. "Ich wollte mich für deine Hilfe, deinen Besuch und die schönen Rosen bedanken. Ohne dein beherztes Eingreifen wäre ich vielleicht nicht mehr am Leben. Jack...," sie zögerte und nahm dann all ihren Mut zusammen "sei mir bitte nicht böse, aber ich möchte in den nächsten Tagen nicht, dass du mich besuchen kommst. Es ist zuviel geschehen. Ich brauche einfach Zeit zum Nachdenken, wie es weitergehen soll. Verzeih mir, aber ich kann nicht anders."
Ohne dass Jack die Chance gehabt hätte, darauf zu reagieren, hatte Marion den Hörer aufgelegt. Zurück blieb ein Jack, der die Welt nicht mehr verstand und sich wie vor den Kopf geschlagen fühlte.
Dann überkam ihn eine grenzenlose Wut. Ob sie das dem Kartoffelpürreelieferanten auch sagte? Oder durfte er jeden Tag an ihrem Bett sitzen, ihr Händchen halten und ihr Honig um den Mund schmieren??
So geht man mit Jack nicht um! Er beschloss, sich zumindest dem Krankenhaus zu nähern und zu beobachten, wer da aus und ein ging. Und sollte er auf Max treffen,
würde er ihm mit seiner Rechten einen Satz warme Ohren verpassen!
Je länger Jack über seinen Plan nachdachte, umso genialer fand er ihn. Er würde mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Wahrscheinlichkeit, die unbekannte Schöne wiederzusehen, beschleunigte seinen Pulsschlag genauso wie beim kurz zuvor gefallenen Tor.
Vielleicht könnte er erkunden, in welcher Beziehung Max zu ihr stand, vorausgesetzt, Max näherte sich dem Krankenhaus, was er ja eigentlich besser nicht tun sollte. Und Marion gegenüber konnte er so tun, als würde er ihren Wunsch respektieren.
Na wartet, dachte er grimmig, Jack Schäfer war nicht umsonst lange Jahre bei den Münsteraner Pfadfindern ein Begriff gewesen.


6 -12.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: aloevera Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.05.2006 02:18:28 geändert: 07.05.2006 02:35:55

Max war vom Krankenhaus aus direkt nach Hause gefahren. Er konnte sich weder auf Unterrichtsvorbereitungen noch auf Korrekturen konzentrieren und lief wie ein Tiger im Käfig durch seine Wohnung. Nein, so ging das nicht. Ständig hatte er das blasse Gesicht Marions vor Augen, wie sie hilflos in diesem weißen Krankenhausbett lag und gar nicht richtig zu sich kommen wollte. Er musste den Kopf freibekommen, zog sich um, packte Bademantel, Handtücher und Badelatschen in seine Sporttasche, nahm seinen Autoschlüssel und ging in die Garage.
Am Hotel Krautkrämer parkte er sein Auto, ging zum See hinunter und begann zu laufen. Er sog die milde Frühlingsluft ein und fühlte sich langsam immer besser. Nachdem er zweimal um den See gejoggt war, ging er zum Auto, ruhte sich ein paar Minuten aus, nahm seine Sporttasche und löste im Hotel eine Drei-Stunden-Karte für die Sauna.
Nach einer ausgiebigen lauwarmen Dusche gelangte er noch rechtzeitig in die Sauna, bevor der Aufguss mit Eukalyptusöl begann. Er legte sich in die dritte Reihe, inhalierte das angenehme Eukalypusaroma und spürte, wie ihm der Schweiß wie kleine Bäche rundherum vom Körper auf das Handtuch rann. Obwohl die Sauna gut gefüllt war, redete niemand während des Aufgusses. Jeder ließ die Seele baumeln.
Nach dem Duschen stieg Max ins kalte Tauchbecken. Er merkte, wie langsam wieder Ruhe in sein Innerstes einkehrte, eine Frische ihn umfing, wie er sie lange nicht gespürt hatte und es gelang ihm, abzuschalten.
So nach und nach nahm er seine Umgebung deutlich wahr.
Er war gut gebaut, hatte eine athletische Figur und bemerkte durchaus den einen oder anderen anerkennenden Blick des weiblichen Geschlechtes, teils sehr direkt, teils verstohlen.
Nach drei Saunagängen und ausgiebigem Schwimmen fühlte er sich wie neu geboren, voller Elan, Tatendrang und entspannt wie seit langem nicht mehr.
Hunger hatte er wie ein Wolf. Er beschloss ins "Fegefeuer" zu fahren. Die Aussicht auf ein gutes Essen und ein kaltes, gezapftes Bier ließen seine inzwischen gute Laune noch besser werden.


7.1.neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: keinelehrerin Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.05.2006 09:56:01

Driiiiiingdooooong! Driiiiingdooooong!
Und als würde dieser scheusliche Gong noch nicht genug Lärm fabrizieren, klopfte auch noch jemand gegen die Wohnungstür.
Jack war mehr als wütend, wer besucht schon Leute zur Sportschau-Zeit? Hatte denn die Menschheit überhaupt keine Höflichkeit mehr?
Er entschloss sich diesen rüpelhaften Zeitgenossen zu ignorieren und ihm amit zu zeigen, dass er keine Erziehungsfehler tolerierte.
Doch dieses aufdringliche Driiiiiingdooooong! wollte nicht aufhören. und dann hörte er etwas, was ihm das zweitemal in dieser Woche das Blut in den Adern gefrieren ließ: "Haaaaans-Rüüüüüdiiiiger! Mach auf, mein Junge! Haaaaans-Rüüüüüdiiiiger! Ich weis, dass du da bist." Bevor noch der ganze Wohnblock wusste, welchen Taufnamen man ihm verpasst hatte, sprintete er zur Tür und riss sie auf. "Na also, mein Junge. Warum machst du nicht gleich auf? Warum dauert das so lange?" "Ähh. Schön dich zu sehen. Was machst du hier?" "Ist das eine Begrüßung. So wenig herzlich. Du könntest deine Mama ruhig mal in den Arm nehmen, mein Junge!", missbilligend schaute Hildegunde Schäfer ihren Sohn an. "Ähh, natürlich Mama. Komm rein." Pflichtschuldig umarmte er seine Mutter und nahm im stillen Abschied von Bayern München.
Hildegunde Schäfer, eine resolute Anfang-Sechzigerin, die man ihr aber gar nicht ansah, schob ihren burgunderroten Samsonite-Trolley an ihrem Sohn vorbei. Einen zweiten zog sie hinter sich her, selbstverständlich auch in burgunderrot. Burgunderrot war die Lieblingsfarbe der Dame Schäfer.
Hildegunde repräsentierte die Zielgruppe der aktiven SeniorInnen, modisch orientiert, politisch interessiert, gesellschaftlich gefestigt, finanziell unabhängig.
In der Wohnung ihres Sohnes sah sie sich suchend um. "Wo ist denn deine Marion?", wandte sie sich um. "Tja Mama, weißt du. Marion. Tja, Marion ist in der Uniklinik. Sie ......"


7 -2neuen Beitrag schreiben zur Forenübersicht   Seitenanfang
von: klamotte Userprofil anzeigen Nachricht senden erstellt: 07.05.2006 10:35:49 geändert: 07.05.2006 10:37:38

sie hatte eine akute Blinddarmentzündung und musste notoperiert werden."
Hildegunde sah ihren Sohn mit scharfem Blick an.
"Wie, und dann rufst du mich nicht an? Dann bist du nicht bei ihr?" Sichtlich echauffiert öffnete sie einen ihrer Trolleys und zauberte vorsichtig ein großes, geschickt verpacktes Etwas hervor.
"Hier, Frankfurter Kranz, extra für euch gebacken, den esst ihr doch so gerne." Und im selben Atemzug, denn das war so ihre Art:" Meine Güte, Hans-Rüdiger, wie sieht das denn hier aus?" Aus Versehen trat sie fast auf die Babysachen, die noch immer verstreut herumlagen.
"Ich will sofort eine Erklärung - hier stimmt doch was nicht!" Ihre Augen blitzten gefährlich und Jack wusste, dass er seiner Mutter nichts vormachen konnte. Wenn sie jetzt noch ins Badezimmer ging, war die Katastrophe perfekt. Lieber sofort die ganze Wahrheit - oder???


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